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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brustwachstum



Jürgen M.
24.09.2006, 12:40
Hallo,

hat vielleicht schon jemand Erfahrung gemacht mit gezieltem Brustmuskel-Training gegen das Brustwachstum? Laienhaft gesprochem müsste es doch möglich sein, das Fett in Muskelmasse umzuwandeln.

Schöne Grüße

Jürgen M.

PeterP
01.10.2006, 23:58
Hallo Jürgen,
mit gezieltem Brustmuskeltraining dürftest Du wahrscheinlich den entgegengesetzten Effekt erzielen: Du vergrößerst ja damit die Brustmuskulatur. Wenn Du aber durch Ausdauersport das Körperfett reduzierst, besteht m.E. eher die Möglichkeit, daß auch von dem in der Brust etwas weggeht.
Viel Erfolg
PeterP

Jürgen M.
04.10.2006, 07:13
Hallo PeterP,

ich dachte immer an die Bodybilder-Damen, bei denen man auch nur noch Muskeln sieht und wenig normale Brustmasse. Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf dass irgendwann eine zumindest leichte Rückbildung erfolgt. Ehrlich gesagt stört es mich schon und ich gehe deshalb auch momentan nicht in ein Schwimmbad oder in die Sauna (was eigentlich schade ist da ich früher ein regelmäßiger Saunagänger war). Insgesamt gesehen ist es jedoch zur Zeit das geringere Übel. Man lernt eben alles zu relativieren. Über den Ausdauersport denke ich nach, bin jedoch zur Zeit aufgrund der lfd. Therapie (ADT3) nicht so fit und vital.

Schöne Grüße
Jürgen M.

Hans-W.
04.10.2006, 10:56
Hallo Jürgen,
wenn eine Gynäkomastie vorhanden ist, geht sie nicht mehr einfach zurück. Du kannst weiteres Brustwachstum durch eine leichte Röntgenbestrahlung (Betonung auf leicht) verhindern. Das habe ich auch gemacht und hatte null Nebenwirkung dabei. Falls es dich wirklich stören sollte, kannst du auf eigene Kosten eine Fettabsaugung machen lassen. Ausdauersport reduziert, wie Peter bereits gesagt hat, die gesamte Körperfettmenge und somit auch das an der Brust. Tägliches Spazieren (mindestens eine halbe Stunde) reicht schon aus um diesen Effekt mittel bis langfristig zu erzielen und hilft gleichzeitig gegen Osteoporose und Herz-Kreislauf Probleme. Man kann nicht Fettgewebe in Muskelgewebe unwandeln, man kann nur Fettgewebe abbauen und Muskelgewebe aufbauen. Übungen mit vielen Wiederholungen mit leichten Hanteln führen nicht zu einer Schwarzenegger Brustmuskulatur, straffen aber die Brustmuskulatur und verbrennen etwas Fettgewebe nebenbei.
Alles Gute,
Hans-W.

Jürgen M.
04.10.2006, 18:58
Liebe Mitstreiter,

vielen Dank für die Anregungen. Das könnte zur Motivation verhelfen doch wieder etwas mehr zu tun als die tägliche Morgengymnastik. Irgendwie fehlt durch die lfd. Therapie aber doch noch der Antrieb.

Schöne Grüße
Jürgen M.

EPauli
07.10.2006, 00:44
Hallo Jürgen,

ich hatte infolge Hormontherapie (HT) mit Casodex 150 große Probleme mit dem Brustwachstum trotz unmittelbarer Bestrahlung der Brust unmittelbar nach der OP. Danach sagte man mir, dass nur bei etwa 1/3 der Patienten mit HT die Brustbestrahlung helfen würde, bei einem weiteren Drittel, die Brust bei HT auch ohne Bestrahlung nicht wachsen würde und bei einem Drittel, so wie bei mir, trotz Bestrahlung, die Brust sich stark vergrößert.
<O:p></O:p>
1 Jahr nach der Prostatektomie und HT habe ich mich an der Uniklinik Erlangen (plastische-Chirurgie) an der Brust operieren lassen (Fettabsaugung, Entfernen der Brustdrüsen und überschüssiger Haut). Trotz Komplikation bei der OP (Nachblutung) und nicht ganz zufriedenstellendem optischen Ergebnis bedaure ich den Eingriff nicht. Ich kann wieder anliegende T-Shirts und Hemden tragen und geniere mich auch beim Badengehen nicht mehr. Zudem ist die Brust wieder schmerzfrei. Ein erneutes Brustwachstum kann ich 1 1/2 Jahren nach der Brustoperation nicht feststellen.


Alles Gute und viele Grüße von Emil

Jürgen M.
07.10.2006, 01:08
servus emil,
danke für den hinweis. mein urologe hat auch schon so etwas erwähnt. werde jetzt mal die therapie weiterführen und anschließend darüber nachdenken. obwohl es wiederum einen eingriff verbunden mit risiken bedeuten würde. aber ich denke daß man sich danach einfach, wie du sagst, wieder wohler fühlt und mehr zutraut. jetzt ist es wie ich bei mir beobachte ein schleichendes zurückziehen von bestimmten angewohnheiten wie z.b. schwimmen gehen, saunieren oder auch beim tragen von bestimmten kleidungsstücken. zugegeben- ich habe leider vorerst andere probleme, aber diese option werde ich mir bestimmt offen halten.
jürgen

PeterP
08.10.2006, 11:35
Hallo Jürgen,
gestern habe ich eine Info zur medikamentösen Bekämpfung des Brustwachstums erhalten. Das Mittel heißt Tamoxifen und wird normalerweise bei Frauen mit Brustkrebs gegen die Ausbreitung verwendet.
Beste Grüße
PeterP

Jürgen M.
08.10.2006, 19:24
Hallo Peter,
danke für den Hinweis. Ich nehme von Anfang an Tamoxifen 1 x/Woche (!) gegen das Spannungsgefühl und die allg. Empfindlichkeit - übrigens mit gutem Erfolg. Leider hat es dem Brustwachstum nicht entgegengewirkt. Oder es liegt an der geringen Dosis. Ich wollte aber auch nicht mehr als erforderlich nehmen da ich ja eh schon einen ziemlichen Medikamenten- Mix einnehme. Die Sache mit der leichten Bestrahlung vor der Therapie scheint auch nicht bei jedem gleich gut zu wirken. Es gibt Beispiele hier im Forum wo es überhaupt nicht geholfen hat. Es ist ein Trauerspiel...aber wie gesagt, wenn du Prioritäten setzten mußt steht dieses Problem weiter hinten an.
Gruß Jürgen

VThorsten
15.11.2006, 09:03
Hallo Jürgen,
das mit dem Brustwachstum ich bei mir auch am laufen und ich denke wie du , es gibt im Moment wichtigeres als dies Wachstum, zu überlegen wie die Therapie weiterlaufen soll und man die Lebensqualität halten kann.

Ich kann dich nur ermutigen mit einem leichten Ausdauersport anzufangen dieser bringt viel ( bei mir zumindest) die Schlaffheit bedingt durch Muskelmassenverlust geht etwas weg.UND du verbrennst Fett welches durch die HB vermehrt ( veränderter Stoffwechsel) eingelagerst;In Brust und Bauchbereich.

Ich "zwinge" mich 5-6 x pro Woche für min. 1h NordicWalking bei 80 % der max. Pulsfrequenz früh zu laufen und was dann an Energie noch übrig ist wird über den Tag verteilt. Bis jetzt scheint dies aufzugehen und ich bin wieder mobiler geworden, die ganzen Nebenwirkungen ; Arthrose/Gicht in den Händen, Muskelschmund, mangelnde Ausdauer wird so besser handhabbar - ist natürlich kein Vergleich zu früher aber das ist eine andere Geschichte.

Grüsse aus Berlin, Viel Glück
Veit

P.S. ich muss jetzt laufen. . .

Harro
24.02.2007, 13:04
Tamoxifen + Brustwachstum

Hallo, ich habe diesen alten Thread wieder aufgegriffen, weil ich dringend einen Rat benötige. Vor der DHB habe ich damals 3 Monate nur Casodex 150 mg eingenommen. Danach bekam ich erstmals vergrößerte Brüste, was sich aber nach dem Zoladex-Implantat stabilisierte und auch die Schmerzen waren kaum spürbar.
Nun habe ich vor etwa 40 Tagen wegen des sehr rasch angestiegenen PSA damit begonnen, neben Proscar auch wieder Casodex 50 mg 1 x täglich einzunehmen. Mit dem Ergebnis, daß nach dieser kurzen Zeit das PSA von 8.86 auf gestern 1.22 zurückgegangen ist. Leider sind aber auch diesmal die Brüste übermäßig gewachsen, so daß ich es locker z.B. mit Paris Hilton aufnehmen könnte. Ich mache mir nun echt Sorgen auch wegen der nicht unerheblichen Schmerzentwicklung.
In der Roten Liste steht unter Tamoxifen, daß es sich um ein Medikament gegen Brustkrebs handelt, aber den werde ich doch wohl nicht bekommen. Oder doch? Ferner sind zahlreiche Nebenwirkungen beschrieben, denen ich eigentlich gern aus dem Wege gehen würde.
Wer kann mir einen Rat geben? Ich möchte das nicht so laufen lassen. Ich würde andererseits die Schmerzen weiterhin ertragen, wenn nichts passieren kann. Ich hatte vor, die restlichen etwa noch 40 Casodex auch noch während der am 26.3.2007 beginnenden IMRT zu schlucken oder sollte ich sofort mit Casodex aufhören. Ich erwarte gern Eure Ratschläge, die ich doch meist brav befolgt habe.

