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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PSA nach Prostataentfernung



Willi60
21.06.2013, 13:58
Hallo zusammen!

Da wäre ich wieder mit dem Ergebnis meiner Postoperativen PSA-Kontrolle.
Da ich nun bereits zwei Wochen auf das Ergebnis warte, hab ich es mir heute faxen lassen.

0,02 ng/ml... und ich frage mich, ob das gut ist oder eher ein schlechtes Zeichen???
Müsste der Wert bei entfernter Prostata nicht 0,00 betragen?
Oder ist es normal, dass da noch Reste vom Prospez-Antigen im Blut herum schwirren?
Die Blutabnahme erfolgte ungefähr vier Wochen nach der OP.
Ich hatte noch keine Gelegenheit mit meinem Urologen darüber zu sprechen,
kann erst am Montag einen Termin ausmachen, darum bin ich sehr an den einschlägigen
Erfahrungen operierter Forenmitglieder interessiert.

Freundlichskeptische Grüße
Willi

Urologe
21.06.2013, 14:42
0.02 nach 4 Wochen ist OK, die PSA hat eine Halbwertzeit im Blut ist ist deswegen nicht sofort Null
Bei Kontrolle nach 12 Wochen sollten dann aber 0.01 erreicht sein

W. Werner
21.06.2013, 14:47
PSA-Kontrolle bereits vier Wochen nach OP? Mein Uro wird die 1. Kontrollmessung 3 Monate nach OP durchführen - bei der Kontrolle im Krankenhaus 1 Woche nach OP hatte ich noch PSA 5! Also: Keine Panik!
LG - Wolfgang

Willi60
21.06.2013, 15:45
Danke sehr für das schnelle und beruhigende Feedback.

L.G.Willi

Rastaman
22.06.2013, 11:55
Auch bei mir hat die 1. PSA-Messung 3 Monate nach RPE stattgefunden. Ich meine mich an die Info zu erinnern, daß das das Standardverfahren ist, es sei denn es gibt spezielle Gründe früher zu messen.

Zusätzlich zu dem nackten Wert (z.B. 0,02) sollten Arzt oder Labor die Info liefern, ob dieser Wert gleichzeitig bedeutet "unter Nachweisgrenze". Jedes Labor hängt an diesen wichtigen Begriff eine andere Zahl dran.

Ich bin vor kurzem umgezogen und habe deshalb innerh. 2 Wochen 2 x messen lassen, gewissermaßen um ein neues Labor zu "eichen". Das bisherige Labor, das seit RPE alle Messungen gemacht hat, kam auf "0,02 = unterhalb Nachweisgrenze", das neue Labor am neuen Wohnort kam auf "0,01 = unterhalb Nachweisgrenze". Scheinbare Veresserung, in Wirklichkeit 2 verschiedene Zahlen - gleiche Bedeutung,

Gruß, Rastaman

Willi60
22.06.2013, 16:08
Das ist alles, was da steht.

https://dl.dropboxusercontent.com/u/274719/Postop%20PSA.JPG

Rastaman
22.06.2013, 16:47
Hallo Willi,

meine Laborberichte sehen so ähnlich aus. Ich habe mich etwas unpräzise ausgedrückt mit "Arzt oder Labor sollten die Info liefern, ob Wert x,xx gleichzeitig 'unterhalb d. Nachweisgrenze' bedeutet". Diese Info sollte Dir Dein Arzt geben können, der ja in der Regel immer mit dem gleichen Labor zusammen arbeitet. So konnte mir mein Urologe sagen "die 0,02 von Labor XXX bedeuten 'unterhalb d. Nachweisgrenze' ", bzw. mein Hausarzt "die 0,01 von Labor YYY bedeuten 'unterhalb d. Nachweisgrenze' ".

Wie hier schon oft geschrieben wurde, ist eine PSA-Verlaufskontrolle nur mit dem immergleichen Labor möglich. Und zusätzlich sollte der Arzt die Werte interpretieren können, in diesem Fall wissen, wo auf Grund des verwendeten Verfahrens der untere Grenzwert liegt, der in Wirklichkeit eben "unterhalb..." bedeutet.

Hoffe, damit wird es klarer.

Gruß, Rastaman

BernardS
03.07.2013, 11:00
Hallo Willi,

jeder geht sicherlich anders mit den hier gewonnen Informationen um. Aus meiner Erfahrung ist es wichtig, einen Urologen zu haben, dem man(n) vertraut. Dieses Glück hatte ich!!! Es ist aus meiner Sicht wichtig, die Ruhe zu bewahren! Wenn du dir meine "Statistik" ansiehst, dann kannst du dort sehen, dass mein PSA-Wert (alle Werte aus dem gleichen Labor!) für meinen Urologen unerklärlich schwankten, bis er dann Anfang 2011 (5 1/2 Jahre nach der OP) auf über 0,4 anstieg. Es ist bei so geringen Werten schwierig, einen Tumor zu "orten". Ich war deshalb in Hildesheim und habe dort ein pet-ct machen lassen. Mit relativ großem Aufwand hat man dort eine kleine Auffälligkeit in der Prostataloge festgestellt. Ich bin dann zuhause zu einem Strahlentherapeuten (guter Bekannter von mir) gegangen und habe mich mit ihm beraten. Die anschließende Therapie über 2 Monate war überhaupt kein Problem (die Praxis ist 3 Minuten von meinem Büro entfernt!). Ich hatte morgens vor der Arbeit oder nach Feierabend die Termine (mx. 10 Minuten!), keinerlei Nebenwirkungen, wirklich keine! ;-) Den weiteren Verlauf kannst du bei mir nachsehen!!!
Beste Grüße
Moritz

Urologe
03.07.2013, 11:24
Der Wert ist bei Ihnen 0.02 und nicht "unter der Nachweisgrenze", denn dann würde da
< 0.02 oder < 0.01 oder < 0.04 ....
Da das Kleiner-als Zeichen fehlt ist der Wert als absolute Zahl zu interpretieren.
Wobei 0.02 zunächst erst einmal keine Konsequenzen haben.