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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bestimmungen von Laborwerten



Urologe
14.11.2006, 09:30
Hallo Forum,

soeben hat mich (zu Recht) mein Labor darauf aufmerksam gemacht, dass laut EBM 2000 (Gebührenordnung für Kassenpatienten) nur ZWEI Tumormarker GLEICHZEITIG angefordert dürfen/bezahlt werden.

D.h. aus der Liste:

PSA, fPSA, cPSA, CEA, NSE, CGA ... darf man(n) sich zwei für die Bestimmung "aussuchen", der Rest fällt unter den Tisch. Bisher war es unserem Labor nicht aufgefallen, dass die anderen einfach NICHT bezahlt wurden. Darüber sind sie jetzt im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsprüfung gestolpert und weigern sich künftig - zu Recht meine ich - die anderen Parameter kostenlos mitzubestimmen.

Ein Ausweg aus dem Dilemma wäre, zwei Werte, dann einige Tage später wieder Blut abnehmen ... die nächsten zwei Werte bestimmen lassen ...
... oder die teuersten beiden aus Kasse, die anderen privat ...

Was für ein Schwachsinn... nachzulesen im EBM

http://www.kbv.de/ebm2000plus/html/000/7O2000JR10000H0.html


Gruss
fs

Horst a
14.11.2006, 21:01
Guten Tag Dr. fs,
gilt das nur für Tumormarker? oder werden neben 2 Tumormarkern auch noch andere Parameter bezahlt. Z.B. beim Großen Blutbild ( incl. PSA)
Horst a

RuStra
15.11.2006, 09:57
Vielleicht sollten die Forumsmacher ein Unterforum mit dem Titel "Schwachsinn im Gesundheitswesen" aufmachen
Gruß Dieter

Gute Idee !!

Urologe
20.11.2006, 07:04
Guten Tag Dr. fs,
gilt das nur für Tumormarker? oder werden neben 2 Tumormarkern auch noch andere Parameter bezahlt. Z.B. beim Großen Blutbild ( incl. PSA)
Horst a

Das gilt nur für Tumormarker

Gruss
fs

Josef
06.02.2007, 08:36
Hallo Forum,

soeben hat mich (zu Recht) mein Labor darauf aufmerksam gemacht, dass laut EBM 2000 (Gebührenordnung für Kassenpatienten) nur ZWEI Tumormarker GLEICHZEITIG angefordert dürfen/bezahlt werden.

D.h. aus der Liste:

PSA, fPSA, cPSA, CEA, NSE, CGA ... darf man(n) sich zwei für die Bestimmung "aussuchen", der Rest fällt unter den Tisch. Bisher war es unserem Labor nicht aufgefallen, dass die anderen einfach NICHT bezahlt wurden. Darüber sind sie jetzt im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsprüfung gestolpert und weigern sich künftig - zu Recht meine ich - die anderen Parameter kostenlos mitzubestimmen.

Ein Ausweg aus dem Dilemma wäre, zwei Werte, dann einige Tage später wieder Blut abnehmen ... die nächsten zwei Werte bestimmen lassen ...
... oder die teuersten beiden aus Kasse, die anderen privat ...

Was für ein Schwachsinn... nachzulesen im EBM

http://www.kbv.de/ebm2000plus/html/000/7O2000JR10000H0.html


Gruss
fs

Hallo fs,
wirklich Schwachsinn!
Kann man das umgehen, indem die Zuweisung nicht vom Hausarzt sondern vom Facharzt kommt, oder die Diagn. P. Ca. bzw. Verd. auf P.Ca. drauf steht?
Gruß
Josef

Urologe
06.02.2007, 19:11
... leider ist der Grund oder die Diagnose VÖLLIG irrelevant!
Der Urologe könnte zwei Werte anfordern und der HA (aus der noch im Labor vorhandenen Probe) zwei Werte nachfordern - theoretisch.

Gruss
fs

shgmeldorf,Werner Roesler
07.02.2007, 09:57
Hallo Forum,

soeben hat mich (zu Recht) mein Labor darauf aufmerksam gemacht, dass laut EBM 2000 (Gebührenordnung für Kassenpatienten) nur ZWEI Tumormarker GLEICHZEITIG angefordert dürfen/bezahlt werden.

D.h. aus der Liste:

PSA, fPSA, cPSA, CEA, NSE, CGA ... darf man(n) sich zwei für die Bestimmung "aussuchen", der Rest fällt unter den Tisch. Bisher war es unserem Labor nicht aufgefallen, dass die anderen einfach NICHT bezahlt wurden. Darüber sind sie jetzt im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsprüfung gestolpert und weigern sich künftig - zu Recht meine ich - die anderen Parameter kostenlos mitzubestimmen.

Ein Ausweg aus dem Dilemma wäre, zwei Werte, dann einige Tage später wieder Blut abnehmen ... die nächsten zwei Werte bestimmen lassen ...
... oder die teuersten beiden aus Kasse, die anderen privat ...

Was für ein Schwachsinn... nachzulesen im EBM

http://www.kbv.de/ebm2000plus/html/000/7O2000JR10000H0.html


Gruss
fs
Hallo Forum,
in der Tat ist das so. Das der behandelnde Urologe das nicht bezahlen will, ist ja wohl auch klar.
...
Jetzt ist die individuelle Arbeit der Betroffenen mit den Ärzten und den Kassen auf der Tagesordnung. Ein Vorgehen gegen diese Regelung (vielleicht in Koordination über den Bundesverband) sollte im Rahmen von Widerspruchsverfahren überlegt werden.
Evtl. kann ja Kai (Mielke) hier noch zur Klarheit beisteuern.

Gruß Werner