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Thema: Ist eine Hormontherapie nach einer Prostataoperation sinnvoll?

  1. #21
    Harald_1933 Gast
    Die Ipsen-Studie ist ausgelaufen:

    https://www.viomedo.de/klinische-stu...-utility-scale

    Fachinfo zu Pamorelin:

    https://ipsen-pharma.de/websites/IPS...la_1125_mg.pdf

    Fachinfo zu Eligard:

    https://www.fachinfo.de/pdf/008376

    Nachfolgend alle weiteren Studien im Zusammenhang mit Prostatakrebs:

    https://www.viomedo.de/klinische-stu...=Prostatakrebs

    Gruß Harald

  2. #22
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    Hallo Roland,

    auch ein als experimentell eingestuftes Verfahren kann wirksam sein. Nach der NanoKnife-Operation wurde ein PSMA PET/MRT gemacht und dies zeigte keinen Tumor mehr in der Prostataloge. Dieses Jahr wurde bei einer TURP vom Körper noch nicht abgebautes Gewebe entfernt und histologisch untersucht – kein Tumor.

    Georg

  3. #23
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Hallo Roland,

    auch ein als experimentell eingestuftes Verfahren kann wirksam sein. Nach der NanoKnife-Operation wurde ein PSMA PET/MRT gemacht und dies zeigte keinen Tumor mehr in der Prostataloge. Dieses Jahr wurde bei einer TURP vom Körper noch nicht abgebautes Gewebe entfernt und histologisch untersucht – kein Tumor.

    Georg
    Moin Georg,

    das ist erfreulich! Aber woher kommt denn nun lt. Deinem Profileintrag vom 30.05.17 der PSA-Wert von 2,40 ng/ml ?

    Gruß Harald

  4. #24
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Soweit mir bekannt haben die ADT2 Studien immer mit Flutamide gearbeitet und konnten keinen Vorteil gegenüber einer ADT1 zeigen. Eine Studie die eine ADT2 mit Bicalutamide getestet hat kenne ich nicht. Es erscheint mir aber logisch, dass eine ADT2 mit Bicalutamide besser wirkt als mit Flutamide.
    Bitte sehr:


    Survival among patients receiving combination hormonal therapy: flutamide plus LHRHa vs bicalutamide plus LHRHa. Median follow-up 160 weeks: HR 0.87, 95% CI 0.72, 1.05; P=0.15 [1]

    „Heutzutage müsste man wohl die ADT2 mit einen LHRH-Analogon + Abiraterone/Prednisone machen"
    Dies ist trotz der ASCO 2017 wohl in der Praxis noch nicht umzusetzen. Der Patient hätte das Abiraterone bei einer ADT2 selbst zu bezahlen, da es erst ab Eintritt der Kastrationsresistenz indiziert ist. Wie ich schon geschrieben hatte, Abiraterone/Zytiga kostet einschließlich Prednison rund 50.000 Euro im Jahr. Dies werden nur sehr wenige Patienten aus der eigenen Tasche bezahlen.
    Ja Georg, das ist absolut richtig. Es wird noch Jahre dauern, bis sich dieses Konzept generell durchsetzt, was aber nicht heißt, dass es heutzutage nicht wirksam wäre. Wer es erstattet bekommt, oder es sich leisten kann, der hat hier eine Möglichkeit die ADT in ihrer Wirksamkeit zu steigern. Die Kosten könnten eventuell gesenkt werden, wenn man statt 4 Kapseln (1000mg) nüchtern pro Tag, nur eine Kapsel (250mg) mit fetthaltigem Essen zu sich nimmt!?

    Wie Konrad beschrieb, hat die frühe ADT bei ihm auch gut gewirkt. Ich tendiere ja dazu den Beginn der ADT hinauszuschieben, allerdings hat mich dieses Studienergebnis schon nachdenklich gemacht…
    Ja und ein bisschen träumen darf man auch. Jetzt bastelt man schon seit 70 Jahren am Androgenrezeptor rum, und es gibt immer noch neue Perspektiven:

    "Targeted therapies" along with the immune checkpoint blockade drugs are changing the landscape for cancer patients. To me, the somewhat surprising thing about these two studies is how great the advantage seems to be when you can truly effectively hit a target early and hard, in this case the AR signaling pathway. It is all the more remarkable that this is a pathway we have now been targeting for over 70 years and there is still more to come. If we can find the right combination of AR targeting and immune modulation, I see no reason why metastatic prostate cancer can’t be added to the “curable neoplasm” list in the near future. Then the question of whether, and how we need to screen will become even more complex. Good news !!
    "Gezielte Therapien" zusammen mit den Immun-Checkpoint Blockade Medikamenten verändern die Landschaft für Krebspatienten. Für mich ist es eine etwas überraschende Sache, aus beiden Studien, wie groß der Vorteil zu sein scheint, wenn man wirklich effektiv ein Ziel früh und hart treffen kann, in diesem Fall den AR-Signalweg. Es ist umso bemerkenswerter, dass dies ein Weg ist, den wir jetzt seit über 70 Jahren manipulieren, und es gibt immr noch Neues zu entdecken. Wenn wir die richtige Kombination von auf den Androgenrezeptor gerichteten Therapien zusammen mit einer Immunmodulation finden können, sehe ich keinen Grund, warum in der nahen Zukunft metastatischer Prostatakarzinom nicht in die Liste der "heilbaren Neoplasien" aufgenommen werden könnte. Dann wird die Frage, ob und wie wir ein Screening bräuchten noch komplexer. Gute Nachrichten!!

    -------------------------------------------------
    [1]: Schellhammer PF et al. Clinical benefits of bicalutamide compared with flutamide in combined androgen blockade for patients with advanced prostatic carcinoma: final report of a double-blind, randomized, multicenter trial. Casodex Combination Study Group.
    if nothing's fails, it's not real life

  5. #25
    Harald_1933 Gast
    Guten Morgen Andi,

    das ist wohl der passende Link: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9301693

    Gruß Harald

  6. #26
    Registriert seit
    28.01.2017
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    44
    Vielen Dank für die Infos.
    Sehr lesenswert auch die Verweise auf die Studien.
    Da ich mich selber in der Ausgangslage befinde (pT3b, Gleason 9, derzeit schon mehr als 1 1/2 Jahre Bicalutamid) ist das ganze natürlich sehr interessant.
    Mit freundlichem Gruß. Uli

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