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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer isst noch Brot? - I hate to say it ...



RuStra
01.11.2006, 18:09
Barry Sears neuester Ausruf:

"I hate to say it, but I told you so. I told you so more than 11 years ago."

Ich hasse es, es zu sagen, aber ich erzähle es euch schon mehr als 11 Jahre.

"A recent article in International Journal of Cancer (online Oct. 20, 2006) tells of a study that demonstrates that eating more than five slices of bread per day can increase the risk of kidney cancer by 94 percent."
Ein kürzlich im International Journal of Cancer erschienener Artikel berichtet von einer Studie, die gezeigt hat, dass mehr als 5 Scheiben Brot täglich das Risiko von Nierenkrebs um 94% erhöhen kann.

Anbei der Abstract der angesprochenen Studie, die statements von Sears stammen von seinem neuesten e-magazin, auf www.drsears.com (http://www.drsears.com) runterladbar.

grüsse + guten appetit, bloss nicht mit Brot,
Rudolf

++++++++

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Int J Cancer. (http://javascript%3Cb%3E%3C/b%3E:AL_get%28this,%20%27jour%27,%20%27Int%20J%20C ancer.%27%29;) 2006 Oct 20;<o =""></o>
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Food groups and renal cell carcinoma: A case-control study from Italy.<o =""></o>

<!--[if !supportLists]-->·<!--[endif]-->Bravi F (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Search&itool=pubmed_AbstractPlus&term=%22Bravi+F%22%5BAuthor%5D), Bosetti C (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Search&itool=pubmed_AbstractPlus&term=%22Bosetti+C%22%5BAuthor%5D), Scotti L (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Search&itool=pubmed_AbstractPlus&term=%22Scotti+L%22%5BAuthor%5D), Talamini R (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Search&itool=pubmed_AbstractPlus&term=%22Talamini+R%22%5BAuthor%5D), Montella M (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Search&itool=pubmed_AbstractPlus&term=%22Montella+M%22%5BAuthor%5D), Ramazzotti V (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Search&itool=pubmed_AbstractPlus&term=%22Ramazzotti+V%22%5BAuthor%5D), Negri E (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Search&itool=pubmed_AbstractPlus&term=%22Negri+E%22%5BAuthor%5D), Franceschi S (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Search&itool=pubmed_AbstractPlus&term=%22Franceschi+S%22%5BAuthor%5D), La Vecchia C (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Search&itool=pubmed_AbstractPlus&term=%22La+Vecchia+C%22%5BAuthor%5D).<o =""></o>

Istituto di Ricerche Farmacologiche "Mario Negri", Milan, Italy.<o =""></o>
Although nutrition and diet have been related to renal cell carcinoma (RCC), the role of specific foods or nutrients on this cancer is still controversial. We evaluated the relation between a wide range of foods and the risk of RCC in an Italian case-control study including 767 patients (494 men and 273 women) younger than 79 years with incident, histologically confirmed RCC, and 1,534 controls (988 men and 546 women) admitted to the same hospitals as cases for a wide spectrum of acute, non-neoplastic conditions, not related to long term diet modifications. A validated and reproducible food frequency questionnaire, including 78 foods and beverages, plus a separate section on alcohol drinking, was used to assess patients' dietary habits 2 years before diagnosis or hospital admission. Multivariate odds ratios (OR) were obtained after allowance for energy intake and other major confounding factors.
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A significant direct trend in risk was found for bread (OR = 1.94 for the highest versus the lowest intake quintile), <o =""></o>
and a modest excess of risk was observed for pasta and rice (OR = 1.29), <o =""></o>
and milk and yoghurt (OR = 1.27). <o =""></o>

