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Thema: Mehrere Knochenmetastasen durch Bestrahlung abtöten?

  1. #21
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    Lieber Rudi

    Agatharied hat auf jeden Fall die richtige Maschine, egal ob man eine klassische IMRT plane
    oder eine SBRT 'Rapid-Arc'. Letztere kann hypofraktioniert werden, also in wenigen Terminen
    erledigt werden, was nicht nur bequemer ist, sondern auch die Gesamtstrahlenbelastung
    stark reduziert. Die 'TrueBeam'-Maschine kann beides, bildgeführt (IGRT) und damit präzise.
    Dass die Frau Doktor ein fesches Dirndl trägt, ist halt regional bedingt ...

    'Casodex' ist das Original-Bicalutamid-Präparat. Alle anderen sind Generica, die sich in
    Zusammensetzung und Wirkungsweise nicht vom Original unterscheiden.
    Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs hat Hans-Jürgen wohl recht mit seiner Warnung
    vor diesen Pillen. Da ist doch eher die 'Spritze' zur Androgendeprivation angesagt,
    halt mit andersartigen Nebenwirkungen. Statt höherem kardiologischem Risiko und
    Brustwachstum und -empfindlichkeit gibt es zufolge des Testosteronentzuges
    Müdigkeit, erektile Dysfunktion und eingeschränkte Libido. Auch nicht so schön ...

    Carpe diem!
    Konrad

  2. #22
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    Erstmal vielen Dank für Eure Hilfe Georg, Konrad und Hans-J.

    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Agatharied hat auf jeden Fall die richtige Maschine, egal ob man eine klassische IMRT plane
    oder eine SBRT 'Rapid-Arc'. Letztere kann hypofraktioniert werden, also in wenigen Terminen
    erledigt werden, was nicht nur bequemer ist, sondern auch die Gesamtstrahlenbelastung
    stark reduziert. Die 'TrueBeam'-Maschine kann beides, bildgeführt (IGRT) und damit präzise.
    Hatte Heute meinen Termin bei Prostata Zentrum - war mehr als niederschmetternd.


    1. Mein Wunsch für eine Überweisung nach Agatharied (wegen 2 Meinung) wurde strikt abgelehnt. (Hoffe mein Hausarzt gibt mir Morgen eine Überweisung sonst muss ich meinen Termin am Mo. dem 12.2 in Agatharied absagen)


    2. Habe die Zusage (Zitat "Es handelt sich bei Ihrer Erkrankung um einen indikationsgerechten Einsatz mit den Arzneimittel Zytiga® und Prednisolon®") der Barmer über den Einsatz von Zytiga und Prednisolon meinen Arzt vorgelegt.
    Den Einsatz lehnt mein Arzt aber mit der Begründung ab, das sei nur innerhalb von 3 Monate nach Diagnose-Stellung möglich.

    Gleich darauf zur Barmer-Krankenkasse die verweisen (mündlich) auf das Schreiben und sagen der Einsatz hängt vom Arzt ab.

    Daraufhin ein Anruf beim Krebsinformationsdienst - die sagen die Behandlung sei Zulassungsgerecht und Entspricht der Leitlinie. Der Arzt kann das Mittel verschreiben. Haben mir die Adresse von nächsten Prostata Zentrum in Rosenheim gegeben, ich solle bzw. könne es dort versuchen mir das Mittel verschreiben zu lassen.


    3. Auch meine Frage zur Aufnahme einer neue Bildgebung (die letzte vor über einen haben Jahr) wurde geradezu unwirsch von meinen Behandelnden Arzt abgeschmettert.
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  3. #23
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    ...das sei nur innerhalb von 3 Monate nach Diagnose-Stellung möglich
    Also 4 Monate nach der Diagnose-Stellung ist leider keine Prostatakrebsbehandlung mehr möglich? Ich denke das Vertrauen zum behandelnden Arzt ist nicht mehr gegeben und Du musst das Prostata-Zentrum wechseln. In solchen Fällen ist es gut, wenn man die Berichte auch selbst in seiner Patientenakte hat.

    Georg

  4. #24
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    Danke Georg

    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Also 4 Monate nach der Diagnose-Stellung ist leider keine Prostatakrebsbehandlung mehr möglich? Ich denke das Vertrauen zum behandelnden Arzt ist nicht mehr gegeben und Du musst das Prostata-Zentrum wechseln. In solchen Fällen ist es gut, wenn man die Berichte auch selbst in seiner Patientenakte hat.

    Die Behandlung mit Leuprone wird natürlich fortgesetzt (rein Palliativ laut Leitlinie),
    aber ich fürchte es läuft trotzdem auf einen Wechsel hin.

    Wird dann aber später schwer mit den wahrscheinlich späteren Anfahrten zur Chemo oder Bestrahlung wenn die nötig werden.

    Die Patientenakte habe ich zum allergrößten Teil (bis auf den eigentlchen OP-Bericht).

    Rudi
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  5. #25
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    Zitat Zitat von Rudi61 Beitrag anzeigen
    1. Mein Wunsch für eine Überweisung nach Agatharied (wegen 2 Meinung) wurde strikt abgelehnt. (Hoffe mein Hausarzt gibt mir Morgen eine Überweisung sonst muss ich meinen Termin am Mo. dem 12.2 in Agatharied absagen
    Wohin Du zur Zweitmeinung gehst, geht deine bisherigen Ärzte gar nix an.



    2. Habe die Zusage (Zitat "Es handelt sich bei Ihrer Erkrankung um einen indikationsgerechten Einsatz mit den Arzneimittel Zytiga® und Prednisolon®") der Barmer über den Einsatz von Zytiga und Prednisolon meinen Arzt vorgelegt.
    Den Einsatz lehnt mein Arzt aber mit der Begründung ab, das sei nur innerhalb von 3 Monate nach Diagnose-Stellung möglich.
    So'n Quatsch!

    Diesen selbstherrlichen Doc solltest Du bald ersetzen.
    Eine bequemere Anfahrt, dafür Therapieverweigerung durch den Doc bringt nix.

    Carpe diem!
    Konrad

  6. #26
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    Hallo an Alle
    Danke für die große Hilfe und die moralische Unterstützung.


    Habe das mit der Strahlentherapie jetzt gründlich Abgeklärt

    Äußere Bestrahlung:

    20.11.2017 Das Zentrum für Strahlentherapie und Radiologie in Klinikum Traunstein rät von der Bestrahlung der Metastasen in jetzigen Zeitpunkt ab.

    12.02.2018 (2 Meinung) Praxis für Strahlentherapie am Krankenhaus Agatharied würde die Metastasen in der Wirbelsäule zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestrahlen. Rät aber zum Bestrahlen der R1 Situation, was allerdings die Kontinenz verschlechtern kann.




    Innere Bestrahlung

    10.01.2018 Nuklearmedizin Rosenheim - Eine Behandlung mit Radium-223-dichlorid (Xofigo) zum jetzigen Zeitpunkt laut Leitlinie nicht möglich und auch nicht sinnvoll.


    Cyberknife

    02.01.2018 Cyberknife Zentrum München (Anfrage per Email, Antwort per Email) - Die Behandlung der Knochenmetastasen durch Cyberknife im Cyberknife Zentrum München ist leider nicht möglich - zu viele Metastasen.



    Mein Fazit:

    Alle drei Beratungen (Zentrum für Strahlentherapie und Radiologie in Klinikum Traunstein, Praxis für Strahlentherapie am Krankenhaus Agatharied, Nuklearmedizin Rosenheim) waren sehr gründlich und ausführlich. Kann ich alle drei nur empfehlen.

    Die Behandlung der Knochenmetastasen ist nicht sinnvoll (Radium-223-dichlorid) oder nicht möglich (Cyberknife) oder es wird abgeraten (Äußere Bestrahlung)

    Agatharied rät zur Bestrahlung der R1-Situation, was allerdings die Kontinenz verschlechtern kann.


    Werde also erstmal abwarten



    __________________________________________________ _______________________________________________



    Abiraterone

    19.09.2018 Bitte um Kostenübername (Schreiben meines behandelter Arztes)
    17.10.2017 Barmer – Die Kostenübernahme ist nicht möglich

    Neuer Antrag auf Kostenübername
    12.12.2017 Barmer – Neuer Antrag erhalten
    21.12.2017 Barmer – Antrag abgelehnt – wird weitergeprüft
    10.01.2018 Barmer – „Sozialmedizinische Voraussetzungen für ein Kassenrezept (Muster 16) erfüllt“
    „Es handelt sich bei Ihrer Erkrankung um einen indikationsgerechten Einsatz mit den Arzneimitteln Zytiga® und Prednisolon®"


    08.02.2018 Mein behandelter Arzt des Prostatakrebszentrums lehnt die Behandlung mit Abiraterone (Zytiga) ab.
    Begründung der Start der Therapie muss innerhalb von 3 Monaten nach der Krebsdiagose erfolgen.

    „Habe am Anfang des Gesprächs (mit Termin nach 6 Wochen) freudig das Schreiben der Barmer vorgelegt. Der Arzt war daraufhin mehr als unfreundlich und abweisend. Geradezu Agressiv.

