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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PC mit 43, externe Bestrahlung oder OP



wolfklang
21.11.2006, 15:01
Grüß euch Leidensgenossen!

Also vorab die unvermeidlichen Werteangaben:
Blutprobe: PSA 2,8 und 15% frei(Anfang Juli 2006)
Vor biopsie Probe 2,45 und 19,8 % frei (25.9.2006)
15er biopsie; 2 mal posit, 1x 50 %, 1x 30 Prozent mit Krebszellen
krebs einseitig links , Gleason 3+4/7, Grading pT1c
Lokal Kapsel intakt , keine fortschreitung, samenblasen normal , LymphMRT normal
Neue Werte: 20.11.06
PSA 4,12 und 10% frei

die Werte steigen!was nun?nehme zwar an wegen der nicht ganz sanften biopsie ( die ich noch bis vor 2 wochen spürte), aber wenns doch der krebs selber ist...was weiß man

Meine frage :

Gibt es hier im forum leute zwischen 40 und 50 (....bitte nur solche ihre erfahrungen berichten) die bei ähnlichen Voraussetzungen wie ich ...also frühstadium mit externer bestrahlung behandelt wurden und mir über die folgen berichten können?
Und wie schauts mit entsprechenden Operierten aus?
Wäre dankbar für kurzes feedback bezüglich der für uns alle und besonders die jüngeren unter uns drängenden fragen.
Paar tröpfchen in der hose, o.k. kommt auch so mal vor, alle jahre, nicht unbedingt ein grund an seiner männlichkeit zu zweifeln, oder?
Aber für die nächsten 30 jahre sex mit einer pumpe....ich weiß nicht so recht....

Danke
und freundlichen Gruß
wolfklang

wowinke
21.11.2006, 16:25
Hallo Wolfklang,
ich war 48 bei der Diagnose, PSA 7, Op mit 49 heute 50 voll kontinent und potent (mit geringen Abstrichen ).
Bei meiner Therapiewahl habe ich auf grunde der gerigern LAngzeit erfahrungen Bestrahlung ausgeschlossen.

Gruß
Wolfgang

Hajoke
21.11.2006, 17:18
Hallo Wolfklang,
warum denkst Du bei deinen Werten nicht an die ambulante Seedsimplantation, welche die geringsten Nebenwirkungen hat und vorallem in Deinem Alter die Lebensqualität erhält. Informiere Dich mal unter www.IFAP.tv (http://www.IFAP.tv)
Gruß
Kenno

Hajoke
21.11.2006, 18:39
Hallo Wolfklang,
hab erst jetzt gelesen, dass Dir Dr.med.Kahmann am 19.11.2006 im Onmeda-Forum schon eine Therapieempfehlung gegeben hat. Warum nimmst Du diese bei ihm nicht persönlich wahr?

Patrick
21.11.2006, 20:42
Hallo Wolfgang,

ich war 50, kerngesund und ohne die typischen Prostataprobleme als im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung bei PSA 3,66 ein suspekter Befund im Ultraschall und bei der rektalen Untersuchung festgestellt wurde.

Die Biopsie ergab einen Gleason 3+4 ( G3 ) alle Stanzen (12) befallen. Somit war mein Befund erheblich schlechter wie deiner.

Die von mir angegangene Therapie war die Brachytherapie mit HDR-Afterloading. Dieses Verfahren könnte ( meiner Meinung nach ) auch eine
Möglichkeit für dich sein.
Eingriff ( Externe und Interne Bestrahlung ) absolut ohne jegliche Nebenwirkungen überstanden. Kontinenz war nie ein Thema. Potenz ca. 1,5 Jahre auch nicht. Letzten 3 Monate nachlassend werde nun diesbezüglich
mit Cialis 20 mg behandelt. Mein Arzt meint damit wird es wieder sein wie früher... mal abwarten.
Aber durch die Entscheidung für das Afterloading habe ICH mein Leben praktisch ohne wesentliche Einschränkungen weiterleben können.

Aber noch etwas zu deinem Statement...
du schreibst... "die Werte steigen..... ob das der Krebs ist... "

Sorry, bei dir wurde Tumormasse mit Gleason 7 festgestellt. Wenn auch nur im Teilbereich der Prostata was dir zum Glück jetzt noch Zeit und wirklich alle Optionen mit kurativen Ansatz offen lässt. Aber du solltest es wirklich angreifen.....

Wünsche dir viel Glück, bin aber Überzeugt das es bei dir gut ausgehen wird!

P.

Bernhard A.
21.11.2006, 23:08
Hallo Wolfklang !

Ich halte die 3D-Bestrahlung, aus heutiger Sicht, nur noch für eine Ergänzungsbehandlung, z.B. für OP, Seeds, oder Afterlopading. Als alleinige Behandlung ist sie nicht sicher genug und kann bei der dann notwendigen hohen Dosierung von ca. 70 Gy Nebenwirkungen haben.
Den Tip von Hajoke bzgl. Seeds halte ich auch für richtig. Wenn die Radiologen es für notwendig halten kann dann eine wesentlich geringer dosierte 3D-Bestrahlung (mit sehr wenig Nebenwirkungen) ergänzt werden.
Auch eine IMRT- Bestrahlung könnte für Dich in Frage kommen.
Bei allen Bestrahlungen ist das Können der Radiologen entscheidend.(Nicht das erst beste Krankenhaus nehmen)

Gruß
Bernhard A.

wolfklang
22.11.2006, 02:24
Hallo Wolfgang,

ich war 50, kerngesund und ohne die typischen Prostataprobleme als im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung bei PSA 3,66 ein suspekter Befund im Ultraschall und bei der rektalen Untersuchung festgestellt wurde.

Die Biopsie ergab einen Gleason 3+4 ( G3 ) alle Stanzen (12) befallen. Somit war mein Befund erheblich schlechter wie deiner.

Die von mir angegangene Therapie war die Brachytherapie mit HDR-Afterloading. Dieses Verfahren könnte ( meiner Meinung nach ) auch eine
Möglichkeit für dich sein.
Eingriff ( Externe und Interne Bestrahlung ) absolut ohne jegliche Nebenwirkungen überstanden. Kontinenz war nie ein Thema. Potenz ca. 1,5 Jahre auch nicht. Letzten 3 Monate nachlassend werde nun diesbezüglich
mit Cialis 20 mg behandelt. Mein Arzt meint damit wird es wieder sein wie früher... mal abwarten.
Aber durch die Entscheidung für das Afterloading habe ICH mein Leben praktisch ohne wesentliche Einschränkungen weiterleben können.

Aber noch etwas zu deinem Statement...
du schreibst... "die Werte steigen..... ob das der Krebs ist... "

Sorry, bei dir wurde Tumormasse mit Gleason 7 festgestellt. Wenn auch nur im Teilbereich der Prostata was dir zum Glück jetzt noch Zeit und wirklich alle Optionen mit kurativen Ansatz offen lässt. Aber du solltest es wirklich angreifen.....

Wünsche dir viel Glück, bin aber Überzeugt das es bei dir gut ausgehen wird!

P.

Danke für Deine Vorschläge, Patrik!

Also, mir ist klar es gibt anscheinend kombinationen aus brachi HDR ( die man in Tirol wo ich daheim bin nicht macht) und externer bestrahlung.
(hier gibt es entweder nur seeds bis gleason 6 oder nur externe hochvolt in kombination mit hormonentzug für 2 monate (und leichter brustbestrahlung) gleason über 6).
Soweit die lokalen Verhältnisse.
Was mich leider etwas stutzig macht und was ich bereits als ahnung (mangelns entsprechender patientenstatistiken) meiner nun bereits 6 wöchigen internetausflüge mitnahm, die Strahlenschäden treten zwar nicht sofort auf aber anscheinend doch mit ziemlicher sicherheit, wie du selbst es bestätigst, verzögert.
also erste impotenzansätze nach 1,5 bis 2 jahren trotz minimalinversiv.
Bleibt zu hoffen dass es sich nur ansatzweise zeigt und das blatt sich wieder wendet.
Ist die frage nun für mich, der ich mich erst entscheiden muß, ob da nicht die OP, die bei nervschonend zwar verzögert aber schließlich doch wieder eine potenz zurückbringen wird die bessere methode wäre als eine verzögerte aber schließlich doch kommende impotenz bei bestrahlung es ist.
Es ist schon verflixt, aber mit jedem tag den ich weitere infos sammle, sammle ich nur weitere verwirrung, immer wieder positive Operationsgeschädigte, die dann froh sind wenns nach 5 monaten wieder mit viagra oder sonstigem halbwegs funktioniert oder eben dem gegenteil wenn es dann nachläßt bei den Bestrahlten und man sie (was sollte man als arzt auch anders machen als sie auf medikamente vertrösten) dann mit medis abfedert.
anscheinend kommt man eh so oder anders nicht wirklich herum abstriche zu machen. was ich absolut nicht verstehe ist wie diese brachistatistiken dann zu lesen sind.
gibts die dann nur für kurz nach der behandlung ? ich meine die machen das in amerika und bei uns ja auch schon bald 10 jahre.
da müßte man dann doch langsam wissen dürfen (seitens der Brachibefürwortenden ärzte) ob man nun unter den angeblichen 90 prozent potenten bleibt oder nicht ( sollte sich nicht doch nach 2 jahren, was der übliche zeitraum sein dürfte, nichts verschlechtern).
Ich würde es Dir und allen anderen natürlich wünschen dass du den dunkelziffern der statistik entfliehen kannst, aber allgemein fürchte ich doch, dass die Herren da etwas für platin verkaufen , was vielleicht bestenfalls silber ist.
Wie man es auch dreht und wendet, draufzahlen tut man wohl bei jeder option zu einem gewissen grad.
Ich weiß ich klinge heute etwas verzagt, aber ....wenn ich nur 10 fälle antreffen würde bei denen nach brachi nach sagen wir mal sieben jahren noch alles in ordung ist , sofort nichts wie hin zu Dr. Kahmann

Trotzdem danke für deinen Beitrag.
Gruß Wolfklang

wolfklang
22.11.2006, 02:51
Hallo Wolfklang,
hab erst jetzt gelesen, dass Dir Dr.med.Kahmann am 19.11.2006 im Onmeda-Forum schon eine Therapieempfehlung gegeben hat. Warum nimmst Du diese bei ihm nicht persönlich wahr?

Danke auch für deine Meinung,

Ich nehme sie erstens (noch) nicht wahr weil ich weder weiß ob diese (auslandsbehandlung) von österreichischen kassen bezahlt würde, oder eine privatleistung ist , zweitens weil die Brachi-Statistik von mir als laien nicht gelesen werden kann. Wenn ich nun von einem ärztekongress letzten monat lese wo ein arzt recht unverblümt darüber lästert, dass bei brachi zwar verzögert aber schließlich doch eine zwar sehr geringe inkontinenzrate aber hohe impotenzrate auftritt und ich heute bereits den zweiten beitrag aus erster hand lese wo dies zwar noch mit vager hoffnung auf linderung aber doch symptomatisch bestätigt wird sehe ich den blauen brachihimmel doch nicht nur mit schäfchenwolken besetzt.
Vielleicht setzte ich da meine prioritäten zu einseitig auf potenzerhalt.
Aber irgendwo ist das ja auch verständlich.
Deshalb überlege ich mir das noch gut.

Gruß wolfklang

wolfklang
22.11.2006, 03:22
Hallo Wolfklang,
ich war 48 bei der Diagnose, PSA 7, Op mit 49 heute 50 voll kontinent und potent (mit geringen Abstrichen ).
Bei meiner Therapiewahl habe ich auf grunde der gerigern LAngzeit erfahrungen Bestrahlung ausgeschlossen.

Gruß
Wolfgang


Danke Wowinke für deinen beitrag.

Eine frage noch hätte ich, verändert sich nach der Operation das subjetive Körpergefühl in der prostataregion, ich meine spürt man dass etwas fehlt? Hat man lange Schmerzen in dem Bereich?
Und wie lange hats gedauert bis du das Gefühl hattest wieder alles machen zu können wie früher?
Ich hätte ja noch ein paar Fragen , aber die würde ich dir lieber persönlich in einer email stellen, wenn ich darf.

