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Hirschbub
30.05.2013, 20:42
Hallo, bin 45 Jahre alt und bei mit wurde durch "Zufall"im Rahmen einer PSA Untersuchung ein erhöhter Wert festgestellt
PSA 15,15 4 Wochen später PSA 13,02 - also Biopsie.

Leider fündig in 11 von 12 Proben
Anschließend MRT , CT und diese radioaktive Skelettprüfung - alles ohne Auffälligkeiten
Der Bedunf lautetGleason 3+3
5- 95 % Zylinderbefall (?)J6962/13
lokal fortgeschritten T2c

therapieempfehlung: OP & Entfernung

Habe sehr viel positives aus dem Umfeld von der Martiniklinik in HH gehört, bin aber Kassenpatient und die beteiligt sich nicht, da es sich um eine Privatklinik handelt,
wäre also volle Selbstzahler. HAbe jetzt einen Sprechstundentermin im UKE Hamburg vereinbart und werde mich wohl dort operieren lassen.
Von einem Kollegen wurde mir eine anschließende Reha empfohlen, die ihm sehr geholfen hat (auch psychisch)

So siehts aus. Irgendwelche Tipps oder Besonderheiten zu beachten ?
Irgendwelche Fragen bei der Sprechstunde stellen ?

Gruss aus dem Norden
Frank

Urologe
30.05.2013, 21:48
PSA 13, 11 von 12 Proben befallen, da glaube ich nicht so ganz an Gleason 6,
vor Allem bei dem Alter.
Sie sollten auf jeden Fall darauf achten, dass eine erweiterte Lymphknoten-OP
gemacht wird, denn wenn es im Endbefund in der Tat zu einer Hochstufung
kommt wird die Qualität der Lymphknotenoperation über das Langzeitergebnis
Ihrer Erkrankung entscheiden.
Bei jemandem, der so jung ist wie Sie, sollte die Indikation und Planung 3x
überprüft werden, bevor Sie sich endgültig unter das Messer legen ...

tom.riemer
30.05.2013, 23:49
Hallo Frank,

war auch in der Martini Klinik und bin mehr als zufrieden.

Die haben übrigens auch mit der Techniker Krankenkasse und der DAK eine Vereinbarung.
Habe auch gehört das es mit anderen Kassen Lösungen gibt. Du liegst dann in der UKE Hamburg ( selbes Gelände ) und wirst aber von einem Arzt der Martini Klinik operiert.

Reha hatte ich keine, war nicht nötig. Würde ich mich nach den Empfehlungen der Ärzte richten.

Hoffe, daß alles bei dir gut verläuft.

Tom

uwes2403
31.05.2013, 08:39
Moin Frank,

zur Martiniklinik und der Kostenübernahme diverser gesetzlicher Krankenkassen hat Tom schon etwas geschrieben - hast Du mit Deiner Kasse schon explizit gesprochen ?
Das UKE ist sicher nicht schlechter, was die OP Leistung anbelangt - zumal, wenn es sich um die selben Operateure handelt.

Zur Reha:
Ich habe sie gemacht, würde es aber nicht wieder tun. Das einzig für mich interessante war die Physiotherapie inkl. Beckenbodentraining. Hier ist ganz hilfreich, zunächst etwas Anleitung zu haben.
Das geht aber auch ambulant...Ansonsten war mir zuviel Leerlauf.
Die Entscheidung zur Reha, bzw. in diesem Fall zur AHB musst Du schon in der Klinik treffen, zu einem Zeitpunkt, zu dem Du noch gar nicht weisst, ob Du überhaupt Probleme mit der z.B. Kontinenz haben wirst.
Die psychische Komponente kann ich nicht beurteilen....Gesprächsangebote gab es in der Rehaklinik, diese habe ich aber nicht benötigt.

Kopf hoch...wird schon.

Uwe

W. Werner
31.05.2013, 09:55
Hi, Frank!

Die Reha hat mir mein Uro (nach der Entlassung aus der Klinik) auch angeboten, aber da ich bereits nach Ziehen des Katheters fast völlig "dicht" war (Pad-Test ergab 3gr), habe ich dankend abgelehnt. Er hat mir beigepflichtet "zu Hause kann man sich viel besser langweilen"! Jetzt mache ich im Ort Beckenbodentraining (erstmal 3x2 verordnete Sitzungen beim Physiotherapeuten), und wenn das nicht reicht, einen Beckenbodenkurs im örtlichen Reha-Verein (wird von der ges. Krankenkasse bezuschußt).

Viel Glück zunächst mal zur OP - warte nicht zu lange, bei mir war's fast zu spät!

cu - Wolfgang

Andy63
31.05.2013, 11:31
Hallo, bin 45 Jahre alt und bei mit wurde durch "Zufall"im Rahmen einer PSA Untersuchung ein erhöhter Wert festgestellt
PSA 15,15 4 Wochen später PSA 13,02 - also Biopsie.

Leider fündig in 11 von 12 Proben
Anschließend MRT , CT und diese radioaktive Skelettprüfung - alles ohne Auffälligkeiten
Der Bedunf lautetGleason 3+3
5- 95 % Zylinderbefall (?)J6962/13
lokal fortgeschritten T2c

therapieempfehlung: OP & Entfernung

Habe sehr viel positives aus dem Umfeld von der Martiniklinik in HH gehört, bin aber Kassenpatient und die beteiligt sich nicht, da es sich um eine Privatklinik handelt,
wäre also volle Selbstzahler. HAbe jetzt einen Sprechstundentermin im UKE Hamburg vereinbart und werde mich wohl dort operieren lassen.
Von einem Kollegen wurde mir eine anschließende Reha empfohlen, die ihm
sehr geholfen hat (auch psychisch)

So siehts aus. Irgendwelche Tipps oder Besonderheiten zu beachten ?
Irgendwelche Fragen bei der Sprechstunde stellen ?

Gruss aus dem Norden
Frank


Hallo Frank

Du wirst nur einmal operiert ich würde das in Ruhe planen und mir einen Arzt aussuchen der die nötige Erfahrung hat . Und dem du vertraust. 11 von 12 stanzen sind nicht zu unterschätzen.

Ich wünsche dir viel Glück.

Gruß andy

juni1970
05.06.2013, 23:24
Irgendwelche Tipps oder Besonderheiten zu beachten ?


Hallo Frank,

ich hatte die OP mit 40 Jahren in der Martiniklinik. Der gute Ruf ist sehr verlockend, nicht nur in Bezug auf Heilung sondern auch auf minimale Nebenwirkungungen. Ich hatte die Wahrscheinlichkeit unterschaetzt nach der OP unter Potenzproblemen zu leiden. In ganz seltenen Faellen scheint es mal vorzukommen dass jemand nach der OP die volle Potenz behalten hat, aber der Normalfall auf den Du Dich eingstellen solltest ist dass es mit dem Sex erstmal fuer lange Zeit recht mager aussehen wird. Wenn nerverhaltend operiert werden kann, was sich erst waehrend der OP herausstellen wird, kann die Potenz nach 1-2 Jahren wieder kommen. Bei Deinem Befund kann es aber gut sein dass dies nicht moeglich ist. Wenn der Tumor die Prostata bereits verlassen hat, dann ist eine OP sinnlos und die Nebenwirkungen umsonst, daher waere es sehr wichtig im Vorfeld alle Moeglichkeiten auszuschoepfen dies zu ueberpruefen. Den Verlust der Potenz sollte man nicht unterschaetzen, das kann zu Depressionen fuehren die schwer zu kontrollieren sind. Ich schliesse mich aber der Empfehlung von Tom an dass ich die Martiniklinik empfehlen kann.
Es gibt viele Berichte, z.B. auch im Gaestebuch der Klinik von Kassenpatienten die sich dort sehr gut aufgehoben gefuehlt haben. Ich bin aber Privatpatient und kann nichts beitragen.

Wuensche Dir dass alles gut verlaeuft!
Jan

uwes2403
06.06.2013, 08:50
Wenn der Tumor die Prostata bereits verlassen hat, dann ist eine OP sinnlos und die Nebenwirkungen umsonst,
Jan

Moin,

dem Beitrag von Jan ist eigentlich nichts hinzuzufügen...nur die zitierte Aussage würde ich vorsichtig betrachten wollen. Auch bei einem Tumor der die Kapesel verlassen hat, kann eine OP sinnvoll sein, um die Tumorlast zu verringern und wietere Beeinträchtigungen zu verhindern oder möglichst lange hinauszuschieben. Das kann aber nur im Einzelfall entschieden werden.....

Gruß

Uwe

W. Werner
06.06.2013, 10:07
....Auch bei einem Tumor der die Kapsel verlassen hat, kann eine OP sinnvoll sein, .....
Nicht nur - mit ein wenig Glück kann auch kapselüberschreitender Tumor bei der RPE vollständig mit entfernt werden, also Befund R0!
cu - Wolfgang

uwes2403
06.06.2013, 11:22
Du hast natürlich recht....ich hätte etwas länger überlegen sollen beim Schreiben....

Gruß

Uwe