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Thema: Hallo , wir sind auch neu

  1. #11
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    Petra,

    nicht nur den Gleason-Wert anfordern, sondern das gesamte Biopsie-Ergebnis. Da steht in der Regel wesentlich mehr drin als die nackten Gleason-Zahlen! Geht heutzutage auch per Mail-Anhang. Und selbst wenn Ihr noch 2 Tage Postweg abwartet, werdet Ihr mehr davon haben als von telefonischen Stummel-Infos.

    Ich weiß ja nicht wie Euer Verhältnis zu diesem Arzt ist, aber wenn mir einer nicht den Biopsie-Bericht gibt und/oder die Diagnose so pauschal rüberreicht, würde ich den Verdacht haben, daß der mich für ein bißchen doof hält.
    Geändert von Rastaman (18.08.2017 um 15:09 Uhr) Grund: Ergänzung um 2. Absatz
    Gruß, Rastaman

  2. #12
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    Der Urologe gibt die bei der Biopsie entnommenen Gewebeproben an einen Pathologen, der ihm daraufhin einen Bericht über die Untersuchung zuschickt. Diesen schriftlichen Bericht könntet Ihr auf Nachfrage in Kopie bekommen. Da steht alles genau drin.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Diesen schriftlichen Bericht könntet Ihr auf Nachfrage in Kopie bekommen. Da steht alles genau drin.
    Moins,

    den habe ich unaufgefordert bekommen.

  4. #14
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    Fachchinesisch vs. Laienverständnis

    Hallo zusammen,

    ich schicke voraus, den behandelnden Urologen an dieser Stelle keinesfalls in Schutz nehmen zu wollen, da ich persönlich schon immer für eine vollumfängliche Einsicht in ärztliche Dokumente und die Weitergabe von medizinischen Unterlagen an die Patienten gewesen bin. Ich gebe aber zu bedenken, dass nicht alle Patienten mit den in medizinischer Fachsprache gehaltenen Befunden etwas anfangen können. Insofern halte ich die erklärende Auskunft des Arztes an einen vollkommenen Laien "PSA 39, 10 von 10 Biopsie-Proben mit mittelschwerem Krebs stark befallen, kleinster Lymphknotenbefall nur über RPE nachweisbar, Therapieempfehlung OP oder Bestrahlung" für zumindest nicht ganz falsch. Für jemand mit etwas mehr Ahnung ist es jedenfalls nicht schwer aus diesen gegebenen Informationen den wahrscheinlichen TNM-Status - mindestens cT2c, Gleason 7a od.b (3+4 od. 4+3), Nx, Mx - zu ermitteln. Weiterhin sollte der Arzt allerdings alle Befunde an den Patienten aushändigen und ihm zusätzlich laienverständliche Informationsbroschüren zum PCa mitgeben. Dies ist hier wohl nicht geschehen.

    In einem weiteren Arztgespräch, nachdem sich der Patient anhand seiner Unterlagen orientiert hat, kann man dann leichter und für den Betroffenen verständlicher ins Detail gehen und offene Fragen klären. Es sollte fairerweise auch auf die Möglichkeit hingewiesen werden, sich eine 2. Meinung einholen zu können.

    Was gar nicht geht, ist hier ein Zeit- und Entscheidungsdruck-Szenario aufzubauen. Erlaubt wäre wohl auf die Notwendigkeit einer Entscheidungsfindung für ein Therapie in absehbarer Zeit hinzuweisen, da die Erkrankung mit einem PSA-Wert von 39 ng/ml (?) im Mai 2017 offensichtlich schon länger existiert und bei 10 von 10 positiven Biopsie-Stanzen von einem ausgedehnten Status ausgegangen werden kann.

    Aus meiner früheren Tätigkeit im medizinischen Bereich ist mir bewußt, dass viele Patienten mit Arztbriefen und Befunden zunächst nicht viel anfangen können und es nicht immer ganz leicht ist eine verständliche Erklärung für absolute Laien abzugeben, ohne dabei wichtige Zusammenhänge auszulassen. Der Kenntnisstand der Patienten bzgl. ihren Erkrankungen ist sehr heterogen. Dementsprechend sollten sich zunächst auch Umfang und Komplexität der weitergegebenen Informationen am Wissensstand und Aufnahmevermögen der Betroffenen orientieren. Ich glaube es kann nicht Aufgabe des Arztes sein, mündlich über alle Einzelheiten des PCa's aufzuklären. Er sollte aber Info-Material zum besseren Verständnis zur Verfügung stellen oder mindestens Hinweise geben, wo man sich eingehend und verständlich zum Thema PCa informieren kann. So hält man die Patienten dann auch nicht für "doof", sondern versetzt ihn in die Lage nachfragen zu können.

    Das Informationsniveau der Forums-Community liegt sicherlich über dem Durchschnitt aller PCa-Betroffenen. Deshalb ist es auch nicht ganz einfach sich zurück in die Lage eines "Erstlings" zu versetzen und man neigt folglich vielleicht eher dazu das Aufklärungsverhalten eines Arztes als unzureichend zu verurteilen.

    Das waren nur so ein paar Gedanken meinerseits - das Gesamtverhalten im konkreten Fall dieses Urologen geht natürlich keinesfalls in Ordnung, sondern ist sehr defizitär.

