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Thema: Angst um meinen Vater -noch keine Diagnose-

  1. #11
    SeppS58 Gast
    Liebe Meni,

    bitte nimm mal die Panik raus. Ich hatte schon mal einen PSA über 300 und ich kenne Leute mit PSA über 1000. - Nur warten solltet Ihr wirklich nicht mehr. Und keiner muss unnötig Schmerzen aushalten.

    Ich fürchte halt, dass der Urologe zuerst eine Biopsie machen will und dann ein Staging und das kann dauern. Da würde ich eben lieber gleich ein Prostatakrebszentrum empfehlen.
    Ich bin aber aus der Münchner Gegend und kann Euch daher nichts empfehlen. Aber wenn Sindelfingen ein Zentrum für Prostatakrebs ist, dann würde ich das nehmen .... und zwar sofort!
    Nur passt auf, dass nicht gleich operiert wird. Manchmal sind OPs nicht mehr sinnvoll, z.B. wenn schon (viele) Metastasen vorhanden sind.

    Den PSA Anstieg kann man z.B. oft schnell mit Bicalutamid bremsen und dann wäre genug Zeit für ein vernünftiges Vorgehen. Aber das müsst Ihr mit den Fachleuten klären (und das sind selten Hausärzte und auch nur wenige Urologen). Ihr habt leider schon viel Zeit verstreichen lassen, aber i.R. ist der Prostatakrebs kein Rennpferd. Und selbst mit Metastasen kann man noch ein paar Jahre gut leben. Nur Schmerzen sind total unnötig.

  2. #12
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    Zitat Zitat von SeppS58 Beitrag anzeigen
    Durch eine Biopsie bekommt man Klarheit, speziell auch über die Agressivität (bewertet über den Gleason Score).
    Ist zu lesen als: Wenn die Biopsie positiv ist, weiß man mit Sicherheit, dass das PCa mindestens den gefundenen Grad hat. Sonst weiß man nichts.
    Die Frage ist nur, ob bei einer eventuell entzündeten, durch BPH extrem vergößerten Prostata mit einer 6- oder 12-Stanzen Biopsie etwas zu sehen ist. Bezüglich der Anzahl der Stanzen kenne ich nur
    https://books.google.de/books?id=gcY...linder&f=false
    Da hört es bei 80ml auf, und das Minimum sind dann 6 Stanzen, falls der Tumor 8ml groß ist (Detektionsrate 90%), der kleinste Tumor hat 1,5ml und benötigt 18 Stanzen.
    Bei kleinem PCa (was nicht heißt, dass es nicht aggressiv ist) kann das leicht falsch-negativ werden. Und bei dem hohen PSA gibt es vielleicht schon Metastasen, die das meiste PSA erzeugen.
    Ein MRT würde vielleicht etwas anzeigen. Aber das wäre nicht leitliniengerecht...

    Im andern Fall besteht die Prostata hauptsächlich aus PCa; dann ist auch eine 6-Stanzen-Biopsie in der Lage, das zu sehen.

    Tatsächlich sinnvoll und am schnellsten zu einer Gesamtdiagnose führend wäre ein PSMA PET/CT mit eventuell folgender MRT und/oder Biopsie. Da sist aber überhaupt nicht leitliniengerecht. Der Patient muss erst durch die zeitraubende Mühle der Regeldiagnostik. Ein Privatpatient ist etwas besser dran. Oder man bezahlt das selbst (ca. 2000€).

  3. #13
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    Hallo Meni76,

    du hattest die Geschichte deines Vaters in einem anderen Thread begonnen. Um für Leser und evtl. Ratgebende die Übersicht zu bewahren, wäre es besser unter der bereits angelegten Überschrift fortzufahren.
    [Ich habe die beiden threads zusammengeführt – RalfDm]

    Am 21.06.2018 hatte ich bei deiner ersten Anfrage unter anderem folgendes geschrieben: "Insofern wäre ein sofortiger Termin beim Urologen - nicht wegen des hohen PSA, sondern wegen des möglichen Harnstaus - unbedingt angezeigt".
    In der Zwischenzeit ist mehr als eine Woche vergangen, ohne dass eine fachärztliche Konsultation erfolgte. Jetzt ist das Wochenende eingeläutet, da bleibt im Bedarfsfall nur die Notaufnahme in der urologischen Ambulanz einer Klinik. Ansonsten am Montag zu weiteren Abklärung den Urologentermin wahrnehmen! Alles was zunächst wichtig ist, wurde unter deinem ersten Thread bereits angemerkt. Daran hat sich bis jetzt nichts geändert.

