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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gleason 7a 3 + 4, PSA 5,63 abwarten oder Seeds möglich ?



Lothar M
06.04.2012, 09:32
Vor einer Woche wurde mir o.a. Biopsieergebnis eröffnet.
Es wurde in einer Stanze ein azinäres Adenokarzinom (Infiltratanteil 20%) gefunden.
Mir wurde eine radikale Prostatektomie empfohlen.
Seed-Bestrahlung wurde als nicht optimal eingeschätzt.
Ich bin 57 Jahre.
Könnte ich Eure Meinung zu den möglichen Therapieoptionen haben.

premme
06.04.2012, 09:40
Hallo Lothar,

wäre schon toll, etwas mehr zu wissen.
Z. B. dein PSA-Wert usw.
Erst dann können die Antworten für dich speziell gepostet werden.

Gruß
Reinhard

Lothar M
06.04.2012, 10:38
Gerne,

das Karzionom wurde bei meiner 2. Biopsie, 16 Stanzen (1. neg. Biopsie mit 14 Stanzen war im Juli 2011) im Rahmen der Studie der Uniklinik Düsseldorf "Evaluation der MRT gesteuerten Primär-Biopsie im Vergleich zur konventionellen primären TRUS-gesteuerten Biopsie bei erhöhtem PSA Wert" gefunden. Bei der MRT wurden zwei verdächtige Areale entdeckt.
Ich habe seit Jahren auch eine behandlungsbedürftige BPH. PSA-Werte stiegen in den letzten 2 Jahren kontinuierlich von 3 auf rd. 5,5 an. Die letzten beiden PSA-Werte bei den Biopsien waren 5,37 und 5,63. PSA-Verlauf in 2011 im Mittel 4,6.
Die einzige positive Prostatastanze liegt im Gebiet II.10A. Sonst ist alles tumorfrei.

Herzlichen Gruß

Lothar

Hajoke
06.04.2012, 10:42
Hallo Lothar,
zwar kennen wir deinen PSA-Wert, aber wie war der Verlauf bisher? Wie groß ist deine Prostata? Wieviel Stanzen wurden gemacht?Hattest du bisher irgendwelche Miktionsprobleme,auch geringe? Wie wurde deine BPH behandelt?
Gruß
Hajoke

Lothar M
06.04.2012, 11:11
Vielen Dank für Deine Fragen.

Zum PSA-Verlauf:
Juli 11 4,55 vor 1. Biopsie mit 16 Stanzen
Oktober 11 5,37
Januar 12 5,64
alle PSA-Werte haben einen sehr niedrigen freien Anteil von 6 bzw. 5
2. Biopsie im März 12 mit 16 Stanzen
Größe der Prostata: 30 ml
geringe/gelegentliche Miktionsprobleme durch BPH.
BPH wird durch Tamsulosin behandelt.


Vielen Dank für Dein/Euer Interesse

Gruß

Lothar

Hajoke
06.04.2012, 11:56
Lothar,
nach dem ersten Überblick könntest du ein Kandidat für eine Seedimplantation werden. Zwar ist der Gleason-Wert 7a grenzwertig, aber wie du in meinem Profil bei annähernd gleichen Ausgangswerten sehen kannst, durchaus erfolgreich heilbar.
Zur Abklärung der Miktionsprobleme, die sich wie in meinem Fall bis
zum Harnverhalt verstärkt haben, müßtest du aber auf jeden Fall eine Uroflow-Harnstrahlmessung
machen lassen.
Kannst dich ja schon mal mit der Therapie beschäftigen unter www.brachytherapie.de (http://www.brachytherapie.de)
Gruß
Hajoke

SAGI00
06.04.2012, 14:57
Hallo Lothar,
kontinuierlich steigende PSA-Werte und Dein jugentliches Alter waren sicher der Grund der Empfehlung. Um sicher zu gehen ist eine 2./ 3. Meinung erforderlich. Je nach Wohnort findest Du excellente Kliniken mit Operateuren die schon mehr als >1000 ''Fälle'' hinter sich haben. Mit 57 wird nach der entsprechenden Massnahme (ich meine OP) Deine mögliche Lebensqualität die entscheidende Auswahl bestimmen. Ausserdem kann auch nach einer OP noch bestrahlt werden -sollte dies erforderlich sein-, umgekehrt wohl kaum bis schwierig!
Alles Gute
Sigi

LudwigS
06.04.2012, 16:36
...umgekehrt wohl kaum bis schwierig!
Sigi

Wobei wieder umgekehrt, manch einer sich die OP mit Lokalrezidiv hätte ersparen können, wenn er - richtig diagnostiziert - gleich bestrahlt worden wäre.

