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Thema: Erleada (Apalutamid) ist jetzt in Europa für metastasierte Patienten zugelassen

  1. #1
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    Erleada (Apalutamid) ist jetzt in Europa für metastasierte Patienten zugelassen

    Erleada (Apalutamid) ist jetzt in Europa für metastasierte Patienten zugelassen worden, die noch nicht resistent geworden sind. Ob die Kosten dafür die Krankenkasse übernimmt, müssen noch weitere Gremien entscheiden.
    https://www.boerse.de/nachrichten/Ja...kannt/14820073
    Derzeit kostet eine Packung für 28 Tage 4.143,87 Euro. Also 148 Euro am Tag.

  2. #2
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    Mal sehen wie Apalutamid im Vergleich zu Abiraterone mit ADT und im Vergleich zur Kombination von Apalutamid mit Abiraterone abschneidet. Die dreiarmige LACOG-0415 Phase-II-Studie soll 2020 erste Ergebnisse liefern.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6533731/



    Franz

  3. #3
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    Eine interessante Studie. Das sind also drei Arme:
    1. Abiraterone+Prednison und ADT
    2. Apalutamid Monotherapie
    3. Apalutamid und Abiraterone+Prednison (ohne ADT)

    Ich glaube die Arme 2 und 3 werden praktisch genauso gut wirken wie Arm 1. Und Arm 2 wird die geringsten Nebenwirkungen haben, nur Brustvergrößerung und Fatigue. Aber leider reicht die geplante Teilnehmerzahl nicht, um eine Änderung der Zulassung zu bewirken. Ein Arzt, der keine Haftungsprobleme eingehen möchte, wird also nur Arm 1 anwenden.

    Georg

  4. #4
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    In diesem Bericht https://www.prostata.de/magazin/medi...moeglichkeiten zeigt sich , das Enzalutamid und Apalutamid bei nicht metastiertem Prostatakarzinom in etwa gleich wirken, allerdings hat Enzalutamid weniger Nebenwirkungen , wenn ich es richtig verstehe.
    Kann man daraus schließen , das dies auch so bei metastiertem Prostatkrebs ist, müßte mann doch Enzalutamid bevorzugen ?
    Reiner

  5. #5
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Und Arm 2 wird die geringsten Nebenwirkungen haben, nur Brustvergrößerung und Fatigue...
    Georg,
    das ist möglich, aber nicht sicher, denn bei Enzalutamide, was ja zu Apalutamide vergleichbar sein sollte, sind die Nebenwirkungen nicht durchaus besser als bei Abi+Pre - nur anders. Bitte dazu mal ein Blick auf die AQUARiUS und REAAcT Studie werfen. Aus der Praxis formuliert wird es in etwa folgendermassen:

    In the absence of head-to-head comparisons, I generally prescribe abiraterone acetate plus prednisone first. My choice rests primarily on longer personal experience with abiraterone acetate plus prednisone in phase I trials and my comfort level. For most patients, abiraterone acetate plus prednisone has somewhat better tolerability. My impression is that more patients discontinue enzalutamide due to side effects.
    [Matthew R. Smith, MD, PhD]

    Es bleibt eine individuelle Entscheidung. Ich persönlich würde mit Abi+Dexamethason beginnen, da ich das für überlegen halte.
    if nothing's fails, it's not real life

  6. #6
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    LowRoad,

    Stand heute würde ich auch Abiraterone kombiniert mit ADT bevorzugen. Aber die laufende EMBARK Studie versucht in einem der drei Arme das Enzalutamid ohne Kombination mit ADT für hormon-sensitive Patienten zuzulassen. Dann ergibt sich keine Testosteron Absenkung und im Gefolge keine Östrogenabsenkung. Deshalb gehe ich in diesem Fall von erheblich geringeren Nebenwirkungen aus. Die von Franz erwähnte Studie setzt ebenfalls in Arm 2 Enzalutamid ohne ADT ein. Die Ergebnisse der EMBARK Studie sollen Mitte diesen Jahres veröffentlicht werden und zu einer Zulassung führen. Bis jetzt gibt es nur diese Phase II Studie, leider ohne Kontroll-Arm:
    https://www.europeanurology.com/arti...low-up-results

    Georg

  7. #7
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    Rainer,

    aus dem von Dir erwähnten Artikel ergibt sich das so, aber bisher bin ich von vergleichbaren Nebenwirkungen ausgegangen. Ich habe irgendwo eine Tabelle gesehen, in der Enzalutamid, Apalutamid und Darolutamid hinsichtlich der Nebenwirkungen zusammengestellt wurden, die finde ich aber so schnell nicht. Man muss dazu unterschiedliche Studien vergleichen und das ist grundsätzlich mit Verzerrungen verbunden. Mir sind aus der Tabelle keine signifikanten Unterschiede zwischen Enzalutamid und Apalutamid in Erinnerung. Nur Darolutamid stand besser da.

    Georg

  8. #8
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    Hallo Georg,
    eine Korrektur:
    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Die von Franz erwähnte Studie setzt ebenfalls in Arm 2 Enzalutamid ohne ADT ein
    Arm 2: Apalutamid ohne ADT

    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Ich habe irgendwo eine Tabelle gesehen, in der Enzalutamid, Apalutamid und Darolutamid hinsichtlich der Nebenwirkungen zusammengestellt wurden, die finde ich aber so schnell nicht. Man muss dazu unterschiedliche Studien vergleichen und das ist grundsätzlich mit Verzerrungen verbunden. Mir sind aus der Tabelle keine signifikanten Unterschiede zwischen Enzalutamid und Apalutamid in Erinnerung. Nur Darolutamid stand besser da.
    Es könnte Tab. 3 in diesem link sein, die Tabelle allein habe ich nicht reinkopieren können.

    https://www.dovepress.com/darolutamide-for-castration-resistant-prostate-cancer-peer-reviewed-fulltext-article-OTT


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    Aktuelle Meldung zu Darolutamid:

    https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12120476-roundup-bayer-zulassung-krebs-mittels-darolutamid-eu-hoffen

    Der Ausschuss für Humanarzneimittel CHMP der Europäischen Arzneimittelagentur habe eine Zulassung des Mittels zur Behandlung des nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinoms (nmCRPC) bei Patienten mir hohem Metastaserisiko empfohlen, wie Bayer am Freitag in Berlin mitteilte. Die endgültige Entscheidung der EU-Kommission werde in den nächsten Monaten erwartet…

    Franz

  9. #9
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    Danke Georg für Deine Info und danke Franz, für die Tabelle zum Vergleich . Wirklich klasse von Euch beiden . Für mich interessant, wenn die ARASENS Studie mit 1300 Patienten mit mCSPC Ergebnisse liefert.
    Laut der Tabelle 3 hätte Darolutamid jadoch wesentlich geringere Nebenwirkungen.
    Reiner

  10. #10
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    Zitat Zitat von Reiner mit E Beitrag anzeigen
    Für mich interessant, wenn die ARASENS Studie mit 1300 Patienten mit mCSPC Ergebnisse liefert.
    Voraussichtlich August 2022.
    Ausführliche Beschreibung der Studie in

    https://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/record/NCT02799602?term=arasens&draw=2&rank=1


    Franz

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