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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zeit bis zur Op



Bernhard*
04.11.2013, 12:26
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Meine Name ist Bernhard und ich bin 65 Jahre alt.
Am 15.10.13 Biopsie. ( Ergebnis in meinem Profil )
Biopsie und der Tag danach waren erträglich. In der folgenden Nacht bekam ich Schüttelfrost und Fieber. Also Notarzt-Krankenhaus. Dort wurde im Blut das E-Coli Bakterium nachgew.
Zustand einigermaßen stabil. Am folgenden Nachmittag erneut Fieberschub 40,2° und Schüttelfrost, mit Bewusstseinstrübung. Daufhin Antibiose und Umstellung auf 3 x tgl. 50 mg.
Piperacillin. Dieses Medikament wurde 8 Tage intravenös verabreicht. Am 25.10.13 aus dem Krankenhaus entlassen. Zu Hause 5 Tage Antibiotikum weiter eingenommen.

Am 28.10. Vorgespräch in der Martiniklinik. Nach Vita und meinen Bericht zum Verlauf meiner Sepsis, wurde Op Termin für den 02.12.13 vereinbart. Op – Rpe offen.
Der Arzt meinte diese Zeitspanne sollte für meine Genesung ausreichen.

Heute, 11 tage nach Entlassung aus dem Krankenhaus fühle ich mich immer noch sehr schwach!
Nachts schwitze ich sehr stark, mein Blutdruck ist erhöht, und z.t. Noch Durchfall.
Das war vor meinen Krankenhausaufenthalt alles nicht vorhanden. Ich habe immer körperlich
Gearbeitet, hatte immer Kraftreserven.

Wenn ich nach meinen „ Bauchgefühl „ gehe, dann möchte ich die Op um ca. 4 Wochen
Nach hinten verschieben, damit ich dann einigermaßen fit in die Klinik gehe.

Vielleicht stand hier jemand schon einmal vor so einer Entscheidung?

Mit besten Gruß
Bernhard

Carlos
04.11.2013, 12:53
Hallo Bernhard,
kann Dir keinen Rat aus ähnlicher Erfahrung geben aber ich meine, Deinem Bauchgefühl kannst Du getrost vertrauen und den OP-Termin verschieben.
Wünshe Dir alls Gute, Gruß Carlos

Hartmut S
04.11.2013, 13:03
Moin, moin nach Hamburg,

bei Glasson 3+4=7 hast du noch etwas Zeit - (4/3 wäre etwas dramatischer).
Verschiebe den Termin um 3 Monate, dann geht es dir sicherlich besser.

Nette Grüsse
Hartmut
(derzeit in espana)

skipper
04.11.2013, 14:15
Hallo Bernhard,
hattest du vor und nach der Biopsie kein Antibiotikum erhalten und wurde vorher keine Darmreinigung vorgenommen ?
Stanze 5 enthielt immerhin Gleason 4+3. ( 1,1mm davon 90% Gleason 4)
Trotzdem ist es wichtig gesund und fit in die OP zu gehen, deshalb würde ich 4 Wochen schieben und in dieser Zeit aktiv etwas für Immunsystem und Fitness tun.
Gruß Skipper

Ulli_HD
04.11.2013, 23:30
Glücklicherweise passieren solche Auswirkungen offensichtlich selten. Ob "Kunst"fehler oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

Mir scheint es angesichts des körperlichen Stresses, den eine OP darstellt, immer besser, sich vorher physisch und psychisch gut zu fühlen, als jetzt die OP überhastet durchzuziehen.
Die Verdoppelungszeit ist recht gering (zur genauen Berechnung werden Monatsangaben benötigt - ändert aber nichts an der Aussage!), der PSA liegt relativ niedrig. So wird der PSA 4 Wochen später vielleicht 0,3 ng/l höher liegen.
Das juckt niemanden!
Deshalb eindeutige Empfehlung: Verschieben! Sich regenerieren!
Viel Erfolg dabei wünscht
Ulli

Urologe
05.11.2013, 08:25
Ein Kunstfehler ist es nicht - weltweit treten nach einer Biopsie, egal welches Vorbeuge-Antibiotikum verwendet wird, dieses Fieber in etwa 1-2% der Patienten auf.
Eine solche akute Prostatitis sollte auch nach dem Krankenhausaufenthalt noch mindestens 2 Wochen mit einem oralen Antibiotikum weiterbehandelt werden.
Testgerecht nach Kultur, die ja inzwischen vorliegen sollte, denn der E. coli wurde ja nachgewiesen.

