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Thema: Xofigo / Alpharadin

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  1. #1
    SeppS58 Gast

    Xofigo / Alpharadin

    Hallo Mitbetroffene,

    ich bekomme derzeit die Xofigo / Alpharadin - Radium 223 Therapie. Schlaucht mich ganz schön (Schmerzzunahme, Frösteln, Durchfall, ....)

    Wer von Euch hat diese Therapie schon durchlaufen und wie war sie zu ertragen?

    Würde mich freuen, hierzu ein paar Tipps zu bekommen.

    Danke,
    SeppS58
    Geändert von RalfDm (20.04.2018 um 10:21 Uhr) Grund: Klarnamen des Benutzers entfernt

  2. #2
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    Hallo Sepp,

    ja ich habe Xofigo auch erhalten. Deine Nebenwirkungen kann ich auch bestätigen, wobei, wenn du genau die Schmerzen an den Knochen verfolgst diese mit dem Befund korrelieren. Merke dir die Stellen gut und dokumentiere sie. Somit kannst du später bessere Angaben machen über die Knochenmetastasen welche eine Reaktion zeigen und solche die zwar da sind aber keine Reaktion zeigen.
    Der Dünnpfiff regelt sich in den nächsten Tagen ganz. Das Frösteln auch. Von den leichten Schmerzen hatte ich 4-6 Tage nach Injektion noch etwas. Danach ist Ruhe, dafür wird sich eine gewisse Appetitlosigkeit einstellen, leider auch eine Geschmachsveränderung.
    Später stellt sich eine gewisse Reduzierung des Blutbildes ein.
    Besonders der HB, Wert, die Eros, die Leukos haben nie wieder die Höhe erreicht wie vor der Therapie.

    Ich habe eine intermittierende Form der Injektion gewählt, also 3 x und später noch einmal 3 Injektionen.
    Vom Ergebnis war ich nicht so überzeugt bis auf einen gewissen zeitlichen Benefit bis zum nächsten Progress.
    Vielleicht bin ich da auch mit zu hohen Erwartungen eingestiegen.

    Die spätere RT mit einem hochwertigen Linearbeschleuniger war da wohl erfolgreicher.

    Vielleicht hast du mehr Erfolg, wäre dir zu wünschen und berichte darüber.

    Gruss
    Hans-J.

  3. #3
    SeppS58 Gast
    Lieber Hans-J.,

    danke für Deine rasche Antwort. Ich habe Deine PK kurz überflogen. Du hast auch schon lange damit zu tun ... seit 2008.

    Ich habe gesehen, dass Du 2015 und 2017 die Xofigo / Alpharadin Therapie gemacht hast. Und dann Bestrahlungen.

    Bestrahlungen habe ich auch schon einige hinter mir, z.B. 2014 Schlüsselbein (meine erste Fernmetastase) und 2016 BWK4 -10.

    Jetzt habe ich aktive Metastasen in allen Rückenwirbeln vom Hals abwärts bis zum Steißbein. Besonders stark in den Halswirbeln. Dann weiter in fast allen Rippen, den Schultern, im Becken und Brustbein.

    Weitere RTs sind nur zur Schmerzlinderung. - Die RT für BWK4 -10 haben meine Lunge und mein Herz schwer mit beeinträchtigt.

    Glückwunsch, Du bist wirklich sehr zäh und kannst auch einiges weg stecken. - Ich habe Angst, dass nach dem Xopfigo es dann bei mir so langsam aus ist.

    Ich habe mich im Aug. 2017 chirurgisch kastrieren lassen. Macht ja keinen Sinn, das Testosteron chemisch zu unterdrücken und all die Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen (ich hatte starke Muskelschmerzen). Aber der komplette Testosteronenzug hat mich dann total antriebslos gemacht. Mittlerweilse schmiere ich per Creme wieder Testosteron zu und es geht mir psychisch auch wieder besser.

    Du nimmst jetzt noch Zytiga. Ich hoffe, es wirk gut. Ich weiß nicht, ob das auch bei mir noch eine Option (vllt. auch Xtandi) wäre nach der chir. Kastration.

    Also vielen Dank ... und ich schlaf dann mal wieder weiter!

    Liebe Grüße,
    SeppS58

    P.S.: meine KT unter http://de.myprostate.eu/?req=user&id=851 bin ich noch am Aufbauen

  4. #4
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    Hallo Sepp,

    ich kann Dir zwar keine guten Tipps geben, wünsche Dir aber dennoch alles Gute. Eine Sache hast Du meines Erachtens aber falsch gedeutet. Eine chemische Kastration bereitet keine Nebenwirkungen. Sie stoppt "nur" den Testosteronzufluss. Das fehlende Testosteron bereitet die vielen Nebenwirkungen. Bei einer operativen Kastration verhält es sich ebenso.

    Viele Grüße

    WernerE

  5. #5
    SeppS58 Gast
    Lieber WernerE,

    da widerspeche ich Dir definitiv. Ich hatte Eligard für die chem. Kastration bekommen und der Beipackzettel der Nebenwirkungen ist lang!

