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Thema: Steigender PSA-Wert

  1. #11
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    Blutabnahme gestern - PSA = 4,51, also leicht gefallen.

    Mein Hausarzt, nicht ein 'Stanzfreund' ist für "weiter beobachten" und den nächsten Wert Ende Januar zu ermitteln.

    Hier noch einmal die Gesamtübersicht:
    Datum PSA freies PSA Quotient
    09.02.2015 2,15 0,25
    16.02.2015 3,6
    07.07.2015 2,4
    28.06.2016 3,53 0,28 0,08
    11.01.2017 3,37
    09.08.2017 4,27 0,34 0,08
    18.09.2017 Prostata / Harnweg - Entzündung
    10.10.2017 4,76
    02.11.2017 4,51


    Nochmals Danke für die vielen Hinweise und Tipps!

  2. #12
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    Hallo,

    so, nach längerer Zeit melde ich mich wieder zurück. Heute war ich zu einer weiteren Untersuchung beim Urologen. Ultraschall, Tastbefund - keine Auffälligkeiten.

    Im März dieses Jahres wurde eine Biopsie in der Martini-Klinik durchgeführt.

    Von 13 Stanzen war eine positiv mit Gleason 3+3 in kleinster Ausprägung von 0,2mm, Prostavolumen 22ccm. Mir wurde bereits bei der Biobsie eine "kleine Prostata" bescheinigt. Ein vorher durchgeführtes MRT, das aufgrund des vorhandenen Herzschrittmachers dort nur mit 1,5 Tesla möglich war, zeigte diffuse Veränderungen der peripheren Zone beidseits, am besten passend zu einer Prostatitis, allenfalls ein kleiner PI RADS 4 Herd der Mitte links peripher. Kein Hinweis für eine iliakale Lymphadenopathie.

    Abgesprochen wurde eine aktive Überwachung mit einer PSA-Messung alle drei Monate.

    Hier die mir vorliegenden aktuellen PSA-Daten:

    02.11.2017 - 4,5 (abweichendes Labor)
    28.11.2017 - 4,0
    21.02.2018 - 4,8
    März 2018 - Biobspie
    11.06.2018 - 4,1
    06.09.2018 - 4,8


    Mein Urologe sagte heute dass ich mir so langsam Gedanken über eine Therapie machen sollte und hat mich damit etwas auf dem falschen Fuß erwischt. Am Sichersten wäre es in meinem Alter die Prostata zu entfernen. Je früher desto besser, auch was evtl. Nachwirkungen wie z. B. Inkontinenz betrifft. Sollte die nächste PSA-Messung, im Dezember 2018, keine großen Veränderungen ergeben, soll vor einer OP auf jeden Fall eine zweite Biobsie durchgeführt werden. Aber, nach seinen Worten, komme ich nicht um eine Therapie, sprich OP, herum. Es wäre eine Frage der Zeit.

    Beschwerden beim Wasserlassen habe ich keine, die Potenz könnte besser sein. Sonst fühle ich mich körperlich sehr fit, was auch die Belastungs-EKG bei meinem Kardiologen zeigen. Mein Herz an sich ist gut, Ursache für den Herzschrittmacher waren AV-Blockierungen II. Grades. Sport, sprich Tennis, betreibe ich regelmäßig.

    Ehrlich gesagt hatte ich gehofft um eine OP möglichst lange herumzukommen, vielleicht sogar darauf verzichten zu können. Diesen Zahn hat mir mein Urologe heute - auf jeden Fall sehr stark versucht - zu ziehen.


    Etwas viel Text, aber es würden mich einige Einschätzungen hier im Forum interessieren.

  3. #13
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    Das geht in Richtung Übertherapie.

  4. #14
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    Mach doch auch einen Termin in der Martini-Klinik um eine zweite Meinung einzuholen. Wenn Operation, dann doch besser in der Martini-Klinik und nicht beim Urologen in der Nähe.

    Georg

  5. #15
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    danke euch zwei für die ersten Äußerungen.

    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Mach doch auch einen Termin in der Martini-Klinik um eine zweite Meinung einzuholen. Wenn Operation, dann doch besser in der Martini-Klinik und nicht beim Urologen in der Nähe.
    Georg
    die - vermutlich - folgende Biopsie Anfang 2019 soll auf jeden Fall in der Martini-Klinik gemacht werden, dies sieht auch mein Urologe so.

    Auf die Da Vinci-Methode, die in HH (auch) praktiziert wird, angesprochen, hielt er diese nicht unbedingt für erforderlich. Ihm würde das 'Tasten' der üblichen Methode fehlen.
    Auch die Da-Vinci-Methode würde einen erfahrenen Chirugen erfordern, der ca. 100 OPs nach diesem Muster durchgeführt haben sollte. Die offene, übliche Methode wäre leichter und schneller zu erlernen.(?)

