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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jetzt wird mir doch ganz komisch.



Frank1958
11.02.2013, 11:52
Hallo an alle. Ich möchte mich zunächst vorstellen. Ich bin 55 Jahre alt, verheiratet seit 1986 habe 3 Kinder und war zum Glück noch nie arbeitslos. Meine Geschichte beginnt im Dez 2008 als ich plötzlich starke Unterleibsschmerzen und Blut im Sperma hatte. Mein Besuch beim Urologen brachte mir 3 Pak Antibiotikum gegen die Entzündung. Ich hatte den Eindruck das es auch geholfen hat, aber nur ca 3 Monate, danach musste ich wieder hin. Der PSA (selbst bezahlt) betrug damals 2,4. Aber das kann auch noch durch eine Entzündung kommen, so hieß es. Seit dieser Zeit gehe ich alle 6 Monate zum Urologen. Der PSA steigt ständig an. Nie ging die Kurve nach unten immer nur nach oben. Auf 4,8 2010. Dann auf 6,3 2011. Dann 7,3 im Sept 2012. Daraufhin wurde eine Stanzbiopsi veranlasst. Es wurde nichts Böses gefunden. Wir warten ab. Vorige Woche wurde PSA 7,6 verkündet mit einem Quotienten von 10 %. (Keine Ahnung bin Laie) Ich soll in der nächsten Woche eine erneute Biopsi bekommen. Mit 20 Stanzen glaube ich.Konnte nicht mehr richtig zuhören als mir der Arzt in 2 Minuten erkärte das es höchstwahrscheinlich Krebs ist. Und nun wird mir ganz anders. Ich habe mich entschieden nicht noch einmal beim gleichen Urologen zur Biopsi zu erscheinen. Ich habe mich in einer Klinik (Missio) in Würzburg angemeldet. Und wie mir dort berichtet wurde gibt es dort ein Histoscan. Ich habe mich nun entschlossen es dort machen zu lassen. Die letzten Nächte waren grauenhaft. Die Kosten so meine Krankenkasse muss ich selber tragen. (für den Histoscan.) Nun gut auch egal. Ich bezahle es. Bei verdächtigen Arealen wird im Anschluss eine Biopsi gemacht. So, nun muss ich versuchen erst einmal wieder etwas herunter zu fahren. Habe natürlich schon gelesen in diesem Forum und da stelle ich fest, dass ich im Augenblick überhaupt nicht zu jammern brauche. Hut ab vor allen hier. Ich wünsche einen guten Tag und verbleibe mit Grüßen Frank1958

Hvielemi
11.02.2013, 13:28
Nie ging die Kurve nach unten immer nur nach oben.
... Es wurde nichts Böses gefunden ... Histoscan ...
Die letzten Nächte waren grauenhaft.

Hallo Frank!

Ich hab mir mal deine PSA-Werte angeschaut.
Der Verlauf geht zwar immer nach oben, aber die Verdoppelungszeit
hat sich deutlich verlangsamt von Anfangs um 2 Jahren auf jüngst 5 Jahre.
(Diese Zahlen sind ungenau, da die genauen Daten der Messungen
nicht bekannt sind.)
Der "Quotient", also der prozentuale Anteil des freien PSA am gesamten
PSA gibt einen Hinweis, ob der Befund eher auf maligne Prostataerkrankungen
(<10%) verweise, oder doch eher benigne (>25%) - So steht das jeweils auf
den Laborberichten.

Schaut man sich die Daten an, und die Tatsache, dass die letzte Biopsie
keinen Krebs gefunden hatte, ist es durchaus sinnvoll, diesmal mit 'Histoscan'
gezielt zu biopsieren.

Das ärgerliche daran: Ein negativer Befund ist kein "Freispruch".
Und leider kann man dir aufgrund der jetzt vorliegenden Daten nicht viel
mehr sagen, als dass das von Dir gewählte Vorgehen sinnvoll sei.

Was die Nächte vor Diagnose-Massnahmen betrifft:
Die Ungewissheit wird drängend. Ruhig schlafen ist vielen - auch mir - dann
nicht mehr möglich. Wenn dann die Diagnose, positiv oder negativ, vorliegt,
wird wieder Ruhe eintreten. Ruhe, die man dann braucht, um die Sache
einzuordnen und ggf. Therapieentscheide zu fällen. Denn dies ist eine
Eigenschaft von Prostataerkrankungen: Meist gibt es verschiedene Wege,
die von den Ärzten vorgeschlagen, aber von den Patienten entschieden
werden müssen.

Dazu bist Du auf dem richtigen Weg:
Sich umfassend informieren und fragen, fragen, fragen, bis die Dinge
klar erscheinen.
Und dann handeln - wozu ich Dir alles Gute wünsche.

Carpe diem!
Hvielemi



PS: Die Patientenleitlinien (http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/Patientenleitlinie_Prostatakrebs_1_01.pdf) hast Du wohl schon gefunden.
Die sind zwar nicht allumfassend oder sakrosankt, bieten aber einen
guten Überblick darüber, was die Schulmedizin anbieten kann.

Frank1958
11.02.2013, 13:39
Danke für Deine Worte. Ich werde mich allumfassend intormieren. Nach der Diagnose , Histoscan am 19.02.2013 , werde ich weiter berichten. mit bestem Dank Frank1958

Diogenes_57
11.02.2013, 15:02
Hallo Frank, jeder hat Angst vor einer möglichen Krebsdiagnose. Mit entsprechend viel Lampenfieber sollst Du dann auch nach Würzburg fahren. Nimm zum anschlie0enden Gespräch Deine Frau oder einen Vertrauten mit. Vier Ohren verstehen mehr als zwei, die vom Lampenfieber zudem wenig aufnahmefähig sind.
So, nun muss ich versuchen erst einmal wieder etwas herunter zu fahren. Habe natürlich schon gelesen in diesem Forum und da stelle ich fest, dass ich im Augenblick überhaupt nicht zu jammern brauche. Hut ab vor allen hier. Ich wünsche einen guten Tag und verbleibe mit Grüßen Frank1958Und Hut abnehmen brauchst Du hier nicht. Wir sind nicht bei Wilhelm Tell und Gessler. Eher sind wir hier schon bei Siegfried. Nach Wagner zog Siegfried aus, das Fürchten zu lernen. Es gelang mit keinem Grausen. Als Siegfried sich aber dann Brunhilde näherte, bekam er weiche Knie und Ohrensausen. Iss halt auch nur'n liebes kleines Kerlchen, dieser Siegfried... Bei Frauen wird er ganz klein und schwach.

Zum Thema informiere ich mich gerne in den USA. (http://www.cancer.gov/) Dort gibt's alles außer hochdeutsch... Nach meiner unmaßgeblichen Einschätzung hast Du auch mit einer hoffentlich nicht kommenden Krebsdiagnose alle Aussichten, mit Deinen Enkeln tanzen zu gehen.

Damit viel Glück und Grüße aus Sinope, D.

Frank1958
11.02.2013, 16:03
Lieber Diogenes_57, danke für Deine Worte. Den Vorschlag meine Frau mitzunehmen finde ich gut, das werde ich machen. Sehr schön finde ich auch den Gedanken mit meinen Enkeln tanzen zu gehen. Darauf freue ich mich. Viele Grü0e Frank1958

Frank1958
19.02.2013, 17:02
Nun gibt es folgendes nach heutigem Besuch in der Klinik Würzburg zu berichten. Ich habe dort einige Stunden verbracht, jedoch wurde keine Biopsi wie geplant duchgeführt. Meine Blutwerte waren so miserabel, sprich die Weissen Blutkörperchen sind viel zu viele. Irgendwo im Körper muss sich eine Entzündung befinden so der Arzt. Da steche ich Ihnen nirgends hinein. Ab sofort Antibiotika Ciprofloxacin 500mg zwei mal täglich bis zur Beserung der Werte. Nächster Termin Mittwoch der 27.02.2013 dann bei Besserung 12 Stanzen. PSA mittlerweile bei 8,6. Werde weiter berichten. Gruß an alle

Hvielemi
19.02.2013, 18:52
Ab sofort Antibiotika Ciprofloxacin 500mg zwei mal täglich bis zur Beserung der Werte. Nächster Termin Mittwoch der 27.02.2013 dann bei Besserung 12 Stanzen. PSA mittlerweile bei 8,6.

Dann wünsche ich Dir einen Erfolg mit dem Antibiotikum, dass die Biopsie bald durchgeführt werden könne.
Was mich etwas wundert: Vor einer Biopsie wird üblicherweise ohnehin ein Antibiotikum verabreicht, um das Endringen von Bakterien aus dem Darm in Prostata und Blutbahn zu vermeiden.
Kläre bitte ab, ob dieses 'Ciprofloxacin' auch geeignet sei zur Fuktion als Schutzschirm. Sonst müsstest Du womöglich noch ein zweites Antibiotikum nehmen in kurzer Zeit.

Carpe diem!
Hvielemi

Frank1958
19.02.2013, 19:22
Ja, ich habe gestern Abend 2 Tabletten genommen und heute Morgen eine. Trotzdem waren die Werte so komisch. Das mit dem Schutzschirm muss ich erst hinterfragen. Danke für diese Antwort. Lg Frank

hans.z
19.02.2013, 19:57
Dann wünsche ich Dir einen Erfolg mit dem Antibiotikum, dass die Biopsie bald durchgeführt werden könne.
Was mich etwas wundert: Vor einer Biopsie wird üblicherweise ohnehin ein Antibiotikum verabreicht, um das Endringen von Bakterien aus dem Darm in Prostata und Blutbahn zu vermeiden.
Kläre bitte ab, ob dieses 'Ciprofloxacin' auch geeignet sei zur Fuktion als Schutzschirm. Sonst müsstest Du womöglich noch ein zweites Antibiotikum nehmen in kurzer Zeit.


Hallo Wilhelm,<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
Ciprofloxacin als Breitspektrumantibiotikum (hauptsächlich im gramnegativen Bereich wirksam) aus der Gruppe der Gyrasehemmer wird von Urologen sehr gern als antibiotischer Schutz bei Prostatabiopsien eingesetzt.<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
Das Vorgehen des Urologen ist richtig. Keine Biopsie bei vorhandener nicht abgeklärter Infektion. Bei der z.Z. vorliegenden unklaren Infektion wurde Ciprofloxacin eingesetzt. Dieses Antibiotikum kann aber auch um die Biopsie herum wieder eingesetzt werden. Ebenso stehen auch andere geeignete Antibiotika zur Verfügung.<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
http://de.wikipedia.org/wiki/Gyrasehemmer (http://de.wikipedia.org/wiki/Gyrasehemmer)<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffgruppe/Gyrasehemmer.html (http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffgruppe/Gyrasehemmer.html)<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
http://de.wikipedia.org/wiki/Ciprofloxacin (http://de.wikipedia.org/wiki/Ciprofloxacin)<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
http://www.urologielehrbuch.de/prostatabiopsie.html (http://www.urologielehrbuch.de/prostatabiopsie.html)<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
Gruß<o:p></o:p>
hans.z<o:p></o:p>

PeterP
24.02.2013, 22:30
Hallo Frank,
kann man wohl davon ausgehen, daß sich die vorliegende Entzündung in Deiner Prostata durch die Biopsie erst richtig gebildet hat?
Wahrscheinlich hattest Du auch schon vorher eine leicht entzündlich vergrößerte Prostata. Das kann man leicht bekommen, z.B. durch Sport, insb. Radfahren, Motorradfahren oder Reiten.
Das würde die ganze Sache einschl. PSA in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Auf jeden Fall sind die PSA- Werte nach einer Biopsie noch geraume Zeit erhöht, je nachdem, wie schnell die Wunde ausgeheilt ist.
Lass Dich auf gar keinen Fall zu vorschnellen Entscheidungen drängen, Prostatakrebse wachsen langsam (falls Du überhaupt einen hast!) und Du kannst Dich wirklich in aller Ruhe über die möglichen Behandlungsoptionen informieren.
Bei Dir wurde die Sache offenbar auch noch rechtzeitig entdeckt, damit eine heilende Option offen bleibt.
Grüße,
Peter

