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Thema: Abiteron in der Schweiz....Kassenleistung?

  1. #1
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    Abiteron in der Schweiz....Kassenleistung?

    Hallo!
    Mein Frage geht schon aus dem Titel hervor: nachdem uns einigermassen klar ist, dass und warum Abiraterone das Mittel der Wahl ist (s. Frage zu systemischer Therapie), behauptet der behandelnde Onkologe, dass dies in der Schweiz nur dann Kassenleistung wäre, wenn eine Chemo klinisch nicht indiziert sei.....Klartext: Docetaxel ist immer noch die erste Therapie, solange der Patient fit genug dafür ist...

    Andererseits wird Abiraterone in der CH verschrieben. Auch vor Chemo.

    Wer hat Erfahrung?

  2. #2
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    Liebe Biene

    Die Leistungen aller Kassen sind im KVG umschrieben, es ist also egal,
    in welcher Krankenkasse dein Mann sei und ob er nach VVG eine
    private Zusatzversicherung habe oder nicht.

    Hier meine Erfahrungen mit der 'Sanitas':
    2014 hatte ich die Übernahme des andere Zweitlinienmedikaments, Enzalutamid,
    noch mit einem professoralen Brief erstreiten müssen, dann, 2015 wurde es
    zur KVG-'Pflichtleistung' auch vor Docetaxel.
    Abirateron wurde später dann ohne Murren übernommen, ebenfalls vor Docetaxel.

    Wobei:
    Eigentliche "Pflichtleistungen" gibt es im KVG nicht, sondern es gilt
    das Vertrauensprinzip, wonach der Arzt wisse, was "wirksam, zweckmässig
    und wirtschaftlich" sei. Bei neuen, teuren Therapien gibt es allerdings
    Einschränkungen dieses Prinzips, deren Aufhebung durch den Bundesrat die
    neue Therapie dann zur Quasi-Pflichtleistung macht, so öppe ...

    Ich sehe nicht ein, warum Abirateron vor Chemo im KVG keine solche
    'Pflichtleistung' sein sollte, und sonst hätte der Professor einen Brief an die
    Kasse zu schreiben, in dem er darlegt, dass in eurem Fall Abiraterone vor
    Chemo "wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich" sei.
    Wenn meine Profs. das 2014 konnten bezüglich Enzalutamid, kann das
    eurer bezüglich dem schon länger bekannte Abiraterone auch.
    Will er einfach nicht?


    Frag mal den "monsieur santé":
    https://www.monsieur-sante.ch/de/201...-kommissionen/


    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  3. #3
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    Danke, Konrad!
    Zum Glück: der Onkologe war einverstanden. Ab morgen also Bestrahlung und Zytiga....hoffen wir, dass es eine Weile wirkt!

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