Frohe Ostern
Ludwig

Hajoke
06.04.2012, 16:53
Hallo Lothar,
...... Um sicher zu gehen ist eine 2./ 3. Meinung erforderlich.

Wozu das denn? Das PC ist doch eindeutig erkannt und wäre reiner Zeitverlust!!

Lothar M
06.04.2012, 17:51
Vielen Dank an Alle!!

- und die freundliche Aufnahme im Forum.
Ich werde noch eine Zweit-/Drittmeinung PC-Zentrum Troisdorf und bei meinem Arzt im Westdeutschen Prostatazentum in Köln zeitnah einholen.
Ich tendiere jedoch aufgrund der Lage des PC (nervschoned) und dem Gleasonwert von 7 zu einer daVinci-OP in der Uniklinik in Düsseldorf.
Die Studie bei der Uniklinik Düsseldorf hat das PC mit MRT an einer Stelle vermutet, die sonst nicht biopsiert worden wäre.
Also Glück im Ungück.

Herzliche Grüße

Lothar

BurgerH
07.04.2012, 09:45
Hallo Lothar,

ich würde an Deiner Stelle wahrscheinlich auch zur da-Vinci-OP tendieren.

Denn gegen die Brachy sprechen der Gleason 7a und vor allen Dingen die Probleme beim Wasserlassen. Die würden sich mit Brachy wahrscheinlich noch weiter verschlechtern.

Bei der OP läuft das Wasser danach eher zu gut, weil das Hindernis "vergrößerte" Prostata nicht mehr vorhanden ist.

Gruß

Hansjörg Burger

PS: Hol Dir nicht zuviele Meinungen ein, denn wenn zwei Ärzte einer Meinung sind, dann kann etwas nicht stimmen, dann ist einer von beiden kein Arzt! :)

JürgenS
07.04.2012, 14:38
PS: Hol Dir nicht zuviele Meinungen ein, denn wenn zwei Ärzte einer Meinung sind, dann kann etwas nicht stimmen, dann ist einer von beiden kein Arzt! :)

:confused::confused: :confused:

JürgenS

Ernst S.
07.04.2012, 15:37
Vielen Dank an Alle!!

- und die freundliche Aufnahme im Forum.
Ich werde noch eine Zweit-/Drittmeinung PC-Zentrum Troisdorf und bei meinem Arzt im Westdeutschen Prostatazentum in Köln zeitnah einholen.
Ich tendiere jedoch aufgrund der Lage des PC (nervschoned) und dem Gleasonwert von 7 zu einer daVinci-OP in der Uniklinik in Düsseldorf.
Die Studie bei der Uniklinik Düsseldorf hat das PC mit MRT an einer Stelle vermutet, die sonst nicht biopsiert worden wäre.
Also Glück im Ungück.

Herzliche Grüße

Lothar

...und war kontinent von der 1. Stunde an. Meine Erfahrungen mit D.dorf (nur gute) habe ich auch in diesem Forum unter "Forumsextrakt", dann "Th-Erfahrungen" berichtet.
Vielen Erfolg.

Lothar M
07.04.2012, 16:09
Hallo Ernst,
wo finde ich in diesem Forum Deinen Beitrag?

Gruß

Lothar

Harald_1933
07.04.2012, 16:26
Hallo Lothar,

damit Du rasch den Beitrag findest. Hier (http://www.prostatakrebse.de/informationen/html/the_davinci.html) ist er, und zwar an der letzten Stelle. Bitte, auf Th. Erfahrungen links klicken und dann in der Mitte auf da Vinci. Alles Gute.

Lothar M
07.04.2012, 18:08
Vielen Dank Harald,

Übriges guter Spruch vom alten Griechen. Ich hoffe ich habe die Segel richtig gesetzt.