Frank1958
25.02.2013, 05:13
Hallo Peter, irgendwie stehe ich wieder mal total neben mir heut morgen. Mittwoch steht ja nun die nächste Untersuchung an. Was mich total verwirrt ist , dass ich trotz Antibiotikum seit letzten Dienstag , immer wieder starke Schmerzen habe. Irgendetwas tut sich in mir, kann es nicht richtig einordnen. Bei der Ejakulation habe ich auch starkes Brennen und es kommt mir so vor als wenn alles innen stecken bleibt und nur zögelich zum Vorschein kommt. Manchmal glaube ich schon das da auch die Psyche mitspielt. Trotdem haben mich Deine Worte wieder etwas aufgefrischt. Ich warte jetzt auf Mittwoch und möchte endlich , wie auch immer, ein Ergebnis. Ich wünsche eine schöne Woche. Gruß Frank

Heribert
25.02.2013, 10:08
Hallo Frank,

bei einer entzündlichen Veränderung der Prostata können auch, vor allem nach einer bereits stattgehabten Biopsie, anaerobe Keime eingeschlept worden sein, die von Gyrasehemmern wie Ciprofloxacin nicht erfasst werden. Außerdem ist bei solchen entzündlichen Prozessen das CRP (C-reaktives Protein) ein relativ verlässlicher Marker zwischen einer Entzündung und einer Hyperplasie eine Ausgrenzung vornehmen zu können.
Lies mal bitte im Forumsextrakt (http://www.prostatakrebse.de/informationen/lbs-index.html) bei "Prostatitis" nach.

Wenn das alles berücksichtigt ist, wirst Du um eine erneute Biopsie nicht herum kommen.

Gruß Heribert

tom aus lu
25.02.2013, 14:38
Hallo Frank,

vor einer erneuten Biopsie sollte auf jedem Fall die Entzündung im Griff sein. Falls diese definitv von der Prostata kommt hat Heribert ja schon auf die anaeroben Erreger aufmerksam gemacht. Diese werden all zu gerne übersehen, da in der Regel keine Erregerkultur angelegt wird um zu sehen mit welchen Bakterien man es wirklich zu tun hat.

Daher sollte bei einer Entzündung der Prostata ein Erregernachweis erfolgen. Danach gezielt eine Langzeitantibiose mit passendem Antibiotikum unter regelmäßiger Blutbild- und PSA Kontrolle.

Wenn dann noch eine Biopsie notwendig wird, achte darauf diese unter klinischen Bedingungen durchführen zu lassen. Sprich vorherige Entleerung des Darmes und ausreichend Tamponate mit einem Antiseptikum (z.B. Braunol). Falls vorher ein resistenter Erreger nachgewiesen wurde, wäre eine perineale Biopsie zu diskutieren.

Alles Gute!

Tom

Frank1958
25.02.2013, 16:55
Hallo Heribert und Tom, ich danke Euch sehr für Eure Beiträge und werde diese Möglichkeiten auf jedenfall ansprechen. Ich nehme nun seit letzten Dienstag Ciprofloxacin. Mein Eindruck ist, das ich bisher keine Veränderung feststelle. Soll ja am Mittwoch wieder nach Würzburg in die Klinik zur Biopsi. Werde vorher das Gespräch suchen. Ich wünsche Euch einen schönen Tag .

