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Thema: Frage OP oder Bestrahlung

  1. #1
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    Frage OP oder Bestrahlung

    Hallo,bei mir wurde am 28.05.2018 Prostata Krebs gefunden. max 7b ,Tumorlast 2 %, Tumorausdehnung: nein , Blutgefäß invasion: nein ,Anzahl Karzinom stanzen: 2 , Gradierungsgruppe ISUP/WHQ 2016, linke seite stanze 1mm Cleason -Score 7b plattern 4+3 rechte stanze : 4mm Cleason -Score 7b. 4+3. frage was würdet ihr machen habe bis jetzt 5 meinungen mir angehört 4 sagen bestrahlung 1 sagt op. habe am 19.06 besprächung im kh.

  2. #2
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    Nachdem du ja noch relativ jung bist würde ich zur OP raten.

  3. #3
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    danke für deine antwort.

  4. #4
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    Hallo,
    eigentlich muss Du das für dich entscheiden. Wenn du mit einem Urologen sprichst, dann kommt im Normalfall die Op raus. Sprichts du mit einem Radiologen, dann die Bestrahlung, sofern sie erfolgversprechend ist. Ich habe die selbe Entscheidung treffen müssen und habe mich sowohl lange mit meinem Urologen als auch mit einem Strahlemann unterhalten. Nach diesen Gesprächen war ich mir ganz sicher, ob die beiden Docs vom selben Fall gesprochen haben.
    OP dann, wenn du bereit bist evtl. Nebenwirkungen (wie hoch die Rate ist, habe ich nie genau rausgefunden) wie Inkontinenz oder Impotenz neben den normalen OP-Risiken (evtl. Nervenbahnschäden an Teilen der Beine) zu riskieren. Bei Nichterfolg hast du danach halt noch zusätzlichen die Bestrahlung im Köcher deiner Möglichkeiten. Wie sagte einer, erst Stahl dann Strahl.
    Bestrahlung dann, wenn du das Risiko für Inkontinenz und Impotenz verringern willst und auch sonstige OP Nebenwirkungen ausschließen willst. Evtl. Nebenwirkungen sind dann allerdings Probleme mit Darm /Blase und evtl. Spätfolgen. Das kann dir aber ein Strahlendoc genauer erläutern.
    Wenn du nicht willst, das dir ein Arzt die Entscheidung abnimmt, dann mach dich kundig, schätz die Risiken und die Nebenwirkungen ab und entscheide anhand deiner persönlichen Beurteilung.
    Entweder du entscheidest selber oder du überlässt die Entscheidung dem Arzt deines Vertrauens. Hier wirst du ein für und wieder der beiden Möglichkeiten erhalten.
    VG Tom

    P.S. Ich hab mich bestrahlen lassen trotz meines relativ jungen Alters (oder gerade deswegen ?) Bisher alles gut. Kann aber morgen schon wieder anders sein.

  5. #5
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    Op hat für mich den Vorteil, dass der Pathologe exakt beurteilen kann, wie aggressiv der Krebs war. Das wird man bei der Biopsie nie 100% erfahren.

  6. #6
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    danke habe von 5 leuten davon einige ärzte und einem kollegen , von meiner cousine die tochter ist ärtztin die meinte bestrahlung , ein kollege der hat sich operieren lassen. die enscheidung glaube ich kann einem keiner sagen das muss mann selber sagen können, und im moment weiß ich es nicht .

  7. #7
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    Nachdem du ja noch relativ jung bist würde ich zur Protonentherapie raten.

    Ansonsten stimme ich mit der Meinung von Tom1965 überein.