Frohe Ostern

Herzlichen Gruß

Lothar

Lothar M
16.04.2012, 18:45
Hallo,

ich habe mich kurzfrstig (Zweitmeinung) aus statistischen Gründen und Lymphknotenentfernung für eine offene OP entschieden.
Herzlichen Gruß

Lothae

Hvielemi
16.04.2012, 21:43
ich habe mich kurzfrstig (Zweitmeinung) aus statistischen Gründen und Lymphknotenentfernung für eine offene OP entschieden.


Jo, die Statistik ist klar:

Erst- und Zweitmeinung decken sich, eine dritte Meinung könnte sie rechnerisch nicht mehr umstossen.

Ich wünsch Dir einen guten Verlauf von OP und Rekonvaleszenz
und den erhofften Heilungserfolg.

Die gemütlichsten Stunden, die ich in den vergangenen zwei Jahren verbracht habe,
waren nach der RPE, mit Morphin zugedröhnt auf der Intensivstation.
Kein Durst, kein Hunger, kein Schmerz und keine Zeit,
Nur das beruhigende leise Knurren der Morphin-Pumpe.
Viel Spass!

Naja, um ehrlich zu sein, was dann kam, war weniger angenehm,
aber durchaus erträglich.

Hvielemi

premme
17.04.2012, 08:20
Hallo Lothar,

Von mir, Glückwunsch zu deiner Entscheidung.
Du wirst die "glücklichen Stunden" bestimmt anders verleben.
Eine "offene" ist, nach meiner eigenen Erfahrung, meist das Beste.

Alles Gute, und bleib stark.

Gruß
Reinhard

RalfDm
17.04.2012, 09:29
Eine "offene" ist, nach meiner eigenen Erfahrung, meist das Beste.
Hallo Premme,

hast Du beides mehrfach ausprobiert, oder wie kommst Du sonst zu dieser Aussage?

Ralf

premme
17.04.2012, 13:29
Hallo Premme,

hast Du beides mehrfach ausprobiert, oder wie kommst Du sonst zu dieser Aussage?

Ralf

Nein, aber bei meiner OP war es, glücklicher Weise, eine offene.

Gruß
Reinhard

RalfDm
17.04.2012, 14:01
Dann hast Du trotzdem keine Vergleichsmöglichkeit, geschweige denn, dass Du eine statistische Aussage ("meist das beste") machen könntest.

Ralf

tom aus lu
17.04.2012, 15:26
Jemandem zu einer offenen OP zu beglückwünschen ist schon recht grenzwertig. Wenn schon OP dann sollte auf jedem Fall auch eine laparoskopische Resektion oder roboterassistierte OP in Betracht gezogen werden, da hier die Rekonvaleszenz wesentlich günstiger ausfällt. Die postoperative Liegezeiten auf der Überwachungsstation sind deutlich geringer und der Heilungsprozess geht schneller.

Die Vorteile liegen besonders bei Patienten mit vorherigem Risikoprofil (Alter, Herz-Kreislauf, Diabetes usw.) auf der Hand.

Tom

Ernst S.
17.04.2012, 16:17
Jemandem zu einer offenen OP zu beglückwünschen ist schon recht grenzwertig. Wenn schon OP dann sollte auf jedem Fall auch eine laparoskopische Resektion oder roboterassistierte OP in Betracht gezogen werden, da hier die Rekonvaleszenz wesentlich günstiger ausfällt. Die postoperative Liegezeiten auf der Überwachungsstation sind deutlich geringer und der Heilungsprozess geht schneller.

Die Vorteile liegen besonders bei Patienten mit vorherigem Risikoprofil (Alter, Herz-Kreislauf, Diabetes usw.) auf der Hand.

Tom

Ich, 58 Jahre, bin von 8 Wochen in Düsseldorf laparoskopisch ("da Vinci") operiert worden und habe dabei für mich die von Dir beschriebenen positiven Erfahrungen gemacht. Im Vergleich zu vielen Bekannten, die klassisch operiert wurden, lagen viel länger im Krankenhaus als ich (5 Tage) und hatten monatelang Konitenzprobleme, die ich von der 1. Stunde an nicht hatte.

premme
17.04.2012, 16:41
Ich möchte nochmals darauf hin weisen, das mein Beitrag, wie in diesem Forum erwünscht, auf eigene Erfahrung beruht.
Durch meinen doppelten Leistenbruch, operiert mit Netz, war die offene für mich als Vorteil zu sehen, da sich gerade auf dieser Seite der Kapseldurchbruch befand.
Ansonsten möchte ich erwähnen, das ich mich nicht weiter, an dieser Art von Diskussion, beteiligen werde,
da ich zur Zeit andere Sorgen habe.