Gruß Hutschi

Berntt
24.02.2007, 17:01
Hallo,
ich hatte das gleiche Problem. Tamoxifen hat bei nichts gebracht. Ich habe mir die Brustdrüsen operativ in lokaler Betäubung entfernen lassen ( die Brustwarzen bleiben erhalten, man sieht hinterher nichts vom Eingriff).
Der Eingriff ist wirklich nicht belastend , ohne Vollnarkoserisiko und zu 100% wirksam ( im Gegensatz zur Bestrahlung, die häufig nicht den erwünschent Erfolg erzielt).
Übrigens ist Brustkrebs beim Mann nicht so selten wie man denkt, was ebenfalls ein Argument für die operative Entfernung der Brüstdrüsen ist)

Gruss Berntt

Harro
24.02.2007, 19:36
Operation Brustdrüsen

Hallo Berntt, vielen Dank für Deinen Vorschlag. Wo hast Du das machen lassen und waren die Schmerzen danach weg? Wie viel Zeit benötigte die Wunde, um wieder zu verheilen?

Gruß Hutschi

Berntt
24.02.2007, 22:19
Hallo,
der Eingriff wurde bei mir in einer Hautklinik durchgeführt (machen aber wohl auch einige Chirurgen). Ich musste 1 nacht im Krankenhaus bleiben ( aber ich denke der Eingriff könnte auch ambulant durchgeführt werden) und ca. 1 Woche einen Kopressionsverband tragen. Die Schmerzen und die Brustschwellung waren danach auf Dauer vollkommen weg ( der Eingriff war bei mir vor ca. 3-4 Jahren). Man sieht von dem Eingriff nichts mehr. Und was wichtig ist, das Problem ist ein für allemal behoben, auch wenn in Zukunft auf mich evtl. eine Östrogentherapie zukommen sollte. Es ist sogar möglich in der gleichen Sitzung eine Fettabsaugung über den Brustmuskel durchführen zu lassen, wenn es gewünscht wird.
Bestrahlung der Brustdrüsen ist wegen der häufigen Therapieversagern m.E. eindeutig die schlechtere Alternative.
Eine bereits vergrösserte Brust bekommt man mit der Bestrahlung nicht weg, sondern man kann mit Bestrahlung höchstens eine weitere Vergrösserung der Brustdrüse verhindern.

Gruss Berntt

Horst a
24.02.2007, 23:14
Hallo Hutschi,
bei mir ist die Brust ambulant im Krankenhaus mit Belegbetten von einem normalen Chirurgen operiert worden. Durch die Brustwarze. Danach gleich nach Hause. man sieht nichts und Schmerzen sind auch nicht mehr da.
Gruß
Horst a

Harro
26.02.2007, 10:46
Gynäkomastie + Schmerzen

Hallo Berntt, Hallo Horst,

vielen Dank für Eure ermutigenden Ratschläge. Da ich nach den sicher auch anstrengenden Wanderungen um den Teide herum beginnend am 1. März dann am 22.3.2007 die IMRT beginne, ist es sicher besser, mit einer Operation noch zu warten. Wenn sonst nichts passsieren kann, nehme ich die Schmerzen wegen der günstigen PSA-Entwicklung noch eine Weile in Kauf.

Gruß Hutschi

Harro
19.03.2007, 21:22
Gynäkomastie + Schmerzen

Hallo Berntt, hallo Horst,

nach nun 67 Tagen Casodex 50 mg 1 x täglich haben sich die Schmerzen verringert. Die Brüste sind zwar noch ansehnlicher geworden, sieht aber gar nicht so abscheulich aus. Die letzten 23 Stück bringe ich auch noch weg, und dann ist erstmal hoffentlich nach IMRT, beginnend am 26.3.2007, für lange Zeit Pause. Man muß einfach da durch und sollte nicht immer gleich klein beigeben.

"Und wenn ich wüßte, dass morgen die Welt untergeht; ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen" (Martin Luther)

Gruß Hutschi

RuStra
20.03.2007, 00:35
Hallo,
ich hatte das gleiche Problem. Tamoxifen hat bei nichts gebracht. Ich habe mir die Brustdrüsen operativ in lokaler Betäubung entfernen lassen

Gruss Berntt

hallo Berntt,

danke für die Bestärkung, ich habs auch machen lassen, 2 Brustdrüsen weniger. Zwar Vollnarkose und etwas komplizierter als bei Dir (z.T. wg. meines höheren Blutungsrisikos weil ich rasch nach dem Eingriff wieder heparinisieren muss, mittlerweile bin ich wieder marcumarisiert), aber es hat auch geklappt.

Grüsse,
Rudolf