Poultry (OR = 0.74), processed meat (OR = 0.64) and vegetables (OR = 0.65) were inversely associated with RCC risk. <o =""></o>
No relation was found for coffee and tea, soups, eggs, red meat, fish, cheese, pulses, potatoes, fruits, desserts and sugars. <o =""></o>
The results of this study provide further indications on dietary correlates of RCC, and in particular indicate that a diet rich in refined cereals and poor in vegetables may have an unfavorable role on RCC. <o =""></o>

(c) 2006 Wiley-Liss, Inc.<o =""></o>

PMID: 17058282 [PubMed - as supplied by publisher]<o =""></o><o =""></o><o =""></o>

merri1at
01.11.2006, 18:31
Hallo Rudolf!
Also manchmal habe ich den Eindruck, dass es für alles eine wissenschaftliche Untersuchung gibt...
Was soll bitte der Genuss von Brot mit der Entstehung von Nierenkrebs zu tun haben? Abgesehen davon, dass nicht ersichtlich ist, ob es sich um Weißbrot, Schwarzbrot, Roggenbrot, Vollkornbrot, Sauerteigbrot, Brötchen, Baguette, Ciabatta, Fladenbrot, Pumpernickel oder was auch immer für eine Sorte es sich handeln soll...
Meiner Meinung nach, sollen sich die Herrschaften besser mit seriösen Studien beschäftigen. Zur Zeit scheint es mir, dass die Patienten den Ärzten sagen müssen, welche Behandlung sie brauchen.
Nur dass halt die meisten damit überfordert sein dürften...
LG Marie

Schorschel
01.11.2006, 18:45
grüsse + guten appetit, bloss nicht mit Brot,
Rudolf



Hallo Rudolf,

ich habe gerade eine völlig neue Therapie erkannt, nicht an Prostatakrebs zu sterben:

Einfach rechtzeitig verhungern...

Zweiter Vorteil: Man(n) isst auch nichts Falsches, wenn man hungert!!

Herzliche Grüße + :-))

Schorschel

GottfriedS
01.11.2006, 20:05
Hallo Rudolf,

hat Sears oder diese Studie auch angegeben, welche Substanz(en) im Brot für diesen Zusammenhang verantwortlich sein soll(en)? (Acrylamid macht den Bock wohl nicht fett, das ist viel höher in anderen Sachen...) Sind es etwa die gentechnischen Enzyme, die inzwischen ein Milliardengeschäft sind? Sind's die Treibmittel? Oder ist das wiedermal so eine Studie, die einen blossen Indikator zum Sündenbock abstempelt (wenn A=>B und A=>C, dann verkünden manche Studien "B=>C!!!") -- Brot als Indikator für eine bestimmte Ernährungsweise (high-carb) ?

Worauf ich hinauswill: Kann man dieses Problem umgehen indem man Brot selber bäckt, oder muss man ganz auf Brot verzichten?

Mir geht's übrigens besser seit ich das Brot selber backe... wird auch nicht so schnell hart wie das gekaufte.

Gruss,
Gottfried

RuStra
01.11.2006, 21:55
Hallo Rudolf!
Also manchmal habe ich den Eindruck, dass es für alles eine wissenschaftliche Untersuchung gibt...
Was soll bitte der Genuss von Brot mit der Entstehung von Nierenkrebs zu tun haben? Abgesehen davon, dass nicht ersichtlich ist, ob es sich um Weißbrot, Schwarzbrot, Roggenbrot, Vollkornbrot, Sauerteigbrot, Brötchen, Baguette, Ciabatta, Fladenbrot, Pumpernickel oder was auch immer für eine Sorte es sich handeln soll...
Meiner Meinung nach, sollen sich die Herrschaften besser mit seriösen Studien beschäftigen. Zur Zeit scheint es mir, dass die Patienten den Ärzten sagen müssen, welche Behandlung sie brauchen.
Nur dass halt die meisten damit überfordert sein dürften...
LG Marie


hallo Marie,

es geht ums Insulin: Brot wie alle anderen Nahrungsmittel mit hohem glykämischem Index, also Blutzuckerindex - die Forschung ist absolut seriös, wissenschaftlich, alles was Du willst.

