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Thema: Nach der Prostatektomie

  1. #11
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    Hallo Werner,

    nun habe ich mich durch große Teile des Kapitel 6 des Basiswissens durchgekämpft und meine Unruhe wächst. Ich erwarte nun eigentlich ein schlechteres Ergebnis beim Pathologiebefund nun nach der OP.
    Ich habe mir jetzt den Biopsiebefund vvorgenommen
    Beim 1. Biopsiezylinder (es sind nur zwei genommen worden) ich zitiere: "Inmitten eines fibrosklerosierten Stromas stellen sich in etwa 50 Flächenprozent bereits fusionierte infiltrativ wachsende Drüsenkomplexe von eingeschränkten Erhaltungszustand dar." und weiter unten "Eine Ausbreitung des Tumorkomplexes in Perineuralscheiden ist an mehreren Stellen nachweisbar" "Prostatische intraepithelialen Neoplasie (PIN, high grade)

    Damit muss ich mich nun schon mal mit weiteren Therapieverfahren beschäftigen.

    Außerdem bin froh, dass ich bei Peter auf Anraten meines Heilpraktikers eine umfangreiche Laboruntersuchung habe machen lassen (genaue Bezeichnung weiß ich nicht), dabei wurden 14 Röhrchen Blut entnommen, wobei man wohl auch die freien Krebszellen im Blut bestimmt und Therapievorschläge macht (Kosten waren 1.200 €, die die GKV aber trägt) Die Ergebnisse müssten spätestens nächste Woche da sein (dauert zwei bis drei Wochen - ist am 24.1. gemacht worden).

    Im Übrigen hat es keinerlei Erklärung des Biopsiebefundes von Seiten des behandelnden Urologen gegeben und auch nicht beim Vorgespräch mit dem operierenden Chefarzt.

    Ich bezweifle, ob ich in der nächsten Zeit mal wieder ruhig schlafen kann. Zum Glück kann es Peter.

    Gisela

    cf4r

  2. #12
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    Zitat Zitat von Gisi62 Beitrag anzeigen
    Im Übrigen hat es keinerlei Erklärung des Biopsiebefundes von Seiten des behandelnden Urologen gegeben und auch nicht beim Vorgespräch mit dem operierenden Chefarzt.
    Liebe Gisela,
    nicht alle Ärzte sind Kommunikationsgenies.
    Da muss man fragen, fragen, fragen, bis man verstanden hat um was es geht.
    Wirkt der Doktor genervt, ist er wohl der Falsche.
    Baut sich im Verlaufe des Gesprächs Vertrauen auf, ist das viel besser.

    Nur eines zur Biopsie:
    PIN klingt zwar bombastisch, ist aber kein Krebs!

    Hütet euch vor Therapievorschlägen von Heilpraktikern, selbst wenn die mit
    hunderten Blutwerten 'belegt' sind. Krebs gehört in die Hände ausgebildeter Ärzte.
    Wenn die einigermassen kommunikativ sind, werden die bereit sein, Therapie-
    vorschläge von Heilpraktikern nicht nur rundweg abzulehnen, sondern wohlbegründet
    zu diekutieren.

    Schlaf gut und ruh dich aus; Peter wird deine Hilfe brauchen in der nächsten Zeit.


    Carpe diem!
    Konrad

  3. #13
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    Konrad, die RPE wurde sicher nicht gegen die PIN gemacht. Und die PIN ist doch behoben durch RPE, da passiert nichts mehr. Interessant ist jetzt nur noch der "p" Befund, nicht der "c".

    Zitat Zitat von Gisi62 Beitrag anzeigen
    Außerdem bin froh, dass ich bei Peter auf Anraten meines Heilpraktikers eine umfangreiche Laboruntersuchung habe machen lassen (genaue Bezeichnung weiß ich nicht), dabei wurden 14 Röhrchen Blut entnommen, wobei man wohl auch die freien Krebszellen im Blut bestimmt und Therapievorschläge macht...
    Krebsszellen im Blut gibt es fast immer bei PCa. Zur Zeit gibt ihr Vorhandensein oder ihre Menge keinen wissenschaftlich begründeten Hinweis für Therapieentscheidungen bei PCa. Für Brustkrebs kann ihre Anzahl die Prognose stützen:
    http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa040766
    Für PCa gibt es auch eine anders klingende Veröffentlichung:
    http://ar.iiarjournals.org/content/36/6/2975.abstract
    Die genetischen Eigenschaften und die Mechanismen der eventuellen Einnistung sind komplex:
    http://embomolmed.embopress.org/content/7/1/1
    Vermutlich wird der Heilpraktiker diverse Blutwerte finden, die "abweichend" oder ungewöhnlich sind, und mit Ergänzungsmitteln, Ernährung, ... dagegen angehen. Warum auch nicht. Man sollte sich nur nicht verzetteln und eine schwere Krankheit ernstnehmen.

