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Thema: Steigender PSA-Wert

  1. #91
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    Es gibt dazu diese prospektive Studie von 2016: https://www.sciencedaily.com/release...0411134614.htm
    Wenn kein Gleason-4-Anteil vorhanden ist (das heißt nicht gefunden wurde) ist das Metastasenrisiko selbst bei PSA>10 sehr gering. Gleason 7 bedeutet bereits 10% binnen 6,3 Jahren. Man kann metastasenfreies Überleben als ein Surrogat für Gesamtüberleben auch bei niedrigem Risiko ansehen - für mittleres und hohes Risiko gilt das als gesichert.

    AS ist also nicht ohne Risiko; auch eine sorgfältige Beobachtung und die üblichen Rebiopsien lassen manche den richtigen Zeitpunkt verpassen.
    Den Gleason-4 schließt man daher vorher möglichst sicher aus, zum Besipiel durch eine Fusionsbiopie mit ausreichend vielen Stanzen. So sieht es auch die Leitlinie. Wer Rebiopsien vermeiden will verläßt sich auf die mpMRT, die durchaus Gleason-4-Anteile erkennen kann: https://radiologie-nuklearmedizin-ad...iete/prostata/
    (Klicke auf "+ Interessierte")

  2. #92
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    Danke, Martin, für deine Beiträge und Informationen!

    Meine Kurzfassung (ansonsten Profil oder myProstate:
    Ein MRT habe ich vor der ersten Biopsie durchführen lassen. Aufgrund meines Herzschrittmachers ist nur 1,5 Tesla möglich. Das MRT wurde ohne Rektalspule durchgeführt.

    Bei der 1. Biopsie wurde in einer von dreizehn Stanzen ein PCa in kleinster Ausdehnung von 0,2mm Gleason 3 gefunden (linke Seite).
    Bei der Kontrollbiopsie, ein Jahr später, wurden in zwei von 15 Stanzen kleinste Herde PCa-Gewebe (von 0,2 und 0,5mm Ausdehnung) wiederum mit Gleason 3+3 gefunden (rechte Seite).


    Ob für mich ggf. auch eine fokale Therapie, z. B. HiFu in Frage kommt, wird nach der nächsten PSA-Messung im April ein Thema werden. Da bei den Biopsien sowohl auf der linken als auch später auf der rechten Seite PCa gefunden wurden, zudem meine Prostata lt. Aussage der Ärzte "mit Nebel überzogen ist", weiß ich nicht, ob dann z. B. HiFu überhaupt eine Option darstellt? Im April werde ich dazu vermutlich mehr sagen können.

    Vorläufig weiterhin AS.

  3. #93
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    Jens, "mit Nebel überzogen" - vielleicht war auch der Monitor beschlagen? Spaß beiseite: eine fokale Behandlung konzentriert sich auf die signifikanten Herde (Indexläsionen), Gleason 3-Areale von 0,5mm gehören nicht dazu. Man kann die natürlich auch beseitigen.

    PCa ist in fast 90% der Fälle multifokal:
    https://acsjournals.onlinelibrary.wi...002/cncr.20243
    https://link.springer.com/article/10...428-014-1557-y
    Man ist gut beraten, eine fokale Therapie möglichst so global durchführen zu lassen, dass noch ein deutlicher Vorteil bei den Nebenwirkungen gegenüber RPE besteht. HIFU und Brachy sind da eingeschränkt, weil Abstände zu bestimmten Geweben eingehalten werden müssen.

    Solange der Primärtumor keine ernsthaften Beschwerden macht, ist das Hauptziel nicht die Beseitigung desselben, sondern das Vermeiden der (späteren) Metastasierung - denn die ist letal. An diesem Endpunkt (und natürlich am Gesamtüberleben) müssen sich alle Therapien messen lassen. Und wie spätestens seit PROTECT und der der Studie von Hamdy et al bekannt ist der Erfolg eher mager. Es gibt eine nicht ausreichend eingrenzbare Gruppe von Männern, die progredieren; noch schlimmer, die Rezidivkurven sind linear: man könnte schließen, dass jeder irgendwann ein Rezidiv erleidet, lebte er nur lang genug.

  4. #94
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    Danke nochmals, Martin.

    Auch der Begriff "verkalkt" könnte im Zusammenhang mit dem Zustand meiner Prostata (Tastbefund und Ultraschall OK) gefallen sein!? "Prostatitis" wurde in der Vergangenheit ebenfalls erwähnt.
    Beim nächsten Mal werde ich auf den Bildschirm achten ;-) ... und vor allem Nachfragen.

    Die Links habe ich mir so gut es mir möglich war durchgelesen.

    Wie erwähnt, warte ich die nächste PSA-Bestimmung und die darauf folgenden Urologen-/Arztgespräche ab. Grundsätzlich würde ich gerne so lange wie möglich AS weiter machen, aber ... logischerweise ... den richtigen Zeitpunkt für den Beginn einer notwendigen Therapie nicht verpassen. Lt. Aussage meines Urologen werde ich zu 99% eine Therapie bekommen und - deshalb - je früher desto besser. Insgesamt bevorzugt er eine OP (Martini Klinik oder Gronau).

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