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Thema: Pamorelin und Suprefact Depot gleichzeitig ?

  1. #11
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    Erstmal Allen vielen Dank für eure gedankliche Mithilfe und die Versuche die bisherige Entwicklung zu analysieren.

    Wegen der nur telefonischen Kontakte ist der Status nicht immer eindeutig, da Übermitlungsfehler nicht ausgeschlossen werden können.
    Eine schriftliche Zusammenfassung wird später von allen beteiligten Ärzte in einer gemeinsamen Akte eingetragen. Aber auch die ist nicht immer fehlerfrei.

    Aus dieser Akte ergibt sich:

    August 2017 PSA 0,1 Testo 0,7 (nmol/L) = 0,2 (ng/mL)

    April 2018 PSA 1,3 Testo 1,1 = 0,32

    Juli 2018 PSA 3,7 Testo 1,1 = 0,32

    Der PSA Anstieg ist schon erschreckend, würde tagesgenau berechnet einer Verdopplungszeit von nur 1,7 Monaten entsprechen. Ich möchte die Messung deshalb baldmöglichst wiederholen lassen.

    Anlass, das Bica abzusetzen ist wohl der Verdacht, dass es möglicherweise auch PSA erhöhen kann. Ich meine, das hier im Forum gelesen zu haben. Und das neue Implantat soll den Testo-Wert unter die magische 0,2 Grenze bringen.

    Eine Chemo gab es übrigens bisher nicht, ich hätte sie gern in Deutschland durchgeführt, aber die hiesige Krankenkasse war nicht einverstanden damit. Würde auch lieber statt der Docetaxel Prozedur Abirateron schlucken.

    Euch ein gesundes Wochenende
    Peter

  2. #12
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    Hallo Peter,

    Wie Du siehst, kriegst Du mehr als Zweitmeinungen oder Drittmeinungen hier im Forum zu Deiner einfachen Frage (es wären wahrscheinlich noch viel mehr nach einiger Zeit).
    Nein, es gibt halt auch solche neugierige Forumsmitglieder wie mich, die wollen möglichst alles wissen über die PCa Geschichten. Bin auch ziemlich neu in diesem Geschäft und habe mir den PCa Krebs auch etwas zu meinem unfreiwilligen Hobby gemacht und will noch viel lernen.

    Aber ich will auch respektieren, dass Du nicht alle Details hier in dieses Forum reinstellen willst. Es gibt so viele Faktoren mit Einfluss auf zukünftige Therapien, dass diese nur ein Urologe Deines Vertrauens, oder noch besser ein Tumorboard eines kompetenten Prostatazentrums, gut entscheiden kann.

    Du bist jetzt 76 Jahre alt. Gemäss aktuellen Empfehlungen hier in der Schweiz und wohl auch anderswo, wird eine PSA Messung nicht mal mehr empfohlen nach 70, wenn keine Beschwerden vorliegen. Du hättest Dich mit den jetzigen Fragen vielleicht erst in ein paar Jahren beschäftigen müssen. So hast Du aber auch noch ein neues Hobby bekommen :-)).

    Soweit ich verstehe, bist Du auch daran, möglichst viel über den Krebs zu erfahren, hier im Forum oder auch anderswo. Und das ist auch gut so. Es gibt auch Studien (kann sie aber nicht gleich hervorzaubern), welche zeigen, dass nur durch die aktive Teilnahme des Patienten an seinen Therapieentscheidungen eine Lebenszeitverlängerung erreicht wird.

    So, jetzt bin ich fast am Ende. Nur noch das: Falls es Dir im bisherigen Gefühlschaos untergegangen sein sollte: Kapitel 8.5.2. im ersten Rat des Basiswissens unbedingt zweimal lesen den Abschnitt wie man die NW des Testosteronentzugs mildern kann. Bewegen, Muskeltraining usw. Nur falls Du es noch nicht konsequent durchführst.
    Gefühlschaos ? Eigentlich überhaupt nicht zu erkennen aus Deinen Posts, trotz der schwerwiegenden Diagnose. Stimmt also das Vorurteil der kühlen Schweden ?

    Ok, das wars erstmal von mir. Ist auch ok, wenn Du nur zu einer Frage die relevanten Informationen preisgibst. Dann werde ich nicht mehr in der ganzen Geschichte graben.
    Wünsche Dir alles Gute.

