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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seelenmetastasen



LowRoad
17.09.2014, 11:19
Gedanken vor dem Nachsorgetermin

Der Krebs ist noch da
Er war nie weg.
Er hat längst Metastasen gebildet
Dort, wie kein Ultraschall, kein Röntgenstrahl
Sie sehen kann.
Die Metastasen wachsen in meiner Seele,
Wo kein Skalpell, kein Strahl, keine Chemo
Sie erreichen kann.
Einige Zeit sind sie in Remission
Dunkle Klumpen, die dort nicht hingehören.
Manchmal spüre ich sie gar nicht.
Aber dann fangen sie an zu wachsen
und schmerzen so, dass auch mein Körper schmerzt.
Ich habe Angst, sie könnten von der Seele in meinen Körper wachsen.

(Claudila)

meni.li.
18.09.2014, 08:10
Wenn ich nachts jogge bin ich sie los
ich glaub auf den dunklen straßen haben sie angst und denken lasst ihn der kommt wieder....der spinnt blos

Komm ich dann heim sind sie verschwunden
wissen ja genau jetzt gibts ne eiskalte dusche und bei den liegestützen " gefühlte" quälende Stunden

auch im schlaf sind sie meißtens noch weg
wach ich dann auf sitzen sie mit tausend Fragen an meinem bett

" WAS WILLST DU TUN ; WIR SIND JETZT DIE STARKEN ;
LASS ES UNS SCHÖNREDEN WIR KÖNNEN WARTEN"

so geht es nun tag für tag , stunde und augenblick
nach vorne schauen ist oft genauso belastend wie der blick zurück...

Vielleicht sollt ich mal wieder in urlaub ohne euch fahrn oder die Sachen
die nur mir Spass machen
genau........... denn mit Bewegung im Körper und Geist da habt ihr ein Problem
Da sag ich Euch dann ..............Dankeschön

klausi

Horst1949
25.09.2014, 10:41
Alle drei Monate kommt das Unbehagen auf, so wie heute. Nach 12 Uhr kann ich anrufen und erfahre dann meine gestrigen Werte.
Ich möchte diese Art Metastasen nicht als "Seelen-, eher als Kopfmetastasen" bezeichnen. Was kann ich dagegen tun?
Ihnen nicht zuviel Zeit und Gedanken zukommen lassen. An dem Messintervall von 1/4 Jahr will (ja "muss") ich festhalten, also gehört auch die gewisse Bangigkeit vor dem Messergebnis dazu. Aber muss ich jeden Tag hier in dieses Forum hineinschauen und mich damit mit meiner Grunderkrankung und der möglichen Folge ständig konfrontieren? Eigentlich nicht - und das ist jetzt auch mein neues "Projekt", ich werde mich darauf beschränken "nur" noch einmal wöchentlich hier hineinzuschauen.
Neue Entwicklungen werde ich natürlich einstellen, aber ansonsten werde ich mich etwas forumabstinenter verhalten und die Zeiten "draußen" ausdehnen, so mit Radfahren, Wandern etc. Bin übrigens vergangenen Wochenende von meiner 2. Alpenüberquerung mit dem Pedelec binnen eines Jahres (Füssen-Gardasee) zurück gekommen und die Quälerei über den Fernpass empfand ich als persönliche Bereicherung, weil: Da geht noch was, ich werde meine Grenzen weiterhin austesten, ohne sie jemals tatsächlich erreichen zu müssen.
So, nur noch 20 Minuten bis zum Arztgespräch...
Euch alles Gute

lumberjack
25.09.2014, 10:54
So, nur noch 20 Minuten bis zum Arztgespräch...
Euch alles Gute

Dir alles Gute!

Jack

Horst1949
25.09.2014, 11:25
Danke Dir!
Das Warten hat sich gelohnt, im 7. postoperativen Jahr: 0,007, Schwankungen jeweils im Promillebereich, was will man(n) mehr?
Mit der fehlenden Potenz habe ich meinen Frieden geschlossen, so wie jetzt kann es die nächsten 30 Jahre bleiben;)

Abnahi3
09.03.2015, 04:36
Alpenüberquerung mit dem Pedelec binnen eines Jahres (Füssen-Gardasee) zurück gekommen und die Quälerei über den Fernpass empfand ich als persönliche Bereicherung, weil: Da geht noch was, ich werde meine Grenzen weiterhin austesten, ohne sie jemals tatsächlich erreichen zu müssen.????