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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 40. Medizinische Woche Baden-Baden



RuStra
15.11.2006, 19:21
Hallo Forum,


ich habe ein CD zugeschickt bekommen mit Vorträgen von dieser Krebs-Veranstaltung, die stattfand vom 28.10. bis 2.11., siehe
http://www.medwoche.de/2006/kurse.phtml?id_k=V203


veranstaltet von

Deutschen Gesellschaft für Onkologie (DGO), nicht zu verwechseln mit der deutschen gesellschaft für hämatologie und onkologie
Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde
Gesellschaft für biologische Krebsabwehr



Hier gleich mal einen Appetitanreger, aus dem Anfang des Grundsatzvortrags von Prof.Douwes, der uns ja wohlbekannt ist und der Präsident der DGO ist.


"Grundsatzreferat: Stellenwert der komplementären Onkologie heute"
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Die erste Frage ist natürlich:
Brauchen wir eine komplementäre Onkologie, was ist mit der Medizin passiert und können wir noch etwas retten?

Was wir alle durchmachen, möchte ich schlagwortartig nur aufzeigen. Wir haben tägliche Diskussionen über die Gesundheitsreform, in der Presse gestern, das ganze Thema im Bundestag.
Reform bedeutet ja, etwas neu machen, besser machen. Aber jeder weiss, dass das Gegenteil der Fall ist.
Die Rechte des Arztes werden ständig beschnitten, die Unabhängigkeit der Ärzte wird mehr und mehr in Frage gestellt. Ärzte werden übermässig gegängelt und von KVen und Kassen ja geradzu bedroht manchmal. Das Arzt-Patienten-Verhältnis ist gestört, es wird da hereingesprochen und die Selbstbestimmung der Patienten wird mehr und mehr eingeschränkt, auch die Bezahlung von angestellten und niedergelassenen Ärzten lässt zu wünschen übrig. Viel zu viel Bürokratie, Pharma-Industrie und KVen sind zu mächtig, ich werde auf dieses Kartell noch eingehen. Es gibt keine Demokratie in der Medizin, nur eine Lehrmeinung und Konsensus und Paradigma-Abweichler werden diffamiert und bestraft, und zwar mit Regressen oder ständigen Regress-Androhungen. Die Ausbildung ist meines Erachtens zu lang, die Zusatz-Qualifikation zu aufwendig und teuer und Medizin-Studium wird fast unmöglich, nicht nur durch den Numerus clausus. Dann, sehr bemerkenswert ist, dass immer mehr die Industrie die Behandlungsnormen festlegt, natürlich im Konsens mit einer kleinen Ärzte-Schicht. Dann, die Pharma-Industrie steuert immer mehr die Forschung an den Universitäten. Ich kenne Universitäts-Professoren, die von 42 und mehr Pharma-Firmen gesponsert werden. Die Forschung ist nicht mehr unabhängig und im Rahmen der Gesundheitsreform sind viele altbewährte Medikamente verschwunden, biologische Medizin und Phytopharmaka fristen ein Nischen-Dasein. Die Kassen und Privatkassen werden immer restriktiver und der Patient muss immer mehr aus eigener Tasche zuzahlen. Wir sind auf dem Wege, oder wir haben schon eine Zweiklassen-Medizin.
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Wie sieht das jetzt in der Onkologie aus?
Ich habe das überschrieben als die „globale Krebskrise“. Wir haben ja – Krebs ist zweithäufigste Todesursache und ist im Begriff, in wenigen Jahren vielleicht zur häufigsten Todesursache zu werden. Zwei von fünf Deutschen werden in ihrem Leben an Krebs erkranken. Gegenwärtig sterben in der westlichen Hemisphäre etwas 10 Millionen Menschen, davon in USA 1,4 Mill., bei uns in Deutschland 300.000 etwa.

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Weitere Vorträge:
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</o>Dr.Bieger:
"Welche Immundiagnostik und welche immunologischen Verlaufskontrollen sind sinnvoll?
Relevanz für immunologische Tumortherapien"
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"Summationsdiagnostik in der Onkologie - Chancen und Grenzen"
Dr. med. Ralph Oettmeier, Greiz
Dr. med. Uwe Reuter, Greiz
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"Therapeutische Eckpunkte für eine erfolgreiche Therapie bösartiger Erkrankungen"
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Köstler, Wien, Österreich



"Immunologische Escape-Mechanismen von Tumorerkrankungen"
Dr. med. Heinz-Jürgen Bach, Solingen

Alles hochinteressant, ich hab überall mal reingehört und die Referenten wie Dr.Bach und Dr.Bieger sind ja absolute Topp-Spezies, von denen man unheimlich viel lernen kann.
Vielleicht macht ja einer mit, dass wir irgendwie dem Forum eigentlich alle Vorträge zugänglich machen können.



grüsse,
Rudolf

RuStra
18.11.2006, 11:03
hallo Forum,


hier wieder mein Samstagmorgen-Abtipp-Service,
wie ich finde, hochinteressante Verbindungen, die Dr.Bach da knüpft, oder?


