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Thema: So langsam wird mir mulmig....

  1. #11
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Das war ja auch auf Hoffnung gebaut, oder? Hoffen heißt "nicht wissen", da braucht man eben auch etwas Glück. Obwohl Dein Mann wahrscheinlich auch für Active-Surveillance geeignet gewesen wäre, habt Ihr Euch sicherheitshalber für die Operation entschieden, wie es aussieht leider ohne langfristigen Erfolg. Was könnte man nun tun? Das Gleiche was Ihr schon 2013 hättet tun können: ABWARTEN!

    BTW: Für mich ein Beispiel dafür, dass der PSA Test nicht nur Gutes bringt.
    Auf was soll man abwarten? bis das das Rezidiv explodiert????
    Daß mir der Hund das Größte sei , sagst Du als Mensch sei Sünde.
    Der Hund ist mir im Sturme treu - der Mensch nicht mal im Winde.

  2. #12
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    Sabine, ich habe meinem Uro vertraut und nachdem mein Wert über 0,2 Gestiegen war 35 Bestrahlungen bekommen und seitdem ist mein Wert wieder (1,5 Jahre) unten. < 0.07.

  3. #13
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    Hallo Sabine,

    mit Abwarten ist gemeint, den weiteren Verlauf zu beobachten. Die jetzigen Steigerungen lassen eine "Explosion" nicht befürchten. Der absolute Wert ist aber derzeit so gering, dass bildgebende Verfahren keinen Erfolg versprechen.

    Die Option der Salvage Bestrahlung der Loge bei 0,2 bleibt - ist aber streng genommen auch nur blind.....man vermutet, dass sich dort ein rezidiv gebildet hat (Wahrscheinlichkeit), aber man weiß es nicht.

    Ruhig Blut und alles Gute

  4. #14
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    Salvage-Radio-Therapy (SRT) oder warten auf PET?

    Zitat Zitat von Sabine Beitrag anzeigen
    Auf was soll man abwarten? bis das das Rezidiv explodiert?
    Liebe Sabine

    Nein, dieses Rezidiv wird nicht "explodieren"!
    Es hat sich über einige Jahre mit einer Verdoppelungszeit von knapp anderthalb Jahren entwickelt,
    und es besteht kein Anlass zur Annahme, dass es nun plötzlich seine Verdoppelungszeit
    dramatisch verkürzen sollte. Mal blieb das PSA stehen, dann entwickelte es sich wieder schneller,
    und es wäre durchaus möglich, dass es auch bei 0.2ng/ml wieder mal stehen bleiben würde.
    Aber auf diese Berichte zu vertrauen, dass selten mal bei 0.2 der Anstieg ein Ende finde,
    ist etwa ebenso 'hoffnungsvoll', wie anstelle einer RPE auf eine Spontanremission zu hoffen.

    Der Schlussatz des von Ralf verlinkten Artikels:
    ... wenn eine SRT mit dem Patienten diskutiert wird, es offensichtlich nicht sinnvoll ist,
    noch über mehrere Monate PSA-Verläufe abzuwarten. Ist die grundsätzliche Entscheidung
    zu einer SRT gefallen, sollte diese auch bei niedrigen PSA-Werten gestartet werden.
    In der zugrundegelegten Studie waren Patienten einbezogen mit PSA-Werten von >0,05 bis 8,87
    im Median 0.28ng/ml. Wir wissen nicht, wie die prozentuale Rezidivfreiheit gewesen wäre,
    wenn man für die SRT einen oberen Cutoff von z.B. 2 ng/ml angesetzt hätte, weil oberhalb
    dieser Grenze heute das PSMA-PET zur Verfügung steht. Man würde also heute bei höheren
    Werten eine gezielte Bestrahlung durchführen anstelle der "blinden" SRT. Dies würde, so meine
    Überlegung, die Chance auf Rezidivfreiheit wieder verbessern.

    Im Ergebnis waren 78 % der Patienten rezidivfrei, wenn die prä-SRT bei einem PSA-Wert unter
    0,28 µg/l gestartet wurde und 61 % der Patienten bei einem prä-SRT-PSA-Wert von größer 0,28 µg/l.
    Also knapp 4 von 5 bzw. gut 3 von 5 Patienten.

    Bezieht man die etwa 5 therapiefreien Jahre ein, die es wohl dauert, bis der PSA-Wert deines
    Mannes von 0.12 auf z.B. 2ng/ml steigen würde, wird die statistische Rezidivfreiheit nach
    SRT zwar etwas sinken, aber man könnte dann per PSMA-PET sehen, wo das Rezidiv sitze
    und dieses gezielt angreifen. Das war zum Zeitpunkt der Studie so noch nicht möglich.
    Es ist schwierig, aus veraltetem Datenmaterial eine Empfehlung abzuleiten, doch belastbare
    Daten zum vermuteten Vorteil einer späteren, gezielten Bestrahlung liegen noch keine vor.

    Klar scheint, dass wenn man eine SRT erwägen würde, früher bestimmt besser wäre.
    Aber Andi LowRoad liegt auch nicht massgeblich falsch mit seiner Empfehlung, abzuwarten.
    Die Frage wäre dann, worauf man warten solle.
    Wohl auf ein PSMA-PET? Und auf noch bessere Diagnostik und Therapien in fünf Jahren?

