PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Intermittierende HB - aber wann?



christinew
11.11.2006, 22:32
Bei meinem Mann sind die 4 Chemozyklen zunächst einmal überstanden, ich hatte während der Behandlung die Möglichkeit die Krankenunterlagen der Uni einzusehen. Dabei habe ich festgestellt dass Prof.H. bei meinem Mann von einer Hormonunabhängigkeit von 12 bis 18 Monaten ausgeht. Das bringt uns jetzt in eine Zwickmühle, wir planen eine intermittierende HB und bei einer Laufzeit von 13 Monaten geraten wir genau in diesen Zeitraum. Was tun????
PSA und HB bisher:
RPE Dez. 05
Jan. und Febr. 06 keine Behandlung
3.2.2006 PSA 0,22
20.2.06 4 Wochen Flutamid
21.3.06 1. Spritze Profact
4.5.06 PSA 0,04
Ende Mai Beginn Casodex 50
21.6.06 2. Spritze Profact
17.8.06 PSA 0,01
21.9.06 3. Spritze , diesmal Trenantone
Anfang Oktober Beginn Avodart
in der Uni liegen die PSA Messungen am
4.9. 06 und am 25.9.06 unter 0,03
16.10.06 PSA 0,3
Chemotermine waren 4.9. 25,9, 16,10, 6,11.06
vom 6.11. haben wir noch keine Werte
AP liegt bei 44
NSE bei 13
Chromogranin A ist vom 25.9. bis 16.10. von 36 auf 50 gestiegen vielleicht durch Zometa
Kann mir jemand dazu was sagen, wann könnte mein Mann aus
der HB aussteigen?
In der nächsten Woche ist der Termin beim Uro, da wäre es ganz gut, wenn aus dem gedanklichen Durcheinander ein Plan geworden ist.
vielleicht hat dazu der fs eine Idee?
Guts nächtle
Christine

MichaelF
12.11.2006, 13:14
Hallo Christine,
da ich derzeit aufgrund der laufenden Chemo Augenprobleme habe, sollten wir uns telefonisch austauschen - habe aufgrund meiner Therapieerfahrungen (siehe Profil) evtl. einige Informationen für Euch.
Meine Nr. in München lt. 089/674414.

Gruß
MichaelF

PeterP
18.11.2006, 15:10
Hallo Christine,
wenn ich die Angaben von den Untersuchungen von Prof. Bonkhoff richtig interpretiere: Bcl-2 negativ, d.h. kein Bcl-2 gefunden - das wäre sehr gut
P53 unter 5% ist ebenfalls gut
HER2/neu negativ, d.h. wenig - unter 10% wäre ebenfalls gut
Habe ich das so richtig verstanden oder ist das "negativ" anders gemeint?
Wenn es aber so der Fall ist, bestünde keine direkte Gefahr für Androgenresistenz!
Mir scheint ein PSA-Anstieg von 0,03 auf 0,3 innerhalb von 3 Wochen etwas sehr schnell. Für die korrekte Durchführung einer ADT3 ist eine Messung des Testostronspiegels unerläßlich. Der soll unter 0,2 liegen, ansonsten kann der PSA-Wert auch hochgehen. Wieso wurde auf Trenantone gewechselt? Es kann sein, daß Dein Mann auch auf Trenantone ungenügend reagiert. (LH messen lassen). Bei mir hatte es z.B. erst mit Eligard geklappt.
Erst wenn diese Dinge ausgeschlossen sind, kann man von einer Androgenunabhängigkeit reden und die HB abbrechen. Es besteht dann aber immer noch die Möglichkeit einer Fortführung mit Second-Line- Medikamenten wie Nizoral (Ketoconazol)
Alles Gute für Deinen Mann
Gruß Peter

WinfriedW
18.11.2006, 20:46
...Mir scheint ein PSA-Anstieg von 0,03 auf 0,3 innerhalb von 3 Wochen etwas sehr schnell. ...

Na ja, das ist interpretierbar. Der Anstieg kann durch die Aboptose während der Chemotherapie verursacht sein. Ich würde sagen, Prof. H. fragen und Nerven bewahren!

WW

christinew
18.11.2006, 21:47
Hallo, Peter, danke auch an alle, für die Mails und Telefonate,
nein , das negativ war schon richtig verstanden, eben nichts gefunden, auf Trenantone wurde umgestellt, weil anscheinend die Spritze von Profact dicker ist als bei Trenantone, mein Mann hatte bis etwa 10 Tage danach ordentliche Hämatome mit Schmerzen bis tief in den Bauch hinein, nachdem er das beim Uro erwähnt hatte, hat dieser auf Trenantone umgestellt. Der letzte Testowert liegt bei 0,04.
Hallo, Winfried, ich hoffe ja auch, daß der Anstieg auf 0,3 nur eine vorübergehende Reaktion ist. Neue PSA Werte bekommen wir nächste Woche.
Wir haben jetzt entschieden, die HB zunächst mal weiter zu führen.
Gruß Christine