gruss aus hh,
Rudolf


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Immunologische Escape-Mechanismen von Tumorerkrankungen
Dr. med. Heinz-Jürgen Bach, Solingen
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Herr Köstler hat eigentlich alles das schon gesagt, was ich Ihnen auch hätte sagen wollen. D.h., das erste was wir tun müssen, ist, und damit wirken wir auch gegen immunologische Escape-Phänomene: Wir müssen die chronischen Entzündungen aus dem Körper des Patienten beseitigen. Das ist völlig korrekt, weil nur dadurch kann ich auch das Immunsystem entlasten. Und es war die Frage, von einem Kollegen von Ihnen, wie ist denn da die Compliance [„Therapietreue“], wenn der Patient so viel Kapseln schlucken muss. Die ist natürlich schlecht. Aber der Kollege Wolfrum sitzt hier und dem verdanke ich ein wunderbares Protokoll. Er hat nämlich gesagt, er hat auch einen Text dazu geschrieben, das steht drin: In einem stillen Moment, schütten Sie alles in ein Cocktail- oder Sherry-Glas. Und dann nehmen Sie einen Viertel-Liter Tee … und da tun Sie alles rein und dann können Sie es wunderbar trinken.
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So, was ich Ihnen jetzt erzählen will zu fortgeschrittener Stunde, hat etwas mit Zucker zu tun.
Sie sehen, dass Krebszellen, dazu nutzen wir das ja im PET-CT, dass Krebszellen Zucker mögen. … Wir wissen, … seit Otto Warburg 1924, dass Krebszellen Zucker vergären. Und was passiert bei der Vergärung? Bei der Vergärung werde 2 ATP gebildet. Wenn aber die gesunde Zelle Zucker verbrennt, werden 38 ATP gebildet.
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Ich sag dem Patienten das immer so: Wenn Sie einen Löffel Zucker einer gesunden Zelle geben, macht die 38 Liter Sprit. Geben Sie aber der Krebszelle einen Löffel Zucker, macht sie nur 2 Liter Sprit. Und das versteht eigentlich jeder. Und diese 38 Liter Sprit braucht aber auch die Krebszelle, wo soll sie sonst ihre Energie her bekommen?
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Also was macht sie? Sie nimmt die 19-fache Menge an Zucker auf. Die 19-fache Menge an Zucker! Das bedeutet: Krebszellen sind Zucker-Verwertungsmaschinen. Das hat die Frau Fryda, ehemlige Oberärztin von Issels, schon 1984 propagiert.
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So, und was passiert jetzt, wenn die Krebszelle Zucker vergärt, dann entsteht Milchsäure.
Und was passiert mit dem PH-Wert in der Zelle? Der wird sauer. Und keine Zelle ist in der Lage, unter diesen PH-Bedingungen im saueren Milieu Protein zu synthetisieren. Also schmeisst sie ihre Säure heraus. Das kann sie aktiv tun. Und was finden wir dann um die Krebszelle herum? Ein Säurefeld. Und in diesem Säurefeld können Immunzellen nicht arbeiten. Sie werden immobilisiert mit dem Säurefeld. D.h., wenn Sie einen Patienten nicht entsäuern, dann haben Sie auch niemals eine Immunantwort. Da können Sie noch so tolle Sachen mit dem Patienten veranstalten. Sie können die Supressorzellen senken, Sie können das Immunsystem stimulieren, wenn Sie das Säurefeld nicht beseitigen, passiert überhaupt nichts. Es gibt keine Immunantwort gegen Tumore.
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Und wie beseitigen Sie das Säurefeld? Wer gibt Basenpulver? Glauben Sie, dass Sie mit Basenpulver das Gewebe entsäuern? Nee, das funktioniert nicht. Sondern, Sie müssen das Blut ansäuern, nach Fryda. Die Fryda gibt einfach dreimal täglich 30 Tropfen rechtsdrehende Milchsäure, natürlich verdünnt. Und mit dieser rechtsdrehenden Milchsäure säuern Sie ganz leicht das Blut an. Und es gibt das Gesetz der umgekehrten Proportionalität, das da besagt: Wenn das Blut sauer wird, muss das Gewebe alkalisch werden. Ist schon von Seeger vor über dreissig Jahren beschrieben worden, wer es nachlesen will. Das bedeutet also, Sie können mit rechtsdrehender Milchsäure, oder auch einfach mit Sauerkrautsaft, können Sie das Gewebe so entsäuern, dass das Immunsystem wieder arbeiten kann. Und Frau Fryda sagt sehr schön, nach 35 Tagen wird der Patient sauer. Exakt, der Krebspatient. Nach 35 Tagen. Dann schmeckt er sauer, sein Schweiss riecht sauer, und er wird „sauer“, er wird im wahrsten Sinne des Wortes „sauer“. Und damit haben Sie dem Immunsystem eine Riesen-Hilfe geleistet, indem Sie diese Säure wegbekommen.
