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Thema: Hilfe Prostatakrebs

  1. #21
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    Lieber Konrad,

    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Liest man der ersten Beitrag dieses Threads ("Emire"),
    scheint mir, dass Ausbreitunsdetails der Krebszellen
    besser aufgehoben sind im Tumorboard als bei Cornelia.
    genau deshalb habe ich auch vorgeschlagen, sie sollen sich an ein Tumorboard wenden.

    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Leider, denn der Bollen in meinem PET-Bild [4] wäre bestimmt auch
    schon vor der RPE sichtbar gewesen (Ein Jahr vorher gab es PSMA-PET
    allerdings noch nicht, aber Cholin) Die OP hätte ich mir so ein Bild
    wohl zugunsten einer Bestrahlung gespart.
    Ich hatte schon einmal geschrieben, man sollte als Betroffener besser nicht zurückschauen, das erzeugt zum Teil Zweifel, Ärger, Missmut,...,. Ändern lassen sich die zurückliegenden Entscheidungen leider nicht. Bei einer retrospektiven Betrachtung
    deiner PCa-Erkrankung glaube ich nicht, dass die RPE ein Fehler war - sie hat jedenfalls zu einer massiven Reduktion der Tumormasse geführt und die Quelle der Metastasierung beseitigt. Vielleicht wäre dies auch mit einer IMRT möglich gewesen, ob du dabei weniger Nebenwirkungen bzgl. Inkontinenz & erektiler Dysfunktion (ED) davongetragen hättest kann ich nicht beurteilen - von Inkontinenzproblemen deinerseits durch die RPE habe ich zumindest noch nichts gelesen. Die ED wäre dir wegen des Hormonentzugs aufgrund der Metastasierung sowieso nicht erspart geblieben. Wenn man nach möglichen Versäumnissen in deiner zurückliegenden Behandlung sucht, findet man höchstens eine vielleicht zu frühe Unterbrechung der ersten ADT-Sequenz. Dieser Umstand war wohl der schlechten Verträglichkeit der verabreichten Substanzen geschuldet.

    Gruß und eine weiterhin erfolgreiche PRLT
    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  2. #22
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    Verschiedene Wege können "richtig" sein

    ...man sollte als Betroffener besser nicht zurückschauen,
    das erzeugt zum Teil Zweifel, Ärger, Missmut,...,.
    Lieber Roland, ich bin überhaupt nicht missmutig und ich habe
    weder Zweifel noch Ärger wegen meiner RPE. Hatte ja das Privileg,
    vom richtigen Urologen operiert worden zu sein, dessen Kunst mir zwar
    eine Narbe bis zum Nabel hinterliess, aber weder ED noch Inkontinenz.
    Die ED ist eine Folge der ADT, doch auch nach 7 Jahren regt sich was
    bei liebevoller Behandlung. Die Nerven sind einseitig intakt.

    Eine IMRT hatte ich auch erwogen, aber sechs Wochen täglich unter
    die Höhensonne schien mir dann doch arg lange. Die Quelle der
    Primärmetastasierung wäre dann wohl ebenso weggewesen wie
    nach der RPE. Kein Vorteil IMRT, aber auch kein Nachteil RPE.
    Heutzutage aber stehen PSMA-PET und SBRT zur Verfügung, und man
    würde die "Mutter aller Metastasen" in Bild [4] wohl gleich in wenigen
    Sitzungen mitbestrahlen.
    Schneiden ging ja gem. Prof. Schostak nicht.

    Der Rat eines Tumorboards stand mir aber erst nach der RPE zur
    Verfügung, als aus dem GS7 plötzlich ein GS9 geworden war.
    Ohne adäquate Bildgebung war die Empfehlung damals ADT.
    Um den frühen ADT-Unterbruch bin ich bis heute dankbar. Der hat es
    mir ermöglicht, den Teide vom Meer bis zum Gipfel auf 3718m
    zu besteigen und mich dabei auch noch nachhaltig zu verlieben.
    Dennoch hatte ich den PSA-Nadir auf 0.02ng/ml drücken können.
    Also war iADT bestimmt nicht falsch, zumal ich dadurch bereits 2012
    zu einem PSMA-PET kam.


    Falls Cornelia noch mitliest:
    Die Botschaft dieser Diskussion ist nicht, eine bestimmte Therapie
    sei richtig, sondern dass es verschiedene Wege gebe, einen
    Prostatakrebs zu therapieren.
    Falsch ist sicher, einfach nichts zu tun oder nach Dornach zu gehen.

    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  3. #23
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    Hallo Konrad

    Ich habe mit meinem Lebenspartner besprochen, dass er sich eine Zweitmeinung einholt. Diese findet im Spital Liestal in der Urologie statt. Ich hatte vor drei Jahren Blasenkrebs und wurde in diesem Spital operiert. Ich habe dort sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch mein Lebenspartner wurde nicht im Regen stehen gelassen sondern von Anfang an mit betreut.
    Bei diesem Urologen bei dem wir jetzt waren, war das überhaupt nicht der Fall. Lies sich nicht auf ein Gespräch ein (Ängste, Sorgen, Fragen wie weiter in der Sexualität, etc. Bin mir schön blöd vorgekommen !!
    Klar wird da wahrscheinlich auch kein besseres Ergebnis wie links GS 8 rechts GS 9 herauskommen, aber ich denke mir, dass wir da besser Betreut werden.
    Für mich ist diese Diagnose auch nicht einfach so wegzustecken und ich möchte versuchen Stark zu sein für meinen Partner.

    liebe Grüsse
    Cornelia

  4. #24
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    Cornelis, ich weiß es bringt dir warscheinlich nicht aber als bei mir Krebs festgestellt wurde, meine Frau war dabei, gabs keine langen Überlegungen von ihr sie war der Meinung sie will mich noch viele Jahre behalten. Wenn es halt sexuell nicht mehr so klappt muss man sich halt was anderes einfallen lassen. Das Leben zu zweit ist auch Lebenswert. Ich bin zwar schon ein wenig älter und schon 43 Jahre verheiratet aber das Leben ist deswegen auch noch nicht zu Ende.

  5. #25
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    Zitat Zitat von Cornelia Beitrag anzeigen
    Liess sich nicht auf ein Gespräch ein (Ängste, Sorgen, Fragen wie weiter in der Sexualität, etc. Bin mir schön blöd vorgekommen !!
    Klar wird da wahrscheinlich auch kein besseres Ergebnis wie links GS 8 rechts GS 9 herauskommen, aber ich denke mir, dass wir da besser Betreut werden.
    Liebe Cornelia
    Es ist gut, dass ihr nach Liestal geht, wo Du ja gute Erfahrungen gemacht hast.
    Es wird wohl bei GS8 und 9 bleiben, aber das Gleason-Score ist nicht alles.
    Ich hatte auf die weitere Suche nach Metastasen aufmerksam gemacht
    mittels PSMA-PET, das für die ganze NW-Schweiz am Claraspital gemacht wird.
    Zumindest fragen solltet ihr danach.

    Wichtig sind auch die 'weichen' Faktoren die Du nennst, Ängste, Sorgen, Fragen...,
    gerade bei Krebs, der nicht einfach so vorbeigeht, wie eine Infektionskrankheit.
    Du kennst das ja auch eigener Erfahrung, wie wichtig das ist.
    Urologie ist eben nicht nur Prostata, Blase und Harnröhre, sondern auch
    der Mensch drumrum. Wenn der jetzige Urologe das nicht kann, ist der
    vielleicht etwas längere Weg nach Liestal gerechtfertigt.

    Wie ihr zusammen deinen Blasenkrebs durchgestanden habt,
    so werdet ihr auch den Prostatakrebs zusammen bewältigen.


    Lasst uns wissen, wie es euch gehe.

    Nimm den Tag,
    Konrad

  6. #26
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    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Lieber Roland, ich bin überhaupt nicht missmutig und ich habe
    weder Zweifel noch Ärger wegen meiner RPE.
    Lieber Konrad, das freut mich, wenn das so ist. Da du in deinen Beiträgen in der Vergangenheit schon mehrfach hast anklingen lassen, in Kenntnis der Metastasierung hättest du wohl eher die Bestrahlung bevorzugt, war ich der Annahme, dass dich dies etwas bedrückt.

    Noch ein Wort zu Dornach:
    Zur anthroposophischen Lehre finde ich keinerlei Zugang. Aus persönlichen Erfahrungen heraus - ein Mitglied meiner Familie ist ein fanatischer Anhänger dieser "Geheimlehre" - habe ich mich intensiv mit den Schriften Rudolf Steiner's, dem Gründer der Anthroposophie, beschäftigt. Ich halte ihn für eine hochintelligente psychopathische Persönlichkeit, die es verstanden hat verschiedenes irrationales Gedankengut aus Medizin, Anthropologie, Pädagogik, Psychologie, Religion, Philosophie, Architektur,..., zu einem für seine Anhänger schlüssigen Gesamtkonzept zusammenzufügen. Wenn ich sehe, wie weltfremd die anthroposophischen Mystiker teilweise denken, argumentieren und tätig sind, werde ich den Gedanken nicht los, es handle sich um eine sektenähnliche Einrichtung - zumindest was die fanatischen Vertreter dieser Gruppierung anbelangt. Bei schwerwiegenden Erkrankungen und auch in anderen Lebensbereichen hat die Anthroposophie bei Menschen, die sich bedingungslos darauf eingelassen haben, schon großen Schaden angerichtet.

    In diesem Sinne finde ich deinen Hinweis Dornach zu meiden mehr als angebracht.

    Gruß
    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  7. #27
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    Steiner´s Geheimwissenschaft führt leider in die Irre, so tief der Mann auch dachte, aber es ist halt ERDACHTES.. (und hat mit der WIRKLICHKEIT nichts zu tun;((

    Gruss
    WJ

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