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Thema: Vorstellung

  1. #21
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    Lieber Jan,
    so ein echoarmer Befund von wohl 0.8cm x 1.4cm ist schon nicht so schön.
    Da ist das MRT durchaus angebracht.
    Für das MRT wird dir wahrscheinlich ein Gadolinium-Kontrastmittel
    gespritzt. Da sollen die gleich auch Blut nehmen für einen PSA-Test,
    egal, ob die Ärztin das toll findet oder nicht.

    Eine Alternative zu Tamsulosin kenne ich nicht. Das Zeug macht
    Verstopfungen, weswegen ich es abgesetzt hatte. Gebracht hatte es
    mir ohnehin nichts ...

    Der Schock bleibt nicht für immer. Meine Erfahrung mit immer wieder
    neuen schlechten Nachrichten sagt mir, dass die Phase der Ungewissheit,
    in der Du jetzt drin bist, schwerer zu ertragen ist, als die Gewissheit,
    selbst wenn die in einem krebs-positiven Befund besteht.

    Schau, dass Du mit Freunden oder Familie über deine Lage sprechen
    kannst. Mitteilen ist ein guter Weg, so eine depressive 'Blockade' zu
    überwinden. Nur keine Psychopharmaka, wenn es sich vermeiden lässt.


    Carpe diem!
    Konrad

  2. #22
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    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Eine Alternative zu Tamsulosin kenne ich nicht.
    Die gibt es schon, Konrad.
    Tamsulosin ist ein Alpha1-Blocker auf Sulfonamidbasis.
    Es wurde auf die Urologie hin zugeschnitten und hat nur geringen Einfluß auf den Blutdruck.

    Bis zu seiner Entwicklung gab es die chinazolinbasierten Alpha1-Blocker Doxazosin und Terazosin - und gibt es noch.
    Sie waren als Blutdrucksenker konzipiert und dass man damit toll pinkeln konnte waren die "Nebenwirkungen".
    Die Urologie hat dann diese - unter Berücksichtigung der Blutdrucksenkung - eingesetzt.
    Heute wird wegen des geringeren Einflusses auf den Blutdruck das neuere Tamsulosin in der Urologie bevorzugt.

    In Studien vor 15 Jahren in den USA wurden bei Doxazosin und Terazosin zusätzlich zur Wirkung auf die glatte Muskulatur (Schließmuskel) auch Apoptose (Zellsterben) nachgewiesen, eine Eigenschaft über die Tamsulosin nicht verfügt.
    Es hat damit auch - eine leichte - Antikrebswirkung.
    Ich habe Doxazosin etwa vor 10 Jahren einige Jahre genommen.
    Mein leicht erhöhter Blutdruck ließ das zu.

    Thematisiert wurde das hier schon vor 10 Jahren in einem kurzen Thread.
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...-Prostatakrebs

    In der Literatur kann man mit den Suchbegriffen Kyprianou,
    Doxazosin, Terazosin einiges dazu finden.

    Hier noch ein kurzer Auszug:

    One of the most interesting aspects of this effect is the fact that apoptosis induction occurs independently of the α1-antagonistic properties of these drugs (Kyprianou and Benning 2000; Anglin et al. 2002). Support for this concept emerges from evidence suggesting a significantly increased apoptotic index in prostatic cells exposed to doxazosin and terazosin (quinazoline-based α1-antagonists) but not following tamsulosin treatment (a sulfonamide-based α1-antagonist).

    Gruß Ludwig
    Wer nichts weiß ist gezwungen zu glauben.

    PSA-Verlauf (grafisch)

  3. #23
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    Hallo Konrad und Ludwig .

    Danke für ihre Antworten. ich dachte dass ,,Prostagut,, oder ,,Prostagut forte ,, oder so ähnlich konnte Alternative sein aber das ist nicht Antibiotikum gegen Prostataentzündung. Depressionen ich probiere mit Gymnastik überwältigen .Auf die Regel . In gesunde Körper , gesunde Geist . Schöne Grüße .Jan

  4. #24
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    Ich habe gerade heute wieder eine 100er Packung Tamsulosin verschrieben bekommen. Wegen den Nebenwirkungen der Bestrahlung, das urinieren war nicht mehr stark wie vorher weil die Prostata wohl etwas angeschwollen ist. Sie ist ja von aus schon etwas größer. Zudem leide ich sowieso unter Bluthochdruck daher kommt es mir gelegen

    Viele Grüsse
    Eric

  5. #25
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    Tamsulosin oder Tamsublock , ist der nicht gegen Prostataentzündung ? ich nehme Tamsulosin b.z.w. Tamsublock c.a. 2 Jahre und ich dachte immer das ist gegen Prostataentzündung .

    Schöne Grüße . Jan

  6. #26
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    Für oder gegen was ein Medikament ist, steht immer auf dem Beipackzettel, Stichwort "Indikation".

    Ralf

  7. #27
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    Hallo .
    Guten Abend .