    Carpe diem!
    Konrad

  5. #15
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    Hallo Sabine,

    im hinterlegten Profil deines Mannes finden sich die Biopsiedaten, die eigentlich aussagekräftigeren Ergebnisse der postoperativen Histologie werden nicht genannt. Es wäre zumindest nicht uninteressant zu erfahren, ob das PCa deines Mannes nach der OP immer noch als ein Karzinom mit niedrigem Risiko gegolten hat. Vielleicht wäre es noch möglich, diese Pathologie im Profil zu ergänzen.

    Gruß
    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  6. #16
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    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Die Frage wäre dann, worauf man warten solle.
    Wohl auf ein PSMA-PET? Und auf noch bessere Diagnostik und Therapien in fünf Jahren?
    Konrad,
    bei Sabines Mann liegt der PSA Wert aktuell bei 0.12ng/ml. Bis die offizielle 0.2ng/ml Schwelle erreicht ist, bei der üblicherweise eine SRT durchgeführt wird, muss man? Na was? -> WARTEN! Bei der bisherigen PSADT etwa 1 bis 2 Jahre, oder vielleicht 10 Jahre und dann ein PET machen, und dann? Vielleicht einfach weiter warten und das Leben genießen, denn die SRT kommt nicht ohne Nebenwirkungen. Hier zeigt sich doch klassisch wie Angst/Emotionen den Verstand lähmen. 2013 hätte man sich auch für AS entscheiden können. Nun steht man da, nach Operation und vor SRT und bekommt die volle Ladung Nebenwirkungen ab, und für was? Hat das wirklich zur Lebenszeitverlängerung beigetragen? Ich halte das für äußerst fraglich!
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  7. #17
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    Bei einem Gleason 6 hätte man auch einfach 20 Jahre abwarten können, wenn man sich an der Pivot Studie orientiert. Jetzt hat man durch die Operation die Situation nochmal erheblich verbessert. Man kann wohl jetzt in Ruhe 20 Jahre abwarten und dann 10-20 Jahre weitersehen.

    Nach der Studie von Ameling stabilisiert sich der PSA Wert vielfach unter 0,4. Man kann oft auch mit Avodart den PSA Wert se.

    Georg

  8. #18
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Bei einem Gleason 6 hätte man auch einfach 20 Jahre abwarten können, wenn man sich an der Pivot Studie orientiert. Jetzt hat man durch die Operation die Situation nochmal erheblich verbessert. Man kann wohl jetzt in Ruhe 20 Jahre abwarten und dann 10-20 Jahre weitersehen.

    Nach der Studie von Ameling stabilisiert sich der PSA Wert vielfach unter 0,4. Man kann oft auch mit Avodart den PSA Wert se.

    Georg
    Hallo Freunde,
    solche absolut klingenden Aussagen sind nicht hilfreich für Ratsuchende einmal weil sie falsch sind und zum andern weil sie eine Sicherheit vortäuschen, die so nicht gerechtfertigt ist.
    Ergebnisse von Studien sind Mittelwerte, Wahrscheinlichkeiten.......aber nie absolute Zahlen bezogen auf Einzelfälle.

    Ich weise auch deswegen daraufhin, weil meine persönlichen Erfahrungen ganz andere waren als die von Georg erwähnten ominösen 20 Jahre:
    Ich hatte 6 Jahre nach RPE bei einem PSA von um die 0,5 eine Logenbestrahlung auf Verdacht machen lassen, die nicht erfolgreich war. .ICH würde das heute wieder machen, da das die letzte Möglichkeit für eine Heilung war. Allerdings würde ich heute eine solche Bestrahlung schon bei 0.2 machen.
    Dann hatte ich 3 Jahre später bei PSA von nur 1.3 eine Knochenmetastase im Becken, die 2004 erfolgreich bestrahlt wurde.

    Ich hatte also alle Kriterien erfüllt nach den sehr langsamen PSA Anstiegen
    gar nichts zu machen und 20 Jahre zu warten........wahrscheinlich würde ich dann diesen Beitrag nicht mehr schreiben.

    Grüße (aus Mallorca)
    Klaus
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    Bericht in Myprostate.eu: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=69&page=report

  9. #19
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    Hallo Klaus,

    die 20 Jahre habe ich hieraus entnommen:
    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...-ohne-Vorteile

    Das ist also nicht einfach falsch. Beobachten heisst nicht 20 Jahre nichts tun. Auch in dieser Studie haben einige in der "beobachten" Gruppe irgendwann mit einer Therapie begonnen. Der weitaus grösste Teil musste jedoch keine Therapie machen.

    Ein Problem ist, dass der Gleason Wert vielfach bei einer Biopse oft niedriger beurteilt wird als später bei einer Operation. Daher soll ja auch eine Kontroll-Biopsie erfolgen. Theoretisch dürfte ein Gleason 6 keine Metastasen bilden. Ich habe da etwas Zweifel am Befund Deines Pathologen.

    Georg

  10. #20
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    Georg,
    die Zweifel kann ich Dir nehmen, denn vor der Bestrahlung der Loge hatte ich eine Zweitbefundung durchführen lassen. Ergebnis war wieder eindeutig Gleason 3+3=6. Übrigens: Schon die Erstbegutachtung fand natürlich nicht an einem Biopsat statt sondern an der herausoperierten Prostata.
    Im übrigen wollte ich nur darauf hinweisen, dass man auch bei niedrigem PSA und günstigen Gleasonwerten Metastasen entwickeln kann.
    Das sollte Betroffenen bei ihren Entscheidungen bewusst sein.
    Klaus
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    Bericht in Myprostate.eu: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=69&page=report

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