Seite 2 von 11 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 105

Thema: PSA- Anstieg nach LDR-Brachytherapie

  1. #11
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    2.489
    Der Urologe kann sich das ansehen und eine Meinung dazu abgeben. Ob er sich mit Brachytherapie gut auskennt, kann ich nicht sagen, es würde mich überraschen. Ich würde auf jeden Fall auch einen Termin in der Martini-Klinik machen um den PSA Verlauf dort zu besprechen. Aber vielleicht noch einen Monat warten, eventuell geht es ja weiter runter und es ist doch ein Bounce.

    Georg

  2. #12
    Registriert seit
    01.05.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    1.473
    Ich sage nur: GEDULD
    Die Gesamtdosis von ca. 148 Gy der LDR-Therapie ist erst nach einem Jahr erreicht
    und dann kann es bis zu zwei Jahre dauern, dass die Karzinomzellen "Selbstmord begehen".
    Da die Prostata ja noch vorhanden ist sind schwankende und manchmal entzündungsbedingte
    (durch die Strahlenverbrennung) steigende PSA-Werte nicht auf die Goldwaage zu legen ...
    ----------------------------------------------------------
    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

  3. #13
    Registriert seit
    05.09.2016
    Ort
    Heidelberg
    Beiträge
    79
    Hier nochmal die richtigen Werte. Entschuldigung, ich kam durcheinander, weil sowohl Hausarzt und Urologe den PSA messen und unterschiedliche Werte rauskommen. Wir nehmen jetzt immer den vom Urologen, der ist auch immer etwas höher. Entschuldigung, ich bin sehr aufgeregt.
    Mein Mann hatte im April 2017 seine LDR- Brachytherapie in der Martiniklinik Hamburg (Diagnose war in 2016, Gleason 3+3, PSA damals 8,9). Nach der Therapie ging der PSA- Wert runter.

    PSA am 04.07.2017 4,8
    PSA am 16.10.2017 2,8
    PSA am 06.02.2018 2,8

    (PSA Hausarzt 12.01.2018 3,3)

    PSA am 27.02.2018 3,1

    Eine Antibiotikatherapie im Januar ist erfolgt. Im Februar Harnuntersuchund (Kultur) und Untersuchung Ejakulat. Alles in Ordnung.

    Der Urologe will nun die Unterlagen aus Hamburg anfordern und sich die Aufnahmen ansehen, ob da Bereiche ausgelassen wurden bei der Bestrahlung. Aber ein niedergelassener Urologe wird doch nicht mehr Erfahrung haben, wie eine Martiniklinik? Wir sind jetzt in Sorge und sehr hilflos, was jetzt zu tun ist. Bedeutet das nun ein Rezidiv oder Metastasen? Vielen Dank für eine Antwort. Ach ja, der Urologe sagte noch, der Wert müsse nach Brachy weiter runter gegangen sein...

  4. #14
    Registriert seit
    06.03.2017
    Beiträge
    784
    Hallo Cruserine, du meinst: "PSA am 06.03.2018"
    Eine Strahlentherapie ist in den ersten Monaten/Jahren eine fokale Therapie; fokal auf Zellniveau. Es werden nicht alle Zellen gleichermaßen sofort entfernt (RPE) oder zerstört (HIFU, IRE, Kryo,...), sondern schrittweise gemäß ihrem Zellteilungszyklusstatus und der noch vorhandenen Fähigkeit, Doppelstrangbrüche zu reparieren. Reicht die Dosis nicht aus (auch nur lokal an einigen Stellen), oder wird wie heute möglich nur gezielt extern bestrahlt, bleibt es dauerhaft eine fokale Therapie.
    Die Menge und Position der Seeds entscheiden, wie fokal Brachytherapie ist. Leider hast du kein Profil eingestellt und auf mehreren Threads gepostet - das möchte ich nicht recherchieren.
    Grundsätzlich ist PSA-Gymnastik in der Nachsorge einer fokalen Therapie immer problematisch. Da sieht man schon an den Grenzwerten: bei 0,2 nach RPE wird bereits eine Salvage-Bestrahlung empfohlen, bei RT gilt Nadir +2,0, also 10x mehr. Das ist wenigstens statistisch einigermaßen abgesichert. Bei HIFU usw. gibt es zuwenig Daten.
    Bezüglich PSA muss man cool bleiben und sich nicht davon beeinflussen lassen, dass es nach RPE ein extrem guter Indikator ist. Aber eben nur dann. Sonst unterliegt es den gleichen Abweichungen wie vor einer Behandlung. Diagostisch bleibt man nach einer fokalen Behandlung auf dem Stand vor der Behandlung. Und nach RT zumindest für einige Zeit.

    Ein deutlich steigendes PSA ist somit nur ein Hinweis, dass eine weitere Diagnostik nötig ist. Klassisch ist die Rebiopsie. Dann das mpMRT (wäre zu klären, was das nach RT bringt). Heutzutage hat man das PSMA PET/CT. Nach RT machen diese alle nur Sinn nach längerer Zeit, die vom Einzelfall abhängt. Nach anderer fokaler Therapie hängt der Zeitabstand ausschließlich von der Therapie und dem Diagnoseverfahren ab.

    "Bedeutet das nun ein Rezidiv oder Metastasen?" Bei Gleason 3+3 und PSA 8,9 sollte das Metastasenrisiko unter 2% liegen. Das hätte sich durch die Brachytherapie nur verrinngert, wenn das PSA nahe 0 gegangen wäre. Bei 3,1 ist unklar, ob da ein Anteil einer Metastase drinnen steckt. Auch da seid ihr diagnostisch auf dem Stand vor der Behandlung.
    Es macht auf jeden Fall Sinn, wenn sich der Urologe den Behandlungsplan ansieht.

