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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Viele Mediziner sind nicht in der Lage, Statistiken richtig zu lesen



RalfDm
15.07.2012, 18:22
Gelesen heute in Spiegel Online (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/viele-aerzte-verstehen-statistiken-zu-diagnosen-nicht-a-844210.html):

"Viele Mediziner sind nicht in der Lage, Statistiken richtig zu lesen. Berliner Wissenschaftler fordern deshalb eine verbesserte Ausbildung von Ärzten. Problematisch wird das fehlende Know-how bei der Beratung von Patienten. Denn falsche Auskünfte haben manchmal dramatische Folgen."

Ralf

kopro
16.07.2012, 18:24
Hallo Ralf,
in unserer "Rheinpfalz am Sonntag" ist gestern der gleiche Artikel von Christian Gruber wie in" Spiegel Online" erschienen. Fett gedruckt heißt es:
" Viele Ärzte haben Probleme,Statistiken richtig zu lesen und beraten dann ihre Patienten falsch. Jahrzehntelang sei das im Studium und in der Weiterbildung
vernachlässigt worden, warnen drei Forscher". " 2 Köpfe - 3 Meinungen. Statistik ist was Schönes: Nix ist eindeutiger. Egal von welcher Seite man es
betrachtet, es kommt immer eindeutig was anderes dabei heraus." So steht es unter einer Karikatur "

Konrad

W.Rellok
17.07.2012, 11:12
Gelesen heute in Spiegel Online (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/viele-aerzte-verstehen-statistiken-zu-diagnosen-nicht-a-844210.html):

"Viele Mediziner sind nicht in der Lage, Statistiken richtig zu lesen. Berliner Wissenschaftler fordern deshalb eine verbesserte Ausbildung von Ärzten. Problematisch wird das fehlende Know-how bei der Beratung von Patienten. Denn falsche Auskünfte haben manchmal dramatische Folgen."

Ralf
Hallo Ralf,
dem Zitat stimme ich zu. Seit 1965 bin ich im Medizinbetrieb (Sanitätersausbildung, Medizinstudium, Klinikarzt, eigene Praxis). Was hat sich seitdem nicht alles geändert! David Agus (einer der Krebsärzte von Steve Jobs) sieht durch die moderne Datensammlung (jeder Mensch liefert per Chip seine Daten) "End of illness" am Horizont. Das ist fantastisch. Vielleicht gelingt es damit wirklich, dem Individuum besser zu helfen.
Leider gilt aber darüberhinaus das statistiche Prinzip - dargestellt in der Zote: jeder 3. Erdenbürger ist ein Chinese - auch für den gescholtenen Mediziner. Oft erlebt in der Praxis: der vom Urologen geplättete Patient kommt in meine Hausarztpraxis. Hier soll nun die dargestellten Behandlungsmöglichkeiten erklärt werden. Die uns bekannte Statistik "ist nachzulesen in den Leitlinien"...Solls das gewesen sein ?
Liebe Ratgeber, in dieser Situation ist mehr gefragt, als eine bessere Ausbildung von Ärzten mit der Problematik der Statistik. Gefragt sind Menschen, die Patienten als "Leidende" erfassen können.
Winfried