PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Versandkosten Biopsate



Feuerwehrmann
21.07.2012, 04:21
Hallo,

wer hat bitte nach der Biopsie vom Erstpathologen Versandkosten für die Einsendung des Biopsats an den Referenzpathologen in Rechnung gestellt bekommen und in welcher Höhe? Bitte melden zwecks Vergleichs. Meinem Bruder hat die Biopsie-Klinik jetzt 50,00 € für den Versand seiner Biopsate an Helpap/Fellbaum in Rechnung gestellt - ist es zu viel oder gar Wucher oder angemessen?

Danke im voraus & ein schönes Wochenende,

Josef

Hvielemi
21.07.2012, 09:11
Hallo,

wer hat bitte nach der Biopsie vom Erstpathologen Versandkosten für die Einsendung des Biopsats an den Referenzpathologen in Rechnung gestellt bekommen und in welcher Höhe? Bitte melden zwecks Vergleichs. Meinem Bruder hat die Biopsie-Klinik jetzt 50,00 € für den Versand seiner Biopsate an Helpap/Fellbaum in Rechnung gestellt - ist es zu viel oder gar Wucher oder angemessen?

Danke im voraus & ein schönes Wochenende,

Josef

Brief lesen.
Brief schreiben
Weisung an Hilfskraft erteilen.
Hilfskraft geht ins Archiv um Proben zu holen.
Proben verpacken.
Briefmarken drauf.

20min Arbeitszeit sind futsch.
Kosten Verpackung
Porto

Naja, € 40.-- hätten's wohl auch getan.
Abnicken und weiterleiten an die KK ...

Hvielemi

Feuerwehrmann
22.07.2012, 05:10
Danke, lieber Hilevemi, für die Kostenkalkulation, die BWL hatte ich aber in der Schule schon vor 55 Jahren. Ihr Rechenbeispiel ist leider keine Antwort auf meine Frage - mir ging es nicht darum, wie die Kosten entstehen, sondern darum (wie die Frage letztendlich auch lautet), wer von den Forumsmitgliedern hier wieviel € an den beauftragten Versender zahlen musste bzw. ob es auch Fälle gab, wo der Auftraggeber vom Pathologen gar keine Rg. für den Versand erhielt. An "Kulanz" glaube ich bei Ärzten nicht - ist es vielleicht möglich, dass die Pathologen aufgrund der einerseits beim Versender vorliegenden und andererseits an den Referenzpathologen separat parallel eingesandten Überweisung auch die Versandkosten mit den Kasssen selbst abrechnen? Oder werden die Kosten nur von Privatkassen übernommen?

Aus meinem Bekanntenkreis ist mir von früher bekannt: 3x Versand desselben Biopsats nach Helpap innerhalb von ca. 5 Jahren, einmal davon Versand desselben von Helpap zu Böcking nach D'df, und jew. von dort zurück an den Erstpathologen - und keiner von diesen Ärzten hat die Versandkosten dem Auftraggeber jemals berechnet, sie bekamen aber jew. eine Überweisung zum Pathologen bzw. zu Böcking - die hatte die Klinik jetzt aber auch.
Woran mag es liegen?

Der mir in Kopie vorliegenden Rg. der Erstpathologie ging gezwungenermaßen eine vorgedruckte private Kostenübernahmeerklärung voraus, die diesen Satz enthält: "Ich ... bin in Kenntnis darüber gesetzt worden, dass die Krankenkasse diese Kosten nicht unbedingt erstattet." - Bei der GKV wurde natürlich sofort ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt, auch dafür brauchen wir keine Ratschläge aus dem Forum. Erfahrungsgemäß werden 3-4 Erinnerungen notwendig sein, bis die KK überhaupt irgendetwas antwortet. Also das mit der Kasse (GKV) ist noch lange nicht sicher.

Solche Erfahrungsberichte habe ich mir vom Forum erhofft - alles andere ist unbrauchbar.

Außerdem ist es unglaubwürdig, dass aus dem ganzen Forum - nach der Zahl der Antworten geurteilt - noch niemand seine Gewebeproben zu einem Referenzpathologen geschickt haben sollte, wenn diese Praxis hier an jeder Ecke gelobt, propagiert und empfohlen wird.

Früher habe ich immer gedacht, dass der Zweck eines Diskussionsforums das Führen von Diskussionen ist. Offensichtlich habe ich mich geirrt - ich merke, ich habe noch viel zu lernen (außer der BWL).

Vielen Dank & einen schönen Sonntag,

Josef

Heribert
22.07.2012, 10:20
Hallo Josef,

nach Durchsicht meiner Rechnungen aus 2006 habe ich von meinem Pathologen für den Versand der Prostata zur Zweitmeinung an das Institut für Onkologische Chemie beim UKD ganze 8,10 € in Rechnung gestellt bekommen. Der Rückversand des Instituts zum Pathologen wurde nicht berechnet.