    Wichtiger wäre einige Zeit nach der Operation (oder besser vorher), einige Blutwerte zu bestimmen, die sich bei Knochenmetastasen verändern oder die als allgemeine Metastasenmarker bekannt sind. Damit gewinnt man Basiswerte, die bei einem späteren Ansteigen des PSA zumindest Hinweise geben können, ob Lokalrezidiv oder Knochenmetastase.

  4. #14
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    Martin
    Ich hatte "nur Eines zur Biopsie" geschrieben, um darauf hinzuweisen,
    dass dies nicht weiter beunruhigen solle,
    nicht dass die RPE für die Katz gewesen sei.

    Welche Blutwerte für Knochenmetastasen schlägst Du vor?

    Konrad

  5. #15
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    Hallo Konrad,
    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Welche Blutwerte für Knochenmetastasen schlägst Du vor?
    ich weiß nicht, was Martin vorschlägt. Ich würde die Knochenspezifische Alkalische Phophatase (Ostase) vorschlagen, siehe hier, S. 8.

    Ralf

  6. #16
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    Hallo

    ich danke Euch erstmal für die vielen Hinweise. Ich werde mich in den nächsten Tagen damit beschäftigen. ich hoffe, dass wir Morgen endlich die Histologie bekommen. Mittlerweile habe ich mich erstmal etwas erholt und kann auch wieder schlafen.

    Heute haben wir gerade den Kampf gegen die Krankenkasse gewonnen, die Peter nach JWD zur AHB schicken wollten und nicht in die Wunschklink . Also ist er ab nächste Woche zur AHB.

    Die Ergebnisse der umfangreichen Blutuntersuchung werden wir auch Morgen erhalten. Das mit dem Heilpraktiker sehe ich nur ls Ergänzung. Selbstverständlich wird alles andere von Fachärzten gemacht.

    Peter friert jetzt oft und hat manchmal Gefühlsstörungen in den Händen und Füßen. Gibt es einen Zusammenhang mit der Op? das beschäftigt mich zur Zeit.

    Liebe Grüße
    Gisela

  7. #17
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    Blutwerte:

    Testosteron
    PSA
    Chromogranin A (CGA)
    Neuron-spezifische Enolase (NSE)
    Carcino-Embryonales-Antigen
    Alkalische Phosphatase
    Saure Phosphatase

    Die Werte dienen als Bezugswerte. Bei ossärer oder anderer Metastasierung ändern sich jeweils einge davon (nicht immer!). Testosteron nur, falls es nicht vor einiger Zeit sowieso bestimmt wurde.
    Am Besten wird das von einem Arzt/Labor gemacht, zu dem man auch in fernerer Zukunft gehen wird, damit die Werte vergleichbar sind.

  8. #18
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    Hallo,

    Histologie ist schlechter als Biopsie, das hatte ich mir fast gedacht pT3b aber Lymphknoten keine Krebszellen, L0 und N0 aber R1. Alles ander hab ich jetzt gerade nicht im Kopf
    Gleason 8

    Vorschlag Urologin - Bestrahlung

    Aber er fährt jetzt erstmal zu AHB und wir informieren uns weiter.

    Blutwerte muss ich mir auch noch mal anschauen

    Immunsystem ist etwas schwach, Killerzellen im Keller, nähere Informationen bekomme ich noch, da mein Heilpraktiker wegen eines sehr ungewöhnlichen Wertes noch mal mit der Fachärztin reden will.

    Das erstmal in Kurzform. PSA wurde noch nicht neu bestimmt

    Liebe Grüße
    Gisela

  9. #19
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    Zitat Zitat von Gisi62 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Histologie ist schlechter als Biopsie, das hatte ich mir fast gedacht pT3b aber Lymphknoten keine Krebszellen, L0 und N0 aber R1. Alles ander hab ich jetzt gerade nicht im Kopf
    Gleason 8

    Vorschlag Urologin - Bestrahlung

    Aber er fährt jetzt erstmal zu AHB und wir informieren uns weiter.

    Blutwerte muss ich mir auch noch mal anschauen

    Immunsystem ist etwas schwach, Killerzellen im Keller, nähere Informationen bekomme ich noch, da mein Heilpraktiker wegen eines sehr ungewöhnlichen Wertes noch mal mit der Fachärztin reden will.

    Das erstmal in Kurzform. PSA wurde noch nicht neu bestimmt

    Liebe Grüße
    Gisela
    Mein Schwiegervater hatte die gleiche Klassifikation (auch Befall der Samenblasen) und ist ungefähr ein halbes Jahr nach der RPE bestrahlt worden (Technik=Rapid Arc). Zum einen hat er die Bestrahlung ganz gut vertragen und zum anderen hatte er bis zu seinem Ableben 4 Jahre danach den PSA im nicht nachweisbaren Bereich...ohne Medikamente!

  10. #20
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    Hallo buschreiter,
    danke für die Information, habe mich gleich schlau gemacht. Es gibt hier im Umfeld 2 Möglichkeit mit dem IMRT oder IGRT. Ich werde in der Zeit der AHB dort Termine für Beratungen machen.

    Außerdem helfe ich jetzt Peters Immunsystem auf die Sprünge, das kann ja nicht schaden.
    LG Gisela

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