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Thema: was hat PSA quotient genau zu bedeuten?

  1. #1
    kaiser0301 Gast

    was hat PSA quotient genau zu bedeuten?

    Ich bin neu hier und brauche Hilfe.

    Leider wurde mir vor 3 tage (zufällig)
    PSA 7,26
    PSA Quotient 0,04
    festgestellt. Biopsie soll 2 Tage gemaht werden.
    Dennoch habe ich eine Frage:
    Ist es richtig, je kleiner PSA Quotient
    ist, destro bösartiger die krebszelle?

  2. #2
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    Zitat Zitat von kaiser0301 Beitrag anzeigen
    Ist es richtig, je kleiner PSA Quotient
    ist, destro bösartiger die krebszelle?
    Im Prinzip ja, allerdings kann eine Entzündung das auch, langes Stehenlassen senkt das f-PSA wegen der geringen Halbwertszeit ebenfalls - und damit den Quotienten.
    Aber 4% wäre schon recht weit abgeglitten.
    Wenn man beides über Jahre regelmässig kontrolliert, kann man schon weit vor einem solchen Befund aktiv werden.

    Gruss Ludwig

  3. #3
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    Hallo Kaiser,

    bezüglich der Grenzwerte bei Befunden bzw. der Interpretation von Befunden gibt es sicher mehr Meinungen als dieser Herbst sonnige Tage hatte; im Allgemeinen könnte man aber folgendes sagen:

    Neben dem Gesamt-PSA gibt der Anteil des freien PSA einen wichtigen Hinweis, ob ein Verdacht auf Prostata-Karzinom bzw. gutartiger Prostatavergrößerung vorliegt.

    Während bei Patienten mit Prostata-Karzinom der freie PSA-Anteil eher gering ist, ist dies bei benigner (gutartiger) Prostatavergrößerung (BPH) eher umgekehrt.

    Die PSA-Ratio berechnet sich aus dem Quotienten von freiem und totalem Serum-PSA (f/t-PSA). Werte unter 10% sprechen für den Verdacht auf Vorliegen eines Prostatakarzinoms, bei Werten über 20% kann man von einer gutartigen Prostatavergrößerung ausgehen. Bei Werten zwischen 10 und 20% sollte man den weiteren Verlauf des PSA-Wertes engmaschig kontrollieren. In manchen Veröffentlichungen wird auch schon eine PSA-Ration von unter 17% als auffälliger Befund angesehen.

    Nach jahrelanger Krebsvorsorge hatte ich im November 2005 im Alter von 54 Jahren einen Gesamt-PSA von 2,9. Anders als in den Vorjahren, wurde zusätzlich auch das freie PSA ermittelt. Ausgehend von einem fPSA von 0,28 errechnete sich ein Quotient (PSA-Ratio) von 9,7 % der von meinem Urologen als grenzwertig eingeschätzt wurde. Auf seinen Rat willigte ich ein, eine ultraschallgestützte Biopsie mit 10 Stanzen über mich ergehen zu lassen. Das Biopsie-Ergebnis war dann leider die Diagnose Prostatakrebs mit einem Gleason 3+3=6 und nach dem ersten Schock war ich wenigstens froh darüber, dass der PCa in einem relativen frühen Stadium bei mir diagnostiziert werden konnte.

    Am 03.01.2006 habe ich mich dann in Hamburg operieren lassen (RPE/ Bauchschnitt) und war hinterher erleichtert, dass ich die OP so schnell durchgezogen hatte, weil der pathologische Befund nach der RPE sogar einen Gleason von 3+4=7 ergab und man damit schon von recht agressiven PCa-Anteilen ausgehen musste.

    Wenn ich Deine knappen Angaben richtig interpretiere, würde an Deiner Stelle sehr wohl eine Biopsie durchführen lassen. Ich hatte mir diese schlimmer vorgestellt, als sie dann letztlich war. Allerdings sollte der Urologe die Biopsie ultraschallgestützt durchführen und mindestens 10 Stanzen nehmen, sofern nichts dagegen spricht.

    Mein Urologe hatte mich medikamentös in einen Kurzschlaf versetzt und so habe ich eigentlich nicht viel gemerkt. Die Aussageungenauigkeit einer Biopsie bleibt allerdings problematisch. Sofern nichts gefunden wird, ist das lediglich eine kleine Verschnaufpause, aber leider noch kein 100%iger Befund. Man müsste also weiterhin engmaschig beobachten und nach den Ursachen für etwaige regelwidrige PSA-Werte suchen. Wenn die Biopsie allerdings zu einem Befund PCa führt, dann ist dies leider eindeutig.

    Dir alle guten Wünsche von Oliver aus Berlin

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