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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : nach TURP--PSA steigt



Yokurt
08.06.2016, 15:14
Hallo---
melde mich nun wieder---mit neuem Problem, werkann mir mit Infos weiterhelfen
+) November 2013 Turp, siehe auch meine Berichte in Prostata.eu

+) Dezember 2013 PSA 1.35
+) März 2014 PSA 1.40
+) Oktober 2014 PSA 1.23
+) Februar 2016 PSA 1.89

Ist dieser PSA Verlauf nach einer TURP als normal zu beurteilen?----
==========================================
Die Werte sind entstanden durch routine-Blutbefunde---

Aufmerksam wurde ich weil
seit Jänner 2016 leide ich
-) an unklaren unpezifischen Symptomen im Darmbereich (Druckgefühl, erhöhte Darmperistaltig)
-) Druckgefühle im Magenbereich
-) geändertes Stuhlverhalten: nunmehr täglich, was ja nicht schlecht ist, aber ich hatte jahrzehnte lang ein anderes Stuhlverhalten---im Schnitt jeden 2.bzw. 3. Tag
-) leichte Rückenschmerzen,Kreuzschmerzen beidseitig --- immer wieder
-) tagweise verschwinden aller Symptome,
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Irrigoskopie März 2016 ---ob
Magen, 12 Fingerdarm März 2016 ebenfalls ob
Blut/Harnbefund Februar 2016 ebenfalls ob

praktische Arzt, der mich seit Jahrzehnten betreut, sehr gewissenhaft etc, meint "er wisse nun nicht was weiter geschehen sollte---

nunmehr bin ich persönlich wieder auf das Thema PSA gestossen----Handlungsbedarf? Urologe?
Ergänzung: ich bin derzeit im 79ten Lebensjahr
liebe Grüsse
Yokurt

Hvielemi
08.06.2016, 17:01
Spontan, lieber Kurt, gibt es aus Prostata-Krebs-Sicht
nichts zu sagen, als:

Vergiss es!

Dein PSA ist so langsam gestiegen, dass das noch einige Jahre
so weitergehen kann. Nun könntest Du argumentieren, Man
wisse nicht, wann dieser Anstieg stattgefunden habe. Richtig.
Jetzt, einige Monate später kannst Du ja noch einmal messen.
Dann sieht man, ob die PSA-Verdoppelungszeit (VZ)** von
über zwei Jahren weitergehe, oder ob sich eine Verkürzung ergebe.

Lass uns bei Gelegenheit den nächsten PSA-Wert wissen.
Daraus kann zuverlässigeres gesagt werden.

Carpe diem!
Konrad


**http://www.labor-limbach.de/PSA-Verdopplungszeit.355.0.html

Yokurt
08.06.2016, 17:26
Hallo lieber Konrad,
Danke für die so rasche Info.
Ich habe das von dir angeführte Rechenprogramm mal schnell genützt---tja, also mit 2.2 Jahren liege ich ja nicht sehr viel über den (benötigten) 2 jahren.
Ich bin zu wenig routiniert mit diesem PSA anstieg.
Bedeutet das, dass der derzeitige Anstieg von 1.4 auf 1.9 = O.5 in nunmehr in rd 2 Jahren (rd. 3/14 auf 3/16) bedeutet, dass (wenn´s so bleibt !!) in 2 Jahren = 2.4 und in 4 Jahren 2.9 entstehen würde?
liebe Grüsse Kurt

Hvielemi
08.06.2016, 19:37
Bedeutet das, dass der derzeitige Anstieg von 1.4 auf 1.9 = O.5 in nunmehr in rd 2 Jahren (rd. 3/14 auf 3/16) bedeutet, dass (wenn´s so bleibt !!) in 2 Jahren = 2.4 und in 4 Jahren 2.9 entstehen würde?
Nein lieber Kurt.
So locker geht das leider doch nicht.
Dein letzter PSA-Wert war 1.9 ng/ml, irgendwann wird das mal 2.0,
einfach, weil es leichter zum Rechnen ist.
In der von dir richtig ermittelten VZ von 2.2 Jahren würde das dann 4,
in weiteren 2.2 Jahren 8, dann in etwa sieben Jahren seit heute 16ng/ml.
Auch in neun (8.8) Jahren mit 32ng/ml sollte das noch beschwerdefrei gehen,
womit wohl auch eine Antwort zu deinen Rückenbeschwerden gegeben ist.
Diesen 'Fahrplan' kannst Du jährlich nachmessen. Ich vermute aber, dass
dein PSA von der Restprostata komme und lediglich schwanke, also mangels
Krebs in keiner Weise diesem Wachstumsgesetz der konstanten VZ unterliege.
Sollte es entgegen jeder Erwartung doch schneller gehen, müsste halt neu
überlegt werden. Geht es langsamer oder zurück, ist ohnehin gut.

Solltest Du trotzdem irgendwie Beschwerden von dem (nicht erwiesenen)
Krebs bekommen, hiesse die Notbremse 'Bicalutamid'. Das würde dir
die Krankheit wohl lange vom Hals halten und den PSA weit senken.

Carpe diem!
Konrad


PS: Bitte Profil und Daten in myprostate.eu nachtragen
Und noch was:
Tu Dir nie wieder eine Biopsie an! Vier mal oB ist genug.

Yokurt
09.06.2016, 15:21
Hallo lieber Konrad,

Hm-----PSA Verlauf, also doch anders, nämlich der Anstiegswinkel bleibt nicht konstant, sondern der jeweils "letzte" Wert verdoppelt sich in den nächsten rd. 2 Jahren wieder?
das ist ja in etwa sowas wie ein exponentialer Anstieg?----das Ganze holt mich wieder ein.
Du kennst ja meine Infos und PSA Biographie aus dem Profil. --seit 1993 begleitete mich diese Sorge bis zur TURP---und jetzt geht´s wieder los.

vorerst liebe Grüsse dir aus Wien
Kurt

Na ja, erstmals vielen Dank für deine Aufklärung. Zunächst mal wenn ich´s richtig verstehe kann ich "abwarten". ---ohne den Urologen zu bemühen.
In 8 Jahren?---bin ich 84 Jahre, scheint lang zu sein, aber dann? also ich warte jetzt mal ab.
Alle wieder aufkommenden Fragen versuche ich in "Evidenz" zu halten.--bis nächstes Jahr.

Zur Zeit der TURP hatte ich ja im Forum intensiver gelesen und gefragt und auch Antworten erhalten.
Du hast Recht ich werde meine Infos seit damals im Profil nachtragen---war zu nachlässig.

vorerst liebe Grüsse dir aus Wien
Kurt

Hvielemi
09.06.2016, 21:17
Hm-----PSA Verlauf, also doch anders, nämlich der Anstiegswinkel bleibt nicht konstant, sondern der jeweils "letzte" Wert verdoppelt sich in den nächsten rd. 2 Jahren wieder?
das ist ja in etwa sowas wie ein exponentialer Anstieg?----das Ganze holt mich wieder ein.
...
In 8 Jahren?---bin ich 84 Jahre, scheint lang zu sein, aber dann? also ich warte jetzt mal ab.

Ja, das Krebs-Wachstum pflegt exponentiell zu sein, weil jede Krebszelle sich wieder teilt,
also nach jeder Teilung doppelt so viele Zellen da sind, die sich dann wieder teilen.
Diese unkontrollierte Teilung ist das Grundwesen des Krebses.
Das gibt in logaritmischer Darstelung eine Gerade (Beispiele in Grafik [1] 2011/12 und,
einiges krasser 2015), in der linearen Darstellung die typischen Bögen.

Aber was reden wir dauernd von Krebs?
Du hattest schon mal einen PSA-Anstieg und danach wieder einen
Abfall. Das weist eher auf eine Entzündung der Restprostata hin,
denn Krebs schrumpft nicht.
Die nächste Messung gibt Dir weitere Hinweise.

Let the good times roll!
Konrad

Yokurt
10.06.2016, 17:21
Hallo lieber Konrad,

exponentiell?----tja das befürchtete ich,

was ich noch genauer verstehen wollte
"Du hattest schon mal einen PSA-Anstieg und danach wieder einen
Abfall.":

Meintest Du damit den PSA Verlauf nach der Turp
oder den PSA Verlauf von 1993-zu Turp Nov. 2013 ? gem meinem Profil

Insgesamt betrachtet gab es ja auch da so manchen "Abfall"
Außerdem war der Gesamtanstieg von rd 3.0-8.0 in 19 Jahren. bedeutet was ?

