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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Habe mich hier angemeldet … weiss nicht warum



Frank0001
05.02.2014, 22:59
Hallo zusammen
Lese interessiert mit.
Werde Ende des Monates operiert.
Habe mich hier angemeldet … weiss nicht warum.
Verzeiht auch das Unwissen zu Kürzeln. Die Diagnose ist recht neu.
Wert PSA ? 22. Alles muss raus lt. Urologe. Danach…Inkontinenz , Sexuelle Probleme,… etc.
Bin 54, glücklich verheiratet und Psychisch momentan voll am Boden.
Seit der Diagnose (Oktober) ändert sich hier einiges. Weniger die Krankheit oder das Umfeld, eher ich. Für mich gleicht das einer Kastration in weitestem Sinne.
Mich beschäftigen da Gedanken bis hin zur Scheidung.

Onni01
05.02.2014, 23:40
Hallo Frank,
angemeldet hast Du Dich vielleicht weil Du Fragen hast die Du noch nicht stellen möchtest, oder Antworten suchst zu denen Du noch nicht die Fragen formulieren kannst.
Das was Du momentan erlebst ging uns fast allen so, ich weis das hilft nicht viel aber es ist so, mich hat es mit 58 Jahren vor fast 6 Jahren getroffen und ich habe Nächtelang im Netztwerk gelesen und gegrübelt wie es weiter gehen könnte und was mit mir da eigentlich passiert.
Ich Frage einfach mal:
hat Dein Urologe Dir Derinen PSA-Wert mitgeteilt.
wurde bei Dir eine Biopsie durchgeführt, gibt es Aussagen von deinem Urologen über den Cleasonscor.
Hast Du vertrauen zu deinem Urologen/In
Was ist seit Oktober passiert.
Bist Du der meinung,das sexuelle Problem ist das wichtigste, warum Scheidung? einfach so.
auch wenn Du jetzt denkst es bricht alles über Dir zusammen, es kommt anders.
wenn Du magst dann Schreibe
herzliche Grüße
Lothar

tomblr
06.02.2014, 09:05
Frank,

mit deiner Anmeldung hier im Forum hast du den ersten entscheidenten Schritt unternommen, dich mit deiner Erkrankung konstruktiv auseinanderzusetzen.

In deiner Gedankenwelt bist du in einer Sackgasse gelandet und findest keinen Ausgang mehr.

Was du jetzt brauchst sind erst einmal verwertbare Daten und Fakten.

- Lasse dir alle Untersuchungsergebnisse von deinem Urologen schriftlich aushändigen, auch wenn es erst mal alles nicht verstanden wird hast du aber was auf der Hand.

- Beginne zu verstehen was das Untersuchungsergebniss bedeudet und welche Wege es gibt das Problem anzugehen. Dieses Forum kann dir dabei helfen!

- Lasse dich auf jedem Fall von einer anderen Instanz beraten. Suche einen zweiten Urolgen auf, besuche einen Onkologen usw. (Zweitmeinung!)

- Mache aus der Erkrankung kein Geheimnis, spreche mit der Familie, Verwandten und Freunden über deine Krankheit, deine Ängste, deine Gefühle.

- Wenn die Sackgasse scheinbar keinen Ausgang für dich bereit hält suche eine Psychoonkologen und lasse dich beraten.

- Entscheide dann in Ruhe und unter Abwägung aller Behandlungsoptionen!

Tom

Hvielemi
06.02.2014, 12:32
Bin 54, glücklich verheiratet ...
Für mich gleicht das einer Kastration in weitestem Sinne.
Mich beschäftigen da Gedanken bis hin zur Scheidung.

Lieber Frank

Es ist gut, dass Du glücklich verheiratet bist.
Glück in der Partnerschaft hängt nämlich nicht von
Erektionsgrösse, -winkel und -dauer ab, sondern davon,
dass zwei Menschen zueinandergefunden haben, die
einander verstehen.
Dass Du an Scheidung denkst, hängt wohl damit zusammen,
dass Du den Krebs als Versagen empfindest. Das ist aber
überhaupt nicht der Fall, denn dieser Krebs trifft, ohne dass
man irgendetwas dazu oder dagegen kann.
Der gemeinsame Umgang mit den noch keineswegs feststehenden
Folgen der Operation wird Euere Ehe zwar belasten, aber kann
sie auch stärken.
Deine Frau hatte einst Dich und nicht nur deine Potenz geheiratet.
Dich wird sie weiter behalten wollen, auf die Potenz gegebenenfalls
verzichten können.

Ich wünsche Euch beiden ein möglichst gutes Ergebnis der OP und
dazu minimale unerwünschte Wirkungen.

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad


@Ralf
Könnte man den Beitrag #8 von Frank und die Antworten darauf
in ein neues Thema auslagern im Forum 'Erste Hilfe'?

RalfDm
06.02.2014, 12:50
@Ralf
Könnte man den Beitrag #8 von Frank und die Antworten darauf
in ein neues Thema auslagern im Forum 'Erste Hilfe'?
Erledigt!

Ralf

skipper
06.02.2014, 18:38
Lieber Frank0001,
hast du dir einmal überlegt das es Kinder gibt,die an aggressiven Tumoren leiden und bewundernswert mit der Erkrankung umgehen und kämpfen. Mit der Diagnose Prostatakrebs hast du meist gute Chancen geheilt oder zumindest in guter Lebensqualität viele Jahre zu überleben. Viele mit Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Lungenkrebs würden sofort mit dir tauschen.
Warum hast du dich angemeldet? Weil du hier Betroffene findest die auf unterschiedlichen Wegen ihre Erkrankung angehen, sich informieren , mit Rat und Info helfen und sich austauschen.
1. Informiere dich gründlich über Prostatakrebs - nur wenn du Informiert bist kannst du die richtigen Fragen stellen. / hole eine 2. oder 3. Arztmeinung ein
2. Werde dir über das Ausmaß ( neudeutsch:Staging) deiner Erkrankung bewusst.
3.Wenn 1. und 2. geschafft ist suche dir einen Spezialisten für deine gewählte Therapieoption- lass dich nicht vom 1. Arzt gleich zur OP führen- denn dann kommen sehr oft die von dir gefürchteten Nebenwirkungen .
Was hat Scheidung mit deiner Krebserkrankung zu tun?
Gruß Skipper PS: ich war 48 bei der Diagnose und kann deine Gefühlswelt durchaus verstehen - nur diese Einstellung hilft dir nicht, sie vergrößert nur dein Problem.

