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Thema: Nachträglich auch meine Vorstellung

  1. #11
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    Lieber Georg, tut mit Leid, dass ich erst jetzt antworte - ich bin, besonders jetzt, mehr im Garten als hier im Forum. Bei mir ist es genau umgekehrt. Als gelernter Chemiker habe ich mich gefragt, wie ist es möglich, milliardstel Gramm (=ng) für 25 Euro auf zwei Stellen genau hinterm Komma zu bestimmen. Als ich den Artikel im Ärzteblatt gelesen habe, war für mich die Welt wieder in Ordnung.


    Das PSA wird bei der Bestimmung natürlich nicht gewogen, sondern die Blutprobe reagiert mit speziell präparierten Antikörpern, das Reaktionsprodukt setzt sich auf kleinen magnetischen Teilchen ab, diese werden auf einer Elektrodenoberfläche magnetisch fixiert, die Elektrodenoberfläche von übrigen Bestandteilen gereinigt und danach wird eine elektrische Spannung angelegt. Dadurch findet eine chemische Reaktion statt, bei der Licht entsteht und aus der Messung dieses Lichts wird die Menge des PSAs berechnet. Ist kompliziert, lässt ich aber mit den käuflichen Reagenzien und Geräten einfach durchführen. Bei so vielen Schritten entsteht aber eine große Messunsicherheit. Sicher sind 15% Abweichung nicht die Regel, aber auch nicht die große Ausnahme. Ich habe mal einen Link für die Methode selbst https://www.meb.uni-bonn.de/klinbioc...ch/LV_FPSA.pdf und einen über Messunsicherheiten https://www.ph.tum.de/academics/org/labs/ap/org/ABW.pdf rausgesucht. Die sind für Laien sicher schwere Kost, aber ich habe festgestellt, dass auch Ärztinnen und Ärzte in dieser Hinsicht Laien sein können :-)). Interessant auch dieser Link http://schulphysikwiki.de/index.php/...Fehlerrechnung wo der Unterschied zwischen zufälligem und systematischem Fehler anschaulich erklärt wird. Der Unterschied bei Konrads Werten zwischen Heidelberg und St. Gallen ist wohl ein systematischer Fehler, wahrscheinlich durch unterschiedliche Hersteller der Reagenzien verursacht.
    Liebe Grüße, Hermann

    Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann
    und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.

    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=896

  2. #12
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    Solche Beiträge - wie der von goodhope - #11 machen das Forum so wertvoll

    Danke, Gute Hoffnung!

    Greets from the vault
    Dillinger

  3. #13
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    Hallo zusammen,

    ich möchte nach zwei Jahren ein kleines Update meiner Früherkennungs-Historie geben und in dem Zusammenhang den von uns zurecht verehrten Konrad zitieren, den wir wohl alle vermissen. Vor etwa 2 Jahren schrieb er mir nämlich:

    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Deswegen ist ein Anstieg nach der ersten Messung noch nicht gesichert, es braucht mindestens eine Bestätigungsmessung.
    Wie Recht er hatte. Wie so oft. Also, meine aktuellen Werte wie folgt (unten fettgedruckt die vier neuen, die ich hier noch nicht niedergeschrieben hatte):

    02/2007: 1,2
    02/2008: 1,4
    02/2009: 1,4 (danach Urologenwechsel)
    01/2010: 1,19
    01/2011: 0,99
    01/2012: 1,10
    01/2013: 1,53
    04/2013: 1,11
    01/2014: 1,26
    01/2015: 1,70
    04/2015: 1,30
    01/2016: 1,11
    01/2017: 1,39
    02/2018: 2,04 (kurz zuvor heftiger Darminfekt)
    03/2018: 1,46
    04/2018: 1,11
    01/2019: 1,13
    01/2020: 2,95 (hoppala...)
    02/2020: 1,31

    Nach der Bekanntgabe der 2,95 im Januar haben mich zwei Menschen wieder eingefangen: Konrad mit diesem Zitat und mein Urologe, der die Ruhe selbst war und mir sagte, dass eine so drastische Verkürzung der Verdoppelungszeit von einigen Jahren auf 4 Monate bei zuvor gehabten Werten von knapp über 1 äußerst ungewöhnlich für ein PCa-Geschehen wäre. Zudem (Zitat) "bekommen wir eh derzeit ein paar merkwürdige Werte aus unserem Labor". Das hat mir in der Tat geholfen, die 4 Wochen durchzustehen und mir letzten Monat die halbwegs beruhigenden 1,31 abzuholen.

    Grüße,
    Michael

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