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cligensa
04.05.2006, 12:15
Diese Bericht habe ich im "Mai-Newsletter der Österr. Krebshilfe Steiermark!" zugeschickt bekommen:
Grüße
Christian


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Internet stärkt das Selbstvertrauen von Krebspatienten

Immer häufiger nutzen KrebspatientInnen das Internet, um sich über ihre Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Nach einer Studie von Sarah Bass von der Temple Universität in Philadelphia stärkt das Internet das Selbstvertrauen der Patienten und fördert die Bereitschaft, sich aktiv mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. Interessanterweise hatten sich Frauen häufiger als Männer und ältere Patienten häufiger als jüngere im Internet umgesehen oder von Angehörigen helfen lassen. Dies widerspricht der verbreiteten Ansicht, wonach das Internet überwiegend von Jüngeren und zumeist Männern genutzt wird. Patienten, die das Internet nutzten, waren selbstbewusster als „Non-User“ und betrachteten die Arzt-Patienten-Beziehung eher partnerschaftlich, während die „Non-User“ mehrheitlich alle Entscheidungen dem Arzt überließen. Demgegenüber gaben die Internet-Nutzer häufiger an, dem Arzt Fragen zu stellen und wollten auch häufiger an den Entscheidungen beteiligt werden. Da diese Haltung heute von den meisten Onkologen begrüßt wird, hält Bass es für richtig, die Patienten zur Internet-Nutzung zu motivieren. Da das Internet jedoch gleichzeitig eine Quelle für Informationen und Desinformationen ist, sollte man PatientInnen allerdings unbedingt konkretes Wissen zur Verfügung stellen, wie die dort angebotenen Informationen kritisch bewerten werden können.

(Deutsches Ärzteblatt, März 2006)