SAGI00
06.02.2014, 19:49
Hallo Frank,
ich kann Dich sehr gut verstehen, Ich selbst kam erst auf das Forum wie schon alles vorbei war. Ich habe mich auch nach der Diagnose nicht umgehend damit auseinander gesetzt. Nur der Gedanke RAUS damit hat mich beherrscht. Und so war auch mein Handeln! Durch Zufall hatte ich einen hervorragenden Operateur, eine Zweit- und Dritt-Meinung habe ich nicht eingeholt -es wäre schon besser gewesen um innerlich sicherer zu werden. Na ja Dann hab ich mir -beinahe lachend den Bauch aufschneiden lassen. Jetzt sind 5 jahre rum, gestern war ich wieder Skifahren -also es geht mir gut- und auch meinem Spezl der wie ich das gleiche Schicksal hatte.
Danach…Inkontinenz , Sexuelle Probleme,… etc. ......muss nicht sein, lass Dich exakt beraten -nicht nur von einem Operateur- , wähle den mit grosser Erfahrung und überstürze nichts -schiebe es aber auch nicht bauf die lange Bank.
Ich wünsche Dir Kraft und Ruhe um ohne Panik die nächsten Schritte zu gehen.
Gruss
Sigi

W. Werner
06.02.2014, 23:59
Hi, Frank! Ist das wirklich so: PSA 22, also sofort OP??? Gut, warten solltest Du bei dem Wert nicht mehr lange, aber auf ein paar weiteren Voruntersuchungen solltest Du bestehen: Ist im Ultraschall schon irgendwas zu sehen? Mein vorletzter Uro sah jahrelang nur eine "jungfräuliche" Prostata - auch mit seinem "Super - neuen US-Kopf"! Bei der Zweituntersuchung (die steht Dir zu - auf Kassenkosten) im Krankenhaus habe ich meinen "Untermieter" bzw. dessen Schatten dann selber auf dem Schirm (eines wohl deutlich besseren US-Gerätes) gesehen - da stand die Entscheidung zur "radikalen Prostataektomie" (RPE) sofort fest! Wenn da bei Dir nichts feststellbar ist (Tastbefund und Ultraschall unauffällig), könnte auch eine Prostatitis und/oder allerding erheblich vergrößerte Prostata den PSA beträchtlich in die Höhe treiben und sollten daher vor dem Entschluß zur RPE ausgeschlossen bzw. berücksichtigt werden. Es gibt also noch einiges für Dich abzuklären, bevor Du Dich unter's Messer begibst. Aber auch wenn dieser Schrit schließlich sein muß: Die Inpot-/Inkontin- und sonstigen -enzen nach RPE sind keineswegs mehr ein unabwendbares Schicksal: Wie Du hier in diversen Berichten nachlesen kannst, gibt es auch viele, die nach RPE das Krankenhaus kontinent verlassen und wenige Monate danach sogar ohne Hilfsmittel "kopulieren" können.
Also - die Nachricht ist sicher ein Schock, aber noch lange kein Todes- oder Scheidungsurteil!
In diesem Sinne: Kopf hoch und die fehlenden Untersuchungen (oder deren Ergebnisse) nach-/einholen. Erst dann kannst Du halbwegs fundiert entscheiden!
Mach et joot - Wolfgang

artisun51
07.02.2014, 09:30
moin beisammen,

also ich lese bis jetzt nur einen Beitrag von Frank, da schreibt er einmalig PSA 22 - mehr nicht. Keine PSA Entwicklung, Kontrollmessung, oder gar Biopsie. Evtl. habe ich etwas überlesen, aber wenn das alles ist, operiert meiner Meinung nach niemand. Wozu die Aufregung über Nebenwirkungen, wenn, so wie ich es sehe, bis jetzt keine gesicherte Diagnose vorliegt.

Gruss u. einen "ruhigen" Tag

Hvielemi
07.02.2014, 11:24
also ich lese bis jetzt nur einen Beitrag von Frank, da schreibt er einmalig PSA 22 - mehr nicht. Keine PSA Entwicklung, Kontrollmessung, oder gar Biopsie.

Man kann durchaus davon ausgehen, dass Frank eine Biopsie gehabt hatte.
Welcher Urologe liesse sich diese Abrechnungsposition schon entgehen?
Aus der Tatsache, dass Frank keine weiteren Informationen zu seiner
Diagnose gegeben hat, zu schliessen, dass da keine weiteren Informationen
seien, ist unzulässig. Wir dürfen ruhig davon ausgehen, dass der Entschluss
zur RPE wohlfundiert war, nicht nur aufgrund des PSA-Ausgangswertes.

Aber das Stichwort PSA mag zutreffen. Angenommen, das war im Oktober
die Erstmessung, die dann die übliche Diagnostik-Kaskade mit Ultraschall,
Biopsie und MRT in Gang gesetzt hatte, wäre es aufschlussreich,
jetzt noch einmal den PSA-Wert zu bestimmen.
Aus der Entwicklung könnten Hinweise zur Aggressivität des Tumors
gewonnen werden und mit dem Ergebnis der Biopsie und der
anschliessenden Pathologie abgeglichen werden.
Könnte schlimmstenfalls später mal eine hilfreiche Information sein.

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad

Heribert
07.02.2014, 16:25
Hallo Ihr lieben Mitstreiter,

solange Frank sich nicht zu den aufgekommenen Fragen und Hinweisen äußert, wird jeder noch so gut gemeinter Beitrag zur Kaffesatzleserei.

Also lieber Frank, auch wenn Dich die Diagnoseim Moment sehr beutelt, gehe bitte auf die Fragen und Hinweise so weit es Dir möglich ist ein. Dann wird auch der eine oder andere Rat Dir die nötige Sicherheit geben, die richtige Entscheidung zu treffen.

Herzliche Grüße
Heribert

Frank0001
07.02.2014, 22:27
Hallo zusammen.
Dank für eure antworten. Sorry auch die späte Antwort. Bin nicht täglich im Netz.
Dachte aber auch das man informiert wird bei Antworten.

Begonnen hat das hier vor etwa zwei Jahren mit häufigerem Harndrang. Der Hausarzt meinte Prostata ist etwas vergrößert und es sein eine ältere Entzündung oder so und verschrieb Prostagutt.
Letzten Oktober wurde dann Blut abgenommen und zu einem Urologen verwiesen.
Hier nun wieder Bauabnahme .. Termin Biopsie.( 12 Punkte.) ……Beim Gespräch dann wollte der Urologe gleich nen Termin machen mit eben alles muss schnell raus.
Lothar fragte „Hast Du vertrauen zu deinem Urologen/In“.
Mir war es schock genug, und ging mir alles auch viel zu schnell.
Holte also zwei weitere Meinungen ein .. landete dann bei der Da Vinci Methode.
Grüße Frank

Frank0001
07.02.2014, 22:45
angst macht alles etwas, weil ich mich noch nicht genug informiert habe, wie es danach weitergeht.
Inkontinenz, Sex etc.
Momentan bilde ich mir ein dass jeder mich neuerdings komisch anguggt.
Irgendwie fühle ich mich auch hmm wie erklären ...
Meine Frau sagt klaro, das packen wir ... aber was soll ja auch sie anders sagen?

W. Werner
07.02.2014, 23:59
Mein lieber Frank! Leider hat hier keiner eine Kristallkugel, aus der Deine Zukunft und Deine Werte (Biopsieergebnis, Prostatagröße etc.) abgelesen werden kann. Insofern kann Dir hier kein fachlich/sachlich fundierter Rat erteilt werden, zumal Du Dich so anhörst bzw. liest, als wäre Deine Entscheidung zur RPE bereits gefallen. Dann kann ich allerdings den Titel Deines Threads verstehen: Fragen/Anregungen sind reichlich gegeben worden - jetzt mußt Du Antworten liefern, sonst frage ich mich auch, warum Du Dich hier angemeldet hast. cu - Wolfgang

Frank0001
08.02.2014, 00:14
Hallo Wolfgang.
Dank für Antwort.
Scheint hier ein Profi-Forum zu sein.
Angemeldet habe ich mich zu hmm mit vielen Fragen oder ... eher danach.

Frank0001
08.02.2014, 00:19
alle Untersuchungen habe ich hinter mir.
Da führt kein Weg vorbei. Ist wie es ist.
Ende des monats eben OP.
mir geht es um das danach.
Fragen? Gerne.

Hvielemi
08.02.2014, 01:06
angst macht alles etwas, weil ich mich noch nicht genug informiert habe,
wie es danach weitergeht.
Inkontinenz, Sex etc.
...
Meine Frau sagt klaro, das packen wir ...

Ja klar hast Du Angst, lieber Frank, wer hätte das nicht vor dieser Operation.
Du brauchst hier nicht zwingend Daten und Diagnosen reinzuschreiben.
Die bräuchte es nur, wenn Du noch die richtige Therapie suchen würdest,
aber dieser Entscheid ist ja längst schon gefallen.
Wichtiger ist es, dass Du mit Deinen Ängsten klarkommst.
Ob Du hinterher kontinent und potent, oder inkontinent und impotent
sein wirst, geheilt oder nicht, kann Dir keiner sagen, auch nicht, wenn
Du jedes Detail bekannt gibst zu deiner Diagnostik. Da geht es um
statistische Chancen in %. Wissen tust Du erst hinterher.
Die "Information" besteht dann aus den Fakten nach der OP,
aus denen Du dann eben das Beste machen musst.
Dabei werden Dir hier Mitbetroffene gerne mit Rat beistehen.

Deine Frau sagt das richtig:
Klaro, das packt ihr ... zusammen, denn schliesslich seid ihr
ja glücklich verheiratet.
Vertrau ihr!

Carpe diem! Nimm den Tag!
Hvielemi / Konrad

Schorschel
08.02.2014, 10:34
alle Untersuchungen habe ich hinter mir.
Da führt kein Weg vorbei. Ist wie es ist.
Ende des monats eben OP.
mir geht es um das danach.
Fragen? Gerne.
Du schreibst, es "Ist wie es ist". Kann sein, kann nicht sein.

Wer hat Dir denn gesagt, "wie es ist"? Dein Urologe, nehme ich an. Derselbe Urologe, der Dir dann gesagt hat, dass an der OP "kein Weg vorbei führt". Kann sein, kann nicht sein.

Es ist Dein Körper, Deine Prostata, Deine Gesundheit, Dein Leben nach der OP mit ihren eventuellen Nebenwirkungen.

Und da fällt Dir nichts Anderes ein als "Ist wie es ist" und "führt kein Weg dran vorbei"??? Das kann doch nicht wahr sein!

Hast Du kein Interesse, mehr Details über Deinen Tumor zu erfahren? Mehr über zusätzliche Diagnostik? Mehr Details über Therapiealternativen? Willst Du nicht ein selbstbestimmter Patient werden, der nicht die Hacken zusammenschlägt, wenn sein Arzt sagt "Ab auf den OP-Tisch"??

Wenn Du diese Fragen alle mit "Nein" beantwortest, dann lass' Dich halt operieren, ohne zu wissen, ob das wirklich die beste Alternative für Dich ist. Sorry, wenn das alles ein bisschen aggressiv klingt, aber ich kann einfach nicht verstehen, dass sich jemand offenbar ohne Gegenwehr zu einer schweren OP schicken lässt, wie das anscheinend bei Dir der Fall ist.

Schorschel

RalfDm
08.02.2014, 10:52
Hallo Frank,

ich zitiere der Einfachheit halber hier mal aus meiner Schrift "Erster Rat". Den gesamten Text findest Du im Kopf dieser Seite unter "Wichtige Links" => "Basiswissen":

Die psychische Seite


Die wenigsten Männer machen sich nach der Krebsdiagnose und bei der Therapie-Entscheidung klar, welche psychischen Probleme nach einer Therapie, die die Gefahr bleibender belastender Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz birgt, auf sie und ihre Ehefrau/Partnerin zukommen können. Lesen Sie darum vor Ihrer Entscheidung im "Forumextrakt“ auch die Seiten "PK und Psyche“ und "PK im Kopf“. Noch einmal: Die "Therapie light“ gibt es nicht!
Übrigens: Als Krebspatient haben Sie einen Anspruch auf psychologische Hilfe, das wird Ihnen Ihr Urologe möglicherweise auch nicht gesagt haben.
Diese Empfehlungen spricht die Leitlinie aus:



Dem Patienten sollte ein interdisziplinäres Behandlungsteam zur Verfügung stehen (einschließlich psychosozial bzw. psychoonkologisch sowie palliativmedizinisch geschultem Fachpersonal).
Patienten mit Prostatakarzinom sollte im Zuge einer fachspezifischen Rehabilitationsmaßnahme eine psychoonkologische Betreuung zur Unterstützung der
Krankheitsverarbeitung angeboten werden.
Dem Patienten sollte eine psychosoziale und psychoonkologische Unterstützung bei psychischen, sexuellen oder partnerschaftlichen Problemen angeboten werden.


Die Psychoonkologie ist eine interdisziplinäre Form der Psychotherapie, die sich mit den psychischen und sozialen einschließlich sozialrechtlichen Bedingungen, Folgen und Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung befasst. Psychologische Behandlung hat nichts mit dem Behandeln einer psychischen Erkrankung, sondern dem Behandeln einer psychischen (seelischen) Notsituation zu tun.
Sie können, wenn Ihre Erkrankung Ihnen seelisch zu schaffen macht, einen Psycho-Onkologen Ihrer Wahl konsultieren, die GKVn übernehmen die Behandlungskosten. Unter der folgenden Web-Adresse finden Sie eine nach Postleitzahlen geordnete Liste von Psycho-Onkologen in Deutschland:


http://www.gsk-onkologie.de/content/e119/e125/e426/Adressverzeichnis_Psychoonkologen_ger.pdf


Das Schlechteste, was Sie machen können, ist, nur noch über Ihre Erkrankung nachzugrübeln, darüber, worum es gerade Sie getroffen hat, und dabei die Lebensfreude zu verlieren.



Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben!


Ralf

W. Werner
08.02.2014, 12:13
Scheint hier ein Profi-Forum zu sein.
Die meisten hier haben eine mehr oder weniger lange PCa-Geschichte, also ein gerütteltes Maß an einschlägigen Erfahrungen. Schorchels Beitrag kann ich mich nur anschließen. Aber wie heißen zwei der kölschen 10 Gebote: "Et is wie et is" und "et hät noch immer joot jejangen". Ich wünsche Dir, daß es so bei Dir ausgeht. cu - Wolfgang

spertel
08.02.2014, 13:59
Hi Schorschel

Ein sehr schoener Beitrag, Du hast in Deiner Aufzaehlung allerdings unterschlagen, dass es auch sein Krebs ist.

Ich waere an der Stelle von Frank sehr daran interessiert, wie ich mit groesstmoeglicher Chance im Alter von 54 Jahren diesen Mist vom Leibe kriege.

Schreib ihm doch einfach, welche Alternativen Du zu bieten haettest; ein PSA von 22 ist schon recht heftig.

Welche waeren das denn ???? Welche "Gegenwehr" schlaegst Du denn vor ???

Ich bin gespannt !!

Gruss aus der Ferne

Reinhard

Hvielemi
08.02.2014, 14:45
... im Alter von 54 Jahren diesen Mist vom Leibe kriege.
ein PSA von 22 ist schon recht heftig.

Welche "Gegenwehr" schlaegst Du denn vor?


Danke Reinhard, dass Du der Infragestellung von Franks
Therapieentscheid ein Ende setzt.
Er hat sich mit gutem Grund für die RPE entschieden:

Der früheste Zeitpunkt, in dem Prostatakrebs entsteht,
ist nach der Pubertät, also mit etwa 16 Jahren.
Franks Krebs ist nun also maximal 38 Jahre alt.
Bis ein Tumor überhaupt nachweisbar wird,
braucht es rund 30 Verdoppelungszyklen.
Dann hat er einen PSA von sagen wir mal 2.5ng/ml.
Er hat also etwa 34 Verdoppelungszyklen durchgemacht,
bis er die 20ng/ml gerissen hat.
(Dass eine Prostataentzündung ausgeschlossen wurde,
setze ich voraus).
Auch mit der daraus resultierenden längstmöglichen
Verdoppelungszeit von 15 Monaten kann das kein Tumor sein,
den man eben mal "aktiv beobachtet" und Däumchen dreht.
Unter jeder anderen Annahme wären die Verhältnisse noch
ungünstiger. Dieser Tumor muss aggressiv therapiert werden,
denn Frank möchte noch viele Jahrzehnte leben.

Um das in groben Zügen zu sehen, reichen die vorliegenden
knappen Daten aus, zumal Frank die volle übliche Diagnostik
durchlaufen hat.

Es kann hier also nur um die Frage gehen, wie weiter danach?

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad

Frank0001
08.02.2014, 17:35
Hallo zusammen.

Ja, richtig Konrad.
Habe alle Untersuchungen durchlaufen und der Op Termin steht fest.
Zu Allen anderen Alternativen wurde mir abgeraten.


"Es kann hier also nur um die Frage gehen, wie weiter danach?"
Ja, darüber habe ich mich noch nicht informiert.
Danke und Gruß
Frank

Hvielemi
08.02.2014, 18:15
Ja, darüber habe ich mich noch nicht informiert.


Dazu kann Dir jetzt ohnehin noch niemand sinnvollen Rat geben,
denn das hängt vom Ergebnis der OP ab, wie ich bereits
in Beitrag #17 (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?8305-Habe-mich-hier-angemeldet-%85-weiss-nicht-warum&p=74985#post74985) erläuterte.
Dass dies bestmöglich ausfalle, wünscht Dir sicher nicht nur ich,
sondern wohl Alle, die hier mitlesen und -schreiben.

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad

Frank0001
08.02.2014, 20:43
denn das hängt vom Ergebnis der OP ab, wie ich bereits
.
Ja, denke ich auch, das sagte auch der Chirurg beim letzten Gespräch.
Dennoch ....vielen Dank an alle.
Gruß
Frank
(Scheiss Sache)

Schorschel
08.02.2014, 22:29
Danke Reinhard, dass Du der Infragestellung von Franks
Therapieentscheid ein Ende setzt.
Er hat sich mit gutem Grund für die RPE entschieden:
...
Dieser Tumor muss aggressiv therapiert werden,
denn Frank möchte noch viele Jahrzehnte leben.

Um das in groben Zügen zu sehen, reichen die vorliegenden
knappen Daten aus, zumal Frank die volle übliche Diagnostik
durchlaufen hat.

Es kann hier also nur um die Frage gehen, wie weiter danach?

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad

Woher weißt Du das alles, Konrad???

Außer einem PSA von 22 kenne ich keine "vorliegenden knappen Daten". Nichts gegen Deine spekulative Rechnerei, aber wie artisun richtig schreibt...


also ich lese bis jetzt nur einen Beitrag von Frank, da schreibt er einmalig PSA 22 - mehr nicht. Keine PSA Entwicklung, Kontrollmessung, oder gar Biopsie. Evtl. habe ich etwas überlesen, aber wenn das alles ist, operiert meiner Meinung nach niemand.
...wissen wir absolut nichts über Franks Krebs, "sein Krebs", wie Spertel zu Recht schreibt. Habe ich irgendwo etwas überlesen? Kein Profil - nichts da an Infos.

Und ein PSA von 22 heißt zunächst einmal gar nichts, außer dass man herausfinden muss, warum er so hoch ist. Vielleicht ist das bei Frank ja alles perfekt abgelaufen, aber mitgeteilt hat er uns davon nichts. Ist natürlich sein gutes Recht.

Aber Deine Schlussfolgerungen, lieber Konrad, verblüffen mich - milde ausgedrückt - sehr. Für mich klingt dieser Fall bis zum Vorliegen anderer Diagnostik eher nach der üblichen "Das Ding muss raus"-Vorgehensweise der Standard-Urologie.

Lieber Frank, all das ist völlig o.k., denn es geht ja um Dich - all das ist Dein gutes Recht. Du kannst und sollst machen, was immer Du für richtig hältst. Aber ich verstehe offen gestanden nicht, warum Du hier schreibst, wenn Du Deine Diagnostik für Dich behältst. Und ich verstehe von mir hochgeschätzte Mitstreiter nicht, die ohne belastbare Daten Deine OP-Entscheidung kritiklos stützen.

Ich wünsche Dir alles Gute!!!

Schorschel

Schorschel
08.02.2014, 22:45
Hi Schorschel
...
Welche "Gegenwehr" schlaegst Du denn vor ???


Lieber Reinhard!

"Gegenwehr" war, wenn Du meinen Beitrag liest, nicht gegen den Tumor, sondern gegen die von mir vermutete Standard-Empfehlung zur OP gemeint. Und diese Gegenwehr kennst Du: Diagnostik und nochmal Diagnostik. Und erst wenn man dann möglichst gut Bescheid weiß, kann man über die optimale "Gegenwehr" gegen den Tumor nachdenken. Aber all das weißt Du ja mindestens genauso gut wie ich...

Ich wünsche Dir noch viel Spaß auf Deiner jüngsten Weltenbummelei!! :-))

Schorschel

Onni01
09.02.2014, 00:20
.

(Scheiss Sache)

Ja Du hast recht, es ist ein Scheiss Problem, lieber Frank,
gerade in Zeit vor der OP.
Ich kann Dir nur erzählen was mir geholfen hat.
Vor der OP war ich sehr viel mit meinen Kinder (3 Stück und alle schon Erwachsen) zusammen
und nach der OP bin ich noch mit Katheter und "Schlauch im Bauch "
in die REHA, meine Frau war mit, das hat uns viel gebracht;
Du kannst Dich auch gerne über eine persönliche Nachricht melden !

Wir drücken Dir alle die Daumen
Gruß Lothar
Lothar

spertel
09.02.2014, 03:09
Sorry, Schorschel...

Natuerlich hast Du recht; Deine Interpretation der "Gegenwehr" war ja klar und eindeutig ! Dies anders darzustellen war duemmlich, ich bitte daher um Entschuldigung. Wer richtig lesen kann war schon immer klar im Vorteil.

Allerdings wuesste ich schon gerne, welche umfangreiche Diagnostik, ganz konkret in diesem Fall, zu anderen Konsequenzen fuehren koennte.

Man kann hoffen, sollte sich aber auch nicht einreden, dass ein Grossteil des PSA durch entzuendungsbedingte Vorgaenge entstanden sein koennte. Hier koennten natuerlich Angaben zur Biopsie (Anzahl und prozentualer Befall) hilfreich sein.


@ Frank

Bei einem PSA von 22 waere gruendlichst zu ueberlegen, ob die Da Vinci-Methode die geeignete Wahl ist. Im Zuge einer OP waere es in Deinem Fall dringend noetig, so zumindest meine Meinung, dass eine ausgedehnte Entfernung der primaeren Lymphabflusswege und Lymphknoten durchgefuehrt wird,

Die Moeglichkeit, dass sich schon (Mikro)-Metastasen in den angrenzenden Lk befinden ist durchaus wahrscheinlich. Eine OP mittels Bauchschnitt (war bei mir eigentlich ziemlich schmerz- und problemlos) bietet dem Operateur eine bessere Uebersicht, so ist es zumindest zu lesen bzw. auch logisch. Dies waere aber mit dem Arzt Deiner Wahl zu eroertern.

@Konrad

Es freut mich sehr, dass es auch bei Dir erfreuliche Dinge zu vermelden gab. Allerdings komme ich manchmal nicht ganz mit Deinen Berechnungen bez. der VZ klar.

Ich komme bei Gelegenheit, wenn ich wieder im Lande bin, darauf zurueck: vermutlich bin ich aber einfach nur zu bloede. um da richtig durchzublicken ;))

Mathe war in der Schule nie meine Staerke, als ich mal ne 4- geschrieben hatte gab's "Standing Ovations" meiner Klassenkamaraden........