Die Kollegen haben einen berechtigten Grund, den Termin zur OP nicht zu weit nach hinten zu schieben:

- die Entzündung ist kaum vollständig aus der Prostata zu bekommen (Probleme der Prostatitisbehandlung habe ich hier schon mehrfach beschrieben)
- eine Entfernung der Prostata hätte praktisch auch eine Entfernung der Entzündung zur Folge
- wartet man(n) nach einer solchen Entzündung zu lange mit der OP vernarbt und verklebt das umgebende Gewebe durch die Entzündung zunehmend und die Erhaltung der Potenz und Kontinenz wird immer schwieriger, weil die unterschiedlichen Schichten miteinander verschmelzen

Bernhard*
05.11.2013, 14:31
Ich hatte einen Tag vor Biopsie und auch die nächsten beiden Tage ein Antibiotikum genommen. Im Krankenhaus wurde aber fesgestellt, das ich gegen dieses verordnete Antibiotikum Resistent bin. Somit hatte der Keim freie Bahn. Ich habe, nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen bin, noch 5 Tage ein Antibiotikum weiter genommen. Gestern Urinprobe. Zum Glück, keine Erreger gefunden. Eine " Antibiose " , vor der Biopsie hätte klar gestellt, welches Antibiotikum wirksam ist.

Mit Gruß
Bernhard

W.Rellok
05.11.2013, 18:19
Hallo Bernhard,

Eine " Antibiose " , vor der Biopsie hätte klar gestellt, welches Antibiotikum wirksam ist.Mit Gruß
Bernhard

Antibiose - so nennt man die Behandlung mit einem Antibiotikum.

Antibiogramm - so nennt man die im Labor ablaufende Untersuchung, auf welches Medikament der vermutete Erreger empfindlich reagiert.

Wikipedia erklärt es:


Das Antibiogramm ist ein Labortest zur Bestimmung der Empfindlichkeit bzw. Resistenz von Krankheitskeimen gegenüber Antibiotika. Ein Antibiogramm wird vor jeder Antibiotikatherapie empfohlen, falls möglich.



Ich hoffe, du nimmst mir die Klarstellung nicht übel.

Winfried

Bernhard*
05.11.2013, 18:25
Ja du hast Recht, Danke. Antibiogramm meinte ich auch. Ich arbeite noch an meiner Feinmotorik ;-)

Bernhard

Bernhard*
07.11.2013, 21:28
Heute Anruf, von Urologischer Praxis. Es sind immer noch e -coli Keime im Urin.Die letzte Urinprobe vor 4 Tagen hatte ich selbst angestrebt. Und bei der Entlassung aus dem Krankenhaus habe ich daruf bestanden das Antibiotikum für 6 Tage zu nehmen, also 1 Packung. Der Urologe meinte; 2 Tage würden reichen.
Morgen soll ich in die praxis kommen und Er verschreibt wieder eine 12er Packung, also für 6 Tage. Ich denke, das ist zu wenig, sollten mindestens für 12 tage sein. Dann würde es mit der Op wohl noch noch gehen. Vorausgesetzt, der Keim ist weg. Ich hätte gleich nach krankenhaus 14 Tage Antibiotikum nehmen sollen.
Ich habe mich nun auf meinen Op Termin am 02.12. eingestellt, und nun das. Ich kann mir nicht vorstellen, das eine Op erfolgt, so lange dieser Keim im Urin und sicher auch in der Prostata vorhanden ist. - Mittlerweile habe ich auch kein volles Vertrauen mehr, zu meinen Urologen !

