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Thema: Wirkung von Antidepressiva - Metastudie

  1. #1
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    Wirkung von Antidepressiva - Metastudie

    Ein sehr interessanter Artikel zu einer Metastudie zur Wirkung von Antidepressiva:

    http://m.spiegel.de/gesundheit/diagn...a-1194880.html

    Hier die Studie:

    http://www.thelancet.com/journals/la...802-7/fulltext

    Liebe Grüße

    Lothar

  2. #2
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    Lieber Lothar,
    vielen Dank für den Hinweis. Ich weiss zwar nicht, was Du besonders interessant an der Studie findest. Ich persönlich finde interessant, wie gut es der Pharmaindustrie immer wieder gelingt, mittels indirekt oder direkt von ihr finanzierter Studien die angebliche Wirksamkeit ihrer Produkte zu behaupten: Nicht wenige der an der Metastudie beteiligten Autoren haben oder hatten Honorarverträge mit Pharmakonzernen (siehe "Declaration of interests" am Ende der Studie), die meisten berücksichtigten Studien sind laut Angaben der Autoren von der Pharmaindustrie gesponsert, der Beobachtungszeitraum der Studien (2 Monate) ist viel zu kurz gewählt, da bekanntlich viele Antidepressiva ihre Wirkung nach einigen Wochen verlieren können, eventuelle begleitende, zu Besserungen führende Behandlungen wurden offenbar nicht berücksichtigt, es ist bekannt, dass die Pharmaindustrie Studien, die gegen ihre Produkte sprechen, nach Möglichkeit nicht veröffentlicht, und so weiter und so fort. Erfreulich, dass auch der Spiegel auf diese Mängel hinweist.
    Liebe Grüße
    Hans B.
    P.S. Zu meiner "declaration of interests": Ich bin Psychologischer Psychotherapeut und der Pharmaindustrie gegenüber kritisch eingestellt, was nicht beinhaltet, dass ich gegen sinnvollen Einsatz von Psychopharmaka Einwände hätte.

  3. #3
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    Hallo Hans,

    zur Ergänzung ein Bericht mit dem Titel: "Rausch auf Rezept"

    Rund 45 Minuten dauert die Prozedur, auf die schwerst depressive Menschen wie Barbara Reiger ihre Hoffnung setzen. Alle sechs Wochen zieht sich die Amerikanerin aus San Diego auf einer Liege in einen stillen Behandlungsraum zurück, wo stark verdünntes Ketamin in ihre Vene fließt. „Ich spürte sofort Erleichterung“, erinnert sie sich in einem Interview an ihren ersten „Trip“, dessen Effekte ihr zufolge über Wochen hinweg positiv nachwirkten.
    - hier - bitte weiterlesen

    Gruß Harald


    -

  4. #4
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    Hallo Harald,
    vielen Dank für den ergänzenden Hinweis. Das scheint ja ein vielversprechender Ansatz zu sein.
    Grüße
    Hans

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