Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 21 bis 27 von 27

Thema: Selbstbestimmtes Leben 9½ Jahre nach der Erstbehandlung

  1. #21
    Registriert seit
    21.01.2013
    Ort
    Köln
    Beiträge
    262
    Ein erhöhtes Risiko bei Radfahrern scheint belegbar zu sein: http://www.focus.de/gesundheit/exper...d_5091845.html

  2. #22
    Registriert seit
    10.05.2016
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    408
    Dacht' ich's doch!

    "Die untersuchten Radler, die zwischen 3,75 und 8,5 Stunden pro Woche Fahrrad gefahren sind, hatten im Vergleich zu Radlern, die weniger als 3,75 Stunden pro Woche unterwegs waren, ein dreifach erhöhtes Prostatakarzinom-Risiko.
    Die Gruppe, die über 8,5 Stunden pro Woche Fahrrad gefahren ist, zeigte sogar einen mehr als sechsfachen Anstieg der Diagnose eines Prostatakarzinoms."

    Vielleicht sollten die Krankenkassen so einen Sattel als Präventionsmassnahme bezuschussen.

    Aber jetzt, wo die Prostata raus ist, kann uns ja nichts mehr passieren: "Radfahren ist nicht mit einem erhöhten Hodenkrebsrisiko verbunden."

    Detlef


  3. #23
    Registriert seit
    07.06.2011
    Ort
    CH 90... Appenzellerland
    Beiträge
    3.631

    So'n Quatsch!

    Zitat Zitat von Focus
    Die Gruppe, die über 8,5 Stunden pro Woche Fahrrad gefahren ist,
    zeigte sogar einen mehr als sechsfachen Anstieg der Diagnose eines Prostatakarzinoms."

    Damit wäre Fahrradfahren ein höheres Krebsrisiko als Kettenrauchen.
    Wo bitte ist diese schreckliche Krebsepidemie unter Profi-Radlern?


    Hvielemi

  4. #24
    Registriert seit
    10.05.2016
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    408
    Hier Näheres zur Studie, der volle Text kostet:

    http://online.liebertpub.com/doi/abs...urnalCode=jomh

    Es ging wohl um Männer über 50, da dürfte es nicht mehr soviele Profi-Radler geben.

    Detlef

  5. #25
    Registriert seit
    06.03.2017
    Beiträge
    82
    Auf diese Art wurde schon einmal die "Kausalität" Vasektomie --> PCa wissenschaftlich festgestellt. Nur waren die Populationen nicht vergleichbar: Sterilisieren ließen sich vor allem Männer ab Mittelschicht aufwärts, die deutlich mehr Vorsorge wahrnahmen und bei denen dann entsprechend mehr PCa diagnostiziert wurde. Es sterben vermutlich diese Männer häufiger an PCa, weil die andere Gruppe mehr raucht und ungesünder lebt oder ungesündere Berufe ausübt und deswegen andere Todesarten vorher zuschlagen.
    Da der normale Arbeiter heute mit dem Auto zur Arbeit fährt, bleibt das Radfahren den Freizeitsportlern vorbehalten. Meiner unmaßgeblichen Erfahrung nach ist da die (obere) Mittelschicht überrepräsentiert. Könnte also wie bei der Vasektomie sein.

    Aber ach - was beschäftigt man sich mit so einem Zeug überhaupt? Wenn schon der Autor nicht zwischen "PCa-Risiko" und "Häufigkeit der Diagnose" unterscheiden kann, ist das wohl zu ignorieren. Wenn man schon nicht genau weiß, wie PCa entsteht, und dann dieses Nichtwissen durch Statistik aufpeppt, sollte man wenigstens eine testbare Hypothese mitliefern, wie denn der biologische Zusammenhang sein könnte.

  6. #26
    Registriert seit
    21.12.2012
    Ort
    Am Rhein
    Beiträge
    85
    Hallo,
    nach der Diagnose habe auch ich versucht mir die Frage zu beantworten "Warum ausgerechnet Ich?" Eine Kausalität konnte ich nicht entdecken und so habe ich mich schnell damit abgefunden und akzeptierte als Begründung die Metapher einens "negativen Lotteriegewinns". Mit dieser Begründung war ich wieder mit mir und der Erkrankung im Reinen.
    Also zum Radfahren bin ich erst nach der Entfernung der Prostata gekommen, ist vermutlich Ausdruck einer Kompensationshandlung, Man(n) kann doch noch was, bzw. sich steigern.
    Wenn ich aus heutiger Sicht 20 Jahre in die Vergangenheit blicke, dann muss ich sagen "Was war ich damals eine müde Schnecke", hätte mir damals niemals mein heutiges Reise- und Bewegungsprofil zugetraut. Aber ich sinniere nicht darüber nach, was im Einzelnen dieses "neue Leben" ausgelöst hat.
    Es ist einfach so und ich genieße es (ist auch preiswerter als täglich eine Schachtel Zigaretten, nur mal so zum Vergleich).
    Euch alles Gute
    Horst1949

  7. #27
    Registriert seit
    07.06.2011
    Ort
    CH 90... Appenzellerland
    Beiträge
    3.631
    Zitat Zitat von Muggelino Beitrag anzeigen
    Es ging wohl um Männer über 50, da dürfte es nicht mehr soviele Profi-Radler geben.
    Naja, Männer über 50 bekommen keinen Prostatakrebs.
    Sie haben ihn schon längst. Was sie bekommen, ist die Diagnose.
    Auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Velofahren und Diagnose
    hat Martin hingewiesen, und wie man in späten Jahren zum Velofahren
    kommt, beschreibt Horst.

    Die Studie hab ich nicht gelesen, aber in Abstract steht:
    is a popular sport among men. Despite its health benefits, fears have been raised regarding its effects on erectile dysfunction (ED), fertility, and on serum prostate-specific antigen levels. This study aimed to examine associations between regular cycling and urogenital abnormalities in men.
    Wurden da PSA-Werte z.B. >4ng/ml bestimmt als Surrogat für Krebsrisiko oder Krebsdiagnosen gezählt?
    Wir wissen ja, dass Velofahren PSA-Messungen verfälscht.

    Ich bleibe mehr als skeptisch.
    Konrad

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •