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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuer Fall - aus Sachsen



BertBredow
25.04.2013, 20:26
Hallo,
nach erfolgreicher Registrierung heute mein erster Beitrag.
Gelesen habe ich hier schon seit einigen Tagen.

Meine Diagnose PK erhielt ich heute vor einer Woche.
PSA-Wert jetzt 4,1, vor 4 Jahren lag er um 2.
Biopsie gemacht, 1 von 12 Proben war "positiv".
Jetzt muss ich erst mal die weiteren Untersuchungen abwarten, Gleason-Score kenne ich noch nicht.
Knochenszintigrafie wurde gemacht und MRT des Beckens kommt noch.
Ich rechne aber da mit keinen brauchbaren Erkenntnissen.
Alter 55, Gewicht 73kg, keine Krankheitsvorgeschichte jeglicher Art, keine Beschwerden, außer schwacher Urinstrahl.

Sobald die Befunde beim Urologen sind, sollen die nächsten Schritte geplant werden.
Ich werde mich dann wieder hier melden.

Ich habe hier von viel dramatischeren Krankheitsbildern gelesen, mit extrem höheren PSA-Werten bzw. Biopsieergebnissen.
Daher vermute ich, dass mein PK noch ziemlich unausgebildet sein kann, wie auch immer man sowas beschreiben kann.
Welche Therapie, wenn überhaupt nötig, ratet ihr mir?

LudwigS
25.04.2013, 21:50
Welche Therapie, wenn überhaupt nötig, ratet ihr mir?

Kommt darauf an, wie alt du werden willst.
Jeder, der Prostatakrebs hat, wird daran sterben - wenn er denn lang genug lebt.

Zur Zeit kannst du sinnvoll noch alles machen.
Das muss nicht so bleiben.

Schäden hinterlässt jede Therapie.

Die eine mehr, die andere weniger, die eine sofort, die andere schleichend.

Was man machen sollte, hängt von den individuellen Bedürfnissen und familiären Bedingungen ab.

Nun weisst du alles - und nichts :)

Gruss Ludwig

BertBredow
26.04.2013, 21:17
Ja, dass PK keine Mandelentzündung ist, war mir schon klar.
Aber wahrscheinlich habe ich die ganze Tragweite der Erkrankung noch nicht begriffen und verarbeitet.
Deswegen habe ich ja auch den Weg über dieses Forum genommen, um mich über die Erkrankung zu informieren und mitzuteilen.
Ich denke, ich stehe erst am Anfang.

Frank1958
26.04.2013, 22:30
Hallo Bert, ich denke Du wirst ganz alleine entscheiden müssen wie es bei Dir weitergeht. Warte erst einmal den Gleason Score ab. Wichtig wäre meiner Ansicht nach auch noch eine zweite oder gar dritte Meinung einzuholen. Sicher wirst Du mehrere Vorschläge bekommen, wie es weitergehen soll. Überschlage nichts. Nimm Dir die Zeit (die hast Du auch) über alles Informationen einzuholen. PC ist in den allermeisten Fällen ein sehr langsam wachsender Krebs. Du hast also mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit noch viele viele Jahre mit einer guten Lebensqualität vor Dir. Das wünsche ich Dir auch. Gruss Frank

killertriz_248272
29.04.2013, 16:58
Eine informative Seite, die dich im Thema Prostatakrebs/-entzündung aufklären kann... http://xn--prostataentzndung-e3b.info

Hvielemi
29.04.2013, 18:53
Welche Therapie, wenn überhaupt nötig, ratet ihr mir?

Lieber Bert

Da läuft noch eine Menge Diagnostik.
Die solltest Du abwarten, bevor Du über Therapien nachdenkst.
Nicht jeder Prostatakrebs bedarf sogleich der Therapie. Oft ist es
sinnvoll, die Sache erst mal zu beobachten.
Die bisherigen Ergebnisse, also nur eine Stanze von zwölf positiv
und eine lange Verdoppelungszeit des PSA lassen erst mal auf
ein wenig dramatisches Geschehen schliessen.
Das lässt dir Zeit, in Ruhe die Berichte zu sammeln und zu
bewerten.
Das wichtigste ist die Kenntnis des Gleason-scores und des
Stagings. Das sind Aussagen über die Agressivität und die Ausdehnung
des Tumors. Je nach dem könnte auch eine DNA-Zytologie hilfreich sein.

Bis diese Daten zusammen sind, solltest Du mal in Ruhe die
Patientenleitlinie_Prostatakrebs_1 durchlesen ('tschuldigung, kein Link,
kannst aber schnell ergoogeln) da steht viel drin, was dir hilft, die
noch ausstehenden Informationen einzuordnen.

Hier kann dir besser, mit weniger Allgemeinplätzen geholfen werden,
wenn mehr Information vorliegt. Eine Zusammenfassung im
Profil ist dabei hilfreich.

Carpe diem!
Hvielemi

Hartmut S
29.04.2013, 20:44
http://www.krebsgesellschaft.de/download/2009-pl-pca.pdf

BertBredow
02.05.2013, 12:51
Hallo,
danke für die Mitteilungen.

"...Das wichtigste ist die Kenntnis des Gleason-scores und des
Stagings. ..."
Diese Daten werde ich mir auch besorgen, wenn sie so wichtig sind.
Überstürzen tue ich nichts. Erst mal Diagnose, dann ausführliche Beratung und Recherche.
Ich melde mich dann.
Bert

BertBredow
27.05.2013, 20:31
Hallo,

es gibt neue Informationen zu meinem "Fall".
Zusammenfassung:
PSA-Wert jetzt 4,1
Biopsie gemacht, 1 von 12 Proben war "positiv"
Gleason Score 6 (3+3)
T1c N0 M0
Ganzkörperskelettszintigraphie: kein Anhalt für Metastasen
MRT Becken/Prostata: Größe 4,4x3,1x4,2, TZ geringgradig vergrößert
keine sichere herdförmige hyperintense Läsionen.
keine eindeutige Index-Läsionen nachweisbar.
dann noch weiterer Beschreibungen:
-lediglich an der Spitze der TZ kranial, die etwas in die Blase hineinragt, ist eine spotartige Kontrastmittelaufnahme erkennbar, hier liegt offensichtlich ein Anschnittsphänomen des Musculus sphincter internus bzw. des Blasenbodens vor.
-symmetrische kleine Lymphknotenketten im Bereich der iliakalen externen Lymphknotengruppe und multiple kleine inguinale Lymphknoten. Links ist zusätzlich ein 8mm LK im proximalen Drittel der externen iliakalen Lymphknotengruppe erkennbar.
Fazit: Ohne Nachweis einer sogenannten Index Läsionen innerhalb der Prostata fällt ein etwas linksbetonter grenzwertiger Lymphknoten der proximalen iliakalen externen Lymphknotengruppe auf.

Was heißt das auf deutsch?

Der Arzt rät zur Entfernung der Prostata.

Urologe
28.05.2013, 11:47
Mit PSA 4.1, nur 1/12 Stanzen positiv bei Gleason 3+3
sind auch die Optionen active surveillance und Brachytherapie als gleichwertig zu sehen.
Sicher hat die OP die höchste Heilungsrate, aber in Ihrem Falle auch die (relativ) höchste
Nebenwirkungsrate

Hvielemi
29.05.2013, 17:36
PSA-Wert jetzt 4,1
Biopsie gemacht, 1 von 12 Proben war "positiv"
Gleason Score 6 (3+3)
T1c N0 M0

Siehste Bert, mit etwas Datenmaterial wird die Sache schon viel klarer, und
Du hast hier sogar ärztlichen Rat bekommen. Dank Hartmut bist Du ja auch
im Besitz der Patientenleitlinien, in denen Du nun nachlesen kannst.
http://www.krebsgesellschaft.de/down...009-pl-pca.pdf (http://www.krebsgesellschaft.de/download/2009-pl-pca.pdf)

Zur Brachytherapie,
als wohl bequemste und auch erfolgversprechende Variante auf S. 44ff

und zur Aktiven Überwachung (Active Surveillance AS) auf Seiten 48ff:

ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Krebs langsam oder gar nicht
wachsen und nicht metastasieren wird, sehr hoch. Deshalb ist keine Notwendigkeit
gegeben, sofort eine aktive Behandlung einzuleiten. Solange der Tumor keine
Anzeichen von Wachstum (Progress) zeigt, kann Ihnen der Arzt die beeinträchtigenden
Nebenwirkungen von Operation oder Bestrahlung ersparen.Klingt fantastisch, diese Chance zu haben und eine Therapie samt ihren Nebenwirkungen
überhaupt zu vermeiden, oder doch um Jahre hinausschieben zu können.
Der Pferdefuss wird allerdings auch gleich genannt:

Die Gefahr eines solchen Vorgehens besteht darin, dass ein
Fortschreiten des Tumors zu spät erkannt wird
Deshalb braucht es für AS ein gesundes Selbstbewusstsein, denn nicht jeder kann
mit einem Krebs im Unterleib auf Dauer gut schlafen. Allerdings kann man sich
bei AS jederzeit umentscheiden und zur OP oder Radiatio greifen. Umgekehrt
geht das naturgemäss nicht.


Der Arzt rät zur Entfernung der Prostata.
Was die OP bzw. RPE angeht:
Sicher kann man das machen, aber ich finde es etwas dünn von Deinem Arzt, dass
der einfach zur OP rät, ohne die breite Palette der Möglichkeiten darzulegen, die
in Deinem Fall zur Verfügung stehen. Doch entscheiden musst Du schlussendlich selbst.
Als informierter Patient kannst Du das besser, als mit blindem Vertrauen auf den
allerersten Rat.

Carpe diem!
Hvielemi

tom.riemer
29.05.2013, 20:25
Schau mal unter fokale Therapie bei der Martini Klinik Hamburg nach.
Da wird nur ein Teil der Prostata behandelt.
Das geht aber nur im frühen Stadion, bei mir waren von 16 Proben 4 positiv.
Diese Methode geht wohl nur bei max 2 positiven Proben.
Es sind da aber div. Voruntersuchungen nötig.
Ich habe mich damit dann leider nicht mehr befasst - ob das was ist kann ich leider auch nicht sagen.
Evt. kennt sich ja noch jemand vom Forum damit aus.

Alles gute

Tom

Hvielemi
29.05.2013, 20:47
Schau mal unter fokale Therapie bei der Martini Klinik Hamburg nach.


Guck: http://www.martini-klinik.de/behandlung/fokale-therapie/

Wirkt auf den ersten Blick faszinierend.
Da müsste man sich im Rahmen der erwähnten Studie therapieren lassen,
was anschliessend wohl ein ähnliches Protokoll wie AS beinhalten würde.

http://www.martini-klinik.de/uploads/pics/Fokale_Therapie_martiniklinik.jpg

Zuvor aber sicherstellen, ob und mit welcher Zweittherapie ein allfälliges
Versagen dieser Blutgefässe-Zukleberei korrigiert werden könnte.

Carpe diem
Hvielemi

BertBredow
31.05.2013, 12:48
Hallo,
Rat beim behandelnden Professor eingeholt, eine Stunde miteinander gesprochen, er rät zur OP.
Auf Grund meiner körperlichen Verfassung und Lebenserwartung ( 55 Jahre, Gewicht 73kg, Größe 178, nie Beschwerden jeglicher Art gehabt), wäre eine offene OP die beste Lösung.
Haben auch über andere Wege gesprochen, Bestrahlung, Seed, Warten usw.
Auch wurde ich auf Risiken wie Inkontinenz und die bleibende Impotenz gesprochen. Aufklärungsgespräch war sehr offen und hilfreich.

Jetzt muss ich Abwägen zwischen Lebensqualität ( mache ich nichts und werde vielleicht ohne Beschwerden alt, vorausgesetzt, der Krebs ist nicht aggressiv) oder ich mache die OP, bin den Krebs los, muss aber dann die "Lebensqualität" wie Sex und Nachwirkungen Inkontinenz in Kauf nehmen.

Ich habe mir eine Frist gesetzt.
Irgendwann muss ich mich entscheiden, das wird nach meinem Urlaub Anfang August geschehen.
So oder so.