    Wie schon beschrieben kann ich keinen meiner PSA-Werte verstehen.
    03.11.15 PSA: 6,2,ng/ml, 17.05.16: 5,3 ng/ml, 29.09.17: 5,9 ng/ml, 16.01.18: 8,1 ng/ml, alle beim Urologen. Am 8.2.18 machte ich bei der Hausärztin einen Bluttest mit dem Ergebnis von 4,91 ng/ml, den ich nach 4 Wochen wiederholen wollte, den sie mir jedoch absagte mit den Worten: "Geh doch zum Urologen." Beim Hausarzt meiner Frau habe ich ihn dann machen lassen am 9.03.18 der einen Wert von 6,68 ng/ml ergab. Vor dem 16.01.18 habe ich mehr Sport gemacht, und vermutete darin den Grund für die erhöhten Werte. Aber vor den letzten beiden Blutuntersuchungen habe ich mich so verhalten wie mir empfohlen wurde. Medikamente habe ich auch keine genommen, nur 1 mal Tamsublock und Gingium für Tinitus und ab und zu grünen Tee. Weiß jemand von Euch, ob etwas davon ein e Rolle dabei spielt? Ich wäre sehr erleichtert etwas darüber zu erfahren . Danke und viele Grüße, Jan.

  8. #28
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    Eine Frage, wie lange hast du Gingium genommen bevor du bemerkt hast, dass der Tinitus nachlässt?
    Viele Grüsse
    Eric

  9. #29
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    Zitat Zitat von JanPatient Beitrag anzeigen
    Hallo .
    Guten Abend .

    Wie schon beschrieben kann ich keinen meiner PSA-Werte verstehen.
    03.11.15 PSA: 6,2,ng/ml, 17.05.16: 5,3 ng/ml, 29.09.17: 5,9 ng/ml, 16.01.18: 8,1 ng/ml, alle beim Urologen. Am 8.2.18 machte ich bei der Hausärztin einen Bluttest mit dem Ergebnis von 4,91 ng/ml, den ich nach 4 Wochen wiederholen wollte, den sie mir jedoch absagte mit den Worten: "Geh doch zum Urologen." Beim Hausarzt meiner Frau habe ich ihn dann machen lassen am 9.03.18 der einen Wert von 6,68 ng/ml ergab. Vor dem 16.01.18 habe ich mehr Sport gemacht, und vermutete darin den Grund für die erhöhten Werte. Aber vor den letzten beiden Blutuntersuchungen habe ich mich so verhalten wie mir empfohlen wurde. Medikamente habe ich auch keine genommen, nur 1 mal Tamsublock und Gingium für Tinitus und ab und zu grünen Tee. Weiß jemand von Euch, ob etwas davon ein e Rolle dabei spielt? Ich wäre sehr erleichtert etwas darüber zu erfahren . Danke und viele Grüße, Jan.
    Wenn ich das richtig sehe, ist noch nicht biopsiert worden?! Ich habe auch ein dreiviertel Jahr rumgemacht mit Messungen, Prostagutt, Antibiotikum, dem Finden von Gründen und war nicht schlauer als zuvor. Eins ist jedoch klar...alle Werte, die Du hast, sind über der Norm und zeigen, dass in der Prostata etwas vor sich geht, das nicht richtig ist. Wenn ich im Nachhinein meine Werte betrachte, würde ich sagen, dass eine Entzündung den Krebs überdeckt haben könnte. Mir wäre bzw. war die Situation eine psychische Qual, die erst durch das Ergebnis der Biopsie von mir abgefallen ist.
    Viele Grüße
    Achim

  10. #30
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    Lieber Jan

    Aus deinen stark schwankenden PSA-Werten kann man mit Sicherheit eine
    Prostataentzündung ablesen. Auf Krebs gibt deine Messreihe nicht den
    geringsten Hinweis, aber ausschliessen kann man ihn eben auch nicht.

    Zwischen deinen beiden letzten Werten liegt eine PSA-Verdoppelungszeit von nur
    gerade zwei Monaten. Dieser Anstieg ist zu schnell, um ihn alleine auf einen Krebs
    zurückzuführen, hingegen könnte er sehr wohl von einer wiederaufflammenden
    Entzündung kommen, die für alle früheren, höheren Werte verantwortlich gewesen
    sein muss. Denn krebsbedingte PSA-Werte gehen NIE zurück.

    Das weitere Vorgehen sehe ich etwa so:

    • Mit einem geeigneten Antibiotikum versuchen, die Entzündung zu heilen,
    womit das PSA deutlich zurückfallen müsste.

    • Erst wenn das PSA nicht deutlich zurückgehen sollte oder weiter steigen,
    könnte eine Biopsie angesagt sein.


    Nimm den Tag!
    Konrad


    Nachtrag:
    Sport erhöht das PSA nicht, abgesehen vom Radfahren, das einer Massage
    der Prostata duch den Sattel gleichkommt. Weder Gingium noch grüner Tee
    noch Tamsulosin sollten den PSA-Wert beeinflussen, es sei denn, sie
    würden entzündungshemmend wirken und damit den Wert etwas senken.

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