  8. #8
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    Was nützt es, liebe Danela,
    die 'Aggressivität' eines Krebses zu kennen, der nicht mehr im Körper ist,
    sondern auf dem Tisch des Pathologen? Der untersucht, wie stark die Form
    der Krebszellen abweicht vom Muster gesunder Zellen und teilt diese
    Abweichung in drei Grade ein, wie schon bei der Biopsie.
    Im guten Falle bestätigt sich das Gleason-Score, in weniger guten steigt
    es, wie bei mir, von 7 auf 9. Und was hatte ich von dieser Information?
    Überhaupt nix! Es war halt so, wie es von der allerersten mutierten
    Krebszelle vor 15 Jahren oder mehr eingerichtet worden war.
    Mehr weiss man aber meist schon durch die Wachstumsgeschwindigkeit
    (PSA-Verdoppelungszeit), denn ein Krebs, der sich nur langsam teilt, ist
    per Definition weniger 'aggressiv'.
    Das andere sind die Lymphknoten, von denen bei der OP einige entfernt und
    untersucht werden. Sind die positiv, weiss man, dass der Krebs gestreut
    hat. Steigt das PSA nach der Bestrahlung wieder an, weiss man das auch.

    Ich hatte mich seinerzeit für die RPE entschieden, weil ich die Vorstellung
    gut fand, den ganzen Krebs einfach rauszuschneiden, statt irgendwie
    schwer fassbar mit unsichtbaren Strahlen zu schädigen.
    Hätte ich gewusst, dass der Krebs ohnehin schon längst weit gestreut hatte,
    wäre der Entscheid wohl anders ausgefallen, aber genauso subjektiv.


    Lieber Hans-Theo,
    ob Bestrahlung oder OP ist in deinem Fall so gut wie gleichwertig.
    Es sind zwei sehr unterschiedliche Vorgehensweisen, um das eine Ziel zu
    Erreichen, nämlich den Krebs 'wegzumachen'. Lies bitte auch im gelben
    Link ganz oben im 'Basiswissen' zu den verschiedenen Therapien.
    Du kannst den Fall auch einem Tumorboard an einem universitären
    Prostatazentrum vorlegen, wo sich dann Ärzte verschiedener Fächer
    darüber beugen und eine Empfehlung herausgeben.
    Die könnte in etwa lauten: RPE oder Bestrahlung ...


    Ich wünsch dir einen baldigen Entscheid.
    Den ziehst Du dann durch, denn es ist der Richtige, weil es der einzige ist.

    Nimm den Tag!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  9. #9
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    Immerhin waren bei der Op meines Mannes aber 3 befallene LK entfernt, was bei der Bestrahlung aber nicht passiert wäre...

  10. #10
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    Na und, liebe Daniela?
    Hat die Entfernung dieser drei Lymphknoten irgendwas am steigenden PSA geändert?
    Aber das Martyrium, durch das dein Mann wegen der Lymphstaus ging, wäre so
    bei einer anderen Therapie nicht eingetreten. Vielleicht halt was anderes.
    Diese üble Einzelerfahrung spricht nicht gegen die RPE, aber eben auch gar nicht dafür.
    Es zeigt einfach einmal mehr, was für beschränkt fähige Leute mit dem Skalpell
    rumfuchteln, und dies nach einer vielhundertkilometerlangen Autofahrt des Patienten
    weg von den bestimmt hervorragenden Chirurgen seiner näheren Heimat, hin zu
    einem Betrieb, der Patientenzahlen bolzt um jeden Preis ...

    Hans-Theo sollte sinnvollerweise davon ausgehen, dass die einmal gewählte Primärtherapie
    ihn heilen werde. Einen Plan B zu schmieden für hinterher ist vollkommen sinnlos,
    denn es wird ja erst hinterher klar, ob es so einen Plan überhaupt brauche und wozu genau**

    Konrad



    **Naja, in Zeiten des PSMA-PET könnte man auch schon vor der Primärtherapie mal
    gucken, was einen hinterher so erwarten würde. Mein MRT (Damals gab es noch kein
    PSMA-PET) des Beckens vor der OP ging haarscharf unterhalb der in [4] gezeigten
    Metastase zu Ende. Wäre das Bild auf das gesamte Abdomen ausgedehnt worden,
    hätte es wohl keine RPE gegeben.
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    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
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    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

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