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Thema: PSA- Anstieg nach LDR-Brachytherapie

  1. #91
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    Cruserine,

    wenn der Onkologe mit im Tumorboard gesessen hätte, hätte er um die Komplexität gewusst und sich wahrscheinlich nicht dazu geäußert. Die mögliche Knochenmetastase wird wohl niemand bestrahlen, solange in der Prostataloge noch Tumor ist. Ansonsten wird dies nur gemacht, um Knochenschmerzen zu beseitigen. Und wie man das Rezidiv in der Prostataloge angehen soll ist ja wohl derzeit sehr schwierig zu sagen.

    Georg

  2. #92
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    Cruserine,

    nach der Biopsie hatte ich mich mit diesem Beitrag dazu geäußert und auch Urologe fs hat dazu geschrieben. Natürlich macht ein PSA Wert von 4,7 nervös, aber Leben genießen ist wirklich jetzt die erste Patientenpflicht!

    Georg

  3. #93
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    Hallo, mein Mann hatte eine erneute PSA- Messung: 4,1 (8.8.18 war 3,9). Jetzt wissen wir wieder nicht, wie es weiter gehen soll. Der Urologe im Urlaub (dieser schlug eine Prostataentfernung nach der missglückten Brachy vor). Im Pet-CT war estwas zu sehen und im Knochen (Becken). Wurde aber weggeredet, da ja der Gleason 3+3 war, also könne das nicht sein. Es fand eine Re- Biopsie statt, bei der nichts rauskam (obwohl im PEt- CT was zu sehen war und auch das MRT ein Pirads IV-Läsion. Im Knochenszinti war nichts zu sehen. Wer kann uns einen Rat geben? Was machen wir denn nun weiter? PSA- messen? Und wie lange sollen wir da zuschauen, wie hoch soll er noch steigen? Ich habe einfach angst, dass viel Zeit unnötig vergeht, ohne dass etwas getan wird. Vielen Dank für Eure Antworten.

  4. #94
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    PET-Untersuchung im Mai 18:
    „Im PSAM-PET-CZ und PET-MRT findet sich ein malignomtypischer PSAMA- Rezeptorbesatz in der Prostata, in beiden Prostatalappen im Sinne eines Lokalrezidivss nach Brachytherapie.
    Fokale Aktivitätsanreicherung im Os ilium links. Morpholog.findet sich weder ein CT- noch ein MRT- Korrelat. Insofern in der ersten Linie als fokal gesteigerte Knochenmetabolismus zu werten.
    Kein Hinweis auf eine lymphogene Metastasierung des Prostatakarzinoms.“
    Zitat Urologe fs:
    ich sage nur: GEDULD
    Die Gesamtdosis von ca. 148 Gy der LDR-Therapie ist erst nach einem Jahr erreicht
    und dann kann es bis zu zwei Jahre dauern, dass die Karzinomzellen "Selbstmord begehen".
    Da die Prostata ja noch vorhanden ist sind schwankende und manchmal entzündungsbedingte
    (durch die Strahlenverbrennung) steigende PSA-Werte nicht auf die Goldwaage zu legen ...
    Zitat Urologe fs im mai 18:
    Es kann auch immer noch ein PSA-Bump sein.
    Ich würde die Nerven behalten. Evtl. Finasterid für 6 Monate dazu,
    "um die Prostata zu beruhigen".
    Hallo Monika,

    ich habe einmal gestöbert.
    Die Postings mögen nicht mehr aktuell sein, dennoch würde ich diese, in der neuen Situation, mit einbeziehen.

    Du solltest keine Angst haben.
    Kaum einer würde bei einem Glasson 3+3 etwas Gravierendes vermuten.
    Daher verstehe ich auch die Ärzte, mit der zurückhaltenen Aussage.

    Nach dem aktuellen PSA-Wert ist etwas vorhanden, aber sicherlich nichts „allzu böses“.
    Wenn Du nun nicht weiter weisst, und sehr beunruhigt bist, dann spreche doch einmal mit Deinem Arzt, ob
    dein Mann für ein paar Monate Bicalutamit 50 mg nehmen kann.
    Damit wird der PSA-Anstieg gestoppt und nach kurzer Zeit runter gedrückt.
    Dann hättet Ihr die Zeit zu überlegen, welche nachfolgende Therapie erforderlich werden könnte.