    Mir selbst hat das Eligard vor allem Muskelschmerzen bereitet. - Die waren nach dem Auslaufen der Eligard Zeit dann auch weg.

    Die chirgurgische Kastration blockt natürlich auch weiter das Testosteron und da hast Du sicher Recht, das fehlt uns Männer sehr.

    Dennoch würde ich immer wieder die chirurgische Kastration vorziehen, denn da habe wenigstens nicht die zuätzlichen Belastungen des Medikaments nicht mehr.
    (und wer zu viel Angst davor hat, dem sei gesagt, dass man Testosteron auch von außen per Creme wieder zuführen kann.

    Ich kann - falls Du davon betroffen bist - Dir auch nur die chirurgische Kastration raten! Außerdem sparst Du Dir die teueren 3-monats Spritzen!

    Viele Grüße,
    SeppS58

  6. #6
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    Hallo Sepp,

    Du kannst noch eine Lu177 oder Actinium 225 Therapie machen um die Knochenmetastasen zu reduzieren. Konrad hat darüber berichtet.

    Ansonsten kannst Du auch Dexamethason nehmen, dies senkt den PSA Wert. Als langfristige Dosis reichen 0,5 oder 1,0 mg. Wird Dir Dr. Rahammer wohl verschreiben.

    Georg

  7. #7
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    EMA empfiehlt weitere Einschränkung

    Hallo zusammen,

    Diesen Artikel habe ich heute zu Xofigo/Alpharadin gefunden:
    http://mobile.aerzteblatt.de/news/96479.htm

    Roland

  8. #8
    SeppS58 Gast
    Liebe Leut,

    Xofigo ist eine radioaktive Calziumlösung, die man gespritzt bekommt - also eine Bestrahlung von innen und nicht von außen.

    Theoretisch kann Xofigo Metastasen um ganzen Skelett bekämpfen. Dafür war es für mich auch vorgesehen, da ich Metastasen in der ganzen Wirbelsäule, im Kopf, in den Schultern, in den Rippen, im Brustbein, .... habe.

    Leider hat's bei mir nicht viel gebracht. Vielleicht habe ich zu wenig Calzium eingelagert. - Aber die Nebenwirkungen waren und sind noch immer heftig. Mein Blutbild ist auch "verstrahlt". Aber damit war zu rechnen.

    Angst macht mir aber jetzt das doch deutlich erhöhte Knochenbruchrisiko. Danke Roland für Dein Hinweis dafür. Ich hatte glücklicherweise mit XGEVA/Denosunab vorgebeugt. Hoffentlich bringt's was, denn ich musste es absetzen, wg. Zahnprobleme.

    Den Tipp mit dem Sauerstoff werde ich auch angehen. Danke auch hier an Hans-J. - Ich fühle mich immer noch sehr matt und müde. Vllt. hilft's mir ja.

    Und dann setzte ich jetzt auf Xtandi!! - Weitere Bestrahlungen z.B. mit Lu177 schiebe ich erst mal raus, denn ich will wieder mehr zurück ins Leben, als weiter hin zum Strahlenzombie!

  9. #9
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    Lieber Sepp,

    Sepp schrieb:
    Xofigo ist eine radioaktive Calziumlösung, die man gespritzt bekommt - also eine Bestrahlung von innen und nicht von außen.

    Theoretisch kann Xofigo Metastasen um ganzen Skelett bekämpfen. Dafür war es für mich auch vorgesehen, da ich Metastasen in der ganzen Wirbelsäule, im Kopf, in den Schultern, in den Rippen, im Brustbein, .... habe.

    Leider hat's bei mir nicht viel gebracht. Vielleicht habe ich zu wenig Calzium eingelagert. - Aber die Nebenwirkungen waren und sind noch immer heftig. Mein Blutbild ist auch "verstrahlt". Aber damit war zu rechnen.
    Ja, natürlich Sepp der Unterschied zwischen der systemische Therapie mit Xofigo und einer perkutanen Bestrahlung ist wohl allen bekannt.
    Ich wollte dir nur mitteilen, dass, wenn die systemische Xofigo nicht funktioniert, die HWK bis Sternum Stellen evtl. mit einer hochwertigen perkutanen Bestrahlung anzugehen sind.
    Ich hatte dir aber auch schon mitgeteilt, wenn der Trojaner "CALZIUM " bei Xofigo nicht von den Knochenmetastasen ausgeschwemmt wird, das Radiopharmakon nicht oder zu wenig andocken kann. Es dockt hier nicht an die Tumorzellen an, sondern an das Calzium.
    Hier wird oft Luthetium 177 mit Radium 223 verwechselt.
    Wenn man die Biologie nicht entsprechend berücksichtigt wuselt man dann ins Ungewisse. Ein Schwerbetroffener sollte sich nicht damit begnügen, sondern schon klar wissen wie die beiden unterschiedlichen Alpha oder Betastrahler und die Radiopharmakone arbeiten.

    Viel Glück bei deinen weiteren Entcheidungen und Kopf hoch.
    Hans-J.

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