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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lymphdrainage nach Prostatektomie und Lymphadenektomie



MaikDotcom
20.11.2013, 12:17
Fast 3 Wochen ist die Operation her und ich trage immer noch diesen Plastikbeutel für die Lymphflüssigkeit.
Die Tagesmenge ist bestimmt ca. 200 ml und wird einfach nicht weniger. Erst wenn ich eine Tagesmenge
von weniger als 50 ml habe, könnte man dieses Ding entfernen. So langsam werde ich ungeduldig.
Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?

W. Werner
20.11.2013, 15:36
Zwar wurden bei mir die beiden Drainagen recht schnell nach der RPE entfernt, da sich nur noch wenig dort ansammelte. Dafür hat sich dann eine Lymphozele gebildet (ca. 400ml), der auch mit Drainagen und Verklebung nicht bezukommen war. Direkt geholfen hat dann eine Bauchfellfensterung. Details hier (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?7887-nach-RPE)
Viel Glück - Wolfgang
p. s.: Wieviele Lymphknoten sind denn bei Deiner RPE entfernt worden - Dein Profil gibt nicht gerade viel, genauer gesagt gar nichts her!

SAGI00
20.11.2013, 19:43
Hallo Maik,
ja auch ich hatte dieses Problem, jedoch mit viel Ruhe, Geduld, Entspannung hat sich der Lymphfluss reduziert bis zum Versiegen!
Wichtig ist, keinerlei Anstrengung, kein Treppen steigen, ect.
Gruss
Sigi

Ulli_HD
21.11.2013, 00:41
Bei mir sind ca. 2 Wochen nach der RPE ebenfalls Lymphozelen aufgetreten.
Der Chirurg hatte mich vorher auf diese mögliche Nebenwirkung hingewiesen. Ursache war die Entnahme von 25 Lymphknoten neben den zugehörigen Lymphbahnen.

Einen permanenten Abfluss-Beutel hatte ich nur in den ersten Tagen. In der rund dreimonatigen Folgezeit sind ca. 16 Liter Lymphe durch den Katheter abgeflossen. Es reichte, wenn ich ihn mehrfach am Tag entleerte.
Das war lediglich vom Handling her etwas einschränkend.
Natürlich habe ich die üblichen Tipps (Beine hoch, viel Ruhe, keine übertriebenen Bewegungen) befolgt, aber keine besonderen Erfolge einer bestimmten Verhaltensform festgestellt.
Als die Ärzte und ich schon fast die Geduld verloren hatten und eine Fensterung machen/zulassen wollten, versiegte der Lymphfluss vollends.
Ich hatte fortan keinerlei Probleme - auch nicht mit geschwollenen Beinen.

Die Lymphozelen hatten zwei Konsequenzen:
- Sie drückten am Anfang auf die Blase, so dass die anfängliche Inkontinenz sehr hoch war. Das legte sich mit der Rückbildung der Lymphozelen.
- Ich bin erst 4 Monate nach OP in die Reha gegangen.

So war es letztlich eine Frage der Geduld. Hätte ich zu Beginn die drei-monatige Dauer gekannt, hätte ich vielleicht einer Fensterung zugestimmt.
Durch mein Abwarten ging es langsamer und ohne zusätzlichen Eingriff.
Wie gesagt: Die Einschränkung durch den Katheter war gering. Die wöchentlichen Kontrolltermine waren zeitaufwändig und somit lästig.

Beste Grüße
Ulli aus Heidelberg

W. Werner
21.11.2013, 11:33
Das Bauchfell wird laparoskopisch gefenstert, also ein minimaler Eingriff, allerdings unter Vollnarkose. Wenn man Glück hat, wird der Unterbauch dabei nicht aufgepumpt, sondern die Bauchdecke mit Saugnäpfen o. ä. angehoben, um genügend Bewegungsfreiheit für die Instrumente zu haben. Nach der Fensterung war bei mir sofort kein Lymphozele im US mehr sichtbar.

p. s.: Bei mir waren es 24 LK, und bei der Entlassung (8 Tage nach OP) hatte ich erstmalig 80ml. Dabei dringender Hinweis des Klinik-Arztes: Sobald in den Beinen was taub wird, sofort in die Klinik!

tom_bolah
24.11.2013, 19:06
Hallo Maik,ich hatte ebenfalls das Problem 4 Wochen nach der OP. Die Füllmenge begann mit 480 ml/ 24 Std.Nach ca. 3 Wochen ging die Fördermende langsam zurück, stieg aber auch leicht wieder an. In der 4. Woche hörte es auf, die Fördermenge ging auf 0 zurück. Die Drainage wurde dann gezogen. Habe einfach Geduld. Alles wird Gut!!