Gruß
Bernhard

W. Werner
07.11.2013, 21:55
Es steht Dir frei, die Meinung eines weiteren Uros einzuholen, z. B. in der Klinik, an der Du Dich angemeldet und zu der Du (hoffentlich) einigermaßen Vertrauen gefaßt hast!

SAGI00
10.11.2013, 16:41
Hallo Bernhard,
wesentlich für jeden Patienten ist das Vertrauen zum Arzt/ Urologen; wenn dies nicht mehr voll vorhanden ist, ist es besser den Urologen zu wechseln, dies schon um eine weitere Meinung einzuholen.
Eine Op würde ich erst dann machen, wenn Du Dich selbst fit und gesund fühlst. Ausserdem ist es wichtig Deine innere Einstellung in Gleichklang zu bringen und die Sorge wg. Keime im Blut nachweislich auszuschliessen.
Gruß
Sigi

Bernhard*
29.11.2013, 23:31
Endlich ..Urin Keimfrei, keine E-Coli Bakterien nachweisbar. Heute war Voruntersuchung für meine Op. am Montag, den 02.12. Prostata noch einmal Untersucht.
Tastbefund/Ultraschall, keine Auffällikeiten festgestellt. Abschließend noch ein Gespräch mit meinen Operateur ; Er hat auf die Problematik einer Prostata Op. mit vorausgegangener Prostataentzündung hingewiesen. Es ist nicht aus zu schliessen, das Verklebungen zwischen Nervengeflecht und Prostata bereits statt gefunden haben. Er wird natürlich versuchen Nervenschonend zu operieren. .... Bei mir wurde, leider erst im Krankenhaus ein Antibiogramm angefertigt. Mit dem Ergebnis, das ich gegen das prophylaktisch verabreichte AB =Ciprofloxacin Resistent bin.
Ich kann nur jeden, der eine Biopsie vor sich hat empfehlen auf ein Antibiogramm zu bestehen. Auch, wenn es für den Urologen lästig ist, u. Extra Kosten macht.
Heute bin ich dankbar, das ich die Sepsis ohne weitere Schäden überstanden habe. Was meine op. betrifft, so kann ich nur hoffen, das die Entzündung nicht all zu viel angerichtet hat.
MfG.
Bernhard

RalfDm
30.11.2013, 10:27
Ich kann nur jeden, der eine Biopsie vor sich hat empfehlen auf ein Antibiogramm zu bestehen. Auch, wenn es für den Urologen lästig ist, u. Extra Kosten macht. Hallo Bernhard, da sprichst Du ein großes Wort gelassen aus! Ich bin vollkommen Deiner Meinung, und ich denke, dass diese Forderung nach einem routinemäßigen Antibiogramm eines nicht allzu fernen Tages Einzug in die S3-Leitlinie halten muss.

Ich habe als Hotline-Berater (http://www.prostatakrebs-beratung.de/) schon mehrfach Männer an der Leitung gehabt, die sich nach einer Biopsie trotz vorangegangener Antibiose mit einer Sepsis auf der Intensivstation wiedergefunden hatten. Es ist im Prinzip bekannt, dass diese Fälle immer mehr zunehmen, weil immer mehr Bakterienstämme auf das routinemäßig verwendete Ciprofloxacin resistent werden. Nur wird von der offiziellen Urologie bisher souverän ignoriert, dass sich da ein Problem zusammenbraut. Erst wenn das Kind im Brunnen liegt, sprich der Patient auf der Intensivstation, wird geschaut, ob seine Darmkeime vielleicht gegenüber dem verwendeten Antibiotikum resistent waren.

Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel gefunden (The Incidence of Fluoroquinolone Resistant Infections After Prostate Biopsy—Are Fluoroquinolones Still Effective Prophylaxis? Joseph Feliciano, Ervin Teper, Michael Ferrandino, Richard J. Macchia, William Blank, Ivan Grunberger and Ivan Colon From the State University of New York Downstate Medical School, Brooklyn, New York — der Artikel steht inzwischen nur noch registrierten Benutzern zur Verfügung, ich habe ihn als PDF-Datei vorliegen), in dem aus einer amerikanische Klinik berichtet wird, dass durch das Einführen eines routinemäßigen Antibiogramms vor jeder Prostatabiopsie die Fälle von ernsthaften Komplikationen von, ich glaube (ich müsste nachsehen), 2,4 % auf Null gedrückt werden konnten. Es wurden dann in einer Versuchsreihe Fluoroquinolon-resistente Bakterienstämme bezüglich ihres Ansprechens auf andere Antibiotika überprüft, und es wurden in der Tat sechs Antibiotika identifiziert, die ein hundertprozentiges Ansprechen erbrachten: Cefazolin, Cefotaxim, Cefotetan, Ceftazidim, Ceftriaxon und Amikazin. Ob diese Antibiotika bei uns unter diesen oder unter anderen Namen im Handel sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Die take-home lesson, um mit Dr. Strum zu sprechen, ist also: Es gibt sichere Alternativen zu den Fluoroquinolonen (Ciprofloxacin gehört zu dieser Gruppe von Antibiotika), man muss nur nach ihnen suchen.

Eine Quote von 2,4 % ernsthafter Komplikationen mag einem Kliniker niedrig erscheinen, den Patienten, der zu den 2,4 % gehört, tröstet das aber nicht, zumal es sich mit einfachen Mitteln (in dem Beitrag ist - wenn ich mich recht erinnere - von ca. 20 USD für ein Antibiogramm die Rede) hätte vermeiden lassen können.

Ralf

Heribert
30.11.2013, 11:24
Hallo,

die Cefalosporine der 3. und der 4. Generation gelten aber auch als eingeschränkt wirksam gegen Methicillin(Oxacillin)-resistente Staphylokokken. Außerdem ist für Patienten mit erwiesener Penicillinallergie der Einsatz problematisch und nach meiner Kenntnis nur als i.v. Injektion verfügbar.
Das ändert allerdings grundsätzlich nichts an dem Problem, von dem ich ebenfalls überzeugt bin, dass es bei gründlicher Vorbereitung inkl. Antibiogramm vermeidbar wäre. Als Alternative käme ja auch noch die Biopsie über den Damm infrage.

Gruß Heribert

Heribert
30.11.2013, 13:00
als i.v. Injektion
Muss heißen i.m. Injektion, es wird auf jeden Fall über den Verdauungstrakt nicht aufgenommen!

Bernhard*
01.12.2013, 08:57
Hallo Ralf und Heribert, Danke für Euren Beitrag. Ich hatte vor ca. 3 Monaten eine hartnäckige Lidrandentzündung. Nachdem mit Salbe keine Besserung eingetreten ist, hat der Augenarzt ein Antibiotikum verschrieben. Und zwar das = Ciprofloxacin. Bei meinen Auge hat es auch noch gewirkt. Im nach hinein habe ich in der Literatur aber gelesen, das es bei wiederholter Antibio. Gabe, mit eingelegten Einnahmepausen, sich daraus mitunter eine Resistenz entwickeln kann. Als Patient hatte ich zum zeitpunkt der Biopsie aber diese Information noch nicht.

Gruß
Bernhard

Bernhard*
08.12.2013, 07:17
Ich wurde Gestern, am 07.12. aus der Klinik entlassen. Lt. Bericht des Operateurs, ist die Op. gut verlaufen. Trotz Verklebungen konnte Beidseitig Nervenschonend operiert werden. Die op. hat fast 4 Std. gedauert, und der Blutverlust lag bei 1,8 Ltr. Am 2. Tag nach Op. aufstehen, und Gehübungen. - Überwachung , Betreuung - sehr Gut. Der Operateur war jeden Tag bei mir am Bett. Kathederentfernung ist für den 12.12. geplant. ( Wenn Urin Klar )
Nach dem 1. Stuhlgang mit Pressen, trotz Zäpchen etc. war viel Blut im Kathederbeutel Gestern, am Samstag 2 mal Stuhlgang, wieder viel Blut.
Heute morgen Kathederbeutel voll, Urin relativ klar. Hodensack immer noch stark geschwollen!
Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht; bezüglich Blut- nach Stuhlgang ??