Frank1958
04.03.2013, 11:48
Hallo an alle, will Euch weiterberichten. War am 27.02. zur Biopsi in Würzburg. Sehr sehr gute Team dort. Absolut kompetent und ruhig. Haben mir alles langsam und verständlich erklärt vor der Biopsi. Entzündungsparameter im Blut waren wieder ok. Habe dann eine Betäubung der Prostata (Spritze) bekommen. Danach noch ein Beruhigungsmittel in die Vene(da war mir alles Wurst) Nach Erholung und Kontrolle Urin durfte ich gehen. Den Befund sollte ich heute erfragen. Nun bekam ich die Auskunft das die Proben weiter in der Pathologie untersucht werden müssen. Ich bekomme dann in einigen Tagen bescheid. Ich dreh durch so langsam, rutsche hin und her..... was solls ich muss warten und hoffen. Gruß an alle. Frank

Frank1958
13.03.2013, 11:09
Nicht das Ihr meint ich hätte vergessen zu berichten. Nein ich habe immernoch kein Bescheid. Bekam heute einen Anruf, ich möchte mich noch ein paar Tage gedulden. Oha, was ist los mit mir????

Hvielemi
13.03.2013, 12:13
Nicht das Ihr meint ich hätte vergessen zu berichten. Nein ich habe immernoch kein Bescheid. Bekam heute einen Anruf, ich möchte mich noch ein paar Tage gedulden. Oha, was ist los mit mir????

Lieber Frank

Ich vermute, die haben deine Biopsate verloren, verwechselt oder sonstwie ver ...
Nun suchen die oder versuchen, die Proben zweifelsfrei den richtigen Patienten zuzuordnen
bevor sie dich schlimmstenfalls zu einer zweiten Biopsie aufbieten müssten.

Eine ganz banale Sache, Vertuschung eben.
Ich hoffe, dass Du mit einem glaubwürdigen Ergebnis aus dieser dummen Angelegenheit rauskommst.

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad

Frank1958
13.03.2013, 17:55
Die Vermutung baut sich bei mir auch gerade auf. Ich bin nicht gerade erbaut von dem Gedanken eine dritte Biopsi hinter mich zu bringen. Aber anders herum möchte ich natürlich wissen woran ich bin. Bis dann, Lg

Frank1958
21.03.2013, 17:20
Hallo an alle. Ich bekam einen Anruf von meinem behandelnden Urologen, das heißt einer seiner Mitarbeiterinnen. Ich möchte mich bitte zur Besprechung des Befundes am 3.4.13 in der Praxis vorstellen. Bis dahin soll ich mich gedulden. Ich werde morgen bis zum 02.04.13 mit meiner Frau verreisen. Brauche mal ein bischen andere Luft. Ich berichte dann weiter. Gruß an alle.

Hvielemi
21.03.2013, 21:15
Ich werde morgen bis zum 02.04.13 mit meiner Frau verreisen.
Brauche mal ein bischen andere Luft.
Ich berichte dann weiter.

Ich wünsche Euch beiden, dass ihr die Luftveränderung einigermassen unbeschwert geniessen könnt.

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad

W. Werner
21.03.2013, 22:08
Der Befund ist also nicht an Dich, sondern an Deinen Uro gegangen? Und hat für diesen Weg 3 Wochen gebraucht?? Der Uro braucht nochmal 2 Wochen, um mit Dir das Ergebnis zu besprechen??? Für meine Begriffe ein paar Fragezeichen zu viel, die Du hinterfragen solltest: Es ist absolut nicht nachvollziehbar, wie man Dich so lange im Ungewissen lassen kann!!! Es sei denn, es wurde bei der Biopsie wieder nichts gefunden, aber das hätte man Dir auch längst schonmal am Telefon sagen sollen - auf solch einer Auskunft mußt Du bestehen!
Entspanne Dich gut, am besten mit dem Geld für Histoscanning: Ich bin in eine renommierte Klinik zwecks Histoscan, die mir aber davon abgeraten (!) hat, obwohl sie es anbietet: Die Erfahrung aus 150 Histoscans zeige zu viele Ungenauigkeiten (z. B. "Befund links" lt. Histoscan, nach RPE "Befund rechts").

LG

Wolfgang

Frank1958
22.03.2013, 06:14
Ich wünsche Euch beiden, dass ihr die Luftveränderung einigermassen unbeschwert geniessen könnt.