Du haust mit jedem Bissen, jedem Löffel, jedem nahrungsmässigem Zugriff in deine Hormonsysteme hinein - ob Du willst oder nicht. Was allerdings Du anrichtest in Deinem Körper, hängt von dem ab, was in den Mund geschoben oder geschüttet wird. Sind es hochglykämische Sachen, geht der Blutzucker hoch, also wird mehr Insulin ausgeschüttet (damit der Blutzucker wieder runter geht, indem die Zellen den Zucker aufnehmen) - hohe Insulin-Pegel fördern Zell- und Krebszell-Wachstum. Ausserdem fördern sie die verstärkte Synthese eines Enzyms, Delta-5-Desaturase, was eine erhöhte Produktion von Arachidonsäure nach sich zieht, was eine verstärkte Synthese "schlechter", entzündungsfördernder Eicosanoide bedeutet.
Eicosanoide? Die mächtigsten Hormone, die wir haben, eine Riesen-Hormon-Familie, die Dinger leben nur wenige Sekunden, sind Zell-Zell-Hormone, also werden gebildet, schauen kurz raus aus der Zelle, was ist in der Umgebung los, dann wieder rein, Meldung machen und schon gehts los: Entweder Inflammation oder Anti-Inflammation.

Grundlegendes kannst Du bei Barry Sears nachlesen, s.
http://www.promann-hamburg.de/Sears.htm

Es gibt auch mittlerweile das kleine, hübsche, gut geschriebene und auch noch billige Buch vom Heilprkatiker Karstädt: "Die 7 Revolutionen der Medizin" für 8 Euro - in dem die wesentlichen Sachen erläutert werden.

tschüss,
Rudolf

RuStra
01.11.2006, 22:05
Hallo Rudolf,

ich habe gerade eine völlig neue Therapie erkannt, nicht an Prostatakrebs zu sterben:

Einfach rechtzeitig verhungern...

Zweiter Vorteil: Man(n) isst auch nichts Falsches, wenn man hungert!!

Herzliche Grüße + :-))

Schorschel

Gute Idee, haha;
aber absolut direkt + produktiv umzusetzen, in unserer Kiste: Was kann ich selbst tun?

Denn JEDER TUMOR lässt sich erstmal verkleinern, indem gehungert wird. Wenn mans intelligent macht, ist das ein Therapie-Ansatz. Breuss hin, TKTL1 her, ob Atkins oder Sears, es tobt eine Riesen-Debatte und es findet ein Umbruch derzeit statt, wir sind Zeuge, wir müssen nur genau hinschauen: Die alte Ernährungslehre WenigFett-VielKohlenhydrate ist out, hat sich widerlegt, ist gescheitert - und es reicht völlig, bei all den tollen Büchern über Krebs hier zuerst hinzuschauen: Von was für einem Ernährungskonzept geht da jemand aus, wenn er von "gesunder Ernährung" spricht? Nehmen wir Prof.Beuth, ein geschätzter und in Sachen komplementäre Krebstherapie ein bekannter deutscher Experte. In seinem Buch "Krebs ganzheitlich behandeln" hat er auf S.41 eine Ernährungspyramide, die veraltet = schrottig ist. Denn Brot, Körner, Reis, Nudeln, Bananen, sogar Margarine auf die tägliche Grundnahrung zu setzen, zeugt von Ignoranz dem glykämischen Index gegenüber, aber auch den Notwendigkeiten der Zurückdrängung von Omega-6-Fetten (Margarine) zugunsten der Omega-3-Fetten.

Grüsse,
Rudolf

RuStra
01.11.2006, 22:21
Kann man dieses Problem umgehen indem man Brot selber bäckt, oder muss man ganz auf Brot verzichten?

