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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PSA Wert sehr hoch



Werne-L.
28.12.2014, 18:43
Hallo
ich bin neu hier im Forum und versuche mich zurechtzufinden.
Mein PSA Wert ist auf 37 gestiegen. Wer hat Erfahrung mit solchen Werten oder auch noch höheren.
Bin ich hier richtig oder sollte ich in ein anderes Forum?
Wie geht so eine Geschichte ab und/oder weiter.
Bisher habe ich es mit Hackedahl gehalten und war der Meinung ich sterbe mit aber nicht am Prostata Carcinom.
Habe gerade die Fragen und Antworten von und an Marcin und seinem Vater gelesen.
Ich bin übrigens kurz vor 69, und bin durch den Anstieg etwas verunsichert.
Zu meiner Vorgeschichte.
Ich bin seitens meiner Eltern fast allen Krebsarten begegnet, außer Prostata.
Gruß
Werner-L.

WernerE
28.12.2014, 21:31
Hallo Werner,

Du bist hier schon richtig. Ein PSA-Wert von 37 ist schon recht hoch. Allein diese Zahl sagt aber nocht nichts darüber aus, ob, und wenn ja,wie stark Du gefährdet bist. Allein die Tatsache, dass du Deinen PSA-Wert kennst, zeigt, Dass Du in Behandlung bist. Du sagst, dass Dein PSA-Wert auf 37 gestiegen ist. Das teilt mit, dass Du auch vorher schon Werte erhalten hast. Damit die Experten in diesem Forum sich mit Deinem Fall beschäftigen können, gib bitte die vorherigen Werte und die Messdaten hier ein.

Viele Grüße

WernerE

RalfDm
28.12.2014, 22:58
Hallo Werner-L,

ich empfehle Dir, am Dienstag bei der Beratungshotline des BPS (http://www.prostatakrebs-beratung.de/) anzurufen: 0800 70 80 123, von 15 bis 18 Uhr. Die Berater dort nehmen sich alle erforderliche Zeit, um Deine Fragen zu beantworten.

Ralf

Hvielemi
28.12.2014, 23:15
Habe gerade die Fragen und Antworten von und an Marcin und seinem Vater gelesen.
Lieber Werner
Willkommen in diesem Forum, hier wird dir geholfen, deine Krankheit
einzuordnen und zu verstehen. Dann kannst Du besser entscheiden,
was zu tun sei.

Ein erster Hinweis:
Marcins Vater hatte Schmerzen: http://forum.prostatakrebs-bps.de/images/buttons/viewpost-right.png (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=78626#post78626). Du nicht, sonst hättest Du davon berichtet.
Dein Fall liegt anders.
Lass dich also nicht von einem der übleren Fälle in diesem Forum verunsichern.

Mehr Hinweise gibt es, wenn Du, wie von WernerE vorgeschlagen, deine Werte
bekanntgibst. Dazu benutzt Du am allerbesten die Seite myprostate.eu (http://myprostate.eu)
Die stellt Deine PSA-Werte gleich als Grafik [1] (http://www.myprostate.eu/?req=user&id=450&page=graphic) und Tabelle dar, mitsamt den
Verdoppelungszeiten (VZ), aus denen man viel herauslesen kann.

Ein GUTES neues Jahr wünscht Dir
Hvielemi / Konrad

jürgvw
28.12.2014, 23:40
Hallo Werner,

ich versuche, Dich ein wenig zu beruhigen, bis Du die Grundlagen für eine Beurteilung Deiner Lage beisammen hast.

Ich begann im September 2000 mit PSA 206.8, stand nach einer ersten Behandlungsperiode Ende Mai 2006 bei PSA 35.7 und bin heute bei 5.84, wenn auch mit steigender Tendenz, angelangt.

Klar, jeder von uns ist ein Einzelfall, doch darfst Du glauben, dass Deine 37 noch keineswegs eine Katastrophe bedeuten müssen. Sorge nun erst einmal für eine perfekte Diagnostik, und da kann Dir die Beratungshotline, die Ralf erwähnt hat, sehr hilfreich sein.

Alles gute wünscht Dir

Jürg

Werne-L.
29.12.2014, 12:32
Hallo alle zusammen
Erstmal Danke dass ihr mir Mut macht.
Werde das mit der Hotline morgen versuchen. Morgen ist jedoch Sylvester und ev. niemand erreichbar?
Werde ich sehen.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch.
Gruß
Werner

Carlos
29.12.2014, 12:55
Hallo Werner,
morgen ist der 30. Dez. und Sylvester demnach erst am Mittwoch.
Unser Forumsmoderator Ralf Damm hat Dir darum auch empfohlen "morgen" anzurufen.
Halte alle verfügbaren Daten bereit damit sich die Berater ein möglichst genaues Bild zu dem Stand der Krankheit machen können und Dir eine bestmögliche Beratung zukommen lassen. Gruß Carlos

BurgerH
29.12.2014, 15:54
Hallo Werner,

die Hotline ist morgen von Reinhard Strozyk und mir von 15 - 18 Uhr besetzt. Halte bitte alle verfügbaren ärztlichen Unterlagen, wie Carlos schon schrieb, bereit.

Bis morgen!

Hansjörg Burger

Werne-L.
13.01.2015, 14:02
So, bin vom ersten Heidelberg Gespräch zurück.
Nach Tastuntersuchung steht nun eine Biopsie an.
Vorher eine PET, wie seht ihr das, PET besser vorher oder erst danach?
Werner

Hartmut S
13.01.2015, 15:23
Hallo Werner,

was sagt dein Arzt dazu?
ich würde sagen, erst einmal ein MRT machen lassen, ansonsten belastets du ja nur zusätzlich die Versichertengemeinschaft.
Ich wünsche dir alles Gute!

Gruss Hartmut

WernerE
13.01.2015, 18:35
Hallo Werner,

bei PSA 37 müsste man bei einer PET etwas erkennen können, egal, ob PSMA-PET, oder Cholin 18. Das dürfte aufschlussreich werden. Nur hast Du immer noch nichts über Deinen Verlauf preisgegeben. Auch in Deinem "Profil" ist nichts eingetragen. Da kannst Du kaum fundierte Antworten erwarten.

Viele Grüße

WernerE

Werne-L.
13.03.2015, 12:04
Was hab ich denn jetzt falsch gemacht, mein Bericht ist weg weil angeblich zu wenig Zeichen.??
Werner-L

Werne-L.
13.03.2015, 12:22
Also nochmals
Ich möchte euch nach PET CT/MRT und Stanzbiopsee über die Ergebnisse informieren.
PET am 13.02.2015 90 min CT, 90 min MRT
aktueller PSA an diesem Tag 28.
Ausgedehnter multifokalerzonenübergreifenderT2w-hypointenser Herdbefund, Betonung der rechten Prostataseite, mit infiltration der Samenblasen beidseitig
Keine PSMA-aktiven Lymphknoten im Untersuchungsgebiet
keine Tumor suspekten Signalauffälligkeiten im Knochenmark
Am 16.02. fällt der Stanztermin aus wegen Defekt an der Stanze
Neuer Termin 24.02.
28 Stanzen durch den Damm in Vollnarkose
Am 09.03 erstes Ergebnis mündlich.
18 von 28 Stanzen positiv, Gleason 7b = 4+3
Vorschlag Klinik
Offene Bauch OP mit Lymphknotenektomie
Bedenkzeit
Am 11.03. neuer Termin zur Entscheidungsfindung ob Bestrahlung eine Option wäre
Davon wird und abgeraten.
Aber da Vinci ist bei Unterschrift auf eigenes Risiko möglich.
Dann werden wesentlich weniger Lymphknoten untersucht.
Heute Telefonat mit DKFZ Beratung
Montag noch mein Urologe.
Dann muß eine Entscheidung her, entweder offen oder da Vinci
Gruß
Werner-L

W. Werner
13.03.2015, 13:58
Hi, Werner! Bei den Werten solltest Du Dich der offenen OP unterziehen - nicht ohne Grund heißt es "daVinci" auf eigenes Risiko. Bei der offenen OP gibt Dir zwar auch keiner Gewähr, daß alles raus geschnitten wurde. Aber die Chance ist wohl höher. Viel Glück - Wolfgang

wesoj55
13.03.2015, 14:19
Hallo Werner,

ich denke auch, das du die offene OP vorziehensolltest.

Alles Gute und ich hoffe, das du die für dich richtige Entscheidung findest.

Gruß
Jürgen

Heribert
13.03.2015, 14:48
Hallo Werner,

bei GS 4+3=7 und PSA von 28ng/ml ist sicher eine umfangreiche Lymphadenektomie angezeigt, die sich bei einer klassischen RPE einfacher gestaltet. Auch die OP-Zeit wird sich kaum von der DaVinci assistierten OP unterscheiden. Es ist also lediglich die große Bauchnarbe, die ein paar Tage länger braucht um zu verheilen.
Meine persönliche Meinung ist sogar, die klassische OP nicht in einem Haus machen zu lassen, welches überwiegend per DaVinci operiert, aber dennoch hohe Fallzahlen aufweisen kann.

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung und vie Glück.

Gruß Heribert

Reinhold2
13.03.2015, 16:00
Hallo Werner,
m.M.n. hast du keine Entscheidungsfreiheit: offene OP und das möglichst schnell. Offenbar bist du in NRW beheimatet, da würde ich Kontakt zur Klinik in Gronau aufnehmen: eine der größten PCa-OP-Centren in Deutschland.

Gruß (von einem leidenschaftlichen Anhänger der offenen OP)
Reinhold

Snoopy1958
13.03.2015, 16:37
Leider eine Entscheidung, die Dir niemand abnehmen kann.
Mein Mann hatte sich einmal als OP-Ort für Berlin entschieden (Charité). Auch als 'Kassenpatient' bekam er einmal sehr schnell einen Termin und auch ein ausführliches Gespräch mit Prof. Dr. Miller. Wir wohnen in München und klar hätte die Methode auch hier durchgeführt werden können. Trotzdem haben wir den Weg auf uns genommen und es war auch die richtige Entscheidung.
Mein Mann entschied sich für die DaVinci-Methode (bei Gleason 7a), wobei letztlich im OP von den Ärzten entschieden wurde, ob tatsächlich DaVinci zum Tragen kommen würde oder eben doch offen operiert wird.
Er wurde via DaVinci operiert, über 5 Stunden. Und es war nicht einfach, da es einiges an Komplikationen gab. Es war ein perfektes OP-Team, die wirklich eine grandiose Arbeit hingelegt haben.
Der Zimmernachbar meines Mannes hatte Gleason 8, Befall auch der Samenleiter und Samenblase. Er wurde ebenfalls via DaVinci operiert.
Ich denke also, es hängt nicht unbedingt nur vom Gleasonscore ab.
Gem. Berlin ist die DaVinci-Methode für all die in Betracht zu ziehen, die noch keine Bauch-OP hatten, noch nicht bestahlt wurden und auch noch keine Chemo hatten.
Nun ja - das Ding muss raus, auf welchem Weg auch immer.
Wünsche Dir die für Dich richtige und akzeptable Entscheidung!
Alles erdenklich Gute!!!!
Snoopy1958

RalfDm
13.03.2015, 16:45
offene OP und das möglichst schnell. Offenbar bist du in NRW beheimatet, da würde ich Kontakt zur Klinik in Gronau aufnehmen
Hallo Reinhold,

das war wohl nix. In Gronau wird ausschließlich mit da Vinci operiert, nicht offen.

Ralf

WernerE
13.03.2015, 17:05
Hallo Werner-L,

bei der OP-Methode halte ich mich raus. Ich bin in Gronau nach Da Vinci operiert worden. Und ich gebe Ralf Recht. Gronau ist auf Da Vinci spezialisiert. Mir haben sie damals gesagt, dass sie auf Wunsch auch offen operieren. Sie haben aber auch unumwunden zugegeben, dass sie das nicht gerne machen. Also lass die Finger von einer offenen OP in Gronau.

Viel Glück

WernerE

Reinhold2
14.03.2015, 05:42
In meiner AHB traf ich einige Patienten die in Gronau offen operiert wurden. Habe nichts Negatives gehört, sondern mir wurde nur von den hohen Fallzahlen erzählt. Aber das lässt sich ja leicht telefonisch klären.

