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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tragedauer Katheder nach RPE



MatthiasL
23.08.2012, 18:33
Hallo,
nach RPE am 10.08. sollte heute am 13. postoperativen Tag der Dauerkatheder raus. Leider ergab das Zystogramm, dass die Anastomose undicht ist -
Ich soll min. 10 Tage warten, neuer Termin in 12 Tagen.

Seit der Prüfung tut nun die Nahtstelle weh, das war vorher nie der Fall.

Evtl. sind das Luxusprobleme (OP selbst war ja erfolgreich) - ich bin trotzdem etwas frustriert,
- weil ich bisher meist von 7 - 10 Tagen bis Kathederentfernung gehört habe und fest mit einer "Befreiung" gerechnet hatte
- weil die bisherige Zeit seit Entlassung aus der Klinik durch Harnwegsinfektion, Fieber, starke allergische Reaktion auf das Antibiotokum gegen die Infektion, tägliche Probleme mit der Kathederdichtheit (immer wieder laufen einige Milliliter da raus, wo es ohne Katheder auch der Fall wäre) geprägt waren
- weil die 12 Tage Nachschlag diese Probleme verlängern bzw. mglw. erneut auftreten lassen.

Ist eine so lange Wartezeit von 10 Tagen bis zur nächsten Prüfung angemessen?
Sind 25 Tage Tragedauer des Katheders dauerhaft nachteilig für Blase, Penis, (spätere) Erektionsfähigkeit etc. ?
Kann mir jemand Trost spenden, der das Ding auch so lange tragen musste ;-)


Danke für jeden Beitrag zu euren Erfahrungen.

Grüße
Matthias

Hans70
23.08.2012, 20:01
Guten Abend Mathias,
Auch bei mir war die Anastomose undichtch und daher musste ich den Katheter 26 Tage tragen.
Ob das nachteilig für Blase, Penis, (spätere) Erektionsfähigkeit etc ist kann ich nicht beurteilen.
Gruß
Hans

peter123
24.08.2012, 10:30
... Evtl. sind das Luxusprobleme ...

... bei mir wurde das Zystogramm dreimal durchgeführt - jeweils nach sieben Tagen. Die Zeit mit dem Katheder zuhause war viel schlimmer als die eigentliche Operation. Ständige Schmerzen, ständiger Harnaustritt. Trotz des Katheders war ich auf Vorlagen angewiesen. Schwacher Trost: auch das ging vorbei. Als der Katheder endlich entfernt war, gab es totale Inkontinenz. Nach etwa zwei Monaten konnte ich erstmals ohne Vorlage auskommen.

Du darfst die Hoffnung nicht aufgeben.

Gruß

BurgerH
24.08.2012, 10:53
Hallo Mathias,

Du machst Dir etwas "zuviel" Kopf.

Da heißt es einfach warten, bis die Anostomose dicht ist.

Folgeprobleme mit der langen Kathethertragezeit - außer der Gefahr von Entzündungen sehe ich nicht.

Ich selbst habe nach der Op und während der anschließenden Bestrahlung wochenlang einen Katheter getragen ohne Folgeprobleme.

Gruß

Hansjörg

tom aus lu
24.08.2012, 11:29
Folgeprobleme mit der langen Kathetertragezeit - außer der Gefahr von Entzündungen sehe ich nicht.

Jeder Dauerkatheterpatient muss nach dem Katheder erst einmal wieder trainiert werden alleine zu urinieren. Bei RPE Patienten kommt noch hinzu, dass die Hauptarbeit zukünftig vom inneren Schließmuskel erledigt werden muss. Ergo, je länger die Tragezeit desto später kann die "Umprogrammierung" erfolgen. Das Erreichen einer zufriedenstellenden Kontinenz verzögert sich demnach. Daher sollte die Kathertertragezeit nur so lange wie nötig erfolgen.

Gleiches gilt übrigens auch für Beatmungspatienten, die erst einmal nach einer längeren kontrollierten Beatmungsphase trainiert werden wieder selbstständig zu atmen.