    Alles ohne Gewähr, aber so habe ich das verstanden.


    Mein jetziger Urologe hat viele Jahre Prostata-OPs in einer Klinik durchgeführt und ist seit einiger Zeit als Nachfolger des Alt-Urologen in der Praxis.

  6. #16
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    Je mehr Operationen ein Urologe im Jahr macht, desto bessere Operationsergebnisse hinsichtlich Kontinenz und Potenz hat er. Daher müssen zertifizierte Prostatakrebszentren etwa 100 Operationen pro Jahr machen um die Zertifizierung zu behalten. Patienten kommen aus ganz Deutschland um in der Martini-Klinik operiert zu werden da sie so einen guten Ruf hat. Ich würde dem freundlichen Urologen zuliebe nichts riskieren.

    Georg

  7. #17
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    JIch würde dem freundlichen Urologen zuliebe nichts riskieren.
    Hallo Georg,
    das werde ich sicher nicht. Bei einer OP wird die Martini-Klinik mein erster Ansprechpartner sein.

    ... meine Gedanken schweben mehr darum - wenn möglich - eine OP bzw. Therapie - hoffentlich vermeiden zu können. Nicht wegen der OP selbst, sondern wegen der evtl. Folgen.

    Klar ist, falls es sein muss, beiße ich in diesen Apfel rein. Heute fühlte ich mich von diesen relativ klaren und für mich neuen Aussagen, dass eine OP max. eine Frage der Zeit ist, etwas überrumpelt.

  8. #18
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    Hallo obelix,

    ich zitiere mal aus dem Basiswissen, Kapitel 6.7. Das Basiswissen ist ja für alle Lebenslagen eines Prostatapatienten ein guter Ratgeber:
    Zitat Zitat von Basiswissen
    Wenn Ihr Arzt Ihnen weismachen will, dass Sie auf einer Skala von 1 bis 10 mit Ihrem Krebs schon bei 6 lägen und dass darum höchste Eile geboten sei („zufällig habe ich in dem Krankenhaus (in dem der betreffende Herr Belegarzt ist), am Dienstag noch ein Bett frei...“), dann sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen – der Mann will Sie wahrscheinlich zu etwas überreden, wovon er mehr profitiert als Sie.
    Zufällig hast Du ja Gleason 6.

    Georg

  9. #19
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    Update:

    PSA-Wert ist wieder leicht runter auf 4,1; pendelt demnach zwischen 4,1 und 4,8.

    Aber:
    Erstmalig hat der Urologe bei der Tastuntersuchung eine verdächtige Stelle festgestellt. Ein Vergleich mit den Daten der Biobsie ergab, dass es sich um die Seite/Stelle handelte an der die positive Probe entnommen wurde.

    Der gleiche Urologe (in der Praxis sind zwei tätig) hatte letztmalig im September 2017 den Tastbefund erstellt, damals alles i. O..


    Der nächste Schritt soll wie geplant eine Kontrollbiopsie im März sein.Der Urologe betont auch diesmal, dass ich mich auf eine erforderliche Therapie einzustellen soll. In meinem Alter wäre eine OP die aus seiner Sicht beste Lösung. "Je früher desto besser!"

  10. #20
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    Zwischeninformation:

    Gestern wurde die Kontrollbiopsie durchgeführt. Das letzte MRT ist ein Jahr alt und es wurde auf ein neues verzichtet. Im PC alles vorhanden.

    Diesmal wurden 15 Stanzen genommen (Erstbiopsie = 13), 7 rechts (6) und 8 links (7). Drei der linken Stanzen wurden aus dem lt. MRT "auffälligen Bereich", in dem bei der letzten Biopsie eine positive (Gleason 6) gefunden wurde, entnommen.

    Die Ärztin der Martini-Klinik hat den Tastbefund meines Urologen "suspekte Stelle" nicht bestätigt, was mich doch etwas verwundert hat. Größe meiner Prostata 30 (mm?), wäre soweit in Ordnung. Verkalkte Stellen, wurden bei mir bereits vor Jahren festgestellt, sind vorhanden.


    Die Biopsie an sich habe ich gut überstanden und unangenehme Nachwirkungen oder Schmerzen habe ich bis jetzt nicht. Trotz Begleitung bin ich selbst mit dem Pkw nach Hause gefahren. Pinkeln funktioniert einwandfrei, erstmalig heute Morgen war etwas Blut im Urin, sehr wenig und sofort wieder klar. Auch in der nach der Biopsie eingelegten Vorlage war nur ein ganz minimaler "Streifen" zu erkennen, wäre diese Einlage nicht weiß vermutlich gar nicht. Als Antibiotika habe ich Cotrim forte 960mg erhalten, welches ich noch weitere vier Tage 2x täglich einnehmen soll. Sport aber nächster Woche wieder.


    Jetzt heißt es abwarten bis das Ergebnis in einigen Tagen vorliegt.

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