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Thema: AHT wirkt nicht mehr - wie weiter?

  1. #11
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    Lieber Guenther,
    Diesen Satz solltest Dir trotzdem noch einmal durchlesen:

    Zitat Zitat von Silver Dollar
    Eingebürgert hat sich, wenn der Testosteronwert aus dem Kastrationsniveau dauerhaft nach oben geht ( mehr als 0,2) dann den second line Therapieeinsatz starten
    Die Definition von CRPC resp. dem Einsatz von Zweitlinien-Hormontherapien läuft nicht über die Erhöhung des Testosterons, sondern des PSA.

    Nimm den Tag!
    Hvielemi

  2. #12
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    ich halt es für absolut indiskutabel mich mit Argumenten Pils zu viel = Alkoholmissbrauch
    im Zusammenhang mit Prostatakarzinom zu beschäftigen. Real kam ein Satz "bei steigendem PSA
    und in Folge steigendem Testosteron" per cut and paste nicht an. Kein Grund beleidigend zu antworten.
    Gruss aus Tornesch
    Guenther
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    Dies ist die Ansicht eines Betroffenen und keine fachärztliche Auskunft
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  3. #13
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    Hallo,
    nach längerer Zeit möchte ich mich mal wieder melden und berichten, wie es bis jetzt weiter gegangen ist. Bis Jan. ist der PSA auf 12ug/l angestiegen (Testo 0,07 ug/l). Daraufhin hat mein Mann zusätzlich zur Spritze noch 50mg Bicalutamid erhalten. Ein MRT und Knochenszindi wurden gemacht. Das Ergebnis waren 2 zusätzliche Nkochenmetastasen (1 Os.sacrum von 1,5cm und im Os. ilium von 5mm) Die bereits vorhanden Metastase im Femurhals ist auf 3x2,5 cm gewachsen. Dazu noch neue auffällige Lymphknoten in der rechten Leiste. Kein Wunder, dass der PSA so hoch geschossen ist.
    Mein Mann hat keine Beshwerden. Zum Glück! Er war im Dezember noch zum Ski fahren. Läuft jeden Tag. Die AHT hat er bis jetzt ohne Probleme vertragen.
    Der Urologe schlug jetzt eine Chemo auf Dauer vor. Damit wird zum jetzigen Zeitpunkt aus einem Patienten ohne Symptome ein Patient mit Symptomen gemacht. Chemo auf Dauer ist für uns i.M. keine Option. Der Patient stibt dann nicht am Krebs, sondern an der Chemo. Gestern waren wir im NCT in HD zur Beratung. Chemo wäre schon eine Möglichkeit über 6 oder 12 Zyklen, veschlechtern aber seine Lebensqualität rasant. Die Aussage über die Wirkungsdauer war eher auch verhalten. Statistisch gesehen bringt eine frühe Chemo zum Beginn der Hormontherapie einen Nutzen von 15 Monaten. Zum jetzigen Zeitpunkt weniger... Da keine vizeralen Metastasen vorliegen,könnten wir auch Zytiga oder Xtandi nehmen, dazu Denusumab mtl. Die 2 Knochenmetastasen zu bestrahlen wurde abgelehnt, da mein Mann schmerzfrei sei. Morgen wird noch ein CT gemacht, um zu sehen, ob es sich um knochenaufbauende oder knochenabbauende Metastasen handelt. Sollte es sich um osteolytische Metastasen handeln, würde bestrahlt werden, da der Oberschenkel instabil wird. Ansonsten abwarten, ob die Medikamente das weitere voranschreiten stoppen.
    Wir haben jetzt die Qual der Wahl. Lebensqualität steht bei uns im Vordergrund. Wem geht es genauso? Was ist besser Zytiga oder Xtandi. Mein Mann hat keine weiteren Erkrankungen. Er würde wahrscheinlich eher Xtandi beorzugen, weil er da kein Cordison braucht. Wie nimmt man es am Besten ein, um Nebenwirkungen gering zu halten. Im Basiswissen habe ich gelesen, dass man Graphfruitprodukte meiden soll. Vielleicht hat noch jemand Tipps für uns. Ich wäre euch dankbar.
    Haben wir etwas übersehen? Lu177 habe ich angesprochen, wäre aber jetzt noch nichts.
    LG Anita

  4. #14
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    Zytiga vs. Xtandi

    Liebe Anita

    Xtandi ist problemlos in der Einnahme.
    Einmal Täglich vier Kapseln, egal ob mit den Mahlzeiten,
    zuvor, danach oder zwischendurch.
    Gegen Ende der Einnahme, als das PSA schon wieder stieg,
    bekam ich üble Rückenschmerzen von dem Zeug, die nach
    dem Absetzen innert weniger Tage verschwanden.

    Bei Zytiga müssen zwei Stunden zwischen der Einnahme
    und den Mahlzeiten zuvor und danach eingehalten werden,
    kommt hinzu das Prednison oder Dexamethason, das nicht
    jeder gleich gut verträgt. Ich habe das Prednison im Verdacht,
    meine Knochendichte angegriffen zu haben.

    Ich habe beides hintereinander genommen. Was "besser" sei,
    kann ich nicht beurteilen, weil zwischen den Medikamenten
    eine Kreuzresistenz bestehe:
    Wirkt das Eine nicht mehr, bringt auch das Zweite nicht mehr
    viel, egal wie rum. Man könnte wohl auch würfeln.

    Konrad

  5. #15
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    Muss man bei Xtandi die ADT fortsetzen oder kann diese abgebrochen werden?

    Georg

  6. #16
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    Xtandi: https://compendium.ch/mpro/mnr/24969/html/de#7100

    Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten


    • In Kombination mit LHRH-Agonisten zur Behandlung erwachsener Männer mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom mit asymptomatischem oder mild symptomatischem Verlauf nach Versagen der Antiandrogentherapie, bei denen eine Chemotherapie noch nicht klinisch indiziert ist.
    • In Kombination mit LHRH Agonisten zur Behandlung bei Patienten mit metastasierendem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom bei Progression unter oder nach Docetaxel Therapie.
    Sollte eigentlich auch Ohne LHRH-Agonisten gehen, wie andere Antiandrogene auch, z.B. Casodex.
    Studien mit Xtandi ohne ADT sind unterwegs.

    Aber:
    Gerade gestern wurde ich wieder mal bekniet, die ADT wiederaufzunehmen
    in Hinblick auf einen Rechallenge mit Zytiga/ Abiratetone. Das schaffe es alleine kaum,
    die Testosteron-Produktion der Hoden ganz auszuschalten. Zytiga zielt auf die
    Testosteronproduktion in Nebennieren und im Tumor selbst.
    Ist ja auch egal, ob die Kastration nun von Leuprorelin oder Abiraterone erfolge.
    Es ist ja nicht die Spritze, sondern die chem. Kastration, welche die Nebenwirkungen erzeugt.

  7. #17
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    Bei Zytiga muss man trotz Resistenz weiter ADT machen, aber bei Xtandi ist das nicht ganz zu verstehen. War mir nicht klar, dass dies gemäß Xtandi Beipackzettel aber so vorgesehen ist.

    Georg

    PS Wenn Du mal Testosteron bestimmen lässt: ich vermute das ist bei Dir auch ohne ADT immer noch im Kastrationsbereich.

  8. #18
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    Ja klar, lieber Georg, das Testo wird wieder gemessen, bevor ich das Zytiga bekomme.
    Das würde sich nach sieben Jahren ADT auch ohne Erneuerung kaum mehr schnell ändern.
    Deswegen ist es reichlich egal, ob ich wieder die Spritze bekomme oder diese erneut
    ablehne.

    Für Anitas Mann bleibt es dabei, dass Abiraterone nicht ohne Androgendeprivation geht.
    Beim Antiandrogen Xtandi könnte er zumindest danach fragen, ob er es
    ohne die Kastrationsspritze bekomme. Das würde die Nebenwirkungen der Kastration
    einsparen.

    Konrad

  9. #19
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    Hallo,
    vielen Dank für die Info.
    Also uns wurde auch gesagt, dass die AHT bis ans Lebensende uns erhalten bleibt.
    Wir hoffen ja, dass uns Xtandi noch eine relativ gute Zeit veschafft. Bei Dir Konrad hat sie ja ein Jahr gewirkt. Das wäre für uns schon ein großes Glück, man wird bescheiden. Egal wie man sich entscheidet, am Ende ist es wahrscheinlich immer falsch.
    Sollte die Therapie nicht mehr wirken, sollen wir uns umgehend im NCT melden. Es gibt eine Studie mit einen neuen Medikament. Voraussetzung wäre, dass nach dem ersten Medikament (Xtandi oder Zytiga ggf. auch Chemo) keine weitere Therapie erfolgte. Es wird getestet, ob eine Genmutation vorliegt. Trifft das zu, kann man in die Studie. Strahlentherapie wäre kein Ausschlußkriterium. Vielleicht ist das interessant für euch.
    lg Anita

  10. #20
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    Anita,

    mit Xtandi macht ihr, so weit ich sagen kann, nichts falsch. Vor allem wenn es Euch um Lebensqualität geht. Die Chemo kann man dann anschließend noch machen. Die Ärzte empfehlen nach Leitlinie und daher können sie von der ADT bei Xtandi nicht abrücken.
    Lest Euch bitte zu Denusumab/Xgeva die Nebenwirkungen im Ersten Rat durch. Da besteht die Gefahr von Kiefernekrose. Dieses Medikament hat meiner Meinung nach stärkere Nebenwirkungen als Xtandi.

    Wir müssten den Namen des neuen Medikaments wissen um dazu etwas sagen zu können. Ich vermute dies ist eine Immuntherapie.

    Georg

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