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad


Lieber Konrad, ich danke dir für die guten Wünsche. Ich bin wieder irgedwie einigermaßen runtergefahren. Ich gehe nämlich davon aus, dass es nicht sooo schlimm sein kann auf Grund dieses langen Zeitraumens. Natürlich weiss ich auch , dass es nur ein AUfschub sein kann. Viele viele haben ja mehrere Biopsien hinter sich bis etwas gefunden wurde. Mein PSA ist ja nicht runtergegangen und wird auch von mir beobachtet. Nun erst einmal Urlaub und dann sehen wir...... Liebe Grüße Frank

Frank1958
22.03.2013, 06:18
Hallo Wolfgang, auch ich finde diese ganze Sache etwas eigenartig. Von dem Histoscanning wurde auch mir vom Arzt abgeraten. Er meinte auch, zu ungenau. Dieses Geld werde ich wie von Dir vorgeschlagen verprassen. Liebe Grüße Frank

Frank1958
05.04.2013, 12:41
Hallo an alle. Zitat aus meinem Befund. 1-12 Prostatastanzbiopsate aus beiden Seitenlappen (laut klinischen Angaben) miteiner adenomyomatösen Prostatahyperplasie und leichten chronischen Prostatitis. Fokale Basazellhyperplasie. An zwei Stellen (Stanze 3 und4) finden sich ganz einzelne ,etwas unregelmäßige Drüsenformationen mit hellerem Zytoplasma ohne sichere basale Zelllage. Zur Differenzialdiagnose einer hellzellingen Metaplasie gegenüber Infiltraten eines Corcinoms werden wir sicherheitshalber ergänzende immunhistochemische Zusatzuntersuchungen durchführen. Ein Nachbericht folgt.
Zusatzbericht.
In der Zwischenzeit liegen uns die immunhistochemischen Zusatzuntersuchungen vor. In den zwei im Vorbefund beschriebenen Stellen in den Stanzbiopsaten der Fraktion 3 und 4 zeigt sich mit den Basazellmarkern p63 und 34ßE12 eine durchgehende Positivität neben einer fehlenden Expression von AMACR. Zusammenfassend sprechen die Befunde für eine hellzellige Metaplasie.
Abschließende Begutachtung
1-12 Prostatastanzbiopsate aus beiden Seitenlappen (laut klinischen ANgaben) mit einer adenomatösen Prostatahyperplasie und leichtchronischen Prostatitis. Fokal stellt sich eine Basazellhyperplasie und hellzellige Metaplasie dar. Kein ANhalt für Malignität.

So das war der Text der beiden Berichte. Finde ich nicht unbedingt befriedigend, da meine PSA Werte weiter steigen auf jetzt 8,34 . Wie gehts weiter? Laut URO engmaschige Kontrolle und gegebenenfalls eine Wiederholung der Biopsi. Nun weiss ich mittlerweile, dass bei vielen erst nach der 3. oder 4. Biopsi etwas gefunden wurde. Also werde ich weiterhin wachsam sein. Lieben Gruß an alle.
Konrad , danke für die Tips. Bin nicht so technisch bewandert.
Hartmut, Dir wünsche ich das Allerbeste für die bevorstehnede Operation. Ich drück Dir alle Daumen die mir zur Verfügung stehen. Bis bald und Ahoi

Hartmut S
05.04.2013, 13:37
Lieber Frank,
<o:p></o:p>
nicht befriedigend, aber doch auch nicht so schlecht!
Das der PSA-Wert wieder gestiegen ist, würde mich auch beunruhigen.
Du weißt aber auch, dass das PSA andere Ursachen haben kann.
Ich als Laie sage mal, das ergibt sich sicherlich aus dem Bericht und Zusatzbericht, der ja wohl nicht das Schlimmste hervorgebracht hat.
Ich finde es sehr gut, dass du dir Gedanken über die Entwicklung des PSA-Wertes machst.
Ich habe meinen PSA-Wert, wegen meiner Retroperitoneale Fibrose (Morbus Ormond) und dem Clusterkopfschmerz (Bing Horton), leider zu spät erfassen lassen. Ich hatte damals andere Sorgen.
Trotzdem solltest du nun nicht alles überbewerten.
Selbst wenn der Arzt erst nach der 5 Biopsie etwas findet, bist du sicherlich besser dran als andere, oder als ich.
Über mich werde ich später noch im anderen Tread berichten.
<o:p></o:p>
Ich hoffe, du wirst schnell eine bessere Einschätzung der mit fundiertem Wissen behaftete Mitglieder dieses Forums erhalten.
Ich bin da nur ein kleines Trostpflaster.
Genau der, den du versucht hast zu beruhigen.
Dafür bin ich dir sehr dankbar.
<o:p></o:p>
Gruss
Hartmut
(insbesondere auch an Horst)