    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  5. #15
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    Hallo zusammen,
    ich bin kürzlich auf eine website und einen kostenlosen Service (www.washabich.de) gestoßen, die sich dem Thema "Übersetzung ärztlicher Diagnosen und Befunde in die Sprache von PatientInnen" widmen. Vielleicht hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht?
    Grüße Hans B.

  6. #16
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    RPE ??

    Moin Petra,
    unabhängig davon, dass ihr das Thema Basiswissen nutzen solltet, einen mittelschweren Prostatakrebs kennt die Medizin nicht. Hier wird in Risikokategorien gedacht, daher nicht n ur den Gleason Score erfragen, sondern
    den kompletten Bericht des Pathologen anfordern, da steht viel mehr drin üblicherweise als der Gleason Scor, mittelschwer vermute ich 3+4 oder 4+3. Wenn dann Fragen offen und nicht erklärt stellt hier ohne Namensnennung die Texte ein, eine Erläuterung kommt kurzfristig. Grundsätzlich es steht immere wenn kurativ angedcht ist wahlweise Operation oder Strahlentherapie mit gleichen Erfolgsaussichten verfügbar und das nicht zwnagsweise übermorgen. Selbst bei hochagressiven Karzinomen der Prostata sind etliche Wochen zur Entscheidung drin. Niucht drängen lassen ´üblicherweise Urologen empfehlen OP und Strahlentherapeuten empfehlen Bestrahlung, was anderes haben sie einfach nicht gelernt. Wenn machbar Zweitmeinung bei einem zertifizierten Prostatakrebszentrum bei einer Tumorkonferenz, da kommt meistens neutral die beste Empfehlung. ANsonsten nächstre Selbsthilfegruppe https://www.prostatakrebs-bps.de/sel...sthilfegruppen oder die hotline des BPS 0800 siehe oben, da solltet ihr aber die Pathologie haben.
    Gruss aus Tornesch
    Guenther
    SHG Prostatakrebs Pinneberg
    Dies ist die Ansicht eines Betroffenen und keine fachärztliche Auskunft
    Serve To Lead

  7. #17
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    Zitat Zitat von buschreiter Beitrag anzeigen
    Das wird wohl nicht in jeder Klinik so gesehen, deshalb möchte ich die Aussage nicht unkommentiert stehenlassen. Mittlerweile wird zwecks Senkung der Tumorlast trotz befallener Lymphknoten teilweise weiter operiert (zB in Leverkusen). Das wird wohl seinen Grund haben.

    Gruß Achim
    Und in Kiel bei GLeason 9 und befallenen Lymphknoten. :-)

  8. #18
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    Fachchinesich vs. Laienverständnis

    Hallo Roland,

    im Ersten Rat schrieb ich in Kapitel
    "34 Zum Schluss
    Niemand kann es Ihnen abnehmen, sich möglichst gründlich und umfassend selbst mit den Behandlungsmöglichkeiten für Ihre Krankheit und deren sämtliche Aspekte auseinanderzusetzen – es ist schließlich Ihre Erkrankung – und anhand des erworbenen Wissens schließlich Ihre Therapie-Entscheidung zu treffen. Andernfalls unterwerfen Sie sich blind und unwissend der Entscheidung Ihres Arztes. Bequemlichkeit sollte kein Grund sein, sich nicht gründlich zu informieren."

    Bis Ende der 1990er Jahre hatten Prostatakrebspatienten nur verschwindend geringe Möglichkeiten, sich zu ihrer Erkrankung adäquat zu informieren. Dann hatte sich das Internet so weit verbreitet und war so gereift, dass darangegangen werden konnte, Informationen zu erstellen und praktisch kostenfrei verfügbar zu machen. Einer der Ersten im deutschsprachigen Raum, der dies tat, war der Gründer von KISP, Uwe Peters (gest. im November 2003). Seitdem ist Fülle von Informationen von Laien für Laien, aber auch von Medizinern für Laien entstanden, nicht zuletzt auch durch das Wirken des BPS. Einige der wichtigsten Informationsquellen für neu diagnostizierte Prostatakrebspatienten sind oben unter "Wichtige Links zum Prostatakrebs" zusammengefasst (ich weiß, dass Du das weißt; ich schreibe dies für diejenigen, die dies vielleicht noch nicht wissen). Heute neu diagnostizierte Betroffene haben Möglichkeiten sich zu der Krankheit zu informieren, von denen unsere Vorgänger vor 20 Jahren allenfalls träumen konnten. Immer aber wird mein Text aus Kapitel 34 gelten. Nur sollte sich heute niemand beklagen, wenn er nicht informiert ist.

    Ralf

  9. #19
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    Hallo Petra,

    ich habe mich seinerzeit im Prostatazentrum Gronau operieren lassen.

    http://www.st-antonius-gronau.de/ind...-nordwest.html

    Alles weitere kannst du gerne in meinem Profil lesen.

    LG Jürgen

  10. #20
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    hallo, da bin ich wieder , ist ja eine kleine Zeit ins Land gezogen ,
    mein Mann hatte heute nochmal einen Termin mit einem Urologen ,wo
    wir uns sehr gut aufgehoben fühlten , er hat uns alle Untersuchungsberichte
    mitgeben , alles haargenau erklärt , immer wieder gefragt ,ob es noch Fragen
    gibt , uns auch gesagt ,das wir uns eine zweite Meinung einholen können ,
    der Gleason Score : 4+3=7b , 4 Komponente 60 %
    könnt ihr mir jetzt etwas dazu schreiben ?

    lg Petra

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