HorstK
17.04.2012, 23:24
Ansonsten möchte ich erwähnen, das ich mich nicht weiter, an dieser Art von Diskussion, beteiligen werde,
da ich zur Zeit andere Sorgen habe.


Hoffentlich sind es keine auf Prostatakrebs bezogenen Sorgen!

Froh und glücklich war ich damals nach meiner ersten "Offenen" auch - eine zeitlang...


Horst
http://www.myprostate.eu/?req=user&id=62&page=report

Heribert
18.04.2012, 00:00
Hallo,

es macht wirklich keinen Sinn die Heute aktuelle OP-Technik mit der RPE von vor 2, 3, 5 oder 10 Jahren zu vergleichen. Als Düsseldorfer hätte ich möglicherweise auch mit heutigem Wissensstand die Da Vinci-Assistierte OP gewählt, wenn es sie vor 5 Jahren schon gegeben hätte. - Obwohl ich vom Ergebnis her mit Ernst S. mithalten kann.
Grundsätzlich zu sagen, die Kontinenzergebnisse seien bei der roboterassistierten OP günstiger als nach der Standart-RPE ist auch nur insofern richtig, dass es gute Operateure gibt und weniger gute, wobei ich die individuellen Unterschiede der Betroffenen noch nicht einmal einbeziehe.

Lieber Reinhard, selbst wenn Du die örtliche und finanzielle Möglichkeit gehabt hättest mit dem Da Vinci-System operiert zu werden, wärst Du für diese Methode kein Kandidat gewesen, weil es zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Operateur, nach einer stattgehabten Herniotomie der Leisten riskiert, minimalinvasiv die Prostata zu entfernen. Wenn OP, dann war die offene RPE bei Dir ein Muss.

Deshalb kann ich nur sagen beide Methoden haben von Fall zu Fall ihre Vorteile. Alle Vorteile bzw. Nachteile kann man zur Zeit so wie so noch nicht benennen. Wie es scheint hat die Da Vinci assistierte OP mehr Vorteile.

Gruß Heribert

Carlos
18.04.2012, 10:02
Hallo Forumsleser,
wenn hier von Betroffenen über die eigene Erfahrungen berichtet wird, ist das im Grunde sehr wünschenswert und kann Neu-Betroffenen zur Information und ersten Orientierung dienen.
Nicht in Ordnung sind allerdings die in den Raum gestellten Behauptungen, dass diese von mir durchgeführte Therapie "das Beste" oder allein empfehlenswerte sei. Selbst wenn es für diesen Betroffenen, wie er glaubt, das Beste war. Genau diese, immer wieder hier publizierten Meinungen werden auch zu Recht von RalfD kritisiert.
Das Gleiche gilt auch für die in umgehrter Richtung geäußerten Behauptungen, dass diese oder jene Therapie nicht zu empfehlen sei, wohlgemerkt dann, wenn die Therapie durchaus für diesen Patienten geeignet wäre. Zum Teil schreiben solche Sachen sogar Leute welche keine eigenen Erfahrungen über solchermaßen schlecht gemachten Therapien verfügen. HG Carlos

Hvielemi
18.04.2012, 11:13
Verzeiht bitte, dass ich mich nun auch noch melde:

Mein Beitrag #18 war in keiner Weise wertend gemeint.
Lothar hat aus wohlerwogenen Gründen die offene RPE gewählt.
Ich hatte einst aus anderen Gründen das gleiche Verfahren gewählt,
die beiden Fälle haben also nur insofern miteinander zu tun, als ich
Lothar einen Kurz-Erfahrungsbericht zukommen lassen wollte.

@Lothar:
Mein Urologe hat nach der OP andgedeutet, dass er eine
überdurchschnittliche Kontinenzrate hinkriege. Dass auch ich
von Anfang an, von wenigen Tropfen beim Aufstehen von der
Toilette abgesehen, dicht war, hat er mit einem stillen
Schmunzeln zur Kenntnis genommen.