Na ja, ich warte wieder mal ab---hab im Moment aktuell mit den unklaren Darm/Bauchsymptomen zu tun.
, wo der praktische Arzt nach der Irrigoskopie und dem Magen/Zwölffingerdarmröntgen derzeit nicht so genau weiter weiß (oder will)
Muß also wohl ich die weitere Initiative ergreifen------?

alles Gute dir und liebe Grüsse aus Wien
Kurt

Hvielemi
10.06.2016, 22:14
was ich noch genauer verstehen wollte
"Du hattest schon mal einen PSA-Anstieg und danach wieder einen
Abfall.":

Hier, aus deinem ersten Beitrag:

+) Dezember 2013 PSA 1.35
+) März 2014 PSA 1.40
+) Oktober 2014 PSA 1.23

Nun geh doch einfach zu deinem Urologen und lass den PSA messen.
Es gibt keinerlei Hinweis, dass der letzte Anstieg Teil eines exponentiellen
Geschehens sei. Es war halt ein Anstieg, und erst weitere Messungen
werden erweisen, ob wieder ein Abfall folge, ein Anstieg, und wenn,
ob der exponentiell stattfinde.



Muß also wohl ich die weitere Initiative ergreifen.

Ja, so wird es sein.
Du könntest mal beobachten, nach welchen Speisen und Getränken
die Darmbeschwerden auftauchen. Dann isst und trinkst Du eben
was anderes. Dazu braucht es keinen Doktor, aber vielleicht hilft es dir.
Nicht Rauchen, kein Rotwein sind die Standardmassnahmen,
aber auch Schweinefleisch weg und eben sorgfältige Selbstbeobachtung.

Mir z.B. hat es gegen diesen zermürbenden Dauerhusten geholfen,
nach jedem Bissen mit einem Schluck Wasser zu 'spülen' und auf
Wurstwaren vom Schwein zu verzichten. Das ist bitter, weil Salami
auch nicht mehr aus alten Pferden gemacht wird...
So wird einer Übersäuerung der Luftröhre vom Ösaphagus her vorgebeugt,
und ich huste weniger.

Konrad

Golfspieler
10.06.2016, 22:36
Hallo Kurt,

was Konrad da bezüglich des Essens und Trinkens schreibt, war mir bei der Schilderung Deiner Beschwerden auch sofort in den Kopf gekommen - hört sich verdächtig nach Laktoseintoleranz an. Hast Du das mal untersuchen lassen? Dein Nick könnte drauf hindeuten, dass Du ein Fan von Milchprodukten bist (^^).

Viele Grüße
Golfspieler

Yokurt
14.06.2016, 11:29
Hallo, lieber Golfspieler,
Mein Nickname? Ja und Nein,

Vor rd 25 Jahren hatten meine Frau und ich beschlossen grundsätzlich auf eine moderate, wie wir meinen gesundheitlichere Ess-Variante einzuschwenken.
Vollkornprodukte, wenig Fleisch, weniger denaturierte (wenig bearbeitete Nahrungsmittel insgesamt ---in Anlehnung !! an Dr. Schnitzer)

Es gibt also auch Milchprodukte etc----
In diesem Sinne hat sich damals mein Nickname ergeben------irgendwelche Unverträglichkeiten? nein, sind mir (noch) nicht bekannt, obwohl ich durch diese aktuellen Darmprobleme
auch schon in diese Richtung gedacht hatte.

Nächste Woche ist ein Urologentermin angesagt----hoffe ich lebe nachher noch (gut!)
liebe Grüsse dir
Kurt

Yokurt
16.06.2016, 07:51
Hallo Konrad
Hallo Golfspieler

Der aktuelle Blut/Harnbefund ist da----

PSA v. 15.6.2016 1.75
Blut im Harn
Leukozyten mäßig

Alle anderen Werte inc. Entzündungswert CRP im Referenzbereich
============================
im Befund v. 25.2.2016
Blut im Harn. negativ
mäßige Leukozyten vereinzelt

Allerdings gab es in den halbj. Blutbefunden immer wieder mal Blut(Spuren) im Harn, einmal wieder nicht. Seit 2000 hab ich nachgeschaut.

soweit mal--nächste Woche---Urologe
liebe Grüße aus Wien
Kurt