Es scheint so, als habe ich mich auf diesem Gebiet nicht verbessert !!

Gruss aus Hue/Vietnam

spertel
09.02.2014, 09:17
Korrektur :

"Die Moeglichkeit, dass sich schon (Mikro)-Metastasen in den angrenzenden Lk befinden ist durchaus wahrscheinlich"

Diese Formulierung ist natuerlich unsinnig.

Bei einem aPSA von 22 ng/ml ist es durchaus moeglich, dass sich bereits (Mikro)-Metastasen in den angrenzenden LK befinden.

So ist' s wohl eher richtig.....

Hvielemi
09.02.2014, 11:58
Woher weißt Du das alles, Konrad???

Außer einem PSA von 22 kenne ich keine "vorliegenden knappen Daten".
Nichts gegen Deine spekulative Rechnerei, aber ...


Die 'Daten' hab ich klargestellt:
Alter, PSA und die Annahme, dass im Rahmen einer
ordentlichen Diagnostik eine Prostataentzündung
ausgeschlossen worden sei (Eine BPH als Quelle von
22mg/ml kann aufgrund der geringen VZ ausgeschlossen
werden).

Für mich klingt dieser Fall bis zum Vorliegen anderer Diagnostik
eher nach der üblichen "Das Ding muss raus"-Vorgehensweise
der Standard-Urologie.
Ja, das mag für Dich so erscheinen, Frank hingegen hat sich
aufgrund eben dieser Diagnostik entschieden:
"Das Ding muss raus".
Dafür muss er sich nicht rechtfertigen.
Es gibt in dieser bösen Welt noch Arzt-Patienten-Verhältnisse,
die von Vertrauen geprägt sind. Auch ich kam so zu meiner RPE.

Franks Fragestellung bezog sich auf die Folgen der bevorstehenden
RPE, nicht auf die OP selbst.

Mir leuchtet das ein.
Hvielemi / Konrad


PS@Spertel:
Die Metastasenfrage bleibt offen, Frank hat eine Heilungschance,
also sollte er sie packen, ganz wie ich damals. Immerhin hab ich
dann von der Tumormassenreduktion profitiert ...

helmut.a.g.
09.02.2014, 13:14
@all:

Ich habe mir gerade in aller Ruhe diesen Thread durchgelesen und stellte fest, dass hier gerade von einem PCa ausgegangen wird, begründet, weil ein tPSA von 22 ng/ml vorliegt, der Grund für das Aufsuchen des Arztes wegen Harnablassirritationen bestand und der Urologe der Meinung ist, dass das "Ding raus muss."
Weitere diagnostischen Parameter sind aus diesem Thread nicht zu entnehmen. An dieser Stelle muss ich "Schorschel" einfach recht geben. Ein PSA von 22 ng/ml impliziert noch lange kein Krebsgeschehen. Bei einer BPH (Beningne Prostatahyperplasie) oder Entzündungsprozesse, sind PSA-Werte bis zu 50 ng/ml keine Seltenheit. Fakt ist auch, dass viele Urologen in diesen Situationen (allen Voran bei einer BPH) zur OP raten.

Gruß Helmut

Heribert
09.02.2014, 13:56
Lieber Frank,

bitte sei so gut, und setze in groben Zügen hier ein, wie das Ergebnis der pathologischen Untersuchung der 12 Einstiche in die Prostata ausgegangen ist. Hat der Urologe Dir gesagt, dass Krebszellen in den Biopsaten gefunden wurden?
Es ist sonst leider so, dass bei jedem ein anderes Ergebnis beim Betrachten seiner Glaskugel heraus kommt.
Nachdem Du geschrieben hast:

...Wert PSA ? 22
...Termin Biopsie.( 12 Punkte.)
...zwei weitere Meinungen ein .. landete dann bei der Da Vinci Methode
...alle Untersuchungen habe ich hinter mir
...Habe alle Untersuchungen durchlaufen und der Op Termin steht fest
...Zu Allen anderen Alternativen wurde mir abgeraten

Da bei einer BPH nur eine TUR-P und kaum eine DaVinci-OP angedacht werden dürfte, tendiert meine Glaskugel eher dazu, dass bei Dir Prostatakrebs in den Biopsaten nachgewiesen wurde und deshalb Deine Entscheidung zur operativen Entfernung der Prostata feststeht.

Herzliche Grüße
Heribert

Hvielemi
09.02.2014, 18:15
Nachdem Du geschrieben hast:
...zwei weitere Meinungen ein ...


Bei weitem nicht jeder Patient lässt sich Kopien von Befunden
aushändigen, selbst wenn das hier im Forum die meisten tun mögen.
"Zweitmeinung einholen" ist hier wohl der meist-erteilte Rat.
Das ergibt nur Sinn, wenn damit auch Vertrauen verbunden ist.

Die befragten Stellen scheinen ja in diesem Falle einer Meinung
gewesen zu sein:
"Alles muss raus" - naja, hoffentlich etwas weniger grob formuliert.
Warum also nicht vertrauen, dass die RPE der richtige Weg sei?
Die Diskussion war offenbar, ob offen oder mit'm Roboter.

Ja, ich habe - nach Wertung des Wenigen von Frank gesagten -
einen SEHR tiefen Blick in die Glaskugel getan.

Ich wünsche nun Frank einmal mehr alles Gute zu seiner OP,
und vielleicht lässt er uns dann ja in den Pathologiebericht
gucken?

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad



PS: Nein, Wetten nehme ich keine an.

Frank0001
09.02.2014, 21:26
Hallo zusammen.
Bitte nicht streiten. Hilft nun wirklich nichts, mir am wenigsten.
Ich bin auch kein Fachmann in Diagnostik, Kürzeln, Formulierungen etc.
Diese „Gespräche“ mit den Ärzten waren schlimm genug und so habe ich mich zumindest, soweit ich es verstehen kann Fragen gestellt.