Habe mich auch unter http://www.myprostate.eu/?req=user&id=520 angemeldet.

Hvielemi
31.05.2013, 13:06
Hallo,
Rat beim behandelnden Professor eingeholt, eine Stunde miteinander gesprochen, er rät zur OP.

Damit bist Du auf der sicheren Seite.
Der Prof. wird Dich auch über die möglichen Nebenwirkungen aufgeklärt haben.

Carpe diem!
Hvielemi

BertBredow
01.06.2013, 17:45
Hallo,
danke für die Ratschäge und Hinweise hier im Forum, ob als Forumsbeitrag oder PN.
Es ist schön, wenn man sich nicht alleine fühlt.
Habe jetzt meine Arzttermine in http://www.myprostate.eu/?req=user&id=520 vervollständigt.

Ich muss jetzt auch meine psychischen Probleme in den Griff bekommen, denn der Krebs ist jetzt immer allgegenwärtig in meinem Kopf.
Dann muss ich ich noch lernen, dass es auch nicht "ich" habe Krebs heißt, sondern"wir", meine Familie und ich.

uwes2403
01.06.2013, 18:11
Hallo,
Ich muss jetzt auch meine psychischen Probleme in den Griff bekommen, denn der Krebs ist jetzt immer allgegenwärtig in meinem Kopf.


Moin nach Läiptsch...

das kann ich gut nachvollziehen - aber vielleicht wird es etwas leichter, wenn Du Dir vergegenwärtigst, dass Deine "Ausgangsvoraussetzungen" durchaus auf Heilung hoffen lassen ?
Versuche soviel Normalität wie möglich weiterzuführen, das hat mir geholfen und beschäftigt den Kopf mit anderen Dingen.

Alles Gute aus Hamburg

Uwe

Hvielemi
01.06.2013, 19:45
Habe jetzt meine Arzttermine in http://www.myprostate.eu/?req=user&id=520 vervollständigt.

Ich muss jetzt auch meine psychischen Probleme in den Griff bekommen, denn der Krebs ist jetzt immer allgegenwärtig in meinem Kopf.
Dann muss ich ich noch lernen, dass es auch nicht "ich" habe Krebs heißt, sondern"wir", meine Familie und ich.

Bei diesem sehr flachen Verlauf solltest Du vor dem Entscheid noch mindestens einen, besser zwei PSA-Werte messen:
http://www.myprostate.eu/module/psa_value/image/d1f14c33c9bf2af267deaf5744fe6fb8.png
Selbst bei Berücksichtigung eines PSA-Grundwertes durch BPH von sagen wir mal
2008 1.5ng/ml und 2013 2ng/ml (PSA[BPH]-VZ ca. 10 Jahre) wäre eine
PSA[PCa]-Verdoppelungszeit von ca. 3 Jahren gegeben. Der Wert von 4.2 ist ohnehin
zu streichen, weil ja daraufhin ein Abfall stattfand, der ist aber ausgeschlossen bei Krebs.
Du hast zur Zeit zu wenige Hinweise zur Aggressivität Deines Krebses.

Die RPE hab ich oben als "die sichere Seite" bezeichnet, doch den Hinweis auf die möglichen,
aber keineswegs sicheren Nebenwirkungen hab ich vielleicht etwas zu dezent plaziert.

Psyche:
Klar, Krebs macht Angst; Du möchtest den Krebs aus der Seele haben und auch die Familie
davon entlasten, also soll er raus.
Aber Du hast mit grosser Gewissheit Zeit, was anderes zu versuchen, um dieses oberste Ziel
zu erreichen. Stiege etwa nach Seeds oder dieser Fokalen Therapie der PSA wieder, hättest
Du immer noch die Möglichkeit der RPE.
Je nach Ergebnis der kommenden PSA-Messungen wärst Du gar ein Kandidat für AS!

Ich glaube nicht, dass Du "mit Krebs leben musst", und auch nicht, dass Heilung nur (aber auch)
über eine RPE zu erreichen sei. Es hat im Gegenteil "gerade Dich erwischt", zwischen allerlei
Optionen mit mehr oder weniger NW wählen zu können, um mit guter Wahrscheinlichkeit zur
Heilung zu gelangen. Jetzt scheint es Dir am einfachsten, rauszuschneiden, was raus muss, später
vielleicht wirst Du das Organ vermissen. Rausgeschnitten ist schnell, aber unwiederbringlich.

Nimm Dir die Zeit, um rauszufinden, welche Alternativen auch gute Heilungschancen haben
und ob Dein Krebs überhaupt jetzt therapiert werden muss.

Steh gegen den Krebs-Stress auf und sprich mit dem Tumorboard einer Klinik, die Alternativen
zu bieten hat. Da sollten Vertreter der möglichen Therapien gemeinsam mit Dir den Fall besprechen.
Steh das durch, dann bist Du Dir deines Entscheides gewiss, egal, wie er aussieht. Hinterher
wirst Du weniger Verunsicherung haben, wenn es, auch im Falle einer RPE, nicht ideal laufen sollte.

Carpe diem!
Hvielemi

Pierrot
02.06.2013, 10:56
Hallo BertBredow

Ich bin sehr froh, dass ich Dich per PN aufgefordert habe, Deine Geschichte und Werte bei www.myProstate.eu (http://www.myProstate.eu) einzutragen. Dabei habe ich Dir geschrieben:


"Es stört mich immer wieder, wenn aufgrund eines einzigen PSA-Wertes eine Biopsie gemacht wird resp. eine Therapieentscheidung gefällt werden sollte.

Kommt hinzu, dass die Bewertung des Gleason-Scores mehr subjektiv als objektiv ist und öfters "aus Sicherheitsgründen" schlechter beurteilt wird.

Wenn Du meine Geschichte liest
http://www.myprostate.eu/?req=user&id=8 (http://www.myprostate.eu/?req=user&id=8)
dann siehst Du, dass ich mich bis jetzt einer Biopsie wiedersetzt habe. Dies obwohl mein Vater mit 74 an PK gestorben ist.
Ich musste damals vor einigen Jahren davon ausgehen, dass ich möglicherweise PK haben könnte, doch wollte ich nichts überstürzen.

Da aufgrund Deiner Daten Du auch nicht überstürzt handeln solltest, würde ich Dir folgendes empfehlen:
- Lasse Deinen PSA-Wert in den nächsten 3-5 Monaten regelmässig messen (alle 1-2 Monate). Beachte dabei dieses Merkblatt
http://www.myprostate.eu/upload/document/1_fd0eb9905324d6b953c7b2acacd91636.pdf (http://www.myprostate.eu/upload/document/1_fd0eb9905324d6b953c7b2acacd91636.pdf)
Ich lasse mir immer morgens um 8 Uhr das Blut nehmen.

- Lies mal diesen Beitrag betr. PSA-Alert
http://www.myprostate.eu/upload/document/2_127fa22c9ea0e8d17e40018987061948.pdf (http://www.myprostate.eu/upload/document/2_127fa22c9ea0e8d17e40018987061948.pdf)

- Lasse, wenn Du mindestens 3 Werte hast, Herrn Glättli mittels PSA-Alert Deine Verdoppelungszeit ausrechnen. Je mehr Werte Du hast und je grösser der Zeitraum, desto aussagekräftiger ist die Verdoppelungszeit.

Erst dann würde ich eine Therapieentscheidung treffen. Wenn die Verdoppelungszeit über 3 Jahre ist, dann würde ich persönlich Active Surveillance wählen."


Ich meine, dass diese Ausführungen auch für andere Neulinge von Interesse sind, weshalb ich diese hier nochmals wiedergebe.

Wie sich nun herausstellt, beträgt Deine Verdoppelungszeit rund 6 Jahren und wenn man den geschätzten BHP Beitrag herausrechnet, wie dies Hvielemi gemacht hat, dann sind es immer noch mehr als 3 Jahre.

Da die letzte PSA-Bestimmung bereits 4 Monate alt ist, empfehle ich Dir als nächsten Schritt in ca. einer Woche den aktuellen PSA-Wert bestimmen lassen und dabei die Verhaltensregeln vorher einhalten. Bleibt die Verdoppelungszeit mehr oder weniger konstant und bleibt diese über 3 Jahre, dann kann Active Surveillance eine Alternative sein. Dann sollten halt alle 3 Monate der PSA-Wert und die Verdoppelungszeiten neu bestimmt werden. Und eine regelmässige DRU sollte auch nicht vergessen werden.

Eine Berechnung der Verdoppelungszeiten inkl. Vergleichsgeraden durch Herrn Glättli, der dabei auch das Prostatavolumen und das Alter mit berücksichtigt, wäre für Dich übrigens unentgeltlich.

Gruss
Pierrot

Pierrot
02.06.2013, 16:27
Nachtrag

Bitte den nächsten PSA-Wert unbedingt vom gleichen Labor bestimmen lassen. Denn von Labor zu Labor gibt es erhebliche Unterschiede, wie mein Beitrag vom 17.11.10 hier
http://www.myprostate.eu/?req=user&id=8&page=report
zeigt. Solche Differenzen haben natürlich einen signifikanten Einfluss auf die Berechnung der Verdoppelungszeiten.

Gruss
Pierrot

Hvielemi
02.06.2013, 16:42
Bitte den nächsten PSA-Wert unbedingt vom gleichen Labor bestimmen lassen. Denn von Labor zu Labor gibt es erhebliche Unterschiede, ....
Solche Differenzen haben natürlich einen signifikanten Einfluss auf die Berechnung der Verdoppelungszeiten.


Zur Illustration ein jüngst erlebtes Intermezzo, das mir ganz schön an die Nieren ging:

... eines nach dem Anderen:
Nur 6 Tage nach dem letzten PSA von 0.15 ng/ml hab ich schon 0.24!
Das ist extrem, also häng ich mich ans Telefon, um schliesslich herauszufinden,
dass Unilabs in Zürich ein anderes Verfahren zur PSA-Bestimmung haben, als
Unilabs in St. Gallen, wo der vorherige Wert herstammte.
Uff, Erleichterung!

Nun begebe ich mich zum Hausarzt, mittlerweile am 16. April für eine
erneute PSA-Bestimmung, diesmal in St. Gallen, also im gleichen
Unilabs-Labor wie der Wert vom 05. April.

Am Freitag dann die Teil-Entwarnung:
Trotz doppelter vergangener Zeit ist der Wert 2.0ng/ml. Damit ist die
VZ nicht 10 Tage, sondern immerhin ein Mond-Monat.

Carpe diem!
Hvielemi

BertBredow
10.06.2013, 19:39
Schau mal unter fokale Therapie bei der Martini Klinik Hamburg nach.
Da wird nur ein Teil der Prostata behandelt.
Das geht aber nur im frühen Stadion, bei mir waren von 16 Proben 4 positiv.
Diese Methode geht wohl nur bei max 2 positiven Proben.
Es sind da aber div. Voruntersuchungen nötig.
Ich habe mich damit dann leider nicht mehr befasst - ob das was ist kann ich leider auch nicht sagen.
Evt. kennt sich ja noch jemand vom Forum damit aus.
Alles gute
Tom

Hallo Tom,
ich habe die Martini Klinik kontaktiert und bin zurückgerufen worden.
Leider werden für die fokale Therapie keine neuen Patienten mehr angenommen.
Also kommt diese Therapie nicht mehr in Frage.
Ich muss micht eben weiter informieren.
Trotzdem Danke für den Tipp

Grüß aus Sachsen
Bert

BertBredow
22.11.2013, 23:00
Hallo,
mal wieder eine Meldung aus Sachsen.
Ich habe einfach ein halbes Jahr gewartet und nichts gemacht ausser warten.
Aber ich habe Anfang November einen PSA-Test über meinen Hausarzt veranlasst, nicht über meinen Urologen.
Resultat: PSA-Wert 2,3
Was nun?
Mein Letzter PSA-Wert war bei 4,2 im April und Biopsie 1x 'positiv'
Ich denke mal, ich warte weiter, oder? Der Krebs ist trotzdem da.

Sterben werde ich sowieso, wie jeder Mensch, ob nun bei einem Unfall, an Krebs(lol) oder weil es irgendwann passiert.
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