Gruß
bernhard

Hartmut S
08.12.2013, 22:22
Hallo Bernhard,
<o:p></o:p>
nach einer OP sollte man in den nächsten Wochen nicht pressen.
Zur Unterstützung gibt es einige gute Mittel (z.B. Lactulose). Ich habe indische Flohsamen genommen. Der Tipp kam hier aus dem Forum.
Nachblutungen sind i.d. Regel normal, auch etwas stärker. Ich hatte damit keine Probleme, konnte es hier aber im Forum oft lesen.
Ach die Schwellungen am Hodensack sind völlig normal. Das wird auch noch einige Wochen dauern.
Wegen der Blutungen würde ich sicherheitshalber trotzdem am Montag mit dem Arzt telefonieren.
<o:p></o:p>
Gruss
Hartmut
<o:p></o:p>

Bernhard*
09.12.2013, 21:23
Wegen der Blutung sagt die Klinik (am Telefon) das ist alles im Bereich des möglichen. Im Liegen kommt auc kein Blut. Nur..nach etwas längeren Sitzen.
Und der Schmerz im Dammbereich ist eher etwas mehr geworden. --Starke Dammschmerzen haben hier im Forum einige auch angegeben--
Aber bei den meisten scheint Schmerz und nachblutungen nicht wirklich ein Thema gewesen zu sein. --allmählich denk ich , das die Psyche an den Dammschmerz beteiligt ist. Aber,,wie auch immer, es geht erst ans ziehen, wenn die Nachblutungen aufgehört haben.

Gruß
Bernhard

Urologe
10.12.2013, 08:09
Ganz so einfach ist das nicht .... mit der Biopsie.
Antibiogramm wovon? VOR der Biopsie ist im Urin in der Regel nichts nachzuweisen. Im Rektum sind sowieso immer Keime.
Am erfolgreichsten scheint dennoch der Rektalabstrich vor Biopsie zu sein aber es bedeutet auch einen zusätzlichen Praxisbesuch eine Woche vor Biopsie.
Dieser wird aber von den gesetzlichen Kassen nicht als Leistung anerkannt und daher auch nicht bezahlt (lieber löhnen sie bei 1% Krankenhauspatienten ...)
Und einfach nur Cephalosporine zu nehmen oder andere Ausnahmeantibiotika wird dann in kurzer Zeit zu einem ganz großen Problem nicht mehr behandelbarer, weil komplett resistenter Keime führen.

Fluorchinolon-Prophylaxe schützt vor Prostatitis bei Stanzbiopsie — noch ... Quelle: URO-NEWS (http://www.springermedizin.de/uro-news-2013-12/4854958.html#tab_index) Quellendetailshttp://www.springermedizin.de/img/symbol_show.gif (http://www.springermedizin.de/spmblob/4855048/pdfPrintArticle/3395494/fluorchinolon-prophylaxe-schuetzt-vor-prostatitis--noch-.pdf)