Tom

Tom

Hajoke
24.08.2012, 16:03
Hallo MathiasL,
nach über einjähriger Erfahrung mit Harnröhren-Katheter sollte ein Wechsel nach ca. 6Wochen erfolgen.
Gruß
Hajoke

Siegfried51
24.08.2012, 19:39
Hallo Matthias,
zu der langen Tragzeit des Katheders nach der RPE kann ich leider nicht viel sagen, möchte Dir aber trotzdem meine Erfahrungen danach schildern.
Ich bekam den Katheder am 10. postoperativen Tag raus, da die Anastomose dicht war. Allerdings hatte ich danach eine starke Harnwegsinfektion, die ich 14 Tage lang mit Antibiotikum behandeln musste. Nach ca. 4 Monaten bekam ich wegen starker Narbenbildung an der Nahtstelle Harnröhre/Blase eine Anastomosenstriktur, die den Blasenausgang komplett abdichtete. Symptome dafür waren ebenfalls Schmerzen an der Nahtstelle. Die Folge war eine äußerst schmerzhafte Harnsperre. Ich bekam neuerlich einen Katheder und musste dann 6 Wochen bis zur neuerlichen OP warten, bei der die Verengung "geschlitzt" wurde. Nach ca. 8 Wochen neuerlich Anastomosenstriktur und wieder Harnsperre, also neuerlich Katheder und "Schlitzung". Nach weteren zwei Monaten wiederum dasselbe Theater, also wieder Katheder und OP. Dann wurde die Narbenbildung mittels Cortison unterdrückt und seitdem hab ich schon über ein Jahr Ruhe. Heute glaube ich, dass meine schnelle Dichtheit nach der RPE auf meine starke Narbenbildung zurückzuführen war. Ich kenne einige Betroffene, die bis zu 26 Tage nach der RPE einen Katheder hatten, erst dann war die Anastomose dicht! Dafür hatten sie nachher auch keine Probleme mehr im Gegensatz zu mir. Diese Betroffenen hatten jedenfalls keine Probleme durch die lange Tragedauer des Katheders, weder mit der Blase noch mit dem Penis.
Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute für die weitere Zukunft und vor allem, dass Dir meine Probleme, die ich hatte, erspart bleiben.

Liebe Grüße
Siegfried

RalfDm
24.08.2012, 23:12
Mir scheint, es ist einmal wieder an der Zeit, auf diesen thread (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?3996-Katheter-vs-Katheder&highlight=Katheder+vs.+Katheter) aufmerksam zu machen.

Ralf

tom aus lu
24.08.2012, 23:53
Für alle die noch mehr über den Katheter wissen wollen hier eine, nach meiner Meinung, recht guten Information mit dem Umgang eines Solchen: http://www.klinik-hygiene.de/tl_files/files/content/pdf/RKI-Empfehlungen/HWIPraevention%20Harnwegsinfektionen.pdf

Darüber hinaus ist der Heilungsprozess bei einer Anastomose auch vom allgemeinen Zustand des Patienten bzw. dessen evtl. Grunderkrankungen abhängig und daher sehr individuell.

Tom

PS: Wenn man(n) aber auch die automatische Korrektur so gewohnt ist...... (zwinker)

M Schostak
27.08.2012, 23:19
Hallo,


Evtl. sind das Luxusprobleme (OP selbst war ja erfolgreich) - ich bin trotzdem etwas frustriert,
- weil ich bisher meist von 7 - 10 Tagen bis Kathederentfernung gehört habe und fest mit einer "Befreiung" gerechnet hatte


Grüße
Matthias



nach über einjähriger Erfahrung mit Harnröhren-Katheter sollte ein Wechsel nach ca. 6Wochen erfolgen.
Gruß
Hajoke

Hallo Mathias,

Im Moment gibt es in Anbetracht der undichten Naht erstmal keine Alternative. Der Katheter soll die undichte Naht von innen schienen.

In dem Buch: Komplikationen in der Urologie (2. Auflage; Kopf-Verlag; Herausgeber Steffens) habe ich folgendes geschrieben (und seither, wenn es sehr selten mal notwendig war, auch gemacht): "Nach spätestens 4 Wochen kann man jeden Katheter rausziehen." Bis dahin hat sich in der vielleicht noch nicht verheilten Zone der Naht eine Haut gebildet und die ehemals undichte Loge nimmt eine Stelle als "Vorblase" ein. Weitere Vorteile des längeren Belassens des DK bestehen dann nicht mehr.
Ein Dauerkatheter für eine lange Zeit (also länger als 4 Wochen) hat hingegen durchaus Nachteile. Entlang des Schlauches wachsen Bakterien in jedem Fall in Richtung Harnblase. Selbst unter Dauerantibiose kann man zumindest die dadurch ausgelöste Reizung der Harnröhre nicht immer verhindern, mögliche übermäßige Narben können die Folge sein.
Die meisten Operateure belassen den DK deshalb nur 5 - 10 Tage. Einige wenige (wie ich) ziehen ihn bereits nach 3 Tagen raus. Risiko eines besonders frühen Entfernen des DK ist die noch vorhandene Schwellung und das damit verbundene etwas höhere Risiko eines Harnverhaltes (8% nach 3 Tagen statt 5% nach 7-10 Tagen). Ich sehe das trotzdem als großen Vorteil, denn man geht bereits nach 4 Tagen ohne jeden Schlauch nach Hause.

Fazit:
Ich halte derzeit ein Antibiotikum bis zur DK-Entfernung für notwendig
Ich halte 4 Wochen Katheterverweilzeit für das Maximum, danach bringt der DK selbst bei immer noch bestehender Undichtigkeit keinen weiteren Vorteil

Im Übrigen drücke ich natürlich die Daumen, dass dein Körper es jetzt heilen lässt

Grüße

Martin Schostak

reini99
19.11.2014, 16:09
Hallo Mathias,

Ich halte 4 Wochen Katheterverweilzeit für das Maximum, danach bringt der DK selbst bei immer noch bestehender Undichtigkeit keinen weiteren Vorteil

Im Übrigen drücke ich natürlich die Daumen, dass dein Körper es jetzt heilen lässt

Grüße

Martin Schostak
Sorry, wenn ich den alten Beitrag hervorhole.
Heisst das nun- nach 4 Wochen DK auf jeden Fall ziehenn auch wenn Anastomose noch undicht ist- und Urin in die Bauchhöhle eintritt?

Reinhold2
19.11.2014, 17:04
M.M.n. muss da operativ nachgearbeitet werden.

M Schostak
20.11.2014, 10:59
Sorry, wenn ich den alten Beitrag hervorhole.
Heisst das nun- nach 4 Wochen DK auf jeden Fall ziehenn auch wenn Anastomose noch undicht ist- und Urin in die Bauchhöhle eintritt?

Im Prinzip ja.
Nach 4 Wochen fließt kein Urin "in den Bauch", sondern bildet oberhalb der Nahtstelle eine Höhle. Das überwächst innerlich mit Haut und dient später als eine Art Vorblase.
Mit ist nur ein früherer Fall erinnerlich, wo die Anastomose unbemerkt komplett ausgerissen war. Nach dem ersten Zystogramm (1 Woche) haben wir drei Wochen keine weiteren Röntgenuntersuchungen gemacht, sondern meinem Buchbeitrag folgend nach insg. 4 Wochen einfach den DK gezogen. Der Betroffene hat subjektiv keinen Unterschied zw. Vorblase und "richtiger" Blase bemerkt und konnte normal wasserlassen.
Eins ist sicher: Je länger der Katheter bleibt, desto höher ist das Risiko für Folgen in der Harnröhre (Strikturen)

herzliche Grüße

M. Schostak

reini99
20.11.2014, 14:57
@m.schostak: Danke für die Info. Nur wenn das Kontrastmittel austritt, kann sich doch keine Vorblase bilden? Oder?
Bei mir tritt neuerdings seit einigen Tagen Harn aus trotz DK- jetzt wird eine Kultur angelegt. DK war vorher 100%ig dicht.
Bin zwar laut Pathollogie völlig tumorfrei, aber ich merke eine Zunahme der Schmerzen seit 2. Zystogramm.
Also kommende Woche auch trotz Undichtigkeit DK ziehen lassen? Was bedeutet nachoperieren lassen? (vorpost)