Gruß Wolfklang

Günter Feick
22.11.2006, 09:22
Hallo Wolfklang,

Aussagen zur erektilen Dysfunktion nach niedrig dosierter Brachytherapie (LDR) mit permanenten seeds kannst Du z. Bsp. hier erhalten -

Pubmed: Permanent Prostate Brachytherapy: The Significance of Postimplant Dosimetry. Department of Radiation Oncology, University School of Medicine, Winston-Salem, NC

oder hier: http://www.urologie-vaterstetten.de/images/HTA-Gutachten.pdf" Dort kannst Du die Ergebnisse der Arbeitsgruppe nachlesen, die beauftragt war mit der Auswertung des Standes der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Nutzen der permanenten interstitiellen Seedimplantation beim lokal begrenzten PCa, durch den Vorstand der Bundesärztekammer und dem Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Beteiligt waren Priv. Doz. Dr. med. habil. Thomas Block, Facharzt für Urologie
Dr. med. Uwe Maurer, Facharzt für Radioonkologie
Dr. rer. nat. Heinz Czempiel, Medizinphysiker

oder bei: PD Dr. Stefan Machtens, er hat, so lese ich es, in diesem Jahr zu dieser Thematik publiziert.
email: Stefan.Machtens@mkh-bgl.de[/email]
phone: 49-2202-9382310
fax: +49-2202-9382311

Gruß

Günter

wowinke
22.11.2006, 09:38
Hallo Wolfklang,

Zitat:
Eine frage noch hätte ich, verändert sich nach der Operation das subjetive Körpergefühl in der prostataregion, ich meine spürt man dass etwas fehlt? Hat man lange Schmerzen in dem Bereich?
Und wie lange hats gedauert bis du das Gefühl hattest wieder alles machen zu können wie früher?
Ich hätte ja noch ein paar Fragen , aber die würde ich dir lieber persönlich in einer email stellen, wenn ich darf.

natürlich kannst Du mich gern auch über die email Funktionen des Forums anschreiben.

subjetive Körpergefühl:

ich merk heute nicht,dass hier etwas fehlt, keine Schmerz eigentlich zu keiner Zeit, nach der Op für ein gewisse Zeit natürlich schon fühlbar, dass hier ein Eingriff statt gefunden hat.


...wieder alles machen zu können wie früher?
ich bin Ende Januar operiert worden, war Februar in der anschlussheil Behandlung bin da danntäglich ca. 2X 45min am Tag spatzieren gegangen. War ab März nach 5 Wochen wieder im Büro( wäre auch nach 3 Wochen gegangen) Im April geschäftlich in den USA und da am Wochenende
zu einer kleineren Dünenwanderung 2-3h am lake michigan. Im Ende Mai dann zum Wander für eine Woche in Südtirol 3-4 hTouren. Da wars dann wie früher bis auf die Erektion die hat sich deutich langsamer entwickelt.
Ich bin diesen Sommer mehr Radtouristikfahrten (100 km) in 4-5 Stunden
gefahren und habe mehrer Bergtouren 3-6 Stunden gemacht und die Erektion ist fast wie früher.

Gruß
Wolfgang


Gruß
Wolfgang

Hajoke
22.11.2006, 10:51
Hallo Wolfklang,
ich würde an Deiner Stelle auch wenn Du in Deutschland als Privatpatient auftreten mußt, bei Gleason 3+4=7 nicht allzu lange warten, denn es könnte bald zu spät sein.So eine Chance, Deine Lebensquälität zu erhalten, bekommst Du bald nicht wieder. Denke an mich, der bei T1c,Gleason 3+4=7 nach US-Standard, PSA 10, GIIa die Monotherapie mit 52 Seeds im Alter von 69 gemacht hat und nach 3 Jahren bei PSA 1.12 mit sinkender Tendenz liegt und ohne Hilfsmittel und Medikamente immer noch voll potent ist.
Die 8275 Euro, die Fahrt nach Berlin mit 2 Übernachtungen sollte Dir die Erhaltung Deiner Lebensqualität wert sein.
Beachte bei einer evtl. Entscheidung zur Total-OP, dass diese einer Verstümmelung gleichkommt, d.h. Du hast keine Prostata und auch keinen Samenerguß mehr im Gegensatz zur inneren Betrahlung, wo alles noch erhalten ist und auch noch funktioniert. Wenn auch die Samenmenge und auch die Errektionsfähigkeit bei der Bestrahlung wegen der Verengung der Gefäße zurückgehen sollte, so kann man-wie hier beschrieben- mit Cialis 20mg nachhelfen.
Viele Grüße
Hajoke

vampire
22.11.2006, 12:04
Danke Wowinke für deinen beitrag.

Eine frage noch hätte ich, verändert sich nach der Operation das subjetive Körpergefühl in der prostataregion, ich meine spürt man dass etwas fehlt? Hat man lange Schmerzen in dem Bereich?
Und wie lange hats gedauert bis du das Gefühl hattest wieder alles machen zu können wie früher?
Ich hätte ja noch ein paar Fragen , aber die würde ich dir lieber persönlich in einer email stellen, wenn ich darf.

Gruß Wolfklang

Also, ich hatte nicht das Gefühl das was fehlt. Ich hatte null Schmerzen nach der OP (16.1.06) nur ein Ziehen beim Aufrichten oder laufen. Das ging aber nach ein paar Tagen auch weg. Nach ca. 3 Monaten, also nach der Reha bin ich gleich wieder arbeiten gegangen da ich mich wieder fit fühlte. Bin dann wieder joggen gewesen. Da hatte ich aber dann Probleme, denn das war dann doch ein bischen früh. Hatte immer Blut im Urin nach dem Laufen. Da habe ich dann noch so 2 Monate gewartet mit dem Laufen. Danach ging auch das wieder. Zur Zeit fühle ich mich fit wie ein Turnschuh. Meine PSA- Werte sind seit der OP unter 0,07 und ich hoffe daß das so bleiben wird. Falls noch Fragen bezüglich Kontinenz oder Potenz sind, einfach mailen.
Gruß Ralf

wassermann
22.11.2006, 20:07
Hallo Wolfklang,
du fragst nach Körpergefühl und Schmerzen nach der OP. Natürlich kann ich nur von mir sprechen und dir aus meiner Erfahrung heraus die Angst davor nehmen. Schmerzen habe ich NIE verspürt, lediglich beim Husten während der ersten Tage im KH. Mein Körpergefühl hat sich in keiner REgion verändert. Wüsste ich nichts von der OP, würde ich auch nichts merken. Die Narbe ist (8 Monate alt) kaum mehr sichtbar. Inkontinenz war zu keinem Zeitpunkt ein Thema, Potenz war vorher besser, ist aber noch zufriedenstellend vorhanden und "einsetzbar" (ohne Hilfsmitel oder Medikamente).
Möchtest du den Operateur wissen, schreib mir einfach eine Nachricht!
Ob die OP für dich die richtige Therapie ist, maße ich mir allerdings nicht an einzuschätzen.
Ein gute Entscheidung und viel Glück, wie auch immer du dich behandeln lässt.
Wassermann

wolfklang
22.11.2006, 21:18
Danke Dir Günter Feick!

Werde mir das anschließend mal in Ruhe durchlesen.
Sehr nett von Dir dass du mir da ein paar links zusammengestellt hast.

Herzliche Grüße

wolfklang

mike1160
17.01.2007, 18:53
Hallo Wolfklang,

bei deiner Ausgangslage geht es um einen möglichst sicher kurativen Ansatz. Das ist für Seeds bzw. Brachytherapie bei jüngeren Patienten meines Wissens nach nicht so sicher belegt wie es für eine Entscheidung in jungen Jahren sein müsste. Auch die veröffentlichten positiven Egebnisse sind aufgrund der geringen Zahlen (mit jüngeren Patienten) mit großer Vorsicht zu beurteilen.

Unverändert sehe ich bei deiner Ausgangslage die OP als primären Goldstandard, andere Verfahren müssen sich mit den für die OP (gerade bei jüngeren Patienten!!) hinreichend belegten Ergebnissen erst messen lassen.

Zu deinen konkreten Fragen: Inkontinenz war nach 6 Wochen kein Thema mehr (auch bei Belastung oder Sport nicht), mit Joggen habe ich nach 4 Wochen in leichter Form angefangen. Schmerzen hatte ich postoperativ für genau 2 Tage, danach nur, solange die Klammern noch drin waren, beim Aufrichten. Ein besonderes (unangenehmes) Gefühl wegen des Verlustes der Prostata hatte ich nicht - eher ein erleichtertes Gefühl, dass der Tumor samt Prostata (zumindest erstmal) raus war! Der Orgasmus war anfangs abgeschwächt, nach ca. 3 Monaten wieder fast so intensiv wie vorher. Bei beidseitig nicht-nervschonender OP bin ich auf SKAT angewiesen - auch hier kommen meine Frau und ich gut klar (ist aber sicher individuell unterschiedlich).

Für Rückfragen kannst du mich gerne anmailen (PN).


Mike