    Auch kann ich die mehr als scharfe Reaktion meines Arztes auf eine einfache (wirklich freundlich gestellte) Frage nach einer Bildgebung nicht nachvollziehen. (Ein Pet wurde bei Gleasen9 und Knochenmetastasen noch nie gemacht – die restliche Bildgebung liegt über ein halbes Jahr zurück)

    Solle weitere Fragen bei einen neuen Termin stellen (sei jetzt in der Vormittagssprechstunde nicht möglich - hatte einen Termin). Auf eine vorzeitige Chemo konnte und wollte ich unter diesen Bedingungen meinen Arzt nicht ansprechen.

    Hatte den Eindruck der Arzt will mich loswerden (um sein Budget zu schonen)

    Habe jetzt einen neuen Termin in 8 Wochen bei einen Kollegen dieses Arztes. (Gleiches Zentrum)




    Versuche aber einen Termin in einem anderen Prostata-Zentrum zu erhalten. Dies Woche leider keine Terminvergabe.


    Fazit gesamt: Keine Behandlung außer Leuprone, keine Bestrahlung, kein Abiraterone, kein Pet oder sonstige neue Bildgebung, keine weiteren Lebensverlängernde Maßnahmen > Scheiße

    Rudi
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  7. #27
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    Hormontherapie, Abiraterone und Chemo kannst auch, teilweise besser, bei einem Onkologen machen lassen. Vielleicht machst Du da mal einen Termin.

    Georg

  8. #28
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Hormontherapie, Abiraterone und Chemo kannst auch, teilweise besser, bei einem Onkologen machen lassen. Vielleicht machst Du da mal einen Termin.
    Georg
    Das wär meine nächste Frage gewesen. Versuche ich gleich morgen!!!

    Vielen herzlichen Dank Georg,

    ich war schon richtig frustriert.

    Wünsche Dir alles Gute
    Rudi

    PS: Finde es richtig toll das Du Deine Zeit opferst um Menschen zu helfen. Danke!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1
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  9. #29
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    Ohne Bilder und die genauen Befunde gesehen zu haben, nur auf Basis dessen, was Sie hier geschrieben haben:

    1. Abiraterone macht Sinn. Das mit den 3 Monaten ist Quatsch. Entweder Abiraterone oder Chemotherapie.

    2. Die R1-Situation an der Prostataloge zu bestrahlen ist unsinnig.

    3. So viele Metastasen haben Sie nicht, zumindest wenn ich den Kurzbefund lese. Bestrahlen könnte man sie eigentlich schon. Ich wäre vorsichtig dies parallel zur Chemotherapie zu machen wegen dem Knochenmark aber parallel zu Abiraterone wäre das kein Problem. Dass es unklar ist, ob es was bringt, ist klar. Aber machbar wäre es.

    4. Xofigo ist nicht zugelassen für die Indikation, es sei denn Sie wären zu unfit für Chemotherapie.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  10. #30
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    Habe jetzt einen neuen Termin in 8 Wochen bei einen Kollegen dieses Arztes. (Gleiches Zentrum)
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    Hallo Rudi,

    es scheint so, dass du in den Leitlinien gefangen bist. Offenbar kommst du so bei den Ärzten nicht weiter.
    Warum fasst du nicht einen Wechsel zu einem Onkologen ins Auge?

    Nach Möglichkeit mit geografischer Entfernung zu dem jetzigen Urologen.

    Da dein MRT vom Juli 2017 stammt, wird der Onkologe mit hoher Sicherheit ein neues Anfordern. Werden beide MRT’s gematcht sind Abweichungen gut sichtbar.
    Daraus kann sich für dich eine Notwendigkeit ergeben zur Bestrahlung der Metastasen.
    Den Onkologen sind Studien bekannt, die ein höheres OS ergeben, wenn bei Oligometastasierung diese frühzeitig bestrahlt werden.

    Gehe die Bestrahlung der M. an. Du brauchst die richtigen Ärzte, die dich unterstützen und nicht stur die Lei(d)linien abarbeiten.

    Daniel Schmidt
    So viele Metastasen haben Sie nicht, zumindest wenn ich den Kurzbefund lese. Bestrahlen könnte man sie eigentlich schon. Ich wäre vorsichtig dies parallel zur Chemotherapie zu machen wegen dem Knochenmark aber parallel zu Abiraterone wäre das kein Problem. Dass es unklar ist, ob es was bringt, ist klar. Aber machbar wäre es.
    Lieber Herr Schmidt,
    die parallele ADT zur RT wird zunehmend kritisch gesehen. Metastasen und Tumorzellen in GO können durch die RT so nicht erreicht werden, nach den biomedizinischen Erkenntnissen. Gibt es mittlerweile Erfahrungen mit den neuen Bestrahlungsmaschinen z. B. Linearbeschleuniger, dass die Seneszenz und die Reoxygenierung nur noch eine untergeordnete Rolle spielen und somit die neueren Bestrahlungsarten besser greifen?

    Gruss
    Hans-J.

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