M Schostak
21.11.2014, 00:56
Das s.g. Urothel, also die Schleimhaut der Harnblase besiedelt in jedem Fall von oben nach unten die Höhle der Undichtigkeit - man nennt das Epithelialisierung oder Sekundärheilung. Also auf deutsch: die Haut der Blase wächst da garantiert rein.
Ich gebe aber zu, dass es auch von ärztlicher Seite schon etwas Mut braucht, den DK tatsächlich zu ziehen, v.a. wenn die Höhle "riesig" ist. Einfach alles so zu lassen ist natürlich einfacher. Wenn aber erstmal 4 Wochen ein Extravasat bestand wird es wegen der Blasenschleimhaut, die da reingewachsen ist, ohnehin niemals mehr so aussehen, wie es eigentlich im Röntgen gedacht war. Das ist aber insofern egal, als der Betroffene die Vorblase wie beschrieben funktionell garnicht merkt. Deshalb muss man eben auf weitere Röntgenkontrollen einfach verzichten (das macht einen nur verrückt) und den DK ziehen. Wenn es wirklich überhauptnicht geht (Schmerzen), kann man ihn ja auch wieder reinlegen (ggf. flexibel zystoskopisch assistiert).
Die Fälle im Forum, die offenbar tatsächlich ein Jahr den DK hatten, untermauern meine These - da kann man bis zum Sanktnimmerleinstag auf Besserung warten. Das einzige, was dann sicher eintritt sind Infekte und eine Harnröhrenvernarbung.

Es wird niemals nachoperiert - zumindest nicht in dem Sinn, dass man es irgendwie versucht, dadurch eine bessere Naht dicht hinzubekommen. Jede OP würde das funktionelle Ergebnis (Kontinenz und Potenz) sicher verschlechtern.
Einziger vorstellbarer Grund für eine akute Nach-OP innerhalb der ersten Woche könnte eine schwere Blutung sein. das habe ich in 20 Jahren Umgang mit Radikal-Ops genau einmal erlebt.

Herzliche Grüße

M. Schostak

Harald_1933
21.11.2014, 18:44
Hallo Martin,

durch ein Problem mit dem Provider dieses Forums oder durch was auch immer, ist die Reihenfolge der unter neu angezeigten Beiträge etwas durcheinander geraten. Durch diesen Beitrag von mir sollte es wieder stimmig geworden sein.

"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd!"
(Laotse)

Herzliche Grüße

Harald

W.Rellok
22.11.2014, 11:44
Hallo liebe Mitleser, liebe Kathetergeschädigte - in der Vergangenheit und z u k ü n f t i g e,

kopiert euch das Zitat von Herrn Prof. Schostak und tragt es immer mit zum nächsten Arztbesuch!


Das s.g. Urothel, also die Schleimhaut der Harnblase besiedelt in jedem Fall von oben nach unten die Höhle der Undichtigkeit - man nennt das Epithelialisierung oder Sekundärheilung. Also auf deutsch: die Haut der Blase wächst da garantiert rein.
Ich gebe aber zu, dass es auch von ärztlicher Seite schon etwas Mut braucht, den DK tatsächlich zu ziehen, v.a. wenn die Höhle "riesig" ist. Einfach alles so zu lassen ist natürlich einfacher. Wenn aber erstmal 4 Wochen ein Extravasat bestand wird es wegen der Blasenschleimhaut, die da reingewachsen ist, ohnehin niemals mehr so aussehen, wie es eigentlich im Röntgen gedacht war. Das ist aber insofern egal, als der Betroffene die Vorblase wie beschrieben funktionell garnicht merkt. Deshalb muss man eben auf weitere Röntgenkontrollen einfach verzichten (das macht einen nur verrückt) und den DK ziehen. Wenn es wirklich überhauptnicht geht (Schmerzen), kann man ihn ja auch wieder reinlegen (ggf. flexibel zystoskopisch assistiert).
Die Fälle im Forum, die offenbar tatsächlich ein Jahr den DK hatten, untermauern meine These - da kann man bis zum Sanktnimmerleinstag auf Besserung warten. Das einzige, was dann sicher eintritt sind Infekte und eine Harnröhrenvernarbung.