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Und dass wir das inzwischen wissen, dass das richtig ist, was Otto Warburg gesagt hat, hat ein Kollege bestätigt, namens Coy, eben sass er noch da, ist Herr Coy noch da, jetzt sitzt er da. Der nämlich ein Enzym nachgewiesen hat - Herr Coy, sind Sie doch so lieb, stehen mal eben auf, wenn Fragen kommen – Herr Coy vom Deutschen Krebsforschungszentrum konnte nachweisen, es gibt ein Enzym, TKTL1, das das bestätigt, das Warburgs Hypothese bestätigt, die Zelle muss die Kohlenhydrate vergären, die kann gar nicht anders.
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So, und nun -Sie sehen, ich habe gar keine Zeit, übers Immunsystem zu sprechen- kommt mein letzter Tipp: Wenn Sie die Patienten entsäuern, dann denken Sie ja auch darüber nach: Na gut, wenn der Krebs von den Kohlenhydraten lebt, wie kriege ich die Kohlenhydrate weg? Einfach dietätisch, also lasse ich die Kohlenhydrate weg. Da sind wir bei der Breuss-Diät, da sind wir bei der Budwig-Diät, Kohlenhydrate-restriktiv zu sein in der Therapie. …
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Aber, nun kommt das grosse Aber: Was kann die Krebzelle? Die Krebszelle kann die Gluconeogenese, d.h. sie kann aus Eiweiss Zucker herstellen. 80 Gramm, Herr Coy, pro Tag? Ja, … , genau, Sie sehen, ich habe gut aufgepasst in Freudenstadt. Das heisst also, die Gluconeogenese ist der Krebszelle noch möglich.
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Und als ich das erfahren habe, bin ich ins Internet gegangen und habe recherchiert. Es gibt eine Substanz, die die Gluconeogenese blockiert, das ist Hydrazinsulfat. Hydrazinsulfat ist eine ganz billige Substanz, wer das beforscht hat, geht bitte ins Internet, gibt bei Google ein den Namen „Hydrazine“, mit e am Ende, „Sulfate“ mit e am Ende, und zusätzlich gibt er ein „Joseph“, mit ph geschrieben, und „Gold“.
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So, und damit können Sie die Gluconeogenese blockieren, und als ich das erfahren habe, habe ich ganz glücklich unseren Kollegen Kremer in Barcelona angerufen, der ist ja ein wandelndes Biochemie-Buch, was wir ja alle nicht so gut beherrschen wie er. Und dann habe ich gesagt, Herr Kremer, ich glaube, ich bin Nobelpreis-verdächtig. So, sagt er, das freut mich aber. Hydrazinsulfat, hab ich ihm erzählt und da sagt er, toll, Herr Bach, find ich ne supergute Idee, das funktioniert auch, aber denken Sie daran, die Krebszelle verhält sich ja wie ein Archeabakterium. Krebszelle ist ja nichts anderes, laut Kremer, wie ein Bakterium, was wieder zurückgeschaltet hat auf die Archea-Stufe und sich hemmungslos vermehrt. Also, wer Kremer lesen will und das nachlesen will, findet das in seinem Buch „Die stille Revolution der Krebs- und AIDS-Medizin“.
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Kremer sagte also, es funktioniert nicht, wenn Sie die Gluconeogenese blockieren, wenn Sie die Kohlenhydrate entziehen – WEIL, die Krebszelle kann über Oxygenasen immer noch Energie bereitstellen. Und dann hab ich gesagt, wie kriegen wir die blockiert? Und Herr Köstler hat es so schön heute gezeigt: Mit Soja, Genistein blockiert die Oxygenasen!
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Und damit haben Sie eigentlich schon die komplette Rezeptur und das, was ich Ihnen heute auch als –wie das so schön neuhochdeutsch heisst- … Dass Sie also tatsächlich die Möglichkeit haben, der Krebszelle den Brennstoff zu entziehen, wie es Herr Coy so schön bezeichnet hat ….
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Hab ich die 5 Minuten eingehalten ?
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[Stimme von Douwes:] Ja, wunderbar, ich bedanke mich ganz herzlich, Jürgen. [Applaus]
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Frage natürlich noch an Dich, das hast Du also völlig verschwiegen, dass die Tumorzelle im Gegensatz zur normalen Zelle Mininum 6 bis 100 mal mehr Insulin-Rezeptoren hat. Das heisst also, bei jedem Zucker-Anfluten ist sie die erste, die bedient ist, und daraus leiten wir ja schon seit Jahren eigentlich eine Therapie ab, die sehr erfolgreich ist, auch bei resistenten, nämlich die Insulin-Potenzierung. Weil wir da natürlich sozusagen genau dieses System überfahren, indem wir also praktisch Zucker mit Insulin in die Tumorzelle einschleusen und da hätte ich ganz gerne auch mal Deinen Kommentar dazu und den von Herrn Coy, was er davon hält und wie er das sieht.

christinew
18.11.2006, 11:41
Hochinteressant!! dieser letzte Artikel