    Zum Notdienst:
    In eurer Umgebung hast du die richtigen Kliniken genannt. Das Diakonie-Klinikum Stuttgart wäre wohl auch noch eine mögliche Adresse. Ohne vorherige Überweisung durch den allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst, dürfte es nicht ganz einfach sein am Wochenende zu einer Fachambulanz durchzudringen. Wahrscheinlich hat unter den genannten Adressen eh nur eine od. zwei Wochenendbereitschaft, so dass sowieso keine große Wahlmöglichkeit besteht.

    Alles Gute
    Roland
    Geändert von RalfDm (29.06.2018 um 18:20 Uhr) Grund: Anmerkung des Moderators eingefügt
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  4. #14
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    Vielen Dank Roland! OK dann weiß ich jetzt dass ich immer unter den 1. Threads weiter machen muss.
    Ja ich finde auch dass zu viel Zeit vergangen ist, aber meine Eltern (hörten auf den Hausarzt) wollten ihn nicht "übergehen" da er wohl sagte der Urologe würde auch nichts anderes machen. Ich habe versucht sie zu überzeugen einfach selbst alles in die Hand zu nehmen und sofort zum Urologen, das ganze Procedere geht nun schon länger, der1. Arztbesuch 8.5.
    Ich bin froh, dass man sich hier austauschen kann. Vielen Dank dafür

  5. #15
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    Hallo zusammen,
    Mein Papa war heute morgen beim Urologen, er hat mit Ultraschall untersucht und die Prostata für groß, hart und unregelmäßig befunden. Zu Mama meinte er 50% dass es bösartig ist. Am Mittwoch macht er eine Biopsie dann heißt es nochmal 1 Woche warten. Bis dahin Antibiotikagabe levoflaxin. Mein Papa möchte keine Schmerzen bei der Biopsiehaben, der Urologe meinte er möchte 12 Stanzen nehmen sofern Papa mitmacht?! Er bekommt örtliche Betäubung. Hört sich für mich so an als wäre es dennoch schmerzhaft. Gibt es nicht zusätzlich eine Beruhigungsspritze? Ich glaube ich kann meine Eltern nicht mehr alleine zu den Arztterminen lassen, nehmen alles so hin. Eigentlich wollten sie nach Direkteinweisung ins KH fragen, immerhin war ja der PSA in einer Woche von 94 auf 98 und immer wieder sehr starke schmerzen im unteren Rücken /oder Nieren allerdings letzten 2 Tage nicht.
    Wie sind denn die Erfahrungen mit Biopsie etc.
    Lieben Dank
    Gruß Meni

  6. #16
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    Hallo Meni, bei mir wurde eine sog. perineale Fusionsbiopsie unter Kurznarkose gemacht, d.h. ich habe nichts mitbekommen. Mein Cousin hat eine Biopsie durch den Enddarm bekommen und sagt, es hätte ungefähr so gepiekst wie beim Blut abnehmen. Danach hatten wir keine Beschwerden, außer vorübergehend Blut in Stuhl und Sperma. Wichtig ist die gewissenhafte Einnahme des Antibiotikums vor und nach dem Eingriff. Da bei mir die Biopsie einen positiven Befund ergab, ging es weiter mit einem Skelettszintigramm und einer Blasenspiegelung vor der OP, um eventuell vorhandene Metastasen zu finden. Falls diese Untersuchungen notwendig werden (ich wünsche es deinem Papa natürlich nicht) solltet ihr diese Termine zügig organisieren. Ansonsten kann ich nichts sagen; bei mir kam alles wie aus heiterem Himmel, weil ich vorher keine Beschwerden hatte und ich bei Tastuntersuchung und Ultraschall angeblich "eine Prostata wie ein Dreißigjähriger" hatte. Du siehst, kein Fall gleicht zu 100% dem anderen.

