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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PSA Anstieg nach RPA und Bestrahlung



ArturWo
05.09.2012, 22:51
Guten Abend, RPA 7/2003 (Tumorformel: pT2c pTx pNO G2 Gleason Score 3 + 3 = 6), ab 10/03 PSA = O, ab 11/05 Anstieg bis auf 0,66 in 11/07, Strahlentherapie im Frühjahr 2008, danach schwankende PSA-Werte
zwischen 0,07 bis 0,09 in 4/10.
Weiterer Verlauf: 02/11 = 0,11
05/11 = 0,15
08/11 = 0,12
11/11 = 0,21
02/12 = 0,15
05/12 = 0,19
08/12 = 0,23.
Gibt es für die Wechsel und jetzt den Anstieg eine Erklärung? Oder ist vielleicht sogar eine weitere Therapie notwendig?
Ich bin 69 Jahre alt, ernähre mich gesund und treibe regelmäßig Sport.

ArturWo

wowinke
06.09.2012, 09:01
Hallo Artur,

auch ich (Jg.1956) hab mich Januar 2005einer RPE bei Glesaon 3-3 ( nach OP) und Ausgangs-PSA 6,..ng/ml unterzogen. In 2010 sind die Wert wieder gesteigen auf 0,19 ( siehe mein Profil) und ich hab mich 2011 dann einer Starhlentherapie unterzogen, derzeit PSA< 0,03 ng/ml

Vorher habe ich mich einer Beratung in Heidelberg unterzogen, von dort kam der Rat wenn die Wert nach Bestarhlung wieder ansteigen, dies dann so lange ansteigen zulassen bis dies mit der Bildgebung ( PET/CT) nach weisbar wird und dann "punktuell bestrahlen.

Dabei wurde davon ausgegangen, dass dies noch lokal ist.

Ob dies bei Dir zumindets am Anfang noch lokale war könnte man über den Ausgangs PSA-Wert abschätzen.

Wie war denn dieser ?


Gruß
Wolfgang

BurgerH
06.09.2012, 10:41
Hallo Artur,

jetzt würde ich noch nichts machen, sondern erst den PSA-Wert noch ansteigen lassen so bis 5 oder gar 10.


Dann würde ich mit einer Hormonblockade mit Bicalutamid (täglich 150 mg) beginnen und erst, wenn Bicalutamid nicht mehr wirkt, auf die Spritze umsteigen.

Bicalutamid hat bedeutend weniger Nebenwirkungen als die chemische Kastration mit der Spritze und ist bei PSA-Werten bis 500 gleichwertig.

Alles Gute

Hansjörg Burger

Jacekw
06.09.2012, 15:35
Hallo Arthur,
ich würde weiter je 3 Monate mich auf PSA untersuchen lassen und das Leben genießen. Erst bei PSA > 1 eine PET-CT machen lassen, um zu prüfen, wo sich die Krebszellen befinden.
PET-CT kostet normalerweise um die 1300 Euro für Kassenpatienten, es ist auch möglich dafür nichts zu zahlen. Wenn dich das interessiert, kannst Du Infos dazu hier finden:
http://prostatakrebs-tipps.de/untersuchungen/
Für eine Behandlung hast Du noch Zeit, da bei Deinem Gleason Score von 6 ist nicht zu erwarten, dass Deine Krebszellen schnell wachsen werden

ArturWo
06.09.2012, 21:46
Hallo Wolfgang,
danke für Deine Antwort. Mein Ausgangs-PSA = 8,1 mg/l.
Im Übrigen vermutete mein Urologe das der Anstieg nach der RPE durch ein Lokalrezidiv ausgelöst worden ist.

Wie ist wenn auch eine "punktuelle" Bestrahlung nach einer Bestrahlung möglich? Es heißt doch, dass nach einer Bestrahlung eine weitere Bestrahlung nicht möglich sei.