    Tritus

  3. #13
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    Hallo Peter,

    Zitat Zitat von PeterKa Beitrag anzeigen
    Anlass, das Bica abzusetzen ist wohl der Verdacht, dass es möglicherweise auch PSA erhöhen kann. Ich meine, das hier im Forum gelesen zu haben.
    nicht das PSA, sondern das Testosteron (Basiswissen, S. 105, rechte Spalte). Wenn allerdings unter Bicalutamid der PSA-Spiegel steigt, dann hat der Krebs gelernt, sich von dem Bicalutamid zu ernähren und ist weiter entartet und aggressiver geworden.

    Ralf

  4. #14
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    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Gemäss aktuellen Empfehlungen hier in der Schweiz und wohl auch anderswo, wird eine PSA Messung nicht mal mehr empfohlen nach 70, wenn keine Beschwerden vorliegen.
    Hallo Tritus,

    Die alte Frage: was bringt eine vorsorgliche PSA Messung? In meinem Fall wurde sie wegen den üblichen „Wasserlass“ Probleme veranlasst. Sonstige Beschwerden hatte ich nicht.

    Die folgende Biospsie verwandelte aber dann einen bis dahin recht fitten 74jährigen in einen unheilbar Kranken.

    Noch hätte man die Diagnose ignorieren können und einfach weiterleben wie bisher. Aber das Ärzte Team bestand auf der gültigen Leitlinie und diese schrieb sofortige doppelte Hormonblockade vor.

    Und was macht der Laie, der zum ersten Mal mit Prostatakrebs konfrontiert wird? Er vertraut den Spezialisten, nimmt brav die empfohlenen Medikamente, verliert seine Muskeln und Lebenslust, wird dauermüde und fett. Hat aber die Hoffnung auf einpaar Monate oder auch Jahre mehr Leben.

    Natürlich taucht irgendwann die Frage auf, wie es denn ohne Therapie weitergegangen wäre? Eine belastbare Studie zu diesem Thema existiert wohl kaum, also hofft man doch, das Richtige getan zu haben.

    Einen schönen Sonntag
    Peter

  5. #15
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    Zitat Zitat von RalfDm Beitrag anzeigen
    ..dann hat der Krebs gelernt, sich von dem Bicalutamid zu ernähren und ist weiter entartet und aggressiver geworden.
    Hallo Ralf,

    danke für den Hinweis. Im Beitrag https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...ostatakarzinom finden sich übrigens sehr interessante Infos zu dem Thema.

    Und dann nochmal ein dickes Kompliment für die Fleissarbeit des "Basiswissens". Ich hab es immer dabei, um Wartezeiten sinnvoll zu nutzen. Leider versagt meine Hirnkapazität, alles Gelesene auch dauerhaft zu speichern. Ich arbeite aber noch daran...

    Peter

  6. #16
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    Hallo Titus, der Satz "Gemäss aktueller Empfehlungen hier in der Schweiz und auch wohl anderswo, wird eine PSA Messung nicht mehr empfohlen nach 70 ...usw. Diese Aussage ist mir aus der Fachliteratur nicht bekannt, daher wäre ich dankbar, die Quelle zu erfahren. Mir ist nur eine älterne Studie von Prof.Studer der EORT-308991 bekannt, die gezeigt hat, dass es bei einem PSA von 50 ng/ml bei Pat. über 70 Jahre keinen prognostischen Unterschied bedeutet, ob sofort oder erst beim Eintriitt von Symptomen hormonell behandelt waird.
    Alles Gute klaus

  7. #17
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    Hallo Klaus,
    Habe ich unklar formuliert. Ich meinte, dass kein generelles PSA Screening empfohlen wird wenn die Lebenserwartung kleiner als 10 -15 Jahren beträgt, was dann auf ein Alter von 70-75 hinausläuft. Die S3 Leitlinie:
    "Für Männer über 70 Jahre und einem PSA-Wert < 1ng/ml wird eine weitere PSA gestützte Früherkennung nicht empfohlen".
    Ob und wie man dann bei auftretenden Symptomen behandelt, ist dann wieder eine andere Geschichte.

    Tritus

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