    Gruss
    hartmut

  5. #95
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    Hallo Hartmut,

    das mit dem Gleason 3+3 war das erste Biopsieergebnis. Aber vermutlich war ja bereits das falsch (man hat eben den höheren Gleason nicht getroffen), denn sonst hätte er ja keine Knochenmetastase. Jetzt nach der 2. Biopsie war das Ergebnis negativ, obwohl in der Prostata beim PET-CT Stellen in beiden Prostatalappen geleuchtet haben und man dort biopsiert hat. Vielleicht konnte der Pathologe das bestrahlte Gewebe einfach nicht richtig begutachten. Wenn wenn wenn. Alles ist so unklar...

    Mein Mann zunächst will keine Hormone einnehmen, um den PSA zu senken. Seine Meinung, man würde damit etwas verschleiern in dieser Situation. Es ist einfach alles so in der Schwebe. Und die Ärzte gehen stur nach Leitlinie.

    Viele Grüße Monika

  6. #96
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    Noch eine Frage zur Verdopplungszeit hätte ich. Ich habe in Myprostate (Segler59) die Werte eingegeben. Dort wird mir die VZ in rot mir 1,86 und 1,72 angegeben. So hoch war die bisher nicht. Was sagt das denn aus, ich verstehe das nicht. Danke Euch!

  7. #97
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    Eine Verdopplungszeit von 1,86 sagt aus, dass der PSA-Wert sich in 1,86 Jahren verdoppelt (hochgerechnet).
    Je höher also die VZ, desto besser.
    Dass der Wert rot ist, besagt, dass er gesunken ist, also vorher höher (und besser) war. Das liegt hier daran, dass das PSA vorher von 4,7 auf 3,9 gesunken war, so dass man keine VZ bestimmen kann. Da ist dann selbst eine hohe VZ schlechter als gar keine.

    An den Werten vom 12.3. bis 18.6. kann man es gut erkennen: das PSA steigt immer schneller, die VZ wird deshalb kürzer und jedes Mal schlechter als vorher.

    Die Werte in den Feldern rechts davon berechnen die VZ auf mehrere (2, 4, 8) Perioden rückwärts, so lassen sich längerfristige Trends gut erkennen.

    Schönes Wochenende!
    Detlef

  8. #98
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    Habe in Euren PSA Verlauf geguckt. Die Tendenz ist ein zurückgehender Wert seit Mai 2018, was auf einen früher diskutierten PSA Bump nach Strahlentherapie hinweist.
    Du kannst in Myprostate mal nach Therapie (LDR-Brachy) filtern und dann siehst Du einige solcher Verläufe mit einem PSA Bump, die auch mal wieder ein bisschen höher gehen aber tendenziell dann immer wieder abwärts gehen.
    Umfangreiche Re-Biopsie sah ja gar Krebszellen in der Prostata, also keinesfalls eine OP.

    Bezüglich möglicher falsch positiven Knochenmetastase hatten wir im Parallelthema auch einige Beiträge. Eine Bestrahlung zum jetzigen Zeitpunkt ist eh nicht möglich, wenn kein Korrelat im CT oder MRT auf dem Knochen sichtbar ist.

    Kann mich der Meinung von meinen Vorschreibern anschliessen. Einigermassen ruhig und gelassen die nächsten 1-2 PSA Werte abwarten und im guten Fall tendenziell tiefere PSA Werte beobachten.

    Tritus

  9. #99
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    Nachtrag: Der höchste PSA Wert von 6.68 am 18.Mai war nur deshalb so hoch, weil so kurz nach der Re-biopsie gemessen wurde, eigentlich überhaupt nicht aussagekräftig.
    Damit wäre nach den Daten im myprostate nicht mal ein biochemisches Rezidiv (Nadir + 2 ng/mL) erreicht. Seither also stabil oder sogar leicht sinkend.
    Also wenn dies kein typischer PSA-Bounce ist ?.

    Verstehe die Entscheidung Deines Mannes, jetzt noch nicht mit einer Hormontherapie zu beginnen. Dies würde die Ungewissheit nur noch länger andauern lassen.
    Bis zu den nächsten PSA Messungen in 2-4 Monaten wird es wohl immer noch spannend bleiben. Sinkt er nun wirklich tendenziell oder doch nicht ? Prognosen sind schwierig, besonders was die Zukunft betrifft, soll jemand mal gesagt haben.

    Meiner Meinung nach, kann man im Moment wirklich nichts unmittelbar therapieren. Immer erst klare Diagnostik, dann Therapie, wie auch schon erwähnt.
    So, wie ich verstehe, gibt es derzeit keinerlei PCa spezifische Beschwerden. Also, das Leben weiter geniessen ist angesagt. Sorgen und Ängste ausstehen zu müssen, sollten nicht sein (ich weiss aus eigener Erfahrung, einfacher gesagt als getan).

    Tritus

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