Weg damit, es geht auch ohne!
Wer unbedingt weiter Brot mampfen will, kann ja das veränderte Brot von Dr.Coy kaufen, das hat wenig Einfluss auf den Blutzucker.



Hallo Rudolf,
hat Sears oder diese Studie auch angegeben, welche Substanz(en) im Brot für diesen Zusammenhang verantwortlich sein soll(en)?


Ich hab die Studie nicht gekauft - aber der Zusammenhang ist eben immer dergleiche - Insulin usw., s. meine Antwort an Marie.
Du kannst ja im Abstract der Studie auch sehen, dass die stärkehaltigen angeblichen "Grund"Nahrungsmittel ebenfalls Übeltäter sind.



(Acrylamid macht den Bock wohl nicht fett, das ist viel höher in anderen Sachen...) Sind es etwa die gentechnischen Enzyme, die inzwischen ein Milliardengeschäft sind? Sind's die Treibmittel? Oder ist das wiedermal so eine Studie, die einen blossen Indikator zum Sündenbock abstempelt (wenn A=>B und A=>C, dann verkünden manche Studien "B=>C!!!") -- Brot als Indikator für eine bestimmte Ernährungsweise (high-carb) ?


ja, das letztere schon eher - die ganze Umstellung der Menschheits-Ernährung durch die Einführung von Ackerbau + Viehzucht. Die alten Agypter als die ersten massenhaften Körner-Ess-Kulturisten zeigten dann auch die entsprechenden Zivilisationskrankheiten, s. Mumien-Gebisse mit Karies usw.



Mir geht's übrigens besser seit ich das Brot selber backe... wird auch nicht so schnell hart wie das gekaufte.


Herzlichen Glückwunsch! Schritte zur Selbständigkeit bringen häufig was. Jeder weitere Schritt wird was bringen, wenn er wieder ein Stück näher an einem selbst dran ist: Wer bin ich? Was passiert in mir und warum? Kann ich meinen Stoffwechsel durch Ernährung beeinflussen? Hab ich ne Jäger-und-Sammler- oder ne Computerhocker-Fastfood-Biochemie? Wieso gibt es keinen Herz-Krebs, wieso Prostata-Krebs?

Ich schätze, Dr.Coy (er ist Biologe) hat nichts dagegen, wenn ich seine Fragen/ Feststellungen, die er mir in einer mail geschrieben hat, an dieser Stelle einfüge:
... wieso so wenige Menschen an Herzkrebs sterben und wieso fast nur der Mensch, der Hund und die Katze Metastasen bekommen und an Krebs sterben. Das Herz ist das einzige Organ, das auch bei ausreichender Glukoseversorgung mit Ketonkörpern funktioniert und deshalb können dort keine Metastasen wachsen, weil der Treibstoff für diese aggressiven Tumorzellen fehlt. Weil der Mensch seine Lieblingshaustiere mit falschen Kohlenhydraten füttert, bekommen auch diese dann Metastasen und sterben an Krebs. Der Wolf bekommt im Gegensatz zum Hund keine Metastasen. Fragen Sie doch mal einen Bauern, wie viele seiner Kühe Metastasen bekommen und an Krebs sterben.


Good luck!
Rudolf

GottfriedS
02.11.2006, 20:10
Wer unbedingt weiter Brot mampfen will, kann ja das veränderte Brot von Dr.Coy kaufen, das hat wenig Einfluss auf den Blutzucker.
Hallo Rudolf,
danke für die Hinweise. Wo gibt's das Brot von Dr.Coy denn zu kaufen, oder ist das Rezept evtl. OpenSource? ;-)

Also wenn der Glykämische Index das Problem beim Brot sein soll, dann wäre es doch sehr wichtig, zwischen den einzelnen Sorten zu unterscheiden (z.B. Dinkelvollkornbrot= GI 35, Weissbrot= GI 85). Ich verwende Urdinkel-Vollkornmehl und finde den GI ganz akzeptabel...

Gruss,
Gottfried