_ Bei der Fluorchinolonresistenz von E. coli handelt es sich um ein Phänomen, das seit etwa zehn Jahren nicht nur in urologischen Kliniken beobachtet wird.
Französische Urologen haben daher untersucht, ob eine Fluorchinolon-Prophylaxe vor Prostatitis schützt [Campeggi A et al. Int J Urol 2013; doi: 10.1111/iju.12207]. 3.000 Patienten, die sich zwischen 2006 und 2009 einer Ultraschall-gesteuerten transrektalen Stanzbiopsie der Prostata unterziehen mussten, erhielten eine siebentägige Prophylaxe mit dem Fluorchinolon Ofloxacin (zweimal täglich 200 mg), beginnend mindestens zwei Stunden vor der Biopsie. Innerhalb einer Woche nach der Stanze entwickelten 20 Männer (0,67 %) eine akute Prostatitis mit Fieber, Bakteriurie und/oder Leukozyturie sowie Schmerzen bei rektaler Palpation. Einziger isolierter Keim war E. coli, 95 % der nachgewiesenen Bakterien waren resistent gegen Fluorchinolon sowie Amoxicillin.
Angesichts der niedrigen Inzidenz der Post-Biopsie-Prostatitis halten die Autoren eine Fluorchinolonprophylaxe nach wie vor für gerechtfertigt. Weiter spricht dafür, dass sich sämtliche Prostatitisfälle gut mit Cephalosporinen der dritten Generation oder Imipenem behandeln ließen. „Würde man zur Vorbeugung ein Antibiotikum mit breiterem Spektrum einsetzen, könnte dies die Resistenzsituation bei den verantwortlichen Bakterien verschärfen und in der Folge schwerere Prostatitisverläufe nach sich ziehen“, meinen die Autoren. Mehr versprechen sie sich davon, den transrektalen durch einen transperinealen Zugang zu ersetzen.

Urologe
10.12.2013, 08:13
Es liegen noch keine belastbaren Daten vor, aber seitdem ich ein spezielles rektale Betäubungs-/Desinfektionsset für die Biopsie benutze
(Farcosedan Set) und lange genug warte bis die desinfizierende und betäubende Wirkung eingetreten ist, spüren die Patienten
kaum noch etwas vom Eingriff und bisher (toi, toi, toi) keinen einzigen Sepsisfall.

Bernhard*
10.12.2013, 15:28
Seit heute Morgen Urin klar. Auch nach Stuhlgang, mit etwas pressen. War erleichtert, das es nun wohl mit Termin am 12.12. - Katheder Entfernen klappt.
Heute Nachmittag Temperatur gemessen ---- 38,0 Grad !! Erst mal Paracetamol und später Antibiotikum was ich von Klinik mit bekommen habe.
Katheder-Pflege habe ich immer penibel durchgeführt, und trotzdem... Hauptsache ich bekomme nicht wieder "Schüttelfrost" dann heißt es ab in Klinik.
Es ist wohl alles Glückssache, und im Moment ist das Glück nicht auf meiner seite.

Gruß
Bernhard

Bernhard*
21.12.2013, 18:53
Am 11.12. morgens wieder in Klinik gefahren. Ultraschall etc. Es wurde ein Hämatom im Bauchraum entdecktvon 4x7 cm. Stationäre Aufnahme, Ct mit Kontrastmittel und Drainage gelegt. Das Blut, wurde durch Drainage abgeleitet. Am 16.12. Zystogramm / Dichtprüfung. Lt. Radiologe noch ganz kleine Undichtigkeit.
Katheder soll noch 7 Tage bleiben. Am 17.12. Drainage entfernt, ohne Komplikationen, und am 18.12. aus Klinik entlassen. Termin für Katheder entf. am 23.12. ---- Heute, nach vielen Wochen, bin ich das erste mal ziemlich deprimiert. Ich frage mich, ob es nun endlich besser wird. Ich weiß, es geht auch vielen anderen so wie mir. Und jammern ist auch keine Lösung. Aber es zieht runter. Ich habe im Forum ; Prostatakrebs und Psyche mal reingeschaut. Ich war überrascht, wie wenige Männer ihre Erkrankung als Psycisch stark belastend eingestuft haben. Ich möchte ehrlich zu mir selbst sein. Da zu gehört auch, das ich zu meinen Ängsten und sorgen stehe, sie zu lasse. -- Irgendwie war es mir ein Bedürfnis, das hier los zu werden.