Erkläre es also in meinen Worten:

Vor etwa einem Jahr begann es mit häufigeren Harndrang, vor allem Nachts.
Lt. Hausarzt wurde eine vergrößerte Prostata festgestellt und eine abklingende Entzündung. Niiiiiiiiiichts schlimmes. Nunja, er ist ja der Profi und ich ging mit „Prostagutt“, nach Hause, dauere aber, wie ich hörte sich Besserung einstellt. Oki.
Wurde aber nicht. Nach vier Monaten also wieder Untersuchung.
Blutentnahme, Wert etwas erhöht, beobachten. Nach etwa zwei Wochen wurde ich angerufen, ich solle zur Sicherheit mal zum Urologen. Wieder Blutentnahme …wert 18. Letzten Oktober Biopsie. 12 Punkte. Diagnose … an 4 Punkten wurde was gefunden. Mir wurde dann eine Zahlenreihe vorgelegt (verzeiht das unfachliche) glaube 1-7 oder acht. Die mittlere Zahl sei nicht so wichtig. Über der mittelzahl ganz schlecht, knapp unter dieser Zahl ….recht gute Heilungsmöglichkeit und empfahl schnelle OP mit eben alles raus., (wollte auch gleich einen Termin vereinbaren) Für mich alles Schock genug. Das ging mir alles auch viel zu schnell und bat um Bedenkzeit. Mir kam es vor wie am Fließband und hatte auch kein rechtes Vertrauen. Ein paar Tage später sagte ich dass ich mir eine andere Meinung dazu holen wollte. Ok. Nun verwies er mich zum Röntgen ( musste da was trinken) und nochmals in eine andere Röhre, bei der ich zweimal durchgeschoben wurde.
Mit diesen Befunden ging ich dann zu einem anderen Urologen und dann zu dem von mir ausgesuchten Chirurgen in dem er nur gutes las, alles in Ordnung eben.
(war im Januar). Nochmals Bluttest wert nun 22. Hier eben nun höre, hohe Wahrscheinlichkeit zur Genesung und eben riet zur Da vinci, wobei man erst bei der OP sehen würde in wie weit was wirklich raus muss.
Nunja. So im groben ist das alles.
Gruß
Frank

Hvielemi
09.02.2014, 23:12
Nunja. So im groben ist das alles.


Halloo Frank!
Das ist ja bestes Kabarett, wie Du das beschrieben hast.
Ich fang jetzt nicht an, Details daraus zu interpretieren,
aber was Du aus dieser Geisterbahn http://egomera.de/phpBB3/images/smilies/ic_ausheck.gif mitgenommen hast,
ist wohl grosso modo zutreffend.
Wichtig und von Dir nicht erwähnt:
Der Chirurg soll Dir einige Lymphknoten entnehmen zur Prüfung.

Du solltest ab jetzt versuchen, zu verstehen, was "Die" mit Dir machen.

Ich hab schon öfter geraten:
Fragen, fragen, fragen!
bis Mann versteht, was mit ihm geschehen soll.
Das stärkt dann auch das Vertrauen.

Carpe diem!
Hvielemi / Konrad


PS:
Ich glaub nicht, dass wir uns hier getritten haben,
sondern wir haben Deinen Fall kontrovers diskutiert.
In diesem Gespräch wird einiges bewusst und dadurch
klarer formuliert, nicht zuletzt für Dich.
Auch hier gilt für Dich: Fragen, fragen, fragen ...

Schorschel
10.02.2014, 00:05
….recht gute Heilungsmöglichkeit und empfahl schnelle OP mit eben alles raus., (wollte auch gleich einen Termin vereinbaren)...

Exakt so hatte ich mir das vorgestellt...

Frank war dann ja noch bei einem anderen Urologen, und der kannte natürlich einen Chirurgen, von dem er, wie Frank schreibt, nur Gutes gehört hatte. Welch ein Zufall!! Aber so läuft es m.E. immer noch viel zu oft in Deutschland. Der Arzt agiert leitlinienkonform und risikoarm, der Patient wird operiert, und der Arzt behandelt dann in den nächsten Jahren die postoperativen Nebenwirkungen. Zeitraubende Diagnostik- und Beratungsgespräche sind lästig und werden lausig beahlt - auch bekannt.

Lieber Frank, ich akzeptiere natürlich, dass Du Dich, offenbar ohne wirklch etwas über Deinen Prostatakrebs zu wissen, einer schweren Totaloperation mit möglichen schweren Nebenwirkungen unterziehen wirst. Das ist Dein gutes Recht, und das kannst nur Du selbst entscheiden. Für mich war das damals bei meiner Erstdiagnose (die je nach Arzt zwischen T1c und T3 variierte) undenkbar, heute erst recht.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute auf Deinem Weg und drücke Dir sämtliche Daumen, dass alles super klappt!!!

Schorschel

tom.riemer
10.02.2014, 18:04
Hallo Frank,

ich war 52 bei meiner OP.
Mein erster Urologe war auch so ein Schwarzseher wegen Inkontinenz, Impotenz etc..
Er sagte damals es wird 100% so eintreffen.

Kam alles anders, kannst du in meinem Profil nachlesen.
Meine OP ist jetzt 10 Monate her und ich hätte nie gedacht, daß es so problemlos gehen kann.
Klar hatte ich mir vorher auch viele Gedanken gemacht wie es wäre wenn alles negative eintritt.
Als unendlicher Optimist habe ich es aber dann lieber auf mich zukommen lassen. Eine andere Wahl hat man ja eh nicht.
Falls es nicht so optimal läuft muss man dann halt sehen wie es weiter geht.

Gehe erstmal positiv an das ganze ran.

Kopf hoch !

Tom

Frank0001
16.02.2014, 22:02
Danke Tom.
Angemeldet habe ich mich hier, nicht um mögliche unterschiedlichen Meinungen zur OP zu hören, wäre auch zu spät, habe mich klaro soweit es geht, Privat versichert informiert und alles möglich mich dazu informiert. Mir geht es um das eher danach. So unterschiedlich hier Meinungen vertreten werden (danke) , ist das sicherlich individuell anders. Jedes Krankheitsbild ist anders, ansonsten gäbe es eine Bedienungsanleitung.
Ob ich nun zur OP die Richtige Entscheidung getroffen habe, kann ich als Laie nicht beantworten.
Welcher Betroffene kann denn dass auch wirklich.
Danach aber.
Einfache Fragen. Wenn auch unterschiedlich, Wann kann der Katheder raus, höre es liegt an der Farbe des Urines. Möchte schnell nach der Op nach Hause. Wie sieht es aus mit „übungen“ oder Reha, hier diese Inkontinenz im Griff zu kriegen etc.
Grüße Frank

RalfDm
16.02.2014, 23:42
Wann kann der Katheder raus, höre es liegt an der Farbe des Urines. Wie sieht es aus mit „übungen“ oder Reha, hier diese Inkontinenz im Griff zu kriegen etc.
Hallo Frank,


Ich habe noch nie etwas davon gehört oder gelesen, das Ziehen des Katheters von der Farbe des Urins abhängig zu machen. Wie soll das auch gehen?
In der Regel wird fünf bis sechs Tage nach der OP eine Dichtigkeitsprüfung der Anastomose (der Nahtstelle zwischen den beiden Enden der durchtrennten Harnröhre) durchgeführt. Dazu wird durch den Katheter die Blase mit einer Kontrastflüssigkeit gefüllt und unter dem Röntgenschirm der Katheter ein Stück zurückgezogen, bis er die Anastomose nicht mehr schützt. Wenn durch die Anastomose Kontrastflüssigkeit austritt, sieht man's auf dem Röntgenbild, dann darf der Katheter noch nicht gezogen werden.
Lade Dir hier (http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/017_0023_Prostatakrebs.pdf) den "Blauen Ratgeber" Nr. 17 der Deutschen Krebshilfe herunter und fange sofort mit dem ab S. 98 erläuterten Schließmuskeltraining an!


Ralf

wanderfreund
17.02.2014, 08:23
Hallo Frank,

gern gebe ich eine Erfahrung zur Frage "Katheter" weiter. Ralf hat ja fachlich die Praxis dargestellt und ich möchte ergänzen, dass es meiner Meinung nach günstiger ist, den Zeitraum bis zur Entfernung des Katheters in der Klinik zu verbleiben. Ich habe in der AHB Betroffene kennengelernt, die von erheblichen Problemen nach den sogenannten "blutigen" Entlassungen - also ca. 3 Tage nach Op mit Katherter nach Hause und dann erst nach ca. 2 Wochen erst Entfernung des K. - berichteten. Also vielleicht nicht nur danach trachten, so schnell wie möglich aus der Klinik zu kommen.
Schließmuskeltraining kann nicht früh genug begonnen werden! Lieber einmal umsonst trainiert, als zu spät oder zu wenig. Und noch eine Erfahrung von mir: AHB oder Reha auf jeden Fall wahrnehmen und zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und der eigenen "Ertüchtigung" nach der RPE bzw. Bestrahlung nutzen.

Alles Gute

Roland

WernerE
17.02.2014, 10:48
Hallo Frank,

fang schon möglichst weit vor der OP mit Beckenboden-Übungen an.

Gruß

Werner

tom.riemer
18.02.2014, 17:59
Danke Tom.
Angemeldet habe ich mich hier, nicht um mögliche unterschiedlichen Meinungen zur OP zu hören, wäre auch zu spät, habe mich klaro soweit es geht, Privat versichert informiert und alles möglich mich dazu informiert. Mir geht es um das eher danach. So unterschiedlich hier Meinungen vertreten werden (danke) , ist das sicherlich individuell anders. Jedes Krankheitsbild ist anders, ansonsten gäbe es eine Bedienungsanleitung.
Ob ich nun zur OP die Richtige Entscheidung getroffen habe, kann ich als Laie nicht beantworten.
Welcher Betroffene kann denn dass auch wirklich.
Danach aber.
Einfache Fragen. Wenn auch unterschiedlich, Wann kann der Katheder raus, höre es liegt an der Farbe des Urines. Möchte schnell nach der Op nach Hause. Wie sieht es aus mit „übungen“ oder Reha, hier diese Inkontinenz im Griff zu kriegen etc.
Grüße Frank


Hallo Frank,

,einer wurde am Tag vor der Entlassung gezogen, dicht war ab sofort - musste die ersten Wochen aber nachts noch einmal aufstehen.
Reha und Übungen habe ich keine gemacht da ja alles dicht war.
Hatte da aber wohl auch Glück.

Alles Gute

Tom

W. Werner
18.02.2014, 21:54
HI, Frank! Zum Thema "nach RPE" kannst Du hier einige Threads finden (u. a. von Tom, der mir sehr geholfen hat - ich bin kurz danach unter's Messer gekommen, mit ähnlichem Ablauf danach). cu - Wolfgang

Frank0001
19.02.2014, 00:38
Hallo zusammen.
Vielen Vielen Dank für eure Infos.
Tja, dann marschiere ich mal los ins KH. Werde Donnerstag operiert.
Grüße an alle.
Melde mich
Frank

WernerE
19.02.2014, 08:48
... dann drücken wir mal die Daumen, lieber Frank.

Viele Grüße

WernerE

Hartmut S
19.02.2014, 16:41
Hallo Frank,
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das mit dem Boden-Training ist auch nur rein spekulativ.
Ich habe nie richtigen Sport getrieben.

Mal ein Autorennen auf der Straße, Matratzensport und Schach.

Ich hatte dieses Training später nur gemacht, wegen meiner Darmprobleme.
Körpermäßig kann ich mich aber nicht beschweren. Ich sehe immer noch „knackig“ aus.
Sogar die Haare sind noch voll da. *g*
Meine größte Sorge war nach der OP meine Narbe.
Hoffentlich sieht man die später nicht.
Die hat mein Operatour aber sehr gut hinbekommen.
Zur Reha (Abschlußbehandlung) war ich nicht.

Ich will damit sagen, mache dir bitte keinen Stress.
Bis zum Donnerstag bringen die Übungen wohl nichts mehr.
Ich war nach spätestens 14 Tagen total trocken.
Entweder es wird alles gut, oder eben nicht.
<o:p></o:p>
Viel Glück!
<o:p></o:p>
Gruss
Hartmut
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<o:p></o:p>