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Thema: PSA-Anstieg fünf Jahre nach RPE

  1. #11
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    Ein Profil bei myprostate.de habe ich ... leider konnte ich bisher noch keine Verlinkung herstellen. Ich arbeite dran.
    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=220

  2. #12
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    Update
    Ich war inzwischen bei dem Prof. in Herne, der mich vor 6 Jahren operiert hat. Hier ist seine Einschätzung:

    1. PSA wird ausschließlich durch Prostatazellen generiert.
    Bei der OP könnten kleine Zellhaufen im Körper verblieben sein, sich nun vermehren und den Anstieg des PSA erklären. Die Zellen könnten gutartig und auch bösartig sein. Aufgrund meiner Histologie hält er das Zweite allerdings für sehr unwahrscheinlich (ca. 5%).
    Möglich sei auch ein Lypmphknotenbefall, zumal bei der RPE keine Knoten entfernt wurden. Dies hält er für ebenso unwahrscheinlich wie oben.

    Diese Aussagen decken sich weitgehend mit euren Gedanken hier im Thread und das wiederum spricht für eure sachliche Kompetenz.

    2. Zum Abgleich hat er noch einmal im klinikeigenen Labor mein PSA bestimmen lassen.
    Ergebnis: kleiner 0,03.
    Dies ist für mich ebenso beruhigend wie irritierend. Ihr erinnert euch: letzte Messung beim Urologen im Mai: 0,08.
    Ich habe mir vorgenommen, in drei Monaten wieder zu meinem Urologen zu gehen und diese Diskrepanzen mit ihm zu besprechen.

    3. Meine Beschwerden durch einen knotigen und verhärteten Nebenhoden nebst Samenleiter führt er nicht auf die OP zurück. Zumindest ist ihm Derartiges nicht bekannt.
    Es ist möglich, den Nebenhoden nebst Samenleiter operativ zu entfernen, worauf ich allerdings verzichten möchte, solange die Beschwerden erträglich bleiben.

    Das war’s fürs Erste.
    Beste Grüße und nochmals vielen Dank für eure Beiträge.
    Jürgen

  3. #13
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    Zitat Zitat von jürgen53 Beitrag anzeigen

    2. Zum Abgleich hat er noch einmal im klinikeigenen Labor mein PSA bestimmen lassen.
    Ergebnis: kleiner 0,03.
    Dies ist für mich ebenso beruhigend wie irritierend. Ihr erinnert euch: letzte Messung beim Urologen im Mai: 0,08.
    Ich habe mir vorgenommen, in drei Monaten wieder zu meinem Urologen zu gehen und diese Diskrepanzen mit ihm zu besprechen.
    Nein, lieber Jürgen,
    nicht in drei Monaten, sondern jetzt gleich zum Urologen.
    Wie es scheint, mischen sich bei dir PSA-Werte verschiedener Labore,
    was die Wackelei der letzten paar Werte erklären könnte.
    Die Erklärungsversuche des Profs sind reichlich hilflos.
    Der steckt den Kopf in den Sand!

    Mit dem ergänzenden Wert beim Urologen könntest Du die beiden (?)
    Messreihen ins Verhältnis zueinander setzen bzw. stark abweichende
    Werte eines der beiden Labore in Myprostate.eu streichen.
    Dann wird sichtbar, ob ein plausibles Muster hinter deinen letzten
    Werten stecke.

    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  4. #14
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    Hallo Jürgen,

    hast du dich vielleicht mal sterilisieren lassen?
    Ich habe seit meiner Sterilisation vor über 20 Jahren auch hin und wieder einen verdickten, knotigen Hoden und Samenleiter, der leicht ziehende Schmerzen produziert.
    Das erkläre ich mir so, dass durch die Verödung des Samenleiters der Samen nicht mehr "geleitet" werden kann und sich staut. Nach Tagen bis Wochen verschwindet das Phänomen von selbst, vermutlich platzt dann irgendwas auf und der Samen wird vom Körper abgebaut.
    Früher hab ich dem nicht viel Bedeutung beigemessen, seit meiner Krebsdiagnose bin ich sehr viel sensibler für Veränderungen in der Gegend...
    Falls du nicht sterilisiert bist, würde ich das abklären lassen.
    Die PSA-Schwankungen würde ich hingegen gelassen sehen, solange 0,1 nicht überschritten wird. Mein Urologe sagt immer, alles im 0,0x-Bereich ist uninteressant. Selbst einen Anstieg auf 0,22 nannte er "kleinen Anstieg", und 4 Wochen später war der wieder unten.
    Ich kann mir vorstellen, dass in diesem Bereich das Immunsystem noch einiges ausrichten kann gegen die Tumorzellen, mit wechselndem Erfolg. Daher würde ich jetzt alles versuchen, es dabei zu unterstützen. Je mehr man rechtzeitig für die Gesundheit tut, desto weniger muss man später gegen die Krankheit machen. Tipps findest du dazu auch hier im Forum.

    Alles Gute!
    Detlef

  5. #15
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    ..."die beiden (?) Messreihen ins Verhältnis zueinander setzen bzw. stark abweichende
    Werte eines der beiden Labore in Myprostate.eu streichen."

    Tatsächlich ist nur die letzte Messung mit dem Wert von 0,03 in der Klinik gemessen worden. Alle anderen Messungen sind vom Urologen. Ich habe deshalb auch die letzte irritierende Messung bei Myprostate.eu gelöscht.

    ..."hast du dich vielleicht mal sterilisieren lassen?"

    Ich war nicht sterilisiert. Aber auch bei mir sind die Beschwerden intermittierend. Es kann einige Tage ordentlich weh tun, dann habe ich wieder eine Phase relativer Beschwerdefreiheit.
    Klar habe ich auch sofort an einen möglichen Tumor gedacht. Aber nun haben sowohl die Sonographien beim Urologen und in der Klinik, ein MRT des Beckens einschließlich Genitalien und beide Aussagen der Ärzte dagegen gesprochen. Dabei will ich es erstmal belassen, das Ganze aber sehr wohl im Auge behalten.

    Seltsam finde ich nach wie vor, dass das PSA beim Urologen seit 6 Monaten nach insgesamt oben geht (Ende Mai 0,08), während in der urologischen Klinik der Wert 3 Wochen nach der Messung beim Urologen unter deren Nachweisgrenze von 0,03 liegt.
    Entweder schwankt mein Wert derzeit enorm oder sind dies normale Toleranzen zwischen 2 Laboren?

    Die anfängliche Panik ist aber nun verflogen und ich will mich bei diesen Werten und den ähnlichen Erfahrungen anderer Betroffener erst einmal abwartend verhalten. Mal schauen was die nächste Messung beim Urologen ergibt.

    Auf jeden Fall ist dieses Forum mir stets eine große Hilfe.

    Jürgen

  6. #16
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    Hallo Jürgen,

    ich hatte den Arzt und damit das Labor gewechselt. Zur Sicherheit habe ich vier Tage später beim alten Labor auch den PSA Wert bestimmen lassen. Der Unterschied war 0,31 ! Ein Labor 2,71, das andere danach 2,4. Von daher halte ich den Unterschied von 0,08 und 0,03 für problemlos durch unterschiedliche Labore erklärbar.

    Georg

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