    Eine Zweitbegutachtung bringt bei Gleason 3+3 entweder den gleichen Befund oder "kein PCa" oder eine kleine Stelle Gleason 4 (die der 1. Pathologe anders bewertet hat oder übersah). Gleason 3+4 is so anders nicht als 3+3. Also was dann?
    Das Biopsiematerial bleibt Eigentum des Patienten, außer man verzichtet im Behandlungsvertrag auf alle Rechte. Die Aufbewahrungsfrist hindert den Pathologen nicht, die Probe leihweise an den Eigentümer oder andere Ärzte abzugeben (siehe bei Remmele, Rechtsfragen in der Pathologie). Der Eigentümer kann dies erzwingen. Gehen die Proben beim Eigentümer verloren, erschwert dies einen eventuellen Regreß wegen Fehlbegutachtung. Dazu gibt es einen sehr üblen Fall bezüglich angeblichem Brustkrebs: https://openjur.de/u/88243.html
    Ärzte und Pathologen arbeiteten offenbar zusammen und diagnostizierten mehrfach Brustkrebs und operierten dann. Als das aufzufliegen drohte, zündete man das Pathologielager einfach mal an. Die arme Frau bekam in der 2. Instanz 250,000 DM Schmerzensgeld.

  5. #15
    Registriert seit
    07.06.2011
    Ort
    CH 90... Appenzellerland
    Beiträge
    4.401

    Abwarten und PSA-messen

    Liebe Cruiserine

    Jedenfalls ist der exponentielle Anstieg nicht eingetreten,
    sondern eben doch so ein Bump? Oder er tritt jetzt grad ein,
    je nachdem, welche mitgeteilten Werte denn nun stimme.

    So einen Bump hab ich bisher kurz nach jeder Bestrahlung
    bei mir beobachtet egal ob Tele- oder Brachy.
    Also erst mal entspannen!

    Immer noch könnte die Prostata entzündet sein,
    oder die Seeds irritieren das Gewebe etc., und überhaupt
    ist diese Therapie aufgrund der langen Halbwertszeit der Seds
    (z.B. Ruthenium106: 1 Jahr) noch gar nicht abgeschlossen.

    Mein Vorschlag ist weiterhin:

    Abwarten und PSA-Messen.

    Die Verteilung der Seeds im Bild anschauen ist auch eine gute Idee.
    In Hamburg können die das zwar auch, aber viel schwieriger als
    gucken wäre es, einen allfälligen Fehler zuzugeben.


    Carpe diem!
    Konrad

  6. #16
    Registriert seit
    05.09.2016
    Ort
    Heidelberg
    Beiträge
    79
    Lieber Konrad,

    vielen lieben Dank für deine rasche Antwort! Auf die Aussage von dir geben wir, nach allem was wir von dir lesen, sehr sehr viel. Mein Mann und ich waren sehr erschrocken. Jetzt habe ich die Postplanungs CD angefordert und der Urologe meines Mannes (der selbst schon etliche Brachys gemacht hat), wird sich die Bilder ansehen. Und ein PET- Ct will mein Mann auch machen lassen. leider müssen wir es selbst zahlen, da wir gesetzlich versichert sind und die Techniker dies nicht übernimmt. So jedenfalls die Aussage heute am Telefon. Man wird sehen und hoffen.
    Nochmals vielen Dank und dir alles alles Gute! Monika

  7. #17
    Harald_1933 Gast
    Hallo Monika,

    gerade die Techniker Krankenkasse soll doch bei bestimmten Therapien großzügig Kulanz walten lassen. Du solltest da noch mal vor Ort nachhaken.

    Gruß Harald

  8. #18
    Registriert seit
    05.09.2016
    Ort
    Heidelberg
    Beiträge
    79
    Hallo Harald,

    ich habe mit denen telefoniert. Vor Ort ist nicht, die sitzen in Hamburg. Habe aber schon hingeschrieben. Zu uns ware die Techniker noch nicht sehr großzügig. Dabei war mein Mann noch nie krank. Bei seiner Brachytherapie war er auch nicht krank geschrieben. Nahm zwei Tage Urlaub und ging gleich wieder arbeiten. Wir bekamen nicht mal die Fahrtkosten nach Hamburg.

    Vielen Dank und viele Grüße Monika

  9. #19
    Registriert seit
    01.05.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    1.473
    Zitat Zitat von cruserine Beitrag anzeigen
    Der Urologe will nun die Unterlagen aus Hamburg anfordern und sich die Aufnahmen ansehen, ob da Bereiche ausgelassen wurden bei der Bestrahlung. Aber ein niedergelassener Urologe wird doch nicht mehr Erfahrung haben, wie eine Martiniklinik? Wir sind jetzt in Sorge und sehr hilflos, was jetzt zu tun ist. Bedeutet das nun ein Rezidiv oder Metastasen? Vielen Dank für eine Antwort. Ach ja, der Urologe sagte noch, der Wert müsse nach Brachy weiter runter gegangen sein...
    Das geht viel einfacher. Einfach eine quantitative CT der Prostata, da kann Dosisvolumen nachkalkuliert werden
    ----------------------------------------------------------
    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

  10. #20
    Registriert seit
    23.01.2016
    Ort
    Europa
    Beiträge
    437
    Zitat Zitat von cruserine Beitrag anzeigen
    Und ein PET- Ct will mein Mann auch machen lassen. leider müssen wir es selbst zahlen, da wir gesetzlich versichert sind und die Techniker dies nicht übernimmt.
    Moins,
    es wird doch aber in Berlin bezahlt ? so sagte man es mir im Oktober 2017.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •