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Thema: Psa fällt nach Bestrahlung nur knapp unter 1

  1. #1
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    Psa fällt nach Bestrahlung nur knapp unter 1

    Hallo,
    ich wurde im März 38 mal bestrahlt und bekomme seit Januar im 3monatsabstand Pamorelin. Mein Psa betrug im Dezember 10,4 und war vor der 2ten Spritze anfang April bei 1,06 angelangt, vor der 3ten Spritze ende Juni wurden dann 0,95 gemessen. Müsste der Psa nicht viel niedriger ausfallen ?
    Ich habe jetzt natürlich etwas Angst, dass die Bestrahlung wohl nicht das gebracht hat was sich alle erhofft haben. Kann mir jemand sagen wie lange es dauert bis der Psa Wert durch Hormonbehandlung und Bestrahlung den tiefsten Wert erreicht und ob ich mir jetzt schon ernsthaft Gedanken machen muss, über meinen noch recht hohen PSA-Wert ?
    Ich habe gelesen, dass viele bei weitaus höheren Psa-Werten vor Bestrahlungsbeginn nach, oder sogar schon während der Bestrahlung Werte weit unter 0,5 bzw. sogar unter 0,1 hatten, wenn ich da meine Werte anschaue frage ich mich ob da evtl. schon von anderer Stelle Psa produziert wird. Allein die Hormonspritze müsste doch den PSA schon in Richtung 0,2 drücken, oder liege ich da falsch? Ich habe halt Angst dass bei meiner nächsten Messung Ende September der Wert dann gar nicht mehr weiter sinkt.

    Ps. mein Stadium laut Biopsie und Arztbrief war T3, N0, M0, Pn1 Gleason 4+4 PSA 10,4

    Gruß, Harald

  2. #2
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    Lieber Harald

    Auch nach der Bestrahlung hast Du noch eine Prostata.
    Die sezerniert nach wie vor PSA, bei manchen mehr,
    bei anderen weniger als deine 1ng/ml.
    Beunruhigen müsste dich, wenn der PSA-Verlauf wieder
    deitlich steigende Tendenz hätte. Hat er aber nicht.

    Ein Rezidiv nach Bestrahlung wird gerade wegen dieser
    Unschärfe des Nadirs (tiefster gemessener Wert nach der
    Therapie) definiert mit einer Überschreitung dieses Wertes
    um 2ng/ml. Das wäre in deinem Fall also 3mg/ml.

    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  3. #3
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    Ich möchte noch ergänzen: die von Konrad angegebene Definition gilt sowohl während einer Hormontherapie als auch ohne.

    Es wurde beobachtet, dass bei einer Hormontherapie der Nadir langsamer erreicht wird. Dieser kann auch erst weit über ein Jahr nach der Bestrahlung erreicht werden. Also möglichst in Ruhe abwarten und sich von kleinen "Zwischenhochs" nicht beunruhigen lassen. Während der ersten 2-3 Jahre einer Hormontherapie ist die Gefahr eines Rezidivs praktisch nicht gegeben.

    Georg

  4. #4
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    Sorry, ich habe gerade erst gesehen, dass die Autokorrektur meines Smartfones aus Hartmut Harald gemacht hat.

  5. #5
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    hallo Kanarenfan,
    wie die PSA Entwicklung sein kann siehst Du auf meinem Profil.
    die Absenkung wurde nur durch die Bestrahlung erreicht. (siehe PSA Kontrolle ab 20.11.2009 )
    was die Absenkung in Verbindung mit Hormontherapie betrifft ,oder durch was sie dann erreicht wurde ist schwer zu sagen.
    laut Meinung der Ärzte soll die Nachhaltikeit der Kombinationstheraphie wohl besser sein.

    lg
    Adam

  6. #6
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    Hallo Adam,
    vielen Dank für deinen Hinweiss, es gibt mir aber leider nicht gerade viel Hoffnung da ja bei dir trotz 2maliger Bestrahlung der PSA mittlerweile wieder bei 3,22 angekommen ist und wenn bei mir der PSA trotz Bestrahlung und Hormonbehandlung nur knapp unter 1 gefallen ist habe ich doch etwas bedenken ob ich mich richtig entschieden habe. Ok meine Nebenwirkungen beschränken sich durch die Bestrahlung auf Durchfall, durch die Hormonbehandlung habe ich schon mehr Probleme wie Muskelschwäche, Hitzewallungen und Gewichtszunahme vor allem Körperfett. Aber wenn ich sehe, dass dur trotz OP auch noch Bestrstrahlung und Hormonbehandlung bekommst, dann ist meine Entscheidung vielleicht doch nicht ganz so falsch gewesen. Mal sehen, ich hoffe natürlich dass in 5 Wochen beim nächsten PSA Test mein Wert noch ein Stück weiter fallen wird.

    Gruß, Hartmut

  7. #7
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    hallo Hartmut,
    wollte nur darauf hinweisen das es nach der Strahlentheraphie ein Jahr oder sogar länger dauert bis der Nadir erreicht ist.
    immer in gewissem Abstand messen.Du bist noch nicht am Nadir angelangt.

    Adam

  8. #8
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    Hier ein typischer Verlauf nach IMRT als Primärtherapie:

    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=509&page=graphic

  9. #9
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    Hallo,
    ich wollte mich mal wieder melden nachdem ich nun einen neuen Psa-Wert bekommen habe und er ist tatsächlich auf 0,52 gesunken. Allerdings macht mir nun ein weiteres Problem große Angst, ich habe immer noch Durchfall. Dieser hat Mitte April während der Bestrahlung begonnen und ist bis zum heutigen Tag noch vorhanden, mein Strahlenarzt hat gemeint dass es bis zu einem Jahr dauern könne bis sich das legt. Aber ich habe nun Probleme den dünnen Stuhl zu halten und Angst dass ich nun eine sogenannte Stuhlinkontinenz bekomme, bzw. mein Schließmuskel durch die Bestrahlung geschädigt wurde. Es kündigt sich halt auch sehr schnell an, und dann muss ich echt auch innerhalb der nächsten Minute auf Toilette, sonst könnte es in die Hose gehen, es ist auch schon ein paar mal ein wenig Stuhl in die Hose gegangen ansonsten hab ichs bisher immer geschafft. Allerdings viel schlechter darf es echt nicht mehr werden, ist schon irgendwie komisch wenn sich bei mir etwas zu Positiven wendet kommt sofort etwas negatives hinterher.

    Gruß, Hartmut

  10. #10
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    Moin,
    stell Dich mal bei einem Proktologen mit dem Thema vor. Dein Strahlentherapeut kennt mögliche Zeitdauer und vielleicht pharmazeutische Möglichkeiten, der Proktologe hat Finger Rektoskop und mehr um das genauer
    einzugrenzen.
    Gruss aus Tornesch
    Guenther
    SHG Prostatakrebs Pinneberg
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