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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PSA 63,7



rudi56
12.12.2012, 16:42
Hallo,

ich bin 56 Jahre alt und ganz neu in dieser Prostatathematik.
Weil ich Probleme mit dem Wasserlassen hatte (immer weniger Druck auf dem Strahl, und ich habe subjektiv das Gefühl, überhaupt zu wenig Wasser zu lassen - kein Brennen/Schmerz o.ä. - nachts hab ich meine Ruhe), bin ich zum Hausarzt und dann zum Urologen. Der hat getastet und mit Ultraschall untersucht. Sprach von einer Verhärtung. Dann Blut abgenommen und untersucht. Da ist ein PSA-Wert von 63,7 bei rausgekommen.
Die vergangenen Tage hab ich hier etwas kreuz und quer gelesen, und mein Vorsatz, mich nicht verrückt zu machen, ohne was genaues zu wissen, lässt sich kaum noch aufrecht halten.
Morgen werde ich zur Biopsie gehen, und dann in einigen Tagen irgendwelche Ergebnisse haben.

Nun, ich weiss, daß da im Augenblick wohl wenig zu sagen ist.

mit frdl. Gruß
Rudi

marsjürg
12.12.2012, 19:50
Hallo Rudi,
wenn der zeitliche Ablauf so war wie von Dir geschildert, dann dürfte der nach der Untersuchung mit der Blutentnahme ermittelte PSA-Wert zweifelhaft sein. Üblicherweise wird erst die Blutentnahme vorgenommen und dann untersucht, da durch die mechanische Belastung der Prostata der PSA Wert erhöht wird.Vielleicht solltest Du vor der geplanten Biopsie nochmal eine PSA Kontrolle vornehmen lassen
Gruß Jürgen

WernerE
12.12.2012, 20:45
Hallo Rudi,

olltest Du eine Biopsie vornehmen lassen (müssen), tue Dir selbst und dem behandelnden Arzt den Gefallen und lass Dir eine Narkose verpassen. Ich hatte mich nicht narkotisieren lassen nach dem Motto: Beim Zahnarzt nehme ich ja auch keine Spritze... Bei der Narkose bleiben Dir die Schmerzen erspart und der Doktor muss sich nicht mit einem sich hin und her windenden Patienten herumschlagen.

Viel Glück Werner

Schorschel
12.12.2012, 23:25
...der Doktor muss sich nicht mit einem sich hin und her windenden Patienten herumschlagen. Viel Glück Werner


Meine Güte!

Der eine muss sich bei der Biopsie selbst die Genitalien zur Seite schieben, der nächste windet sich hin und her...

Ziemlich realitätsfremde Horror-Stories, meine ich, und ich halte es für völligen Schwachsinn, hier Panik zu machen und generell bei Biopsien die Vollnarkose zu empfehlen. Wenn eine Biopsie sinnvoll ist (und das ist die viel wichtigere Frage!), dann ist die lokale Anästhesie m.E. völlig ausreichend. Das schreibe ich als jemand, der 3 Stanzbiopsien hinter sich hat.

Schorschel

P.S.: Und Rudi sollte die Biopsie m.E. verschieben und einen Kontroll-PSA-Wert machen lassen, wenn ihm der Arzt wirklich erst nach der rektalen Untersuchung das Blut abgezapft hat!!

Stempel
12.12.2012, 23:43
Hallo Rudi,

olltest Du eine Biopsie vornehmen lassen (müssen), tue Dir selbst und dem behandelnden Arzt den Gefallen und lass Dir eine Narkose verpassen. Ich hatte mich nicht narkotisieren lassen nach dem Motto: Beim Zahnarzt nehme ich ja auch keine Spritze... Bei der Narkose bleiben Dir die Schmerzen erspart und der Doktor muss sich nicht mit einem sich hin und her windenden Patienten herumschlagen.

Viel Glück WernerSo ist es. Mach Dir bloß keinen Stress und spiel nicht den starken Mann. Wenn Du Pech hast wie ich, wirst Du Deine Kraftreserven eher brauchen, als Dir lieb ist.

Von mir auch viel Glück, Wolfgang

tom aus lu
12.12.2012, 23:43
Ziemlich realitätsfremde Horror-Stories

Entschieden NEIN!

Die Biopsie wird eben ganz subjektiv empfunden. Auch das individuelle Schmerzempfinden spielt hierbei eine große Rolle. Hinzu kommt noch die psychische Anspannung. Dies nicht nur bei Biopsien sondern bei allen invasiven Eingriffen.

Nicht umsonst gilt im klinischen wie auch im ambulanten Bereich der Grundsatz der individuellen Schmerzausschaltung. Meistens in Form einer Analogsedierung.

Wenn du 3 Biopsien hinter dir hast ohne Komplikationen und Schmerzen solltest du dankbar dafür sein!

Alles andere erinnert mich an die Biopsie bei meinem Vater, damals noch in Steinschnittlage durchgeführt und mit schlampig durchgeführter Lokalanästhesie. Was passiert wenn das Stanzgerät versagt (natürlich ein Einzelfall) und nur eindringt aber nicht mehr von alleine zurückschnellt, diese Ausführungen möchte ich hier nicht weiterschreiben..... an anderer Stelle habe ich von ärztlich durchgeführter Folter mal geschrieben.

Männer ihr seit doch keine Waschlappen! Schwäche zeigen geht gar nicht! Oder?

Tom

PS: Empfehlenswert sind auch Koloskopien ohne Sedierung, was für echte Männer!

tom aus lu
13.12.2012, 00:33
Ergänzend:

Wer den Weg einer Biopsie geht und dieser unumgänglich ist sollte wissen, dass es eben kein Spaziergang ist und auch Komplikationen auftreten können. Alles andere darzustellen ist m.E. Verharmlosung, Beschönigung und hat nichts mit seriöser Aufklärung zu tun.

Sicherlich helfen auch keine Geschichten weiter die evtl. im Einzelfallbereich liegen. Aber sind es tatsächlich Einzelfälle? Wer kann schon zu Zwischenfällen während der Biopsie Zahlen liefern. Ich denke, diese bleiben hinter den verschlossenen Arzttüren.

Egal, bei den heutigen Bedingungen kann nur der Rat gegeben werden die Biopsie ausreichend mit seinem Arzt die Ausführung und Maßnahmen zu besprechen und auf eine vorherigen Antibiose, möglichst einem vorherigen Abstrich zur Erkennung resistenter E.coli Stämme, einer Braunoltamponate zur Desinfektion und einer ausreichenden Lokalanästhesie zu bestehen.

Tom

Giorgios
13.12.2012, 00:35
Hallo Rudi,
am besten, Du bleibst bei Deinem Vorsatz, Dich nicht verrückt machen zu lassen. Obwohl das wahrscheinlich nicht leicht ist, besonders wenn man die Horrorstories hier liest. Ich denke, dass manche Leute im heiligen Eifer plötzlich vergessen, dass hier einer schreibt, der zum ersten mal mit der Möglichkeit eines Prostata-Karzinoms konfrontiert wird. Da sollte der Anstand eigentlich erfordern, dass man auf Dich eingeht - und irgendwelche Privatfehden hintanstellt.
Das einzige, was sinnvollerweise aus diesen vielen Zeilen meiner Vor-Schreiber herauslesbar ist, scheint mir zu sein: am besten noch eine PSA-Messung vor (!) der Biopsie. Und während der Biopsie eine Lokalanästhesie. Ich selbst hatte heute eine Darmspiegelung und habe 20 Minuten angenehm gedöst und dabei keine Schmerzen gehabt.
Und wenn Du dann ein Ergebnis hast (hoffentlich so günstig wie möglich) würde ich ruhig in diesem Forum wieder aufkreuzen. Bei konkreten Fragen zu den möglichen Therapien sind die Antworten in der Regel sachlicher.
Ich glaube, Du wirst anschließend auch nichts überstürzen müssen. Zeit für eine zweite Meinung muss immer drin sein. Das kann zu Anfang ziemlich verwirrend sein, wahrscheinlich auch Angst machen. Aber mit guten und vertrauenerweckenden Informationen (ja, auch hier) wirst Du irgendwann Deine eigene Entscheidung über die nötigen Schritte machen.
Ich wünsche Dir alles Gute - und bleib so ruhig, wie es eben geht.

Viele Grüße, Giorgios

uwes2403
13.12.2012, 08:56
Guten Morgen Rudi,

ich bin in ähnlicher Situation. Bin 50 Jahre alt, beim Hausarzt wurde ein PSA von 52 festgestellt und mit einer weiteren Messung 5 Tage später bestätigt.
Auffällige Beschwerden habe ich keine.

Ich hatte letzte Woche dann den Termin beim Urologen - Tastuntersuchung der Prostata links auffällig - am nächsten Tag biopisert ( 12 Stanzen). Die Stanzstellen wurden vorher mit einem Gel leicht betäubt, das Procedere war nicht toll (Rückenlage), aber auch nicht wirklich schmerzhaft. Da der PSA sehr hoch war, haben wir uns entschlossen, noch vor Weihnachten und vor dem Vorliegen der Biopsieergebnisse eine Knochenszinti und ein CT Becken /Abdomen durchzuführen. Diese waren glücklicherweise ohne Befund (oder es ist noch nichts darstellbar ?).

Was den Urologen etwas verwundert, ist, dass zwar die Tastuntersuchung auffällig ist, der Ultraschall aber nicht. Auch ist das Prostatvolumen mit 23 ml relativ klein und passt nach seiner Aussage nicht recht zu dem hohen PSA - vielleicht kann mich einer der hier Anwesenden da etwas erleuchten.

Ich habe hier auch vor dem Urotermin schon viel gelesen und auch mit Silver Dollar per pn Kontakt gehabt - ist aber alles eher theoretischer Natur, solange keine Ergebnisse vorliegen.

Also versuche einigermaßen ruhig zu bleiben und warte die Ergenisse ab.

Alles Gute.

Uwe

tom aus lu
13.12.2012, 09:30
Hallo Uwe,

deine Informationen reichen nicht aus um wirklich einen Rat zu geben.

Wurdest du auf eine Prostatitis (Entzündung) schon untersucht? Liegen da aussagefähige Parameter vor? Wie war der PSA Verlauf vorher? Im "Normbereich"? Wie stellte sich der Tastbefund (Verhärtung?)dar?

Auf die schnelle meine Antwort:

Eine Biopsie auf Grundlage zweier PSA Werte, ohne mögliche Entzündungen in Betracht zu ziehen, halte ich persönlich als Überreaktion. Zu einer seriösen Diagnostik hätte vorher noch die Abklärung einer Prostatitis gehört und der PSA Verlauf über eine längeren Zeitpunkt beobachtet werden müssen.

Das Knochenszintigramm zum jetzigen Zeitpunkt, ohne weitere Ergebnisse abzuwarten, halte ich m.E. als "mit Kanonen auf Spatzen geschossen". Du musst Privatversichert sein, dass würde die massive Diagnostik erklären.

Alles Gute!

Tom

Schorschel
13.12.2012, 09:46
...Die Biopsie wird eben ganz subjektiv empfunden. Auch das individuelle Schmerzempfinden spielt hierbei eine große Rolle...

Das stimmt alles, Tom, aber ich wehre mich dagegen, dass hier die Ausnahmen zur Regel gemacht werden.

Beschwerden über Biopsien sind hier Forum, wo wahrscheinlich Tausende von Biopsierten verkehren, doch sehr selten. Also lass' uns doch die Kirche im Dorf lassen, Bangemacherei vermeiden und keine Vollnarkoseorgien lostreten - vom Narkoserisiko mal ganz abgesehen, ebenso von Kosten und Aufwand für den Anästhesisten, die stationäre Aufnahme etc.etc.. Unser Gesundheitssystem hat sicher andere Sorgen als die Vollnarkose für Stanzbiospien zum Standard zu erheben, oder?

Schorschel

tom aus lu
13.12.2012, 10:11
Hallo Schorschel,

außer Vollnarkosen gibt es heute ja auch noch andere Möglichkeiten, wie gesagt, die der Sedierung.

Mein Anliegen ist einfach die Biopsie nicht klein zu reden. Sie ist ein invasiver Eingriff und birgt massive Risiken. Dies sollte jeder, der eine Biopsie machen muss, oder machen will, wissen.

Zu den Horrorvorstellungen nur noch eine Ergänzung. Diese so plastisch darzustellen ist auch Verarbeitungsprozess. Ich selbst bin Klinik und Rettungsdienst gewöhnt und habe sicherlich schon schlimme Dinge erlebt. Persönlich habe ich aber panische Angst vor einer simplen Blutabnahme und kollabiere dabei regelmäßig. Eine Blutabnahme ist für mich daher eine "Horrorvorstellung" die ich genau so auch schildere. Warum sollte also in einem Laienforum wie diesem davor Abstand genommen werden?

Und noch etwas, ich selbst bin kein Betroffener, ich schreibe hier aus meinem medizinischem Verständnis heraus und auch stellvertretend für meinen Vater der in seinem Alter das Internet nicht mehr entdeckt hat. Mein Vater hatte halt dieses Horrorerlebnis Biopsie, RPE und die Folgen, der Anfang seiner psychischen Entgleisung. Mein Vater würde seine Erlebnisse genauso schreiben, da ihm damals zu wenig erzählt wurde über seine Krankheit, seine Folgen und den Umgang damit. Zur Biopsie habe ich ihn damals begleitet und ich bin Zeuge des Ablaufs. Das im medizinischen Alltag alles glatt läuft und jeder für sich etwaige Risiken ausschließen kann darf mir keiner erzählen, dafür war ich zulange im Geschäft und weiß was hinter den verschlossenen Türen alles schief geht.

Tom

uwes2403
13.12.2012, 10:25
Hallo Uwe,

deine Informationen reichen nicht aus um wirklich einen Rat zu geben.

Wurdest du auf eine Prostatitis (Entzündung) schon untersucht? Liegen da aussagefähige Parameter vor? Wie war der PSA Verlauf vorher? Im "Normbereich"? Wie stellte sich der Tastbefund (Verhärtung?)dar?

Auf die schnelle meine Antwort:

Eine Biopsie auf Grundlage zweier PSA Werte, ohne mögliche Entzündungen in Betracht zu ziehen, halte ich persönlich als Überreaktion. Zu einer seriösen Diagnostik hätte vorher noch die Abklärung einer Prostatitis gehört und der PSA Verlauf über eine längeren Zeitpunkt beobachtet werden müssen.

Das Knochenszintigramm zum jetzigen Zeitpunkt, ohne weitere Ergebnisse abzuwarten, halte ich m.E. als "mit Kanonen auf Spatzen geschossen". Du musst Privatversichert sein, dass würde die massive Diagnostik erklären.

Alles Gute!

Tom

Hallo Tom,

wir hatten über die möglichkeit einer Prostatitis gesprochen, ich konnte aber keinerlei der Symptome erinnern. Es gab vorher keinen PSA Verlauf, da mein Hausarzt (meine Frau) den PSA Wert erstmals hat bestimmen lassen. Ich lasse auf Grund eines zu hohen Cholesterins ohnehin regelmäßig Blut kontrollieren und hatte - zeitweise - auch etwas Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Dies wird allerdings auch als Nebenwirkung des Fettsenkers (pravastatin) aufgeführt. Tastbefund zeigte Verhärtungen links...

Mir war bewusst, dass eigentlich Szinti erst folgen sollte, wenn die Biopsieergebnisse vorliegen - habe das aber in Kauf genommen (unnötig, wenn die Biopsie negativ ist, wenn sie positiv ist, wäre sie aber gemäß der einschlägigen Richlinien bei dem PSA Wert angezeigt)

Ja, ich bin privatversichert - daher habe ich die "privatfalle" was Diagnostik und ggf. Behandlung anbelangt schon im Hinterkopf...

