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Thema: ADT steht vor der Tür ...

  1. #61
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    Zitat Zitat von Basiswissen S. 43
    Anders als bei einer MRT oder einer PET/CT steht eine aktuell laufende Androgenentzugstherapie (ADT) einer PSMAPET/CT nicht entgegen. sie beeinträchtigt das Untersuchungsergebnis nicht, auch wenn dadurch der PSA-Wert (künstlich!) in eine Region abgesenkt wird, in der normalerweise eine geringe Erfolgsaussicht wäre, etwas zu erkennen. Ausschlaggebend wäre in diesem Fall der PSA Wert vor Beginn der ADT.
    Das habe ich selbst so erlebt und meine, dass dies auch so richtig dargestellt ist. Ich hatte seinerzeit fünf Monate ADT hinter mir.

    Georg

    Hier auch aus einem Review: "[PSMA].. is overexpressed in PC [7] and its expression increases progressively in higher-grade tumors, metastatic or hormone-refractory disease, and under androgen deprivation therapy [ADT]."

    Virgolini 2017, Current status of theranostics in prostate cancer
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5787224/

  2. #62
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    Zu Beginn einer ADT sind die Krebszellen alle noch da, nur teilen sie sich nicht mehr.
    Auf ihrer Oberfläche tragen sie nach wie vor PSMA, an das der PSMA-Ligand bindet,
    womit er das 68Ga im Tumor anreichert. Das zerfällt dort und wird vom PET-Scanner
    detektiert.

    Falls im Verlaufe der ADT die Krebszellen absterben und die Metastasen dadurch
    abladiert werden, zeigt das PSMA-PET entsprechend weniger an. Es unterscheidet
    nicht zwischen aktiven Zellen und solchen, die sich mangels Testosteron nicht
    teilen, sondern zeigt einfach das PSMA-Inventar zum Zeitpunkt der Aufnahme.

    Andere PET-Tracer wie FDG, Cholin zeigen Stoffwechselvorgänge, weswegen
    'ruhender' Prostata-Krebs unter ADT nicht angezeigt würde.

    Konrad

  3. #63
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    So, mal wieder ein kurzes Update. Letzte Chemogabe war ja im April. Im Nachlauf ging der PSA dann bis 0,42 runter (11.05.). Heutige Kontrollmessung ergab 1,0 ... kein wirklich schönes Ergebnis, was zu ner PSA-VZ von 0,11 führt ...
    Seit Mitte Mai hab ich auch Lymphödeme (Schwerpunkt linkes Bein), die das Bewegen zum Teil unbequem machen ;-)
    Ob das eine (Wiederanstieg PSA) mit dem anderen (Lymphödeme) zusammenhängt? Und jetzt vielleicht doch PSMA-PET/CT? Bis ich nen Termin bekomme, werde ich ja wohl bei +/-2 liegen ...
    Any ideas?
    Danke und Grüße vom Franzl

  4. #64
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    Lieber Franz,
    schön, dass Du die Chemo so gut und mit Erfolg durchgestanden hast.
    Aus dem brutalen Anstieg nach dem 6. Zyklus schliesse ich, dass die ADT
    nichts mehr bringt, oder hattest Du während der Chemo unterbrochen?

    Testosteron im Kastrationsniveau?
    Wenn nein, sofort mit einer Spritze Degarelix korrigieren.
    Das wirkt quasi über nacht.
    Wenn ja, Zweitlinien-Hormontherapien mit Zytiga oder Xtandi prüfen.

    Mit Strahlen rumfuchteln kannst Du immer noch, wenn Du eines fernen
    Tages die hormonellen Interventionen ausgereizt haben wirst.

    Ein PSMA-PET ist immer spannend, aber wozu, wenn dir einfaches Pillen-
    schlucken noch über Monate und Jahre helfen kann? Eine Salvage-Therapie
    kriegst Du in diesem Stadium ohnehin nicht mehr hin.

    Eine weitere Option nach einem PSMA PET wäre auch, eine PSMA-RLT zu prüfen,
    die Du nach gehabter Chemo problemlos bekommen solltest. Kannst Dich mal
    in Heidelberg erkundigen, dem weltweit einzigen Ort, wo das in Varianten
    angeboten wird, die auch bei tieferen PSA-Werten in einem Zyklus mehr helfen,
    als deine 6 Chemo-Zyklen zusammen (225Ac).

    Carpe diem!
    Konrad

  5. #65
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    Lieber Konrad,
    Testo hatte ich zuletzt am 11. Mai mitmessen lassen => wie schon bei der Märzmessung unter 0,09 nmol/L
    Die 3-Monats-Trenantone lief auch während der Chemo durch und wurde gerade gesetzt. Muss jetzt mal schauen, was die Ärzte dazu meinen. Mein Hausurologe rät dazu, den eh vorgesehenen Besprechungstermin in der Klinik am 11ten Juli abzuwarten und mit ner Kontrolle des PSA dann Richtung PSMA-PET/CT zu denken, um zu wissen, was aktuell wächst. Knochenmetastasen? LK? Oder doch die Lungenmetastasen?
    Umstellung der Hormontherapie wird ja vermutlich erst nach den drei Monaten Trenantone möglich sein, oder?
    Ralf beschreibt in der 06/2018-Ausgabe des Basiswissens bzgl. Ac225: "... Für die Therapie mit dem Alpha-Strahler 225Actinium (aber nicht für die Therapie mit dem Beta-Strahler 177Lu!) wird von erheblichen bleibenden Nebenwirkungen (Zerstörung der Speicheldrüsen) berichtet. Tatsächlich gibt es aus bisher nicht geklärten Gründen auch in den Speichel- und den Tränendrüsen PSMA-Rezeptoren, was für eine Therapie mit 177Ac nicht unproblematisch ist. Laut eigenen Angaben wird diese Therapie aber bisher ohnehin nur im Uniklinikum Heidelberg angeboten. ...". Du hast das ja schon hinter dir. Waren das bei dir bleibende Nebenwirkungen? Oder hat sich das gebessert? Wer in HD wäre denn dort Ansprechpartner?
    Sonnige Grüße aus dem Rheintal vom Franzl

  6. #66
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    Nur kurz, lieber Franz,
    in Heidelberg können die einiges besser als anderswo,
    so auch neu den Umgang mit bzw. die Vermeidung von Nebenwirkungen,
    die sowohl bei Lu177 als auch bei Ac225 bestehen.
    Ruf mal Dr. Flexig an.

    Konrad

  7. #67
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