Ich drück Dir die Daumen, dass das bei Dir auch gelingt.
Aber ein Spaziergang ist das nicht, wie ich ja schon
angedeutet habe:

Tag 3: http://up.picr.de/10192663ru.jpg

Die Narbe zu diesem "Reissverschluss"sieht man heute
nur noch bei genauem Hinschauen. Die war aber
unproblematisch. Mühe hatte ich mit dem Katheter, aber
den brauchen ja auch die Da-Vinci-Operierten.

Aller Gute,
Hvielemi

premme
18.04.2012, 14:20
Jemandem zu einer offenen OP zu beglückwünschen ist schon recht grenzwertig.
Tom

Vielleicht solltest du einmal alle Beiträge zu diesem Thread lesen.
Da ist ein Betroffener unschlüssig, welche Methode er wählen soll.
Nun hat er sich, nach Abwägung aller Vor- Nachteile, und unter Berücksichtigung des allgemeinen, eigenem Zustands,
zur offenen entschlossen.
Für diesen Entschluß bekam er meinen Glückwunsch.

tom aus lu
18.04.2012, 18:53
Wenn man eine Entscheidung innerhalb 10 Tagen durch dieses Forum findet, dann Glückwunsch zu den informativen und ausgewogenen Beiträgen.

Tom

Lothar M
18.04.2012, 20:26
Hallo,

meine Entscheidung/Abwägung DaVinci versus offene OP ist mir wirklich nicht leicht gefallen. Auch konnte ich nicht lange warten (Gleason 7).
Die DKG-Info schreibt auf Seite 35: "Alle Techniken sind gleichwertig, was die Behandlungergebnisse betrifft."
Auf Seite 37 heißt unter "Weitere Mögliche Nebenwirkungen: Bei laparoskopischen Zugang muss mit einer schlechteren Kontinenz gerechnet werden."
Bei meinem Gleasonwert von 7a werden auch mind. 10 Lymphknoten entfernt, was in einer offenen OP einfacher ist.
Statistisch soll die offene etwas besser abschneiden, naja wohl nicht schlechter.
Mein Operateur ist sehr kompetent und erfahren und die Klinik ist bei mir in der Nähe (Prostatakompetenzcenter).
Jetzt muß ich da durch. Danach gehts zur Reha nach Bad Wildungen.
Ich habe es der Studie bei Uniklinik Düsseldorf zu verdanken, das dieser nicht harmlose Tumor in der 2. Biopsie durch eine vorherige MRT gefunden wurde.
Vielen Dank für die lebhafte Diskussion.

Herzliche Grüße

Lothar

Schorschel
18.04.2012, 20:58
... Auch konnte ich nicht lange warten (Gleason 7)...
Lothar

Hallo Lothar,

ich möchte Dich in keiner Weise verunsichern. Wenn Du mit Deiner Entscheidungsfindung zufrieden bist - prima!

Ich persönlich finde es nicht wirklich erstrebenswert, eine - so oder so - lebensbeeinflussende Entscheidung in 10 Tagen zu treffen. Ein 7a ist nicht sooo bedrohlich (schon gar nicht bei 1 positiven Stanze von 26!!), dass sehr große Eile besteht.

Ich gehöre nicht zu den medizinischen Profis hier im Forum, aber ich hätte vor einer Therapieentscheidung noch Einiges zu klären versucht, so z.B.:

- Eine so kleine Prostata mit nur 1 positiven Stanze von 26 - kann ein offenbar so kleiner Herd ursächlich für so relativ hohe PSA-Werte verantwortlich sein und die fPSA-Prozentsätze so in den Keller drücken? Vielleicht Prostatitis?

- Eine BHP bei 30ml Prostatavolumen?

- Prostatitis ausgeschlossen? Die kann sehr hartnäckig sein...

- Zweitmeinung zur Pathologie? Ist es wirklich ein 3+4?

- DNA-Zytometrie?

Ich hab mich in Deinem Alter mit ähnlichem Befund anders entschieden, aber Therapieentscheidungen sind natürlich eine sehr individuelle Sache mit vielen, vielen Facetten.

In jedem Fall "Alles Gute, lieber Lothar"!!

Schorschel