Es wird niemals nachoperiert - zumindest nicht in dem Sinn, dass man es irgendwie versucht, dadurch eine bessere Naht dicht hinzubekommen. Jede OP würde das funktionelle Ergebnis (Kontinenz und Potenz) sicher verschlechtern.
Einziger vorstellbarer Grund für eine akute Nach-OP innerhalb der ersten Woche könnte eine schwere Blutung sein. das habe ich in 20 Jahren Umgang mit Radikal-Ops genau einmal erlebt.

Meinem Schwager in einer südwestdeutschen Stadt blüht offenbar das gleiche Schicksal. Mehrmaliges Hinausschieben der Katheterentfernung macht den Patienten schier verrückt...

Winfried

reini99
23.11.2014, 13:19
Habe am 28.11(4Wo. nach OP) nächsten Anastomosecheck. Macht es überhaupt Sinn diesen durchzuführen, wenn gelegentlch der Urin noch stark mit Blut durchsetzt ist?.Dann auch wieder klarer Urin im Katheterbeutel.
Danke nochmals für alle sehr informativen Antworten.
Grüsse
Reinhard

M Schostak
24.11.2014, 09:08
Habe am 28.11(4Wo. nach OP) nächsten Anastomosecheck. Macht es überhaupt Sinn diesen durchzuführen, wenn gelegentlch der Urin noch stark mit Blut durchsetzt ist?.Dann auch wieder klarer Urin im Katheterbeutel.
Danke nochmals für alle sehr informativen Antworten.
Grüsse
Reinhard

Gelierendes Blut kann das Wasserlassen nachhaltig behindern. Der Urin sollte deshalb rechtzeitig (3-5 Tage) vor dem geplanten Ziehen des DK noch mal kontrolliert werden und der 100% sicher vorhandene Infekt antibiotisch behandelt werden. Außerdem sollte speziell in dieser Zeit eine ausreichende Ausscheidung von mind. 2 Litern bestehen.

Je nachdem, wie groß die Höhle im Vorfeld war, macht eine erneute Prüfung eher weniger als mehr Sinn. Wie beschrieben sind bei dem röntgenologischen "Anastomosencheck" sowieso mit hoher Wahrscheinlichkeit schlechte Nachrichten zu erwarten (mit Haut bewachsene Höhle...). Falls es jetzt doch "perfekt" aussieht, würde ich allerdings an Stelle der Kollegen noch ein paar Tage warten, damit sich das zusammengewachsene Ergebnis weiter stabilisieren kann. Sieht es aus wie zuvor (also mit Höhle), würde ich hingegen den DK gleich ziehen. Bin gespannt, wie vor Ort entschieden wird.

Grüße

MS

reini99
01.12.2014, 11:00
Weiterhin undicht. Von den 3 Ärzten wollte keiner mir raten den DK zu ziehen. Der Chirurg war wohl beim Operieren, hat sich noch nicht gemeldet. Von Sekundärheilung konnte ich nichts auf dem Monitor entdecken. Höhlengrösse kann wohl nicht sehr gross sein: Prostata 28ml, Gesamtgewicht 44g.Nach jeder Untersuchung würden die Harnröhrenschmerzen immer heftiger.
Kann das ein Kontrastmittelrest verursachen?
Kann die Dichtigkeit auch mittels Ultraschall festgestellt werden- wie der "urologe" bemerkte?

Harald_1933
02.12.2014, 15:12
Hallo Reinhard,

um Dein Leiden abzukürzen, solltest Du nach meiner Einschätzung Dich auf den Weg nach Magdeburg machen. Professor Schostak wird Dir sicher helfen können.
Ich drücke Dir die leider nur zwei vorhandenen Daumen, dass Du von Deinen Schmerzen erlöst wirst.

