PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwankender PSA Verlauf



grünten
15.11.2013, 14:29
Hallo,
bin neu hier und würde gerne eure kompetenten Kommentare wissen sollen!
Mein PSA schwankt seit ca. 1 jahr sehr deutlich und nach der letzen Messung hat mein Uro zur Biopsie geraten (5,6). Ich bin 50 Jahre und hatte bis vor einem Jahr einen konstanten PSA von 2.7 über 2 Jahre hinweg. Dann ging es los. Vor genau einem Jahr hatte ich einen PSA von 4.6 -> Anstieg zur letzten Messung wiederum vor einem Jahr von 2.7 auf 4.6. Dazusagen muss man, dass ich ca. 10 Tage vor der Messung meinen Harndrang so lange unterdrücken musste, dass ich mitten auf der Strasse anhalten musste weil mir die Nieren so stark geschmerzt hatten und ich mir eine Ecke suchen musste. Evtl hatte das Auswirkungen auf den hohen PSA Wert. Dann gings weiter ca. 6 Wochen später bekam ich eine heftige Blasenentzündung die ich mal sicher 2 - 3 Wochen ohne Behandlung "ausgehalten" hatte, bis ich dann 10 tage Cibrofloxacin bekam, dann war die Entzündung weg. Die Auswirkungen spürte ich aber noch einige Wochen lang (Schmerzen an der Harnröhre ..) Die Werte gingen dann wieder zurück -> 4.0 / 3.8 / 3.6 / 3.4. Der letze Wert 3.4 stammt von vor 3 Monaten, dann spürte ich plötzlich wieder die gleichen Symptome wie bei der Blasenentzündung, ich sofort zum Arzt -> aber keine Bakterien, trotz mehrfacher Messung. Neue PSA Messung nur 14 tage nach dem 3.4 Wert plötzlich bei 4.2. Wieder 3 Woche Cibrofloxacin trotz nicht nachweisbarer Bakterien. Wiederholmessung heute 5.6. Während der ganzen Zeit (ca. 3 Monate stand heute) habe und hatte ich diese, ich nenns mal Schmerzen, ohne dass es wirklich weh tut ... in Leiste / Hoden / Schambein ...halt das typische für Prostatitis und die auch nicht an allen Tagen, mal 2 - 3 Tage nichts, dann wieder
Jetzt bin ich halt total verunsichert, als die Werte im Sommer 4 mal in Folge zurückgegangen sind von (4.6, 4.0, 3.8, 3.6, 3.4) - Abstandsmessung im Monat war mir klar Prostatis (allerdings ohne Symptome). Dann plötzlich diese "Schmerzen" und steigender PSA ohne Bakteriennachweis.

Daten: letzter PSA 5.6 (7 Tage vorher 2 mal rektal Prostata abgetastet und rektale Utltraschall Untersuchung)
Prostata Volumen: 35 ml
keine weiteren anderen Messverfahren
Alter: 50
PSA Verlauf: 47-49 konstant 2.7 dann der oben beschribene Anstieg bis auf 5.6

Jetzt soll ich nächste Woche zur Biopsie ....
Freue mich über eure Kommentare ..
Grüsse

Hvielemi
15.11.2013, 14:48
Jetzt soll ich nächste Woche zur Biopsie.
Freue mich über eure Kommentare ..


Hallo Grünten

'tschuldigung, ich halte mich kurz:
Lies mal diesen Thread, der grad in den letzten Tagen entstand:
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?8162-Neu-hier-erste-Info-und-Fragen-um-Rat
Da stehen vielleicht ein paar für Dich nützliche Hinweise drin.

Carpe diem!
Konrad

ottoasta
15.11.2013, 18:45
hallo,

ich würde an deiner Stelle zuerst mal einen PCA 3 Test machen lassen.Der ist aussagekräftiger als das PSA! Denn da spielt eine eventuelle Prostatitis keine Rolle. Ist der PCA 3 unter 30, so hast du mit grosser Wahrscheinlichkeit keinen PCa!
Natürlich musst du dann regelmässig deine Prostata überwachen lassen. PSA und Ultraschall.

Aber jetzt ist erst mal wichtig, dass deine Prostatitis behandelt bzw. abgeklärt wird.
Gegen welche Antibiotika sind die Bakterien resistent? Bei denen mit ...floxacin gibt es schon sehr viel resistente!

Mir hat Azithromyzin sehr geholfen, als original Zithromax! Sehr verträglich, 3 Tbl an 3 Tagen! Wirkt bis 72 Stunden und geht tief ins Gewebe. Aber dass muss dein Urologe entscheiden, falls der nicht auf dich hört, such dir einen anderen!

Ich habe beid en diversen Urologen gesehen, was die teilweise für alte US Geräte haben. Falls möglich gehe zu einem mit dem modernsten Gerät:

http://www.urologie-butz.de/prostatakrebs/diagnose-technik-verfahren-frueherkennung-prostatakarzinom.html

Alles andere ist stochern im Nebel!

Also auf zum PCA 3 Test, alles andere dann. Biopsie eilt überhaupt nicht!

Übrigens: Wie wurde dein Bakterientest nachgewiesen? Nur aus dem Urin? Langt nicht!
Mir wurde mal in einer solchen Situation
1. Urin, steril abgenommen,
2. Prostata ausmassiert, steril aufgefangen
3. Ejakulat steril aufgefangen.

Erst dann, wenn da nichts ist (können auch Viren oder Pilze sein!) kannst du von eine abakteriellen Prostatitis reden!

Da hilft vielleicht aber der Tee aus dem 'kleinblütigen Weidenröschen'!
Otto

grünten
16.11.2013, 15:16
Das mit dem Tee versuche ich, danke! Kann man denn eine Prostatitis auch eindeutig durch eine biopsie diagnostizieren? Falls ja hat man dann auch einen Therapievorschlag, kennt man dann evtl die jenigen Bakterien, die sich da angesiedelt haben?
Schoenen Gruss

grünten
25.11.2013, 11:30
Jetzt hat es mich doch erwischt. Von den ganzen Ängsten, die einen befallen brauche ich sicher nicht zu schreiben, die kennt hier jeder. 3 Tage nach Befund habe ich mich aber gefangen und blicke positiv nach vorne. OP soll Anfang Dezember stattfinden, hier die Diagnose:
PSA 4.5 freies PSA 8% kleine Prostata 14 ml
Infiltration eines mittelgradi differentierten Adenokarzinims der Prostata, herdförmige Atrophie.
5 Stanzen rechts : alle frei
5 Stanzen links:
Stanze 6 Basal (1) Infiltration 5% Gleason-Score (3+3)
Stanze 7 Basal (2) Infiltration 60% Gleason-Score (3+4)
Stanze 8 Medial (1) Infiltration 60% Gleason-Score (3+4)
Stanze 9 Medial (2) Infiltration 5% Gleason-Score (3+3)
Stanze 10 Apikal. frei

Wie ist eurer Meinung nach die Prognose?
Schoenen Gruss

Carlos
25.11.2013, 13:25
Hallo Grünten,
So schnell, schnell auf den Operationstisch ? Das würde mir nicht gefallen . Du hast ja praktisch keine Zeit mehr zum Überlegen wenn Dir der Doktor schon den Termin fest gemacht hat.
Vielleicht wäre ja eine Zweitmeinung auch nicht schlecht, welche Du am besten in einem Prostatazentrum einholen solltest.
Aber entscheiden mußt Du und weder wir hier in diesem Forum noch der Doktor sollten Dir das abnehmen. Also, nimm Dir wenigstens noch etwas Zeit denn die hast Du in jedem Fall.
Alles Gute und Grüße von Carlos

grünten
25.11.2013, 13:57
ich bin schon in einem Prostatazentrum, die Tatsache der OP stelle ich eigentlich nicht in Frage, dachte ich zumindest? Mir sagen die Werte oben nicht so arg viel, klar hab ich schon nachgelesen gibt 7a und 7b, ich habe 7a, was sicher besser ist, aber sonst kann ich die Diagnose nicht sonderlich bewerten und schon gar nicht bezüglich ich habe noch Zeit, o.ä.
Danke für die guten Wünsche!
Gruss

WernerE
25.11.2013, 14:06
Hallo Grünten,

ich sollte seinerzeit ca. 3 Wochen nach Biopsie operiert werden. Dann habe ich mich in Gronau wegen der Da Vinci-Methode vorgestellt. Die Meinung des dort aufklärenden Arztes war, dass zwischen Biopsie und OP 6 Wochen vergehen sollten, da der Operateur ansonsten aufgrund der noch vorhandenen Einblutungen keine freie Sicht habe.

Beste Wünsche für Dich!

Werner