Lieben Gruß
Bernhard

W.Rellok
22.12.2013, 12:11
Hallo Bernhard,


Am 11.12. morgens wieder in Klinik gefahren. Ultraschall etc. Es wurde ein Hämatom im Bauchraum entdecktvon 4x7 cm. Stationäre Aufnahme, Ct mit Kontrastmittel und Drainage gelegt. Das Blut, wurde durch Drainage abgeleitet. Am 16.12. Zystogramm / Dichtprüfung. Lt. Radiologe noch ganz kleine Undichtigkeit.Katheder soll noch 7 Tage bleiben. Am 17.12. Drainage entfernt, ohne Komplikationen, und am 18.12. aus Klinik entlassen. Termin für Katheder entf. am 23.12. ---- Ich frage mich, ob es nun endlich besser wird. Ich weiß, es geht auch vielen anderen so wie mir. Und jammern ist auch keine Lösung. Aber es zieht runter. Ich habe im Forum ; Prostatakrebs und Psyche mal reingeschaut. Ich war überrascht, wie wenige Männer ihre Erkrankung als Psycisch stark belastend eingestuft haben. Ich möchte ehrlich zu mir selbst sein. Da zu gehört auch, das ich zu meinen Ängsten und sorgen stehe, sie zu lasse. -- Irgendwie war es mir ein Bedürfnis, das hier los zu werden.


...den entscheidenden Satz habe ich extra gestellt:

Heute, nach vielen Wochen, bin ich das erste mal ziemlich deprimiert

Dein Gemütszustand ist verständlich. Hat aber nicht spezifisch mit der Prostata zu tun! Dein langer postoperativ gestörter Heilungsverlauf war durch eine Komplikation bestimmt (der operierende Urologe tappte offenbar im Dunkeln).
Ein Hämatom, also ein Bluterguss, wird vom Körper abgewehrt, als Fremdkörper empfunden. Das verbraucht Energie und ist oftmals, weil zu groß, erst durch einen operativen Eingriff (Drainage) zu beseitigen. Zusätzlich Medikamente zur Bekämpfung der Entzündung. Und so weiter.

Der Patient macht das - offenbar unbeeindruckt - alles mit. Er nutzt die "Kraft der Selbstheilung". Das geht nicht unbegrenzt. Es kommt der psychische Zusammenbruch. Zusätzlich kommt der eigenartige Status des Patienten. Bei dem ist doch mit der Operation alles gut gegangen. Warum kommt der immer noch, und immer wieder. Soll der nicht wegen seiner angeknacksten Psyche zum dafür zuständigen Doktor gehen. Das haben wir - wo bleibt eigentlich der Tom aus Lu ? - oft in der Klinik erlebt.

Also, lieber Bernhard, so oder ähnlich ist es bei Dir gelaufen. Die Heilung kommt nun in Gang.

Ich wünsche Dir ein frohes Weihnachtsfest.

Winfried

Harald_1933
22.12.2013, 12:50
wo bleibt eigentlich der Tom aus Lu ?

Lieber Winfried,

Tom hat seinen Forumsaccount zurückgezogen. Vielleicht liest er hier dennoch mit und kommt noch einmal zurück. Trotz guter Wünsche im nachhinein kam von ihm kein Echo mehr.

"Das ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht"
(Heinrich Heine) (http://zitate.net/heinrich%20heine.html)http://zitate.net/x/p.gif

Gruß Harald

Bernhard*
23.12.2013, 15:32
Heute Morgen Katheter entfernt. Nach 1 Std. das erste mal seit 3 Wo. selbstständig Wasser gelassen. Kräftiger Strahl, kaum Schmerzen,nachträufeln.
Letztes Gespräch mit meinen Arzt / Operateur, ( P.D. und Oberarzt der Klinik ) wie immer auf Augenhöhe ! Freundschaftlich verabschiedet, mit der Gewissheit, das ich in dieser Klinik Jederzeit gut versorgt war. >Ich habe mir die Frage verkniffen, ob mein Operateur im dunklen tappte, wie hier ein Mediziner IR. es meinte.<

Allen zusammen ein frohes Fest, und ein gutes 2014

Bernhard