Aber jetzt warte ich erst einmal die Ergebnisse der Biopsie ab, dann wird man weiter sehen.

Viele Grüße

Uwe

tom aus lu
13.12.2012, 10:36
Hallo Uwe,

tut mir Leid wenn ich Dein verhalten nicht verstehen kann. Gerade weil Deine Frau dich als Ärztin betreut hätte man ein anderes Handeln vermuten können.

Ich würde das jetzt als absolute Überdiagnostik bezeichnen.

Ich hoffe jedenfalls für Dich, dass die Proben negativ ausfallen und diese dann ein wenig zu Deiner Beruhigung beitragen. Über die absolute Aussagefähigkeit der Biopsie brauche ich Dir hier ja nichts mehr zu schreiben. Das wurde schon ausführlich in diesem Forum beschrieben, bzw. Dein Urologe bzw. Deine Frau können dich dann weiter beraten.

Eine ruhige, besinnliche Adventszeit wünscht aus dem bitter kalten Ludwigshafen

Tom

wassermann
13.12.2012, 19:13
Ich würde das jetzt als absolute Überdiagnostik bezeichnen.


Hallo,
hier schreibt jemand, der mit 50 Jahren einen durch Zweitmessung bestätigten PSA von 52 mit positivem Tastbefund hat! Da keine Symptome einer Prostatitis vorliegen, ist eine Biopsie ohne vorherige Antibiotikagabe als potentielle Prostatitis-Therapie vielleicht ein etwas schnelles Vorgehen, aber von Überdiagnostik würde ich da nicht sprechen. Gerade auch, weil ärztliche Beratung ohne die oft so geschmähten kommerziellen Interessen stattgefunden hat.
Die Wünsche für eine "ruhige, besinnliche Adventszeit" lassen sich mit den hoffentlich negativen Ergebnissen einer Biopsie sicher besser realisieren. Oder, im anderen Fall, mit wohlüberlegten Therapieentscheidungen.
Ich kann Uwes Vorgehen sehr gut verstehen. Und da es ja ohnehin schon so gelaufen ist, sollte man nicht nachtreten, sondern nach vorne schauen und die weiteren Schritte planen und zügig angehen, wenn es denn nötig werden sollte.
Alles Gute dafür!
Wassermann

Norbert52
13.12.2012, 20:00
Tom[/QUOTE]

"Und noch etwas, ich selbst bin kein Betroffener, ich schreibe hier aus meinem medizinischem Verständnis heraus ..."

Aber Betroffenen Ratschlaege geben, die man so bestimmt nicht stehen lassen sollte. Ich stimme Wassermann zu.

Dieses Forum hat sich zu einem Tummelplatz fuer Hobbymediziner und jene, die sich so lange mit dem (sicherlich traurigen) Thema befassen, bis sie dann als weit ueber 80 jaehrige dahinscheiden (aber wahrscheinlich nicht an PK).

Alles Gute fuer Dich, Uwe -

Norbert

rudi56
13.12.2012, 22:42
Hallo,

melde mich nach überstandener Biopsie kurz zurück. (War halb so wild heute/ muss ich nicht täglich haben natürlich)
Dank an Giorgios für die doch irgendwie mutmachenden Worte.
Es lag übrigens überhaupt nicht in meiner Absicht hier Auslöser solch einer Diskussion zu sein.
Wenn ich Uwes Möglichkeiten hätte, würde ich mich auch nicht scheuen, sie zu nutzen.

Gruss Rudi

tom aus lu
14.12.2012, 00:00
Aber Betroffenen Ratschläge geben, die man so bestimmt nicht stehen lassen sollte. Ich stimme Wassermann zu

Es war kein Ratschlag, es war meine Meinung! Wenn Knochenszintigraphien jetzt schon vor einer Diagnose empfehlenswert sind dann liege ich mit meiner Meinung falsch. Darauf hat sich meine Überdiagnostik bezogen.

Wenn ich es auch richtig in Erinnerung habe sind Angehörige aus diesem Forum nicht ausgeschlossen. Auch sind deren Äußerungen nur den allgemeinen Regel dieses Forums unterstellt. Dieses Forum verfügt auch nicht über einen Fake Check. Wer garantiert also, dass Postings von Betroffenen auch von solchen geschrieben werden.? Ich habe aus meinem Status noch nie einen Hehl gemacht!


Und da es ja ohnehin schon so gelaufen ist, sollte man nicht nachtreten

Dann macht das ganze Posting keinen Sinn. Was erwartet jemand, der sich hier schon umgesehen hat, bereits Diagnostik betreibt und auf eine Antwort wartet von diesem Forum? Mitleid oder eine ehrliche Meinung?


Dieses Forum hat sich zu einem Tummelplatz fuer Hobbymediziner....

Richtig erkannt, dies ist auch der Sinn dieses Forum. Nahezu 95% derer die sich hier an diesem Forum mit Meinungen und Empfehlungen beteiligen sind keine Mediziner, also Hobbymediziner wie du sie bezeichnest. Es wäre ein Schlag vor den Kopf wenn du all diese "Informationsgeber" verdammen würdest. Ein Forum das in Selbstmitleid zerfließt und zum gegenseitigen bejammern mutiert kann nicht gewünscht sein. Es lebt also von den Beiträgen dieser Hobbymediziner und diese sind eben manchmal weniger feinfühlig oder taktvoll. Zu mir persönlich, wenn es also Hobbymedizin ist die ich in Vergangenheit betrieben habe, dann haben jede Menge Menschen meinem "Hobby" ihr leben zu verdanken!

@ Uwe, falls ich mit meiner Meinung deine Gefühle verletzt habe möchte ich mich in aller Form dafür entschuldigen. Du darfst sicher sein, dass ich persönlich weis wie es sich anfühlt in einer scheinbar dramatischen evtl. ausweglosen Lage zu sein. Vielleicht liegt es an meiner Pfälzer Natur und daran einen Steinwurf von unserem Altbundeskanzler entfernt zu wohnen. Dessen direkte Art kam ja auch nicht überall gut an. Eines kannst du aber sicher sein. Prügeln werde ich mich in diesem Forum nicht, vorher höre ich auf zu schreiben.

Abschließend noch zwischenmenschlich: Was wünscht man sich in diesem Forum in der Adventszeit? Besinnliche Stunden wohl eher nicht, habe ich heute gelernt.

Also einfach

Gruß

Tom

uwes2403
14.12.2012, 08:25
Guten Morgen zusammen,

@ Tom - schon o.k. - ich bin nicht so empfindlich....

Ich gebe Dir auch insofern recht, als das die Szinti und das CT ohne Vorliegen des Biopsieergebnisses eigentlich verfrüht waren.
Ich habe beides trotzdem durchführen lassen.....meine Entscheidung. (Meine Frau hatte übrigens davon abgeraten, bevor die Biopsieergebnisse da sind)
Denn wenn bei diesem PSA das Biopsieergebnis ein CA zeigt, ist's ohnehin angeraten - und dann ist wg. Feiertagen überall zu (naja...oder nur eingeschränkter Betrieb).

Die Möglichkeit einer Entzündung ist bei Urologen besprochen worden - aber wie gesagt, da ich keinerlei Symptome in diese Richtung habe oder erinnere, ist das wohl leider auszuschliessen.
Der Urologe schliesst es aber nicht vollständig aus und wartet ebenso auf die Biopsieergebnisse - bei dem - bestätigten - PSA Wert scheint mir die Biopsie nicht zu voreilig gewesen sein.

Montag weiss ich mehr und mache dann entweder ein neues Thema zu möglichen Therapien auf - oder gebe hoffentlich Entwarnung.

@ Rudi - sorry, dass ich mich in deinem Threat so breit mache - Dir auch viel Glück.

Ich wünsche ich einen schönen dritten Advent

Uwe

tom aus lu
14.12.2012, 09:34
Hallo Uwe

ich drücke beide Daumen für dich!

Alles Gute und auch dir, trotz den Umständen, einen schönen dritten Advent.

Gruß aus dem aufgetauten Ludwigshafen

Tom