Frank1958
06.04.2013, 10:48
Hallo Hartmut, Du hast natürlich Recht damit das andere und auch im besonderen Du schlechter dran sind. Dem stimme ich voll und ganz zu. Nicht zustimmen kann ich allerdings mit dem Satz von Dir Ich bin nur ein kleines Trostpflaser ,
Du bist viel größer als DU denkst. Und auch ich gebe die Dankbarkeit an Dich zurück und wünsche noch einmal alles Gute für Deine OP. Wir werden uns wiederhören (oder lesen) Liebe Grüße auch an Deine Frau

Ich wünsche dir, dass jeder Tag Kraft bringt, Sonnenschein und Lachen.

PeterP
08.04.2013, 23:58
Hallo Frank,
ich hatte ja schon anfangs meine Zweifel, ob Dein PSA überhaupt von einem PCA erzeugt wird. Die Passage Deines Befundes: " ....mit einer adenomatösen Prostatahyperplasie und leichtchronischen Prostatitis. Fokal stellt sich eine Basazellhyperplasie und hellzellige Metaplasie dar. Kein Anhalt für Malignität." müsste Dir doch wie Musik in den Ohren klingen.
Prostatitis und Prostatahyperplasie können kräftig PSA erzeugen und das auch mit heftigen Schwankungen. (Dein PSA war im Feb. auf 8,6). Unbehandelt darf das jedoch nicht längere Zeit bleiben. Wenn Medikamente und Antibiotika keine Wirkung haben, würde ich mich auf naturheilkundliche und ganzheitliche Anwendungen konzentrieren. Z.B. hat der Tee des kleinblütigen Weideröschen's schon ganz beachtliche Erfolge gehabt. Die Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper und die kritische Hinterfragun der Zahngesundheit sollte auch beachtet werden. Unser Organismus ist ein sehr komplexes Gebilde und die Ursachen von Erkrankungen oder Entzündungen sind oft sehr versteckt.
Viele Grüße,
Peter

Kimba2410
09.04.2013, 09:18
Hallo Werner,

mir ist geraten worden ein Cholin-PET-CT machen zu lassen, dies sei genauer?
LG
Fritz

PeterP
10.04.2013, 14:08
Hallo Fritz,
auch ich bin ein absoluter Befürworter der PET-CT. Aber man muß auch beachten, wo die PET-CT ihre Grenzen hat. Das Prinzip der PET besteht ja darin, daß erhöhter Stoffwechsel dargestellt wird. Das ist bei Krebszellen zwar der Fall und begründet die Zuverlässigkeit der PET, aber man muß beachten, daß auch Entzündungen oder entzündete Bereiche einen erhöhten Stoffwechsel haben und daher zu falsch-positiven Darstellungen führen können.
Im Falle von z.B. jetzt bei Frank müsste also zuerst dafür gesorgt werden, das die Entzündung der Prostata abgeklungen ist. (Gleiches gilt auch nach einer Biopsie).
Solche Falsch-Darstellungen können übrigens auch beim Skelettszintigramm passieren. Mir wurden einmal vorn an zwei Rippen Knochenmetastasen diagnostiziert. Nachdem ich nach dem Schock wieder klar denken konnte, fiel mir ein, daß es Monate davor bei einem Sturz mit dem Snowboard an dieser Stelle kräftig geknackst hatte....
Viele Grüße,
Peter