Gruß
Artur

Daniel Schmidt
07.09.2012, 08:49
Hallo Arthur,
ich würde weiter je 3 Monate mich auf PSA untersuchen lassen und das Leben genießen. Erst bei PSA > 1 eine PET-CT machen lassen, um zu prüfen, wo sich die Krebszellen befinden.
PET-CT kostet normalerweise um die 1300 Euro für Kassenpatienten, es ist auch möglich dafür nichts zu zahlen. Wenn dich das interessiert, kannst Du Infos dazu hier finden:
http://prostatakrebs-tipps.de/untersuchungen/
Für eine Behandlung hast Du noch Zeit, da bei Deinem Gleason Score von 6 ist nicht zu erwarten, dass Deine Krebszellen schnell wachsen werden
Wobei die Frage ist, was man mit dem Ergebnis des PET-CT anfangen soll?
Eine kurative Behandlungsoption gibt es dann sowieso nicht mehr, da die Prostataloge bestrahlt worden ist.

wowinke
07.09.2012, 08:56
Hallo Artur,
bei 8,1 ng/ml ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dies noch lokal war und nach der RPE Reste ( gibt es da Hinweisein pathologischen Bericht?) verblieben sind.Diese können bei der Bestrahlung ggf. nicht im Bestrahlungsfeld gelegen haben und deshalb nicht erreicht worden sein oder die Dosis war nicht ausreichend war.

So wie ich das damlas verstanden habe ist es, wenn dort wo das sitzt die verträglich Dosis nicht ereicht ist noch was möglich.

Ich würde dazu an entspr. Stelle z. B. Heidelberg zeitnah eine Gespräch führen um das auszuloten.



Alles Gut
Wolfgang

Jacekw
10.09.2012, 20:54
Wobei die Frage ist, was man mit dem Ergebnis des PET-CT anfangen soll?
Eine kurative Behandlungsoption gibt es dann sowieso nicht mehr, da die Prostataloge bestrahlt worden ist.
Hallo Daniel,
es kann z.B. ein Lympfknoten befallen sein, oder eine einzelne Tumorherde in Knochen.
Einzelne Lympfknoten, auch ausserhalb der Prostataloge ist moeglich zu ausoperieren. Tumorherde, die noch klein ist und sich in Knochen befindet, ist moeglich zu bestrallen. Bei mir wurde so eine kleine Metastase in der Wirbelseule in diesem Jahr bestrahlt.
Ich hofe immer noch meinen agressiven Prostatakrebs zu besiegen. Meine Prostataloge wurde bestrahlt und die einzige gefundene Metastase war gerade in der Wirbelsaure.
Alles Gute, Jacekw

Norbert52
11.09.2012, 12:05
Wobei die Frage ist, was man mit dem Ergebnis des PET-CT anfangen soll?
Eine kurative Behandlungsoption gibt es dann sowieso nicht mehr, da die Prostataloge bestrahlt worden ist.

Hier irrt der Herr Strahlentherapeut: Bei mir wurde nach RPE (1995), Bestrahhlung der Prostataloge in 2006 (vermutetes Lokalrezidiv) bei PSA 0,6 - und jetzt, nach lansamen Wiederanstieg auf 0.87 ein PET-CT gemacht. Es wurden daraufhin 2 LK operativ entfernt - die laut meinen Professoren - auch (nahe der Prostataloge) hätten bestrahlt werden können.
Ich habe mich für die operative Entfernung entschieden...

Gruss,

Norbert

Daniel Schmidt
12.09.2012, 10:50
Hier irrt der Herr Strahlentherapeut: Bei mir wurde nach RPE (1995), Bestrahhlung der Prostataloge in 2006 (vermutetes Lokalrezidiv) bei PSA 0,6 - und jetzt, nach lansamen Wiederanstieg auf 0.87 ein PET-CT gemacht. Es wurden daraufhin 2 LK operativ entfernt - die laut meinen Professoren - auch (nahe der Prostataloge) hätten bestrahlt werden können.
Ich habe mich für die operative Entfernung entschieden...

Gruss,

Norbert

Ob dieser Eingriff jetzt kurativ war, darf man natürlich hinterfragen...

spertel
12.09.2012, 12:09
Hallo Norbert

So kann man sich irren; ich hätte einige Euros drauf gewettet, dass es sich um ein wiederkehrendes Lokalrezidiv handeln würde, zumal Deine Bestrahlung bei 0,6 ng/ml relativ spät erfolgt ist.