Beide Institute haben Privatliquidationen erstellt, deshalb kann ich zu den Verfahren von Pathologen und GKV nicht persönlich berichten. Allerdings habe ich für eine Zweitmeinung eines path. Gutachtens in einer anderen Sache - bei meiner Frau - nie eine Rechnung gesehen. Also muss die AOK gezahlt haben.

Gruß Heribert

Hvielemi
22.07.2012, 11:19
Woran mag es liegen?

... ging gezwungenermaßen eine vorgedruckte private Kostenübernahmeerklärung voraus ...

Früher habe ich immer gedacht, dass der Zweck eines Diskussionsforums das Führen von Diskussionen ist. Offensichtlich habe ich mich geirrt - ich merke, ich habe noch viel zu lernen (außer der BWL).


Nein, der Zweck eines Diskussionsforums ist nicht das Führen von Diskussionen, sondern aus den geführten Diskussionen einen Gewinn zu erzielen.
Zum Beispiel die Erkenntnis, dass eine unterzeichnete Kostenübernahmeerklärung unweigerlich zu einer Rechnung führt.
Die Bitterkeit ist ein Verlust an Lebensfreude, der Dich bestimmt mit mehr als 20% des in Frage stehenden Betrages belastet.
Tut mich wirklich leid, dazu Anlass gegeben zu haben.
Nun kann man natürlich € 50.-- sehr teuer finden (tu ich auch), aber, und das war der Zweck meiner Antwort, es ist ein leichtes, Kosten in dieser Höhe nachzuweisen.
Irgend einen Streit zu führen um diesen Betrag dürfte daher zwecklos sein.

Der Gewinn, der in dieser Diskussion erzielt werden könnte, wäre zwischen € 0.-- und € 50.-- angesiedelt.
In anderen Diskussionen hier geht es z.B. um die korrekte Therapiewahl, einige Zig-Tausend € für eine Kostenübernahme,
und um kleinere Dinge wie das Leben an sich, Zuhören, Trost, Beistand und Trauer.

Wenn die KK Nein sagt und es Dir hilft, schick ich Dir gerne ganz unbürokratisch € 12.50, vielleicht finden sich ja noch drei weitere Spender ...

PN genügt.
Hvielemi


PS:
Ach ja, die Frage war:

ist es zu viel oder gar Wucher oder angemessen?
Die Antwort: Es ist wohl etwas zu viel.
Schönen Sonntag!

meni.li.
22.07.2012, 11:52
Hallo Josef,
Ich hatte 2009 Biopsie Material von der Phatologie in Nürnberg angefordert. Wurde aber erst nach schriftlicher Aufforderung durch meinen Uro verschickt.
Eine Rechnung hab ich nicht erhalten.
Wenn die Untersuchung wie bei mir die DNA Zytomerie eine Kassenleistung ( AOK ) ist dann sollte es doch all incl. sein.
Würd ich bei der Kasse nachfragen und so argumentieren.

lg klausi

Feuerwehrmann
23.07.2012, 20:54
Hallo Heribert,

endlich eine präzise, sachliche und kultivierte weil emotionslose Antwort zum Thema - ja, genauso habe ich mir das vorgestellt! Vielen Dank!

Die Gehälter sind seit 2006 und die Porti sowieso kaum gestiegen, sodass man diesen Preis (so ungefähr) auch heute noch zugrunde legen könnte - die 50 € sind immerhin das 6,17-fache Ihres (= des üblichen bzw. kassenfähigen) Rechnungsbetrags und stehen somit im auffälligen Mißverhältnis zu der Leistung. Ich werde noch die KK aushorchen, wenn es hier nur 2 Menschen gibt, die die Zweitbegutachtung machen liesen.

Nochmals besten Dank,
Gruß, Josef

Feuerwehrmann
23.07.2012, 20:59
Hallo Klausi,


Wurde aber erst nach schriftlicher Aufforderung durch meinen Uro verschickt.


besten Dank für Ihre sehr interessante Information, die evtl. einen neuen Aspekt aufwirft. Das konnte unser Pathologe aber auch so machen, den Versand ohne Verordnung durch den Urologen abzulehnen bzw. entsprechende Hinweise geben. Hat aber nicht. - Die Zweitbefundung nebst Rückversand durch Helpap war schon immer und ist immer noch eine Kassenleistung, die aktuelle ÜW lag jetzt auch dem Erstpathologen vor.
Mal sehen, was die KK darauf antwortet - habe inzwischen (nur am Telefon) gehört, dass es in ihrem Abrechnungskatalog für ärztl. Leistungen auch für den Versand sehr wohl eine extra Position mit Betrag gibt.

LG nach wunderschönes Oberfranken
Josef