    Nachtrag: Ich wurde im Diakonie-Klinikum Stuttgart biopsiert und operiert und bin mit der Behandlung und Pflege sehr zufrieden, siehe auch mein Profil.
    Liebe Grüße, Hermann

    Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann
    und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.

    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=896

  7. #17
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    Lieber Hermann,
    Vielen Dank für deine Antwort! Das hat mich ein wenig beruhigt dass es vielleicht doch nicht ganz so schmerzhaft wird für meinen Papa morgen. Dann heißt es 1 Woche warten und bangen...
    Das Diakonie Klinikum Stuttgart habe ich auch gefunden und es hört sich gut an. Vom fahren her wäre für uns Sindelfingen (ist auch ein Prostatakrebszentrum lt. Internet) aber letztendlich zählt ja die gute Behandlung (ich gehe davon aus dass es zügig dazu kommen wird und dass es nicht nur eine Entzündungen ist bei dem PSA Wert usw.) Ein ganz klein wenig hofft man ja doch, aber ich weiß dass es eher nach Krebs aussieht.
    Ich wünsche Dir eine gute Zeit
    LG Meni

  8. #18
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    Liebe Meni,
    ich hoffe, dein Papa hat es fürs erste gut überstanden. Wenn ihr euch nicht schon für ein Krankenhaus entschieden habt, ist der Klinikführer meiner Krankenkasse hilfreich: https://www.tk.de/tk/klinikfuehrer/1...formID_=W31072 Neben der Postleitzahl kann man die Suche verfeinern, einfach den Diagnoseknopf setzen und im Feld C61 eingeben. Es lassen sich auch mehrere Krankenhäuser übersichtlich vergleichen. Mir hat am Diakonieklinikum gefallen, dass eine sehr menschliche Atmosphäre herrscht, auch wenn alle wie überall sehr eingespannt sind. Vielleicht ist die Renovierung fertig, dann sind die Zimmer auch komfortabler als Anfang November 2017.
    Liebe Grüße, Hermann

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    und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.

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  9. #19
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    Ganz herzlichen Dank dafür! Das werde ich gleich heute Abend lesen wenn die Kids im Bett sind 😀 Die Biopsie ist unglaublich gelaufen, wären es nicht meine Eltern würde ich es nicht glauben. Also meinem Vater tat es sehr weh, so dass er sich etwas"aufbäumte" und eben vor Schmerz stöhnte. Es wurde noch nicht gestanzt. Meine Mutter fragte ob er denn nicht eine Spritze geben könnte da würde der Urologe sehr pampig, erhob den Zeigefinger und sagte dass er keine spritzen gibt und hiermit würde er abbrechen. Klappte den Stuhl nach oben beendete sofort alles und beförderte meine Eltern hinaus. Eine Überweisung für das KH Sindelfingen haben sie dann von der Arzthelferin Gott sei Dank bekommen. Wir hätten die Rezensionen über verschiedene Eingriffe bei diesem Arzt vorher lesen sollen dann wären wir dort mit Sicherheit nicht hingegangen. Er war nicht bereit im KH anzurufen wegen eines eiligen Termins, meinte aber noch mit diesem hohen PSA von fast 200 wäre Eile geboten. Die Prostata wiegt 62g.
    Wir haben für Dienstag einen Termin zur Biopsie und wurden bereits am Telefon gefragt ob mit Spritze oder Sedierung. Wie lange dauert es denn wohl im KH bis die Proben ausgewertet sind? Beim Urologen hätte es 1 Woche gedauert.
    Einen schönen Abend
    LG Meni

  10. #20
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    Es wird wohl auch im KH eine Woche dauern, zumindest bei mir war es so.

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