Nun ist es anders gekommen und ich denke, dass die Entscheidung zur Op genau die richtige gewesen ist; ich werde bei ähnlichen Fortschreiten genauso handeln.

Ob dieses Vorgehen auf Dauer den PSA-Wert wieder unter die Nachweisgrenze senkt darf natürlich kritisch gesehen werden, mir sind aber Fälle bekannt, wo dies geglückt ist.

In jedem Fall dürftest Du viel Zeit ohne die Nebenwirkungen einer Hormontherapie gewonnen haben, das ist schliesslich auch etwas......

Mich, und vielleicht andere auch, würde interessieren, ob nur die beiden betreffenden LK entfernt worden sind oder ob auch in der Nähe befindliche LK, die unauffällig waren, aber eventuelle Mikrometastasen aufweisen könnten, mit entfernt worden sind.

Ist diese Entfernung lapraskopisch erfolgt ?

Wieviele LK wurden eigentlich damals im Zuge der RPE entfernt ?

Eine kurze Antwort wäre ganz nett, ebenso würde mich der weitere Verlauf sehr interessieren.

Beste Grüße

Reinhard

Norbert52
12.09.2012, 13:49
Hallo Reinhard,

wohl wahr aber die Aussichten auf weitere lange Jahre ohne eine Hormontherapie stehen so schlecht gar nicht. In 1995 wurden 12 LK entnommen, davon war einer positiv.
Die Entfernung der beiden LK im Beckenbereich vor 3 Wochen erfolgte laparaskopisch und ich war innerhalb von 2 Tagen wieder zu Hause. Wir gehen davon aus, dass nur diese beiden PSA produzierten. Sollte das PSA wieder irgendwann ansteigen gibt's ein weiteres PET- SCAN.
Mit der Option der operativen Enrfernung denken wir (meine Doc's und ich) die Sache vorläufig wieder im Griff zu haben. Es wäre natürlich vermessen jetzt von einer definitiven Heilung zu sprechen. Aber eines ist sicher: einer Hormontherapie mit allen ihren Nebenwirkungen bin ich für hoffentlich sehr lange Zeit aus dem Weg gegangen.

Alles Gute,

Norbert

Norbert52
12.09.2012, 13:53
Ob dieser Eingriff jetzt kurativ war, darf man natürlich hinterfragen...

Natürlich darf man diese Frage stellen: nur denke ich mal, dass niemand, wo auch immer, eine Antwort darauf geben kann. Wir sollten aber - und das war der Grund meiner Intervention - uns (ob Patient, oder aber vor allem die Ärzte) davor hüten zu pauschalisieren.

Gruss,

Norbert

RolandHO
14.09.2012, 11:04
Hallo Norbert,

auch mich interessiert dein Vorgehen, da ich auch vor einer RT nach voraufgegangener RPE stehe. Auch ich hatte einen befallenen LK (1/13).
Wenn ich deine Beiträge richtig sehe, hast du bei der Bestrahlung nur die Loge und nicht die Lymphbahnen bestrahlen lassen?
Hat dein Strahlentherapeut dir zu diesem Vorgehen geraten?

Gruss
Roland

Norbert52
14.09.2012, 16:46
Hallo Roland,

es wurde nur die Prostataloge bestrahlt und man hat mit mir damals nicht explizit über Lymphbahnen gesprochen. Ob die mit bestrahlt wurden kann ich leider nicht sagen.

Gruss,

Norbert

Jacekw
15.09.2012, 17:21
Hallo,
nach der Prostataektomie wird meistens die Prostataloge mit 50 Gy bestrahlt je 2 Gy Einzeldosen. Danach kommen die Lympfabflusswege kleines Becken mit 16 Gy.
Da die Lympfknoten im ganzen Körper gestreut sind, ist es nicht möglich die alle zu bestrahlen.

Gruß, Jacek

http://prostatakrebs-tipps.de/