„Die Vernünftigen halten bloß durch, die Leidenschaftlichen leben.“
(Sebastien Roch de Chamfort)

Gruß Harald

Harald_1933
02.12.2014, 15:19
Testbeitrag zum Auffinden meines oben angezeigten, aber zunächst nicht lesbaren Beitrages!! Es war mal wieder der Umschaltvorgang von Seite 2 auf Seite 3 des Threads. Holger wurde schon einmal von mir informiert. Warum es für dieses Problem keine Lösung gibt, bleibt unerfindlich!!

reini99
02.12.2014, 15:33
Nett gemeint, aber immer bei Problemen von Hamburg nach Magdeburg zu fahren macht keinen Sinn. Vor allen Dingen entlasse ich damit das UKE/MK aus der Verantwortung, und die Verantwortung wird Prof. Schostak sicher nicht übernehmen. Ich weiss ja noch garnicht, ob noch weitere Probleme bestehen. Man schiebt es ja auf den Katheter. Die Weiterbehandlung muss schon hier in der Martini Klinik erfolgen.
Gruss
Reinhard
P.S. Mein Prof meinte auch, dass mein Diabetis mellitus II evtl. auch zur vezögerten Heilung beiträgt. Hatte ich vergessen zu erwähnen.
Glaube ich zwar nicht da gut eingestellt, aber wer will das beurteilen.

Reinhold2
02.12.2014, 15:53
Nett gemeint, aber immer bei Problemen von Hamburg nach Magdeburg zu fahren macht keinen Sinn. Vor allen Dingen entlasse ich damit das UKE/MK aus der Verantwortung, und die Verantwortung wird Prof. Schostak sicher nicht übernehmen. Ich weiss ja noch garnicht, ob noch weitere Probleme bestehen. Man schiebt es ja auf den Katheter. Die Weiterbehandlung muss schon hier in der Martini Klinik erfolgen.
Gruss
Reinhard

Genau richtig, diese Einstellung. Dieser Patienten-Tourismus (Hamburger fahren nach Magdeburg, Magdeburger fahren nach München, Münchner nach Heidelberg usw. usw.) bringt am Ende des Tages auch nicht viehl mehr.

Harald_1933
02.12.2014, 15:57
Sorry Reinhard,

mir war bislang nicht bekannt, und im Profil ist nichts vermerkt, dass Du im UKE bzw. MK operiert wurdest. Die dortige Elite sollte nun doch wohl den Mut haben, Dich von dem Katheter zu befreien. Andererseits hätte ich persönlich allerdings Bedenken, mich den Ärzten noch einmal anzuvertrauen, die Dir bislang nicht haben helfen können oder nicht wollten wegen Übernahme einer Verantwortung. Wofür? Jede Operation birgt Risiken. Und der betreffende Arzt wird auch dafür einstehen. In der Tat würdest Du die Hamburger Ärzte in gewisser Weise entlasten, wenn Du einen erfahrenen Arzt in einer anderen Klinik aufsuchen würdest. Mir wäre keine Fahrt zu weit, wenn es darum ginge, mich von vermeidbaren Schmerzen zu befreien.

"Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken"
(Mahatma Gandhi)

Gruß Harald

reini99
02.12.2014, 16:08
Danke Harald,
aber die Kompetenz liegt wohl zweifellos hier in HH und ich bin in 35 Min in Eppendorf.
Gruss
Reinhard

Harald_1933
02.12.2014, 16:46
Hallo Reinhard,

Du meintest sicher Verantwortung, denn Kompetenz gibt es auch andernortens.

"Klugheit ist die Kunst zu erkennen, was man übersehen muss"
(William James)

Gruß Harald

Hartmut S
02.12.2014, 16:49
In der Tat würdest Du die Hamburger Ärzte in gewisser Weise entlasten, wenn Du einen erfahrenen Arzt in einer anderen Klinik aufsuchen würdest.
Harald hat es bereits durch die Blume gesagt.
So ist es!

Niemand übernimmt gerne die Verantwortung.
Der leitende Arzt wird auch nur bestätigen, was sein Kollege gesagt hat.

Ich kenne jemanden, der 10 Jahre ein Medi gegen Herzrhythmusstörungen nehmen musste, weil dem niemand gesagt hat, dass er es schon lange nicht mehr braucht.
Niemand wollte es absetzen, weil es ein Professor war, der es verordnet hatte.

Gruss Hartmut

Reinhold2
03.12.2014, 06:42
Zur Martini-Klinik und deren Nachsorge nach der Op habe ich schon viele Geschichten gehört. Der Film auf deren HP zeigt, wie ein Patient mit Katheder in der Hose nach Hause entlassen wird. Das war für mich mit ein Grund, meine RPE nicht in Hamburg machen zu lassen.

Hartmut S
03.12.2014, 15:18
Na ja . . .

Hallo Reinhold,

mein Katheder wurde aber auch erst 1 Woche nach der Entlassung gezogen.
Ich glaube, das ist Standard.
Ich hatte mich allerdings auch gegen HH entschiesen, aus anderen Gründen.
ZB. wollten die damals bei GS 7b per Davinci operieren.
Da hatte mir Silberdollar von abgeraten.

Gruss
hartmut

Harald_1933
03.12.2014, 16:50
Genau richtig, diese Einstellung. Dieser Patienten-Tourismus (Hamburger fahren nach Magdeburg, Magdeburger fahren nach München, Münchner nach Heidelberg usw. usw.) bringt am Ende des Tages auch nicht viehl mehr.

@Reinhard

Hier:


Zur Martini-Klinik und deren Nachsorge nach der Op habe ich schon viele Geschichten gehört. Der Film auf deren HP zeigt, wie ein Patient mit Katheder in der Hose nach Hause entlassen wird. Das war für mich mit ein Grund, meine RPE nicht in Hamburg machen zu lassen.

widersprichst Du Dir aber im gewissen Sinne selbst!!

"Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten"
Antoine de Lèvis-Mirepoix)

Hartmut S
03.12.2014, 17:44
P.S. Mein Prof meinte auch, dass mein Diabetis mellitus II evtl. auch zur vezögerten Heilung beiträgt.
Hallo Reinhard,

gerade gelesen.
Das könnte tatsächlich ein Grund sein, trotz Einstellung.
Was sagen denn die Hamburger dazu?

Gruss Hartmut

reini99
04.12.2014, 10:46
Hallo Reinhard,

gerade gelesen.
Das könnte tatsächlich ein Grund sein, trotz Einstellung.
Was sagen denn die Hamburger dazu?

Gruss Hartmut
Zur Klarstellung:
Mein Prof war der Chirurg vom UKE/MK.Dann tummeln sich auch noch Radiologen, Assistenzärzte rum....
Alle mit der Abwartenstrategie.

Harald_1933
04.12.2014, 11:48
Alle mit der Abwartenstrategie

Reinhardt, auf was warten die denn? Wie lange willst Du denn noch Schmerzen ertragen? Ist es denn nicht eigentlich Pflicht, Dich von dem Übel zu befreien?
Nur 15 Minuten benötigst Du bis zum UKE. Ich würde dort wohl in den Sitzstreik treten, und zwar so lange, bis sich einer erbarmt. Ich wünsche Dir dennoch Durchhaltevermögen.

"Wer über sich selbst richten muss, kommt meist zu einem glänzenden Freispruch"
(Benjamin Franklin)

Gruß Harald

reini99
07.01.2015, 15:44
Es geschehen noch Wunder! Nach sage u. schreibe 73 Tagen ist die Anastomosenaht lt. Cystogramm endlich dicht. Der Katheter wurde entfernt und der erste Kontinenztest war überaschend gut nach der langen Tragezeit.Training ist angesagt.Eine Sekundärblase hat sich übrigens nicht gebildet sofern man das auf dem Röngtenbild überhaupt feststellen kann..
Aber alle Schmerzen vor allem im Dammbereich sind auch weg.Der Krebs ist sowieso besiegt lt. Phatalogie; mal sehen wie das in 10 Jahren aussieht.*g*
Gruss
Reinhard