Werne-L.
14.03.2015, 08:20
Hallo
zuerst vielen Dank für all die guten Wünsche.
Was mich etwas beunruhigt ist die umfangreiche Lymphadenektomie.
Wer hat Erfahrung damit.
Gruß aus dem Saarland
Werner

Heribert
14.03.2015, 10:03
Hallo Werner,

auch wenn mit bildgebenden Verfahren kein Befall der Lymphknoten im Bereich des kleinen Beckens feststellbar sind, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit bei Deinen gemessenen Werten, dass LK Mikrometastasen aufweisen. Die 6 bis 8 im unmittelbaren Lymphfluss der Prostata befindlichen LK werden problemlos per DaVinci entfernt. Die weiter entfernten LK bis hinter dem Darm sind zwar auch bei einer DaVinci assistierten OP erreichbar aber viel zeitaufwändiger zu handeln als bei der offenen OP.

Der wesentliche Faktor ist, dass es nicht immer gut gelingt nach der Entfernung des LK den Lymphgang und selbstverständlich kleine Blutgefäße mit einem Clip abzudichten. Daraus kann sich eine sog. Lymphozele entwickeln, die je nach Ausmaß nach der OP noch Probleme machen kann.

Bei mir wurden 14 LK entfernt (bei anderen auch mehr) ohne Probleme zu machen. Andererseits gehen die meisten Lymphozelen nach mehreren Tagen bis Wochen von selbst zurück. Einige der Mitbetroffenen können von ihren eigenen Erfahrungen mit solchen, relativ seltenen Nachwirkungen berichten.

Gruß Heribert

Reinhold2
14.03.2015, 10:30
Hi Werner,
Ob ein Lymphknoten-Befall vorliegt, kann nur der Pathologe bei den entfernten Lymphknoten feststellen. Bei mir wurden 17 Lymphknoten entfernt. Keine Lymphozele, aber nach einem halben Jahr bildete sich ein Lymphödem am Oberschenkel und am Schambein. Solche postoperativen Probleme mit dem Lymphabfluss sollen recht häufig vorkommen. Ich mache seit über einem halben Jahr ein- bis zweimal die Woche Lymphdrainage, ohne das eine Besserung eintritt. Man muss es positiv sehen: es hätte sich auch ein schlimmeres Lymphödem bis runter zum Fuß bilden können: der sogenannte "Elefantenfuß"...

Heribert
14.03.2015, 12:46
Hallo Reinhold,

es ist richtig, dass bei etwa 4,5% der offen Operierten und bei 3,9% der DaVinci assistiert Operierten eine Lymphabflussstörung auftritt. Dabei muss bei 0,3% der Operierten eine operative Nachbehandlung (Fensterung) erfolgen. Die weniger schweren Fälle heilen wie gesagt, spätestens nach ein paar Wochen aus. Du gehörst scheinbar zu den schwereren Fällen, die nach 3:1000 Prostatektomien auftreten.
Dabei spielt abgesehen von der OP-Methode sowohl die Größe der Prostata als das Alter des Betroffenen eine Rolle.

Gruß Heribert

Quelle: Marienhospital Herne aus 2011 (http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CCIQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de%2Fnetahtml%2FHSS%2FDiss%2FLoeppenbergBjo ern%2Fdiss.pdf&ei=5ysEVbjIPMvzUtmahNgD&usg=AFQjCNEk-Ij3_ajm8WRTA-mLcB0foYEJ7A&sig2=MonG52tkB3v2pcwTP7jyeA)

Die Zahlen werden auch in einer Dissertation der UKS bei Prof. Stöckle genannt.

RalfDm
17.03.2015, 17:50
In meiner AHB traf ich einige Patienten die in Gronau offen operiert wurden. Habe nichts Negatives gehört, sondern mir wurde nur von den hohen Fallzahlen erzählt. Aber das lässt sich ja leicht telefonisch klären.
Hallo Reinhold,
genau das habe ich gestern und heute getan, damit Klarheit herrscht (am Wochenende ging's ja nicht). Ich sprach mit der Patienten-Concierge in Gronau, Frau Noetzel, die sich sicherheitshalber auch noch bei den Ärzten rückversicherte, darum hat es zwei Tage gedauert. Also: Gronau operiert so gut wie ausschließlich mit da Vinci. Das ist deren Kernkompetenz. Eine denkbare Ausnahme könnte es sein, wenn sich während des da-Vinci-Eingriffs herausstellt, dass man so nicht weiterkommt, sondern dass doch offen operiert werden muss – aus welchem Grund auch immer (vielleicht wegen ganz hoch oben sitzender befallener Lymphknoten? – nur eine Vermutung von mir). Frau Noetzel kann sich nur an einen solchen Fall in den letzten fünf Jahren erinnern.
Ich vermute, dass den Patienten, die Du trafst, und die in Gronau offen operiert worden sein wollten, nicht so recht klar war, was tatsächlich mit ihnen geschehen war. Man hört die tollsten Berichte aus der AHB.

Ralf

Werne-L.
21.03.2015, 00:55
Hallo Ralf und auch alle anderen. Gibt es Erfahrungen mit offerer OP mit LK Ektomie in der Uni Klinik Heidelberg.
Wer hat Erfahrungen mit der Schmerzmittel Pumpe im Rücken?
Gruß
Werner

Reinhold2
21.03.2015, 06:13
Ein Bekannter von mir ließ sich die Prostatektomie (offene OP) in Heidelberg machen. Er war nicht begeistert: "Nie wieder". In der Schilderung ging es aber mehr um das Drumherum. Er ist aber auch sehr anspruchsvoll.

Horst1949
21.03.2015, 08:28
Zu HD habe ich keine Erfahrung, jedoch zu der Schmerzpumpe. Ich war ganz begeistert davon, individuell eingreifen zu können und die Dosis zu variieren.
Nach dieser Erfahrung habe ich keinerlei Angst mehr vor Schmerzen bei irgendwelchen zukünftigen OPs (jedoch nur wenn es sein müsste).
Ich hatte mich zusätzlich vor der OP gezielt durch vermehrte Trainigsläufe auf die OP vorbereitet, insbesondere Herz- und Kreislauf zu optimieren versucht, nebenbei habe ich auch ein paar Kg abgenommen. Aus meiner Sicht, hat sich das gelohnt.
Alles Gute
Horst

Onni01
21.03.2015, 23:42
Hallo Werner,
ich bin im Dezember 2008 offen in Heidelberg operiert worden und war sehr zufrieden, obwohl Kassen Patient , da gab es nichts zu beanstanden.
Seit 2013 mit Rezidiv GS9, zwei Lymphknoten Metastasen im kleinen Becken (nicht operabel) in der Platin-Studie in Behandlung und immer noch bestens versorgt. Ob PSMA-CT oder PSMA-MRT das war perfekt organisiert.
ich habe nur gute Erfahrung mit Heidelberg.
mein ausführlicher Bericht auf myprostate. eu

WernerE
22.03.2015, 07:06
Hallo Omni01,

ich habe Dein Profil gelesen. Was heißt "Bestrahlung der LK....... (Platin Heidelberg Studie)"? Um welche Art von Bestrahlung handelt es sich?

Viele Grüße

WernerE

Onni01
22.03.2015, 09:30
Moin,
also die Therapie war 26 Fraktionen, perkutane fraktionierte helokale intensitätsmodulierte Radiotherapie der pelvinen Lymphabflusswege,
GD 46,8Gy,ED 1,8Gy mit integrierterDosisaufsättigung des präsakralen Lymphknotenrezidivs, ED 57,2Gy, ED 2,2 Gy.
Hierauf basierend wurden mittels 6MV Photonen auf die pelvinen Lymphabflusswege eine Gesamtdosis von 46,8 Gy in einer wöchentlichen Fraktionierung von 5x 1,8Gy über 6MV Photonen an einem Linearbeschleuniger applizeirt.
Im Rahmen des integriertenBoostkonzepteserfolgte eine Dosisaufsättigung des präsakralen und pararektalen Lymphknotenrezidivs bis zu einer Gesamtdosis von 57,2 Gy in einer wöchentlöichen Fraktionierung von 5x 2,2,Gy.
Vor jeder Radiotherapie erfolgte die Lagekontrolle mittels MV-CT. Nach jeder Fraktion habe ich 2-3 Stunden wie erschlagen geschlafen. danach war ich mindestens 2 Stunden in der Natur unterwegs. Das ganze habe ich bis jetzt ohne Nebenwirkungen gut überstanden.
Die Platinstudie (Arm5) ist eine Studie zur Prostata. und Lymphabflussbestrahlung mit integrierter-boost IMRT nach neoadjuvanter Hormontherapie.
parallel 3 Monate Bicalutamit 50 mg täglich und alle 3monate Pamolerin 11,25mg für 2 Jahre. Überwachung, alle 3 monate bei meiner Urologin PSA und Ltraschall und alle 6 monate ins MRT in Heidelberg.
Gruß
Lothar