PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hormonspritze (Zoladex) auch wenn PC hormonrefraktär?



dorschowa
15.10.2006, 16:50
Hallo,
bin 65J, Status 2004 bei radikaler Prostatektomie pT4, PN1, R1, Gleason 5+3=8. PSA nach OP=30,8; bei OP 10 Lymphk. mit Metastasen.
Bekomme Chemo (Taxotere ) seit Mitte 2005 (bisher 20 mal).
Seit 2004 Zoladex; nach 8 Monaten war PC leider hormonrefraktär; bekomme jedoch alle 3 Monate weiterhin Zoladex.
Wegen der Metastasen (BWK, Schädel) bekomme ich alle 3 Wochen Zometa.
Meine Frage:
Wer bekommt ebenso diese 3-Monatsspritze Zoladex, wenngleich der PC hormonrefraktär ist?
Wenn ja; warum ?
mfg
dorschowa

BurgerH
15.10.2006, 16:59
Hallo Dorschowa,

man glaubt, dass der Prostatakrebs inhomogen ist, d.h. dass weiterhin auch hormonsensible Zellen, obwohl er hormonrafraktär geworden ist, vorhanden sind.

Deshalb wird heutzutage weiterhin die Spritze mit dem LHRH-Hemmer gesetzt.

Gruß

Hansjörg Burger
SHG Prostatakrebs Rhein-Neckar

HansiB
16.10.2006, 13:02
Hallo dorschowa,

Deine Angaben sind etwas bescheiden. Der GS (postoperativ - um den GS 5+3 zu kontrollieren) wäre von Interesse und die PSA-Entwicklung, vielleicht könntest Du das noch vervollständigen und sonstige Angaben machen.
Woher weisst Du, dass Dein PC nach acht Monaten Zoladex hormonrefraktär ist? Evt. wäre die Umstellung auf ein anderes Medikament zu erwägen.

Reinardo
16.10.2006, 16:16
Hallo. Nach meinem Wissensstand ist Krebs in so fortgeschrittenem Stadium immer inhomogen, sofern durch langdauernde Hormontherapie er nicht homogen gemacht wird, und zwar aneuploid homogen (alles wird Gleason 5). Die Taxotere-Therapie ist wohl richtig, aber den Nutzen von zusätzlich Hormonentzug kann ich nicht erkennen. Sofern ich da richtig liege, könnte Dorschowa die Nebenwirkungen des Hormonentzugs sich doch ersparen.
Gruss und alles Gute, Reinardo

cligensa
16.10.2006, 23:13
Hallo,
bin 65J, Status 2004 bei radikaler Prostatektomie pT4, PN1, R1, Gleason 5+3=8. PSA nach OP=30,8; bei OP 10 Lymphk. mit Metastasen.
Bekomme Chemo (Taxotere ) seit Mitte 2005 (bisher 20 mal).
Seit 2004 Zoladex; nach 8 Monaten war PC leider hormonrefraktär; bekomme jedoch alle 3 Monate weiterhin Zoladex.
Wegen der Metastasen (BWK, Schädel) bekomme ich alle 3 Wochen Zometa.
Meine Frage:
Wer bekommt ebenso diese 3-Monatsspritze Zoladex, wenngleich der PC hormonrefraktär ist?
Wenn ja; warum ?
mfg
dorschowa

Es gibt immer wieder Hinweise darauf, dass ein LH-RH Analogon auch eigene krebsbekämpfende Eigenschaften habe, wohl antiangiogene Effekte, die diese Fähigkeiten der Chemotherapeutika, denen dies Qualität ebenfalls zugeordnet wird, verstärken. Eine Studie, allerdings nur die zu einem Einzelfall aus Ungarn wurde veröffentlicht.
Grüße
Christian

dorschowa
18.10.2006, 18:00
Hallo,
Angaben zum GS postoperativ liegen nicht vor; auch nicht im ~200Seiten OP-Bericht.
Daß der PC hormonrefraktär wurde, steht im Arztbrief. Außerdem fiel der PSA Wert von 30,8 nach der Total OP innerhalb von ca. 8 Monaten auf ~1 und stieg sodann wieder an. Bei PSA 20 wurde somit die Chemotherapie begonnen.
Das was Hansjörg Burger von der SHG Rhein-Neckar schrieb, sagte mir auch der Arzt der Tagesklinik.
Und die Aussage von Reinardo, daß man sich die Nebenwirkungen der Hormonspritze in solch einem Stadium erspren könnte, dachte ich auch, zumal der Nutzen ja nicht einwandfrei bekannt ist. Die Aussage der Ärzte ist auch z.T. konträr.
mfg dorschowa

dorschowa
19.10.2006, 03:17
Hallo dorschowa,

Deine Angaben sind etwas bescheiden. Der GS (postoperativ - um den GS 5+3 zu kontrollieren) wäre von Interesse und die PSA-Entwicklung, vielleicht könntest Du das noch vervollständigen und sonstige Angaben machen.
Woher weisst Du, dass Dein PC nach acht Monaten Zoladex hormonrefraktär ist? Evt. wäre die Umstellung auf ein anderes Medikament zu erwägen.

Hallo,
nachdem ich gestern die 21 Chemo bekommen habe und ich heue nacht noch einmal über Deinen Beitrag nachgedacht.
Wo soll man nun den Krebs bei mir direkt auffinden, nachdem ja bei mir die Prostata bis z.T. der Blase entfernt wurde, um einen GS festzustellen. Ich weiß nicht wie das gehen soll.
Die ersten 5 Chemos waren 154,5mg Taxotere mit schweren Nebenwirkungen (dies war 3 wöchentlich) die anderen sind 80mg und dies wöchentlich.
Gestern stieg der PSA wiederum während der Chemo an. wie es nun weitergeht, weiss ich noch nicht, denn in der Tagesklinik bei uns (also in der Krebsklinik) ist kein Arzt den man fragen kann. Der kommt wenn man Glück hat am morgen zwischen 9 und 10 um die Nadel für die Chemo zu setzen, danach ist kein Arzt da.
Ich hoffe, dass ich die Antwort in den nächsten Tagen per Telefon erfragen kann.
Im übrigen - ich ging immer zur Krebsvorsorge - gehöre also zu den 15%. Doch dies hilf mir auch nicht, denn der Arzt machte keinen PSA Test und ich